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ecowo 
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TopCompany6 Jahre

Hohe Fluktuation kommt nicht von ungefähr - viel Potenzial, schlechte Führungskultur!

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Administration / Verwaltung bei ecowo GmbH in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben ist, dass die beschriebenen Erfahrungen nicht auf alle Standorte übertragbar sind. Insbesondere in der Zentrale gibt es einige sehr kompetente und hilfsbereite Kollegen, die bei Fragen und Problemen zuverlässig unterstützt und immer versucht haben, weiterzuhelfen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Insgesamt fehlten mir eine gesunde Führungskultur, Fairness, Vertrauen und ein respektvoller Umgang mit den Mitarbeitern. Hinzu kommen eine dauerhaft hohe Arbeitsbelastung, viele Überstunden, schwierige Urlaubs- und Homeoffice-Regelungen sowie ein problematischer Umgang mit Krankmeldungen.

Verbesserungsvorschläge

Die Auswahl und Kontrolle von Führungskräften sollte dringend überdacht werden. Fachliche Kompetenz allein reicht nicht – und persönliche Nähe zu Vorgesetzten sollte erst recht kein Kriterium für eine Führungsposition sein. Wer Mitarbeiter anschreit, gegeneinander ausspielt, bevorzugt oder durch sein Verhalten regelmäßig zur Kündigung bewegt, sollte aus meiner Sicht keine Personalverantwortung tragen.
Vor allem sollte die hohe Fluktuation nicht länger ausschließlich bei den Mitarbeitern gesucht, sondern das Verhalten einzelner Führungskräfte kritisch hinterfragt werden. Wenn gute und fachlich kompetente Mitarbeiter regelmäßig gehen, während sich an der Führung nichts ändert, sollte das Unternehmen anfangen, die Ursache an der richtigen Stelle zu suchen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war aus meiner Sicht unzumutbar. In den Großraumbüros telefonierten insbesondere zu Stoßzeiten viele Mitarbeitende gleichzeitig, wodurch eine hohe Geräuschkulisse entstand und konzentriertes Arbeiten erschwert wurde.

Auch die kleineren Büros mit vier Sitzplätzen boten kaum ausreichend Platz und Ruhe für ein ungestörtes Arbeiten. Um die Kunden überhaupt verständlich hören zu können, musste man häufig das Büro mit dem Handy verlassen und auf die Flure ausweichen.

Kommunikation

Die Kommunikation unter den Kolleginnen und Kollegen war grundsätzlich in Ordnung. Die Kommunikation mit den Führungskräften hingegen empfand ich als unzureichend und teilweise schwierig.
Informationen wurden häufig nicht direkt und transparent kommuniziert, sondern gelangten eher über den sogenannten „Flurfunk“ zu den Mitarbeitenden. Dadurch entstanden teilweise Unsicherheiten und Missverständnisse. Aus meiner Sicht wäre eine offenere, direktere und verlässlichere Kommunikation seitens der Führungskräfte wünschenswert gewesen.

Kollegenzusammenhalt

Ein wirklicher Kollegenzusammenhalt war aus meiner Sicht kaum vorhanden und zeigte sich überwiegend dann, wenn eine Zusammenarbeit ausdrücklich angeordnet wurde. Im Arbeitsalltag kam es hingegen wiederholt dazu, dass Kollegen gegeneinander ausgespielt, unzutreffende Informationen über andere verbreitet und teilweise gemeinsam mit der Führungskraft abwertend über nicht anwesende Kollegen gesprochen wurde. Dies hat das Arbeitsklima und das gegenseitige Vertrauen deutlich beeinträchtigt.

Work-Life-Balance

Eine ausgewogene Work-Life-Balance wurde kaum unterstützt. Homeoffice wurde zwar in der Stellenausschreibung beworben, musste in der Praxis jedoch ständig begründet und regelrecht erkämpft werden. Auch Urlaubsgenehmigungen waren häufig schwierig. Gleichzeitig wurde zum Jahresende Druck gemacht, offene Urlaubstage abzubauen, obwohl die Gründe für den hohen Resturlaub kaum berücksichtigt wurden.

Durch ständigen Personalwechsel und das Auffangen zusätzlicher Aufgaben waren lange Arbeitstage bis 20 Uhr und teilweise rund 100 Überstunden keine Seltenheit. Selbst das pünktliche Gehen nach der regulären Arbeitszeit wurde nicht gerne gesehen.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten war aus meiner Sicht äußerst problematisch. Einzelne Mitarbeiter wurden deutlich bevorzugt, während über andere teilweise gemeinsam mit Führungskräften negativ gesprochen wurde. Druck, unangemessenes Verhalten und das Abwälzen eigener Fehler auf Mitarbeiter kamen regelmäßig vor. Hinzu kommt, dass die Führungskraft regelmäßig laut wurde und Mitarbeiter anschrie.
Wertschätzung für gute Leistungen gab es kaum, während kleinere Probleme unnötig aufgebauscht wurden. Außerdem kamen respektlose, widersprüchliche oder unwahre Aussagen oft vor, wodurch das Vertrauen in die Führung stark gelitten hat. Besonders negativ war auch der Umgang mit Krankmeldungen, bei denen teilweise zusätzlicher Druck auf erkrankte Mitarbeiter ausgeübt wurde.
Die hohe Fluktuation spricht aus meiner Sicht für sich: Viele Mitarbeiter kündigen bereits nach kürzester Zeit wieder, da sie mit dem Führungsstil nicht zurechtkommen. Dass die Ursachen hierfür auf übergeordneter Ebene offenbar bekannt ist und kaum hinterfragt wird, ist besonders enttäuschend.

Interessante Aufgaben

Interessante Aufgaben kamen durchaus immer wieder vor. Durch die Zugehörigkeit zum Mutterkonzern erhielt man Einblicke in viele unterschiedliche und spannende Themenbereiche der Immobilienbranche, was die Tätigkeit abwechslungsreicher gemacht hat.

Gleichberechtigung

Aus meiner Sicht kaum vorhanden. Lieblingsmitarbeiter wurden deutlich bevorzugt behandelt. Wer hingegen einmal nicht wie erwartet „funktionierte“ oder Kritik äußerte, hatte schnell das Gefühl, unten durch zu sein und entsprechend anders behandelt zu werden.

Umgang mit älteren Kollegen

Eher problematisch. Über ältere Kollegen wurde teilweise aufgrund ihres Arbeitstempos negativ gesprochen, anstatt sie entsprechend zu unterstützen. Teilweise entstand sogar der Eindruck, dass Mitarbeiter gezielt zum Verlassen des Unternehmens gedrängt wurden bzw. ihnen nahegelegt wurde, sich anderweitig zu orientieren.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren grundsätzlich gut. Die technische Ausstattung mit Laptop, Firmenhandy und den notwendigen Arbeitsmitteln war modern und vollständig vorhanden. Auch die Ausstattung der Arbeitsplätze war insgesamt zufriedenstellend.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach außen wurden Umwelt- und Sozialbewusstsein stark kommuniziert und beworben. Intern wurden diese Werte aus meiner Sicht jedoch kaum gelebt, sodass zwischen Außendarstellung und tatsächlichem Arbeitsalltag eine deutliche Diskrepanz bestand.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt war grundsätzlich in Ordnung, lag jedoch nicht über dem marktüblichen Durchschnitt. Setzt man die Vergütung ins Verhältnis zum hohen Arbeitsaufkommen und den vielen Überstunden, war sie aus meiner Sicht nicht angemessen. Urlaubs- und Weihnachtsgeld gab es nicht, dafür eine kleinere jährliche Gewinnbeteiligung. Gehaltssteigerungen waren zwar möglich, mussten teilweise jedoch aktiv eingefordert und entsprechend begründet werden.

Image

Die Namensänderung vermittelte den Eindruck, dass man sich in der öffentlichen Wahrnehmung stärker vom Mutterkonzern Vonovia distanzieren wollte, dessen Image ebenfalls nicht besonders positiv ist.

Karriere/Weiterbildung

Karriere und Weiterbildung wurden aus meiner Sicht kaum gezielt gefördert. Entwicklungsmöglichkeiten und Beförderungen wirkten teilweise stärker von persönlichen Beziehungen zu Führungskräften als von fachlicher Qualifikation und Leistung abhängig. Dadurch wurden mitunter Personen in Führungspositionen befördert, deren fachliche Eignung nicht immer nachvollziehbar war.
Die fehlende fachliche Expertise musste anschließend teilweise von Mitarbeitern aufgefangen werden, die hierarchisch unter diesen Führungskräften standen und fachlich deutlich tiefer in den jeweiligen Themen waren.

Kollegen mit Expertise, Eigeninitiative und privaten Weiterbildungen wurden hingegen teilweise übergangen, wenn das persönliche Verhältnis zur Führungskraft nicht stimmte. Gerade als jüngerer Mitarbeiter wurde man eher ausgebremst und als ungeeignet dargestellt, anstatt Potenzial zu erkennen, zu fördern und zur Weiterentwicklung zu motivieren.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.