Auch nach Jahren des Wartens ist es nicht besser geworden.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Aktuell leider nicht so viel, meine Konsequenz daraus habe ich ja aber auch gezogen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Rückkehr zur Bürokultur, die Art und Weise der Transformation dieser Firma und wie hier mit den Mitarbeitern umgegangen wird und wurde. Am Anfang wurde uns viel versprochen von dem ungefähr nichts eingehalten wurde. Die Benefits sind jedes Jahr schleichend schlechter geworden und momentan hat man kaum noch was zu bieten. Auch die Tatsache, dass man von den Mitarbeitern immer Verständnis verlangt, ihnen für die eigenen Probleme aber selten Verständnis entgegen bringt, hat mich sehr enttäuscht.
Verbesserungsvorschläge
Für mich fehlt es einfach an den Basics. Irgendwie will man es aber anscheinend nicht verstehen. Es gibt immer noch keine einheitlichen Ticketsysteme, keine einheitlichen Prozesse, die Zuständigkeiten haben sich teilweise geändert und es gibt keine neuen Zuständigen. Vieles ist in der Schwebe und das Tagesgeschäft läuft oft nur weil die Mitarbeiter sich ihrem Unternehmen verbunden fühlen und weiterhin Aufgaben erledigen, die sie nicht erledigen müssten. Zum Thema Verbundenheit: Die erreicht man in meiner Welt wenn man seine Mitarbeiter gut behandelt und Entscheidungen transparent kommuniziert. Insgesamt habe ich nicht das Gefühl die Ängste und Sorgen der Mitarbeiter würden Ernst genommen. Es ist hier aber auch sicher abhängig davon in welchem Bereich man arbeitet. Für einige Mitarbeiter hat sich so gut wie gar nichts geändert und für andere sehr viel.
Image
Das Unternehmen hatte vorher noch keines, weil es ja erst neu gegründet wurde. In meinen Augen arbeitet es aber, zumindest intern, nicht an einem guten Image.
Work-Life-Balance
Wird aktuell wirklich sehr zurück gefahren. Das neue Modell für mobiles Arbeiten ist ein 60/40 Modell. Drei Tage Büro, zwei Tage mobiles Arbeiten. Auf jeden Fall nichts um aus der Masse heraus zu stechen. In meinen Augen wird der Arbeitgeber hier wirklich ein Stück weit unattraktiver.
Karriere/Weiterbildung
Es gab zwar die ein oder andere interne Schulung, am Ende hat man aber etwas gelernt wofür man später belächelt wurde. Ansonsten gab es hier nicht viel Weg zu beschreiten. Es gibt hier auf jeden Fall nicht so viele Möglichkeiten und durch flache Hierarchien ist man auch schnell am Ende der Fahnenstange angelangt. Fachliche Weiterbildungen sind mir so noch nicht unter gekommen und die Chance eine herausfordernde Stelle zu besetzen gibt es auch nur bei freie Stellen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war, im Gegensatz zu meinen Kollegen, wirklich gut. Ansonsten kann es mit den Gehältern aus den Ballungszentren nicht mithalten und die Konkurrenz zahlt, zumindest in meinem Fall, gut 10-15% mehr.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ich glaube am Ende ist es wie bei allen anderen Unternehmen.
Kollegenzusammenhalt
Die aller meisten Kollegen waren wirklich toll und die Erfahrungen hier haben einen zusammen geschweißt.
Umgang mit älteren Kollegen
Bisher wurden die meines Wissens nach genauso behandelt wie die anderen Kollegen auch.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der direkten Vorgesetzten war eigentlich immer einwandfrei. Von den anderen sieht und hört man so gut wie gar nichts. Daher weder gut noch schlecht.
Arbeitsbedingungen
An meinem Standort eher schlecht. Großes, karges Büro, keine Lärmschutzwände, alle Tische auf der gleichen Höhe, 0815-Bürostühle und billigste Büroaustattung. Es ist einfach nur laut und wuselig. In meinen Augen ist es eines Arbeitgebers dieser Größe nicht würdig.
Kommunikation
Es wird viel geredet, aber eher über irrelevante Themen. Änderungen werden eher schlecht oder gar nicht kommuniziert. Viele Prozesse sind unklar und es lässt sich oft schwer jemand finden der wirklich weiß wie es laufen soll. Der Flurfunk läuft oftmals besser als die offizielle Kommunikation.
Gleichberechtigung
Mir ist hier nichts negatives zu Ohren gekommen, wahrscheinlich wird es aber genauso sein wie im Rest der Republik.
Interessante Aufgaben
Früher waren sie interessanter, Bereichswechsel sind nur möglich wenn auch Stellen frei sind. Es kommt wahrscheinlich stark auf den Bereich und die eigenen Vorlieben an. Mit der Gründung der EDEKA IT wurde mein Arbeitsbereich thematisch aber doch sehr klein gefasst. Die Arbeit wurde weniger herausfordernd, dafür wurde das Pensum aber größer.

