Der einfache Weg vs. Der richtige Weg - eine Fallstudie presented by EIT
Gut am Arbeitgeber finde ich
Meine direkten Kollegen, meinen Vorgesetzten und die Projekte an denen ich mitwirke.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das was aktuell den Großteil der Belegschaft frustriert. Ihr wisst es, ich weiß es.
Verbesserungsvorschläge
Liebes HR Team - bitte nehmt euch zu Herzen was die Kollegen hier schreiben...
Die neue Regelung lässt die Wertungen bei Umweltbewusstsein, Arbeitsumfeld und Work-Life-Balance nicht grundlos ins Bodenlose stürzen.
(von den Bewertungen bei Kununu mal ganz zu schweigen)
Und ohne ein Signal Eurerseits, die Regelung nochmal (ggf. auf Standortbasis / zu einem späteren Zeitpunkt) überdenken zu wollen BEVOR noch mehr gute Leute abgehen, werden sie auch weiter fallen...
Dadurch leiden in direkter Konsequenz Empfehlungen im privaten Umfeld wenn es darum geht ob die EIT ein moderner Arbeitgeber ist, den man guten Gewissens empfehlen kann sowie die eigene Arbeitsmotivation...
Den Ansatz deutschlandweit eine einheitliche BV zu schaffen verstehe ich. Ob die 60:40 Regelung da mit wenig Raum oder Bereitschaft der GF für Lockerung in einem IT Unternehmen ein zeitgemäßer Ansatz ist oder "Andere Unternehmen machen das auch" eine zielführende Mentalität ist, lasse ich mal im Raum stehen…
Ich sehe auch den Gedanken sich vernetzen und austauschen zu wollen, jedoch ist auch dies von Standort zu Standort nur ein theoretischer Vorteil.
Die Realität ist, wenn man unvermeidbar Gespräche und Termine fremder Themen mitbekommt, während man selbst in einem Großraumbüro ohne Schallschutzwände sitzt, nur um sich weniger auf eigene Themen konzentrieren zu können.
Dazu kommt leider auch, dass einige Standorte schlichtweg nicht für diese Präsenz ausgestattet sind, bzw. geplant waren (Zu Zeiten der Pandemie) und es keine messbaren Bemühungen gibt das zeitnah zu ändern.
Und bevor sich hinter „wir rechnen nur mit xx% Anwesenheit“ Floskeln versteckt wird - Zeigt euch bereit und flexibel auf die Bedürfnisse Eurer Mitarbeiter einzugehen.
Weniger Defensive "Wir handeln nach bestem Wissen und Gewissen" und mehr Offensive "Wir hören Euren Unmut und überdenken die Regelung bis zum xx.xx.2026)"
Und wenn das bedeuten sollte die neue Regelung VORÜBERGEHEND zu lockern ist das ein Zeichen von Kompromissbereitschaft.
Zuhören. Reflektieren. Miteinander Reden.
KEIN Wir machen das jetzt so weil "Gründe".
Dann kommt der Rest von ganz allein.
Arbeitsatmosphäre
Der direkte Vorgesetzte ist ein Glücksgriff, auf der Arbeitsebene wird meistens wertschätzend miteinander umgegangen.
Kommunikation
Teamintern gut (4-5 Sterne) Ab einer gewissen Flughöhe wird die Luft (gelebte Informationsstrategie) eher dünn.
Kollegenzusammenhalt
Teamintern ist der Zusammenhalt stark und es macht Spaß sich über gemeinsame Probleme auszutauschen.
Work-Life-Balance
Leidet stark unter der neuen 60:40 Regelung (das sollte wirklich niemanden überraschen)
Vorgesetztenverhalten
Gemischte Bewertung - mein direkter Vorgesetzter ist top. Alles darüber hinaus wirkt wie "Vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden" 3 Tage bevor tiefgreifende Änderungen in Kraft treten.
Interessante Aufgaben
Spannende Projekte auf deren Umsetzung / Planung ich mich sehr freue
Arbeitsbedingungen
Siehe unten
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auf ein Wunder zu hoffen bei den Spritpreisen ist realitätsfernes Wunschdenken und bringt niemandem auch nur das Geringste.
Aber nur Nörgeln kann jeder – daher eine Idee:
Geht das Thema AKTIV an, subventioniert (wo möglich) E-Mobilität & Fahrradleasing / Jobrad + interne Kommunikation via Intranet. Im Zweifelsfall zieht bitte auch eine temporäre monetäre Kompensation in Erwägung (bis sich die Spritpreise wieder einigermaßen normalisiert haben), da eure Mitarbeiter durch das neue Arbeitszeitmodell nicht nur kostbare Lebenszeit auf der Straße, sondern auch bare Münze verlieren...
Hier zu warten bis sich die Mitarbeiter selbst organisieren vergrault diese nur unnötig, da es alle Kollegen betrifft.
…wobei…
Alle Kollegen ohne Dienstwagen und Tankkarte. ;-)
Gehalt/Benefits
Das obligatorische "Es gibt immer Luft nach oben"
Image
Leidet zunehmend unter den "Mit bestem Wissen und Gewissen" Entscheidungen.
Karriere/Weiterbildung
Es werden faire Rahmenbedingungen geschaffen für "okaye" Gehaltserhöhungen, die für beide Seiten messbar sind.

