Die Idee einer nationalen IT für die EDEKA ist goldrichtig - die Umsetzung aber auch weiterhin eine Katastrophe.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Gehalt wird pünktlich bezahlt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich habe vor der EDEKA IT immer gerne in der EDEKA Regionalgesellschaft gearbeitet. Klare Prozesse, klare Verantwortlichkeiten, gutes Miteinander, gute Mitarbeiterkultur und klare Ziele. Seit Start der EDEKA IT sehe ich davon leider nicht mehr viel. Ich habe immer noch ein bischen Hoffnung, dass sie das Ruder rumgerissen kriegen weil ich mich irgendwie mit der EDEKA verbunden fühle - sehe das aber zunehmend schwärzer.
Das ein neuer GF, Mitarbeiter mit denen er in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen gemacht hat mitbringt kann ich absolut nachvollziehen. Wenn aufgrund dessen allerdings Kollegen aus der Führungsebene genommen werden die von viele Kollegen geschätzt sind, dann hat das einen gewissen Beigeschmack. Ebenso wenn diese Kollegen persönlich befreundet mit dem GF sind oder er seine Partnerin für die Mitarbeiterentwicklung einsetzt. Auch das viele Kollegen von heut auf morgen vor die Tür gesetzt werden, ist kein gutes Signal. Viele Maßnahmen gehen in die falsche Richtung zum Leid der Mitarbeiter. Immer mehr Kollegen vermuten, dass hier ein passiver Stellenabbau dahinter steckt.
Verbesserungsvorschläge
Hinterfragt euch bitte als GF ehrlich selbst, ob ihr wirklich noch ein attraktiver Arbeitgeber seid oder überhaupt sein wollt. Mit den aktuellen Entwicklungen wird das zunehmend schwieriger leider.
Sorgt für eine klare Linie und Perspektive! Viele wissen nicht wohin es gehen soll und ob Entscheidungen (zu konkreten Services, Produkten und Projekten) die heute getroffen wurden, übermorgen schon wieder revidiert werden und die bisher reingesteckte Arbeit für die Katz ist.
Image
Ich kann nur das interne Image bzw das Image gebenüber den Regionalgesellschaften einschätzen und das ist alles adere als gut. Prozesse die vor EDEKA IT funktioniert haben, haben sich unter der Verantwortung der EDEKA IT teilweise sehr deutlich verschlechtert. Ebenso der Servicegedanke und die Kundenorientierung it bei vielen verloren gegeangen.
Work-Life-Balance
Tja was soll ich sagen, meine Work-Life-Balance war bis März noch super. Die anderen Kommentare zeigen es deutlich - die neue Regelung zum mobilen Arbeiten ist definitiv ein Rückschritt und hat mit einem modernen Unternehmen nichts mehr zu tun. Die neue Regelung ist schlimm genug, aber das ich trotz Gleitzeit dabei nicht mal entscheiden darf, wie lang ich im Büro bin sondern meine durchschnittliche Tagesarbeitszeit von rund 8 Stunden komplett absitzen muss, ist einfach alles andere als Mitarbeiterfreundlich.
Ausnahmen (auch kurzfristige und zeitlich begrenzte) zu der neuen Regelung sollen möglich sein, müssen aber mit dem Geschäftsbereichsleiter abgesprochen werden. Ich bin gespannt wie sich der allgemein Krankenstand entwickelt - der gang zum Arzt ist vermutlich unproblematischer als mit dem GBL zu diskutieren, da schon signalisiert wurde, dass es am liebsten keine Ausnahmen geben soll.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umwelt und Klimaschutz sucht man bei 60% Präsenzpflicht vergebens! Selbst wenn die EDEKA IT ihren Mitarbeitern als entgegenkommen die Deutschlandcard o.Ä. bezahlen würde, kommt für viele Kollegen die Nutzung der Öffis aufgrund der Entfernung zum Arbeitsort und dazu die ungünstige Lage der Standort zum nächsten Bahnhof nicht in Frage. Daher lieber schön weiter die Umwelt mit dem alten Diesel-Fahrzeug verpesten...
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im eigenen Team ist super, Firmenübergreifend sehr unterschiedlich und Großteils ungenügend! Das wird auch durch die neue Präsenzpflicht nicht verbessert - das ist ein Problem auf den Führungsebenen aus meiner Sicht.
Vorgesetztenverhalten
Bisher habe ich mit meinen direkten Vorgesetzten gute Erfahrungen machen dürfen.
Arbeitsbedingungen
In meiner Region gibt es zwei Standorte der EIT. Der eine ist schon etwas in die Jahre gekommen, hat keine Klimatisierung und man fühlt sich dort etwas verloren weil sehr viele Büros in dem Trakt des Gebäudes leer stehen. Allerdings hat man Großteils wirklich seine Ruhe und man sitzt noch nicht in einem Großraumbüro.
Der neue Standort ist natürlich moderner, mit Klimatisierung und viele Personen sind dort hingezogen. Hier haben allerdings Großraumbüros das Ruder übernommen mit Flex-Arbeitsplätzen was grundsätzlich nicht schlimm ist. Allerdings verfügen die Flex-Plätze weder über höhenverstellbare Schreibtische (ja, auch wenn man nur im Sitzen arbeitet ist die korrekte Höhe sehr wichtig!) noch über geeignete Schallschutzmaßnahmen.
Kommunikation
Die Kommunikation ist auf unterschiedlichen Ebenen sehr unterschiedlich. Unsere UK gibt sich mit den unterschiedlichen Formaten wie z.B. Weitblick und dem Intranet schon mühe für eine gute Kommunikation zu sorgen. Allerdings ist diese natürlich dann auch nur so gut, wie ihre Inhalte. Der Weitblick wird gerne einfach nur dazu genutzt um zu berichten, was man alles tolles geschafft hat. Natürlich ist das auch wichtig (tue Gutes und Berichte drüber'), allerdings sollten dort auch Themen wie z.B. die neue Regelung zum mobilen Arbeiten einen gewissen Stellenwert haben und nicht erst 5 Minuten vor Schluss kurz durchgeprügelt werden, damit man dann bloß nicht mehr groß auf durchaus berechtigte kritische Kommentare eingehen muss.....schade!
Ebenso werden neue Regelungen/Arbeitsanweisungen wie z.B. zur Arbeitszeiterfassung inkl. Standort der Tätigkeit nicht groß kommuniziert. Sie werden im Governance Handbuch hinterlegt und damit hat sich die Sache. Eine Info im Intranet-Newsticker oder per Mail, dass dort etwas neues steht, sucht man vergebens. Wer weiss, was da in den letzten Wochen noch angepasst wurde, über das man nun nicht grad zufällig gestolpert ist.
Gehalt/Benefits
Persönlich bin ich schon zufrieden mit meinem Gehalt, vermute aber das es da bei anderen Arbeitgebern mehr geben könnte für die gleiche Tätigkeit.

