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Bewertung

EIT auf dem absteigenden Ast

2,3
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT in Hamburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Pünktlicher Gehaltseingang
Kollegen

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die derzeitige Entwicklung geht eher in den negativen Bereich.
Da an meinem Standort keine neue Stellen vorgesehen sind, kann ich den Arbeitgeber auch nicht weiter empfehlen - würde ich aber auch nicht.
Die direkte Führungskraft (Ebene 4) leidet unter der Entscheidungen und muss damit leben, dass Personen kündigen und nicht nachbesetzt werden.

Verbesserungsvorschläge

Personal (intern/extern) bereitstellen um den Leistungsschnitt leben und übergeben zu können
daran zurückbesinnen, warum die EDEKA IT ursprünglich gegründet wurde:
- man möchte ein modernes Unternehmen sein
- man möchte die Arbeit von vielen Standorten aus ermöglichen
- man möchte mehr Flexibilität, aber auch Geschwindigkeit

Arbeitsatmosphäre

Es findet pure Arbeitsverdichtung statt.
Personalstellen werden nicht nachbesetzt, Azubis nicht übernommen und externe Dienstleister, die im Alltag unterstützt haben, dürfen aus Kostengründen nicht mehr gebucht werden.

Dadurch kommt man lediglich dazu den operativen Betrieb aufrecht zu erhalten, nicht aber in zukunftsweisenden Themen mitzuwirken. Projekte und Anforderungen dauern dadurch Wochen, während es normalerweise nur ein Aufwand von wenigen Tagen wäre.

Kommunikation

Seitens der direkten Führungskraft (Ebene 4) und des Geschäftsbereichsleiters (Ebene 2) sehr gut und im merklichen Aufwind. Informationen werden frühzeitig bekannt gegeben.
Mit Formaten wir Detailblick, Weitblick etc. versucht man Informationen in einem bereiten Umfeld zu streuen. Die meisten Themen haben jedoch keinen Bezug zu meinem Alltag, da es um Apps, Payback oder ähnliches geht, das ist aber normal bei einer derartigen Firmengröße. Man kann es ja nicht allen Recht machen.

Man spricht mit Betriebsräten über eine einheitliche Regelung hinsichtlich "mobilen Arbeiten", legt die Gespräche dann auf Eis und präsentiert dann sehr eigenwillig die eigenen Vorstellungen mit einer Vorlaufzeit von gerade mal 12 Tagen. Und das obwohl noch zahlreiche Fragen ungeklärt und offen sind. Auf eine direkte Information im Intranet wartet man bis heute - stattdessen kann man den Osterhasen suchen; man muss ja Prioritäten setzen.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenarbeit innerhalb des Teams / der Abteilung (unterhalb Ebene 4) ist sehr gut, teilweise gibt es zwar gemeinsame Themen, die aber noch immer im regionalen Kontext bearbeitet werden müssen.

Work-Life-Balance

Es kommt zu einem Teil darauf an, was man selbst daraus macht. Ich kann mich nicht an angeordnete Überstunden erinnern und wenn man bei Erreichen der täglichen Arbeitszeit noch weiter macht, ist man selbst Schuld.
Durch aktuelle Maßnahmen sinkt die Flexibilität, die man hatte. Ein Teil der Belegschaft hat das natürlich auch ausgiebig ausgenutzt in der Vergangenheit und war trotz geforderten drei Tagen Büropräsenz selten einmal im Monat anwesende.

Vorgesetztenverhalten

Mein Vorgesetzter (Ebene 4) äußert einerseits klare Vorstellungen, allerdings wurde seit Beginn der neuen Organisationsstruktur (Mai 2025) keine Team-/Abteilungsstruktur gebildet, was die übergreifende Zusammenarbeit erschwert bzw. unmöglich macht.

Die Erreichbarkeit ist hin und wieder eingeschränkt, da der Vorgesetzte sich in die regionalen Gegebenheiten und Empfindungen und Historie erst einarbeiten muss. Die Unterstützung (die es damals durch Teamleitungen gab) ist nicht möglich, da diese Rollen ja abgeschafft wurden.

Interessante Aufgaben

Man führt die gleichen Aufgaben auf, die man vorher auch hatte.
Teilweise sucht man nach Personen, an die Aufgaben übergeben werden sollen (Stichwort Leistungsschnitt), aber mangelndes Personal ist die Übergabe von alten Themen und die Übernahme von neuen Themen nicht möglich.

Gleichberechtigung

Mir sind keine Situationen bekannt in denen jemand benachteiligt wurde aufgrund des Geschlechts, der Ethik, der Sexualität oder ähnlichem. Daher bewerte ich das neutral mit drei Sternen.

Umgang mit älteren Kollegen

Auch hier ist mir nicht bekannt, dass ältere Mitarbeitende (ab 55) besonders behandelt werden (weder positiv noch negativ). Mitarbeitende mit 10 Jahren oder 20 Jahren erhalten Aufhebungsverträge, weil man eine Kündigung nur schlecht durchdrücken könnte.

Arbeitsbedingungen

An meinem Standort kann ich nicht klagen, allerdings muss man Investitionen in neue Hardware des täglichen Bedarfs (Monitore, Maus, etc.) sehr stark begründen muss.
In einem Großraumbüro mit 30 Leuten zu sitzen ist bei deutlich steigender Präsenz eher eine Zumutung.

Teilweise werden Standorte geschlossen und auf Sicht Personal reduziert werden durch Kündigungen, Rente und keine Nachwuchskräfte.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Führungskräfte treffen sich wöchentlich in Deutschland verteilt in Präsenz. Dank Firmenwagen und Tankkarte muss man lediglich die Zeit investieren, aber für die Umwelt ist das dementsprechend nicht gut.
Gemessen an den neuen starren Vorgaben hinsichtlich "Büropräsenz" kann man wenig von Sozialbewusstsein sprechen.

Gehalt/Benefits

Keinen konkreten Plan wie man selbst auf das Gehalt einwirken und es beeinflussen kann. Gespräche dazu werden nicht geführt oder man wird mit "Du verdienst eh schon mehr wie die Kollegen." abgekanzelt.
Die eigene Leistung wird gesehen ("Danke."), aber eine Wertschätzung in finanzieller Hinsicht oder Flexibilität erhält man nicht.

Image

Auch wenn der Zusammenschluss der regionalen ITs zu einer nationalen IT der richtige Weg ist und man irgendwann auch positive Ergebnisse sehen wird, so ist das Image derzeit berechtigterweise nicht gut.

Karriere/Weiterbildung

Es gab mal die Aussage, dass man an verschiedenen Laufbahnen (Fach- und Führungslaufbahn) arbeitet, bisehr scheint das Thema aber eine geringe Priorität zu haben.
Mein Vorgesetzter (Ebene 4) kann mir keinen klaren Weg aufzeigen, es gibt keine Jahresgespräche mit den Mitarbeitenden, wo man über die persönliche und Gehaltsentwicklung spricht und dokumentiert.

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Arbeitgeber-Kommentar

HR TeamEDEKA IT

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

vielen Dank für dein ausführliches Feedback und die differenzierte Darstellung deiner Wahrnehmung, auch wenn diese kritisch ausfällt.

Du sprichst von einer wahrgenommenen Arbeitsverdichtung und fehlenden Nachbesetzungen. Wir möchten klarstellen, dass Personalentscheidungen nicht pauschal aus Kostengründen getroffen werden, sondern immer im Kontext von Strukturveränderungen und zukünftiger Ausrichtung stehen.

Deine Kritik an der kurzfristigen Kommunikation rund um das mobile Arbeiten und offenen Fragen dazu ist nachvollziehbar. Auch wenn die Thematik bereits länger Bestandteil von Gesprächen war, erkennen wir an, dass der Zeitpunkt in der konkreten Umsetzung nicht überall den Erwartungen entsprochen haben.

Beim Thema Work-Life-Balance beschreibst du selbst ein differenziertes Bild. Gleichzeitig ist uns wichtig zu betonen, dass einheitliche Rahmenbedingungen notwendig sind, um Verlässlichkeit und Fairness für alle zu schaffen, auch wenn dies individuelle Flexibilität einschränken kann.

Den Eindruck eines generellen „Abwärtstrends“ teilen wir in dieser Pauschalität nicht. Die Transformation hin zu einer nationalen IT bringt zwangsläufig Veränderungen und Reibungspunkte mit sich. Unser Ziel bleibt jedoch klar: eine moderne, leistungsfähige EDEKA IT zu schaffen.

Wir hoffen, dass Du auch die positiven Entwicklungen siehst und Dich weiterhin aktiv einbringst, um gemeinsam die EDEKA IT voranzubringen.

Viele Grüße
Dein EDEKA IT Team

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.