EIT auf dem absteigenden Ast
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktlicher Gehaltseingang
Kollegen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die derzeitige Entwicklung geht eher in den negativen Bereich.
Da an meinem Standort keine neue Stellen vorgesehen sind, kann ich den Arbeitgeber auch nicht weiter empfehlen - würde ich aber auch nicht.
Die direkte Führungskraft (Ebene 4) leidet unter der Entscheidungen und muss damit leben, dass Personen kündigen und nicht nachbesetzt werden.
Verbesserungsvorschläge
Personal (intern/extern) bereitstellen um den Leistungsschnitt leben und übergeben zu können
daran zurückbesinnen, warum die EDEKA IT ursprünglich gegründet wurde:
- man möchte ein modernes Unternehmen sein
- man möchte die Arbeit von vielen Standorten aus ermöglichen
- man möchte mehr Flexibilität, aber auch Geschwindigkeit
Arbeitsatmosphäre
Es findet pure Arbeitsverdichtung statt.
Personalstellen werden nicht nachbesetzt, Azubis nicht übernommen und externe Dienstleister, die im Alltag unterstützt haben, dürfen aus Kostengründen nicht mehr gebucht werden.
Dadurch kommt man lediglich dazu den operativen Betrieb aufrecht zu erhalten, nicht aber in zukunftsweisenden Themen mitzuwirken. Projekte und Anforderungen dauern dadurch Wochen, während es normalerweise nur ein Aufwand von wenigen Tagen wäre.
Kommunikation
Seitens der direkten Führungskraft (Ebene 4) und des Geschäftsbereichsleiters (Ebene 2) sehr gut und im merklichen Aufwind. Informationen werden frühzeitig bekannt gegeben.
Mit Formaten wir Detailblick, Weitblick etc. versucht man Informationen in einem bereiten Umfeld zu streuen. Die meisten Themen haben jedoch keinen Bezug zu meinem Alltag, da es um Apps, Payback oder ähnliches geht, das ist aber normal bei einer derartigen Firmengröße. Man kann es ja nicht allen Recht machen.
Man spricht mit Betriebsräten über eine einheitliche Regelung hinsichtlich "mobilen Arbeiten", legt die Gespräche dann auf Eis und präsentiert dann sehr eigenwillig die eigenen Vorstellungen mit einer Vorlaufzeit von gerade mal 12 Tagen. Und das obwohl noch zahlreiche Fragen ungeklärt und offen sind. Auf eine direkte Information im Intranet wartet man bis heute - stattdessen kann man den Osterhasen suchen; man muss ja Prioritäten setzen.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenarbeit innerhalb des Teams / der Abteilung (unterhalb Ebene 4) ist sehr gut, teilweise gibt es zwar gemeinsame Themen, die aber noch immer im regionalen Kontext bearbeitet werden müssen.
Work-Life-Balance
Es kommt zu einem Teil darauf an, was man selbst daraus macht. Ich kann mich nicht an angeordnete Überstunden erinnern und wenn man bei Erreichen der täglichen Arbeitszeit noch weiter macht, ist man selbst Schuld.
Durch aktuelle Maßnahmen sinkt die Flexibilität, die man hatte. Ein Teil der Belegschaft hat das natürlich auch ausgiebig ausgenutzt in der Vergangenheit und war trotz geforderten drei Tagen Büropräsenz selten einmal im Monat anwesende.
Vorgesetztenverhalten
Mein Vorgesetzter (Ebene 4) äußert einerseits klare Vorstellungen, allerdings wurde seit Beginn der neuen Organisationsstruktur (Mai 2025) keine Team-/Abteilungsstruktur gebildet, was die übergreifende Zusammenarbeit erschwert bzw. unmöglich macht.
Die Erreichbarkeit ist hin und wieder eingeschränkt, da der Vorgesetzte sich in die regionalen Gegebenheiten und Empfindungen und Historie erst einarbeiten muss. Die Unterstützung (die es damals durch Teamleitungen gab) ist nicht möglich, da diese Rollen ja abgeschafft wurden.
Interessante Aufgaben
Man führt die gleichen Aufgaben auf, die man vorher auch hatte.
Teilweise sucht man nach Personen, an die Aufgaben übergeben werden sollen (Stichwort Leistungsschnitt), aber mangelndes Personal ist die Übergabe von alten Themen und die Übernahme von neuen Themen nicht möglich.
Gleichberechtigung
Mir sind keine Situationen bekannt in denen jemand benachteiligt wurde aufgrund des Geschlechts, der Ethik, der Sexualität oder ähnlichem. Daher bewerte ich das neutral mit drei Sternen.
Umgang mit älteren Kollegen
Auch hier ist mir nicht bekannt, dass ältere Mitarbeitende (ab 55) besonders behandelt werden (weder positiv noch negativ). Mitarbeitende mit 10 Jahren oder 20 Jahren erhalten Aufhebungsverträge, weil man eine Kündigung nur schlecht durchdrücken könnte.
Arbeitsbedingungen
An meinem Standort kann ich nicht klagen, allerdings muss man Investitionen in neue Hardware des täglichen Bedarfs (Monitore, Maus, etc.) sehr stark begründen muss.
In einem Großraumbüro mit 30 Leuten zu sitzen ist bei deutlich steigender Präsenz eher eine Zumutung.
Teilweise werden Standorte geschlossen und auf Sicht Personal reduziert werden durch Kündigungen, Rente und keine Nachwuchskräfte.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Führungskräfte treffen sich wöchentlich in Deutschland verteilt in Präsenz. Dank Firmenwagen und Tankkarte muss man lediglich die Zeit investieren, aber für die Umwelt ist das dementsprechend nicht gut.
Gemessen an den neuen starren Vorgaben hinsichtlich "Büropräsenz" kann man wenig von Sozialbewusstsein sprechen.
Gehalt/Benefits
Keinen konkreten Plan wie man selbst auf das Gehalt einwirken und es beeinflussen kann. Gespräche dazu werden nicht geführt oder man wird mit "Du verdienst eh schon mehr wie die Kollegen." abgekanzelt.
Die eigene Leistung wird gesehen ("Danke."), aber eine Wertschätzung in finanzieller Hinsicht oder Flexibilität erhält man nicht.
Image
Auch wenn der Zusammenschluss der regionalen ITs zu einer nationalen IT der richtige Weg ist und man irgendwann auch positive Ergebnisse sehen wird, so ist das Image derzeit berechtigterweise nicht gut.
Karriere/Weiterbildung
Es gab mal die Aussage, dass man an verschiedenen Laufbahnen (Fach- und Führungslaufbahn) arbeitet, bisehr scheint das Thema aber eine geringe Priorität zu haben.
Mein Vorgesetzter (Ebene 4) kann mir keinen klaren Weg aufzeigen, es gibt keine Jahresgespräche mit den Mitarbeitenden, wo man über die persönliche und Gehaltsentwicklung spricht und dokumentiert.

