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Bewertung

Viel Legacy, wenig Weitblick: Glänzende Fassade mit Rissen.

2,1
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT in Hamburg gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die mangelnde Transparenz, das langsame und starre Management sowie die Diskrepanz zwischen externer Marketing-Darstellung und interner Realität.

Verbesserungsvorschläge

Weniger Konzern-Bürokratie, schnellere Entscheidungswege und eine echte Fehlerkultur statt reiner KPI-Steuerung. Zudem sollte der Fokus stärker auf den Bestandsmitarbeitern liegen.

Arbeitsatmosphäre

Die Stimmung leidet stark unter einem spürbaren Kontrolldruck und einer zunehmenden Anonymisierung. Viele Entscheidungen werden Top-Down durchgedrückt, was zu einer spürbaren Resignation und 'Dienst nach Vorschrift' in der Belegschaft führt.

Image

Nach außen hin gibt sich die EDEKA IT als moderner und agiler Tech-Arbeitgeber, intern holt einen jedoch schnell die harte Realität eines schwerfälligen Handelskonzerns mit verstaubten Strukturen ein.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance hängt extrem vom jeweiligen Projekt und Vorgesetzten ab. Durch ständige Umstrukturierungen und Personalmangel wird man oft mit Aufgaben überhäuft, sodass Überstunden an der Tagesordnung sind und die Erreichbarkeit auch nach Feierabend unterschwellig erwartet wird.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsbudgets existieren zwar, aber die Genehmigung dauert oft ewig und wird von Vorgesetzten stark reglementiert. Echte Aufstiegschancen hängen weniger von der eigenen Leistung als vielmehr vom 'richtigen' Netzwerk und internem Lobbyismus ab.

Gehalt/Benefits

Gehaltserhöhungen oder leistungsgerechte Anpassungen sind an starre Tarifstrukturen und bürokratische HR-Prozesse geknüpft. Wer vorankommen will, muss oft hart verhandeln, da Neueinstellungen intern oft deutlich besser gestellt werden als treue Bestandsmitarbeiter.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nachhaltigkeit wird primär als Marketing-Fassade genutzt. Im internen Arbeitsalltag dominiert oft immer noch der Papiermüll und eine wenig durchdachte Ressourcenplanung, während ökologische Initiativen meist an starren Konzernstrukturen scheitern.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt im direkten Team ist zwar oft gut und man hält in den Fachabteilungen zusammen, aber bereichsübergreifend herrscht ein starkes 'Silo-Denken'. Oft wird eher gegeneinander statt miteinander gearbeitet, um interne Zuständigkeiten abzugrenzen.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere und langjährige Mitarbeitende verfügen zwar über ein enormes Know-how, werden aber bei Modernisierungswellen und Digitalisierungsprojekten oft abgehängt oder spürbar auf das Abstellgleis gestellt, statt sie aktiv einzubinden.

Vorgesetztenverhalten

Führungskräfte sind oft zu weit von der operativen Technik-Basis entfernt und reagieren primär auf Kennzahlen und Konzernvorgaben. Wertschätzung für geleistete Extra-Arbeit bleibt zu oft auf der Strecke; stattdessen dominiert Mikromanagement.

Arbeitsbedingungen

Die technische Grundausstattung ist zwar okay, aber die Arbeitsumgebung ist stark von den typischen Nachteilen eines Großkonzerns geprägt: unflexible IT-Sicherheitsvorgaben, die das tägliche Arbeiten erschweren, und eine teils veraltete Infrastruktur.

Kommunikation

Kommunikation findet hier meist nur in eine Richtung statt: von oben nach unten. Große Reorganisationen werden oft erst sehr spät oder über Umwege kommuniziert, während der Flurfunk meist schneller ist als das offizielle Intranet.

Gleichberechtigung

Das Thema Vielfalt wird zwar auf dem Papier großgeschrieben, in den oberen Führungsetagen spiegelt sich das allerdings kaum wider. Hier dominiert weiterhin ein sehr homogenes Bild, und echte Chancengleichheit bei Beförderungen wirkt oft undurchsichtig.

Interessante Aufgaben

Zwar gibt es spannende Themen, aber die Innovationskraft wird durch starre Prozesse, langwierige Freigabewege und veraltete Legacy-Strukturen extrem ausgebremst. Häufig versanden gute Ideen in langwierigen Gremien.

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Arbeitgeber-Kommentar

HR TeamEDEKA IT

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

vielen Dank für dein sehr offenes Feedback. Es tut weh zu lesen, wie frustriert du aktuell bist und dass du das Gefühl hast, dich in einer Sackgasse aus Bürokratie, Kontrolldruck und starren Strukturen zu befinden. Das ist absolut nicht der Anspruch, den wir an uns als Arbeitgeber haben.

Deine Kritikpunkte sind sehr konkret und wir möchten uns nicht hinter Floskeln verstecken. Einige deiner Punkte sprechen wichtige Baustellen an, die wir anpacken müssen:
Es ist extrem frustrierend, wenn gute Ideen in langwierigen Gremien versanden und die eigene Innovationskraft durch "Legacy"-Strukturen ausgebremst wird.
Wir arbeiten daran, Freiräume für Tech-Themen zu schaffen und Prozesse zu verschlanken, damit wir als IT-Organisation agiler agieren können.

Wenn Entscheidungen nur noch Top-Down gefällt werden und das Gefühl von Mikromanagement dominiert, leidet die Motivation. Dass der Flurfunk bei Reorganisationen schneller ist als die offizielle Kommunikation, soll so nicht sein. Wir arbeiten an einer transparenteren und frühzeitigeren Kommunikation.

Dein Hinweis, dass treue Bestandsmitarbeitende im Vergleich zu Neueinstellungen manchmal das Nachsehen haben, nehmen wir sehr ernst. Loyalität und langjährige Erfahrung dürfen nicht auf dem Abstellgleis landen.

Wir wollen diese Themen nicht einfach so stehen lassen, sondern aktiv an Verbesserungen arbeiten.

Wir möchten dich dazu einladen, deine Kritikpunkte in einem vertraulichen Rahmen mit uns zu besprechen. Schreib uns dazu gern eine Mail an feedback.it@edeka.de .

Vielen Dank für deine ehrlichen Worte. Nur durch Feedback können wir uns als EDEKA IT weiterentwickeln.

Viele Grüße
Dein EDEKA IT Team

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