Es könnte ein attraktiver Arbeitgeber sein, ist es aber aktuell sicher nicht.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Teaminterne Kultur und das kollegiale Verhältnis in der Operative
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Organisation hat aus meiner Sicht große strukturelle und unternehmenskulturelle Schwächen.
Es fehlt am roten Faden und einer klaren Strategie für die Zukunft. Letztere wird gefühlt je nach Laune geändert.
Die Mitarbeiter:innen werden zunehmend dazu erzogen, Dienst nach Vorschrift zu leisten und sich abzusichern. Das Unternehmen beschäftigt sich zunehmend mit sich selbst statt mit den tatsächlichen Entwicklungen am Markt und in der Branche.
Das ist in der Regel kein gutes Zeichen für die Zukunft eines Unternehmens.
Verbesserungsvorschläge
Tja, alle Mankos sind bekannt und werden regelmäßig intern kommuniziert. Es fehlt offensichtlich am Wille, diese anzugehen.
Arbeitsatmosphäre
Im Team in der Regel gut, im Unternehmen zunehmend schlechter. Heute kenne ich leider kaum noch zufriedene Kolleg:innen, was schade ist, weil es gefühlt vor nicht allzu langer Zeit noch nicht so war.
Bis vor ca. 2 Jahren hatte man das Gefühl, dass die Mitarbeitenden hauptsächlich aus intrinsischer Motivation Leistung erbracht haben. Durch einen Managementwechsel ist es heute hauptsächlich Dienst nach Vorschrift und sich bloß nicht angreifbar machen.
Da auch ich persönlich diese Entwicklung erlebt habe und es für mich nicht hinnehmbar war habe ich beschlossen, mich vom Unternehmen zu trennen.
Man sollte sich zudem bewusst sein, dass man als Teil einer Genossenschaft für die Genoss:innen, und nicht für sich selbst arbeitet. Das kann für die einen sinnstiftend, für die anderen belastend sein.
Image
Die EDEKA stand für mich zu Beginn als "Branchenprimus". Diese Fahne wird intern noch hochgehalten. Gerecht wird das Unternehmen diesem Anspruch aus meiner Sicht zunehmend nicht mehr.
Kollegenzusammenhalt
In der Regel gut. Wäre das nicht gegeben, würde die Bewertung noch deutlich schlechter ausfallen.
Vorgesetztenverhalten
Aus meiner Sicht muss man hier das mittlere und untere vom oberen Management trennen.
Ich hatte das Glück, mit meinen direkten Vorgesetzten stets ein respektvolles Miteinander zu haben.
Es gab eine ordentliche Kommunikation und es wurde lösungsorientiert und fair miteinander umgegangen.
Für das obere Management möchte ich diese Aussage nicht tätigen.
Arbeitsbedingungen
Der Einkauf in der größten deutschen Einkaufsgenossenschaft wird immer unter Druck stehen. Leistung zählt und ein klassischer 9-5-Job ist es sicher nicht. Solange die Tätigkeit sinnstiftend ist und Spaß macht, aber i.O.
Kommunikation
Im operativen Bereich geben sich die Führungskräfte meiner Erfahrung nach viel Mühe, nicht zuletzt die Schwächen der Organisation in diesem Bereich nicht an die Angestellten weiterzugeben. Im Unternehmen tut man sich sehr schwer mit einer offenen Kommunikation auf Augenhöhe. Es erschien mir teilweise so, als sähe man dies eher als lästige Pflicht.
Interessante Aufgaben
Ich hatte das Glück, in meiner eigentlichen Tätigkeit stets interessante und anspruchsvolle Aufgaben ausüben zu dürfen. So musste ich nie auf die Uhr schauen, weil die Zeit immer sehr schnell verging.
Leider greifen auch hier die Mechanismen des Unternehmens, wodurch man sich insb. in den letzten 2 Jahren zunehmend mit unproduktiven Aufgaben beschäftigen musste, die weder das Unternehmen noch einen selbst weiterbringen.

