Ein kollegiales Umfeld mit Entwicklungspotenzial in Führung und Struktur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Unternehmenskultur ist familiär und geprägt von einem respektvollen, teilweise freundschaftlichen Umgang, auch mit der Geschäftsführung. Das macht es leicht, sich wohl und willkommen zu fühlen. Wer eigenverantwortlich arbeitet und keinen Wert auf steile Hierarchien legt, wird sich hier schnell heimisch fühlen.
Der Zusammenhalt unter den meisten Kollegen ist hervorragend: hilfsbereit, freundlich, kollegial. Es gibt viele, die bereit sind, auch mal „eine Extrameile“ für andere zu gehen. Das ist keine Selbstverständlichkeit.
Verbesserungsvorschläge
Die Kommunikation mit Vorgesetzten ist häufig schwierig. Viele sind selbst stark ausgelastet, was dazu führt, dass Anliegen von Mitarbeitenden, teils auch dringliche, lange liegenbleiben. Man hat schnell das Gefühl, immer wieder nachhaken zu müssen, um überhaupt gehört zu werden. Auch grundlegende Prozesse sind unnötig träge.
Karrierechancen sind, insbesondere in einem inhabergeführten Unternehmen mit flachen Strukturen, stark limitiert. Wer nicht ein Leuchtturmprojekt vorweisen kann, geht oft in der Masse unter. Leider tendieren manche Führungskräfte dazu, sich mit fremden Lorbeeren zu schmücken, was das Gefühl von Fairness und Anerkennung beeinträchtigt. Gleichzeitig werden auch leistungsschwache Kollegen "durchgeschleift", was zusätzlich demotivieren kann.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist grundsätzlich angenehm und geprägt von einem offenen, kollegialen Miteinander. Die lockere, familiäre Unternehmenskultur sorgt dafür, dass man sich willkommen fühlt, auch im HomeOffice. Der Umgang ist respektvoll, der Alltag oft geprägt von Humor und gegenseitiger Unterstützung.
Work-Life-Balance
Auf dem Papier ist HomeOffice und flexible Zeiteinteilung möglich. In der Realität hängt die Work-Life-Balance stark davon ab, wie viel Verantwortung man trägt und wie gut das Team (inkl. Führungskraft) funktioniert. In meinem Fall blieb in stressigen Phasen oft die komplette Last an mir hängen, da Unterstützung aus der Führungsebene ausblieb. Überstunden waren dann keine Ausnahme, sondern die einzige Möglichkeit, die Arbeit überhaupt zu bewältigen. Wer sich hier nicht aktiv abgrenzt, läuft Gefahr, auszubrennen. Flexible Arbeitszeit hin oder her.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es grundsätzlich, etwa über interne Schulungen oder bei Bedarf auch externe Trainings. Diese müssen jedoch aktiv eingefordert und oft mehrfach angestoßen werden, da es erst seit kurzem systematische oder strategisch gesteuerte Personalentwicklung gibt, diese aber noch nicht "gelebt" wird.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist einer der größten Pluspunkte im Unternehmen. Die meisten sind hilfsbereit, freundlich und ziehen an einem Strang. Es gibt ein echtes „Wir“-Gefühl, auch über Standortgrenzen hinweg. Natürlich gibt es Ausnahmen, wie überall, aber im Großen und Ganzen sind es Kolleg:innen, mit denen man auch gerne zusammenarbeitet.
Vorgesetztenverhalten
Stark durchmischt. Es gibt durchaus Vorgesetzte, die engagiert, menschlich und ansprechbar sind, leider sind diese eher die Ausnahme. Viele wirken überfordert, reagieren nur schleppend auf Anfragen und übernehmen in kritischen Momenten selten Verantwortung. Wer sich Rückendeckung oder aktives Coaching wünscht, wird hier häufig enttäuscht.
Kommunikation
Hier besteht definitiv Luft nach oben. Während die Kommunikation unter Kolleg:innen meist unkompliziert ist, wird es auf Führungsebene schnell zäh. Vorgesetzte sind häufig selbst überlastet, was dazu führt, dass Anfragen, Abstimmungen oder Entscheidungen lange liegenbleiben – teilweise sogar bei banalen Dingen. Man hat oft das Gefühl, "nerven" zu müssen, um überhaupt eine Reaktion zu bekommen.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung ist absolut in Ordnung, sicherlich gibt es Unternehmen, die besser zahlen, aber im Gesamtpaket passt es. Neben dem Gehalt gibt es einige attraktive Zusatzleistungen: Besonders positiv hervorzuheben ist der Zuschuss zu Mittagessen in Restaurants rund um die jeweiligen Niederlassungen – eine angenehme Wertschätzung im Alltag. Außerdem besteht die Möglichkeit, ein JobRad zu leasen, was für viele Mitarbeitende ein echter Pluspunkt ist.

