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Bewertung

Ihr Unternehmen?

Was ist nur aus dieser Firma geworden!!!

1,0
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei KLINGEL medical metal GmbH in Pforzheim gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Kugelschreiber die noch funktionieren und zuverlässig sind die gibt es massig.

Ich muss überlegen ………. Sorry mir fällt nichts mehr ein.

Ich finde es positiv, dass einige ehemalige sowie aktuelle Mitarbeitende hier offen ihr tatsächliches Empfinden und ihre Einschätzung teilen. Ich bin überzeugt, dass deutlich mehr Kolleginnen und Kollegen eine negative Rückmeldung geben würden, als es bisher der Fall ist.
Viele nutzen die Plattform allerdings nicht – sei es, weil sie Kununu nicht kennen oder aufgrund ihrer begrenzten Sprachkenntnisse. Dadurch spiegelt das aktuelle Stimmungsbild vermutlich nur einen Teil der tatsächlichen Meinung der Belegschaft wider.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Seit der Übernahme durch Elos und der Einführung einer neuen Geschäftsleitung ist die zuvor groß angekündigte Vision wie ein Ballon zerplatzt.

Entscheidungen wirken zunehmend unausgereift, widersprüchlich und gehen letztlich zu Lasten der Mitarbeitenden. Aussagen wie „Die Kunden stehen hinter uns“, „Die Kunden bestellen“ oder Hinweise auf den „Code of Conduct“ wirken eher wie leere Versprechen. Leider entsteht der Eindruck, dass die Führungsetage an eine Unternehmensrealität glaubt, die so nicht existiert.
Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter „die Rentiere“ haben das Unternehmen verlassen oder mussten gehen. Zurück bleibt eine Vision voller leeren Versprechungen, die niemand mehr ernst nimmt.

Die meisten Maschinen sind veraltet, die Arbeitsbereiche schmutzig, unstrukturiert und insgesamt mangelhaft organisiert.
In der Produktion (die in den 80ger Jahren stehen geblieben ist, außer Werk4) herrscht teilweise eine schlechte Luftqualität (Ölfilm), der größte Teil der Produktion ist nicht klimatisiert was besonders im Sommer höheren Temperaturen sehr belastend ist.

Verbesserungsvorschläge

Rettet sich wer kann.
Die Titanic ist in Schräglage und unaufhaltsam am sinken. Der Kapitän mit seinen unfähigen und übergewichtigen Offizieren die bei verschossener Kajüte den Kurs nicht bestimmen können haben den potentiellen Erfolgskurs gerammt. Die sollen natürlich das Schiff nicht verlassen und mit untergehen.

Ein umfassender Austausch der Geschäftsleitung sowie der zweiten und dritten Führungsebene wäre sinnvoll, um frische Expertise, Transparenz und strukturiertes Management ins Unternehmen zu bringen. Nur mit einer fachlich starken und verantwortungsbewussten Führung kann wieder Stabilität geschaffen und das Vertrauen der Mitarbeitenden zurückgewonnen werden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist derzeit äußerst belastend. Der Umgang mit Mitarbeitenden in der Vergangenheit hat zu einer stark demotivierten und unzufriedenen Belegschaft geführt. Viele engagierte und leistungsstarke Mitarbeitende haben das Unternehmen verlassen müssen, weitere wurden durch Abfindungen zum Weggang bewegt. Die daraus resultierenden Lücken sind im Arbeitsalltag klar spürbar.

Zahlreiche Probleme sind seit Langem bekannt, werden jedoch nur selten konsequent angegangen. Statt Lösungen zu schaffen, entstehen oftmals neue Schwierigkeiten. Verantwortlichkeiten werden häufig von sich geschoben, wodurch sich der negative Kreislauf weiter verstärkt.

Die Geschäftsleitung trägt mit endlosen Meetings ohne erkennbaren Nutzen zu dieser Situation bei. Gleichzeitig wird die Inkompetenz einzelner Führungskräfte oder favorisierter Mitarbeitender toleriert oder sogar unterstützt, was Vertrauen und Motivation weiter schwächt.
Insgesamt führt all das zu einer Atmosphäre, die weit unter dem liegt, was für ein gesundes und produktives Arbeitsumfeld notwendig wäre.

Image

Es ist wichtig zu erwähnen, dass erkennbar versucht wurde, das öffentliche Bild des Unternehmens auf Kununu künstlich ins Positive zu rücken. Offensichtlich wurden Führungskräfte angehalten, ebenfalls positive Bewertungen abzugeben, um den Gesamteindruck zu verbessern.
Dadurch entsteht ein verzerrtes Bild, das nicht den Erfahrungen vieler Mitarbeitenden entspricht und die tatsächlichen Probleme verdeckt statt sie anzugehen.

Wenn eine Firma sogar Auszubildende kurz vor Start „abkündigt“, ist das
ein absoluter Vertrauensbruch. Das spricht nicht nur für chaotische Führung, sondern auch für fehlenden Respekt gegenüber jungen Menschen, die sich gerade erst ins Berufsleben wagen.

Kein Wunder, dass die Stimmung dann im Keller ist. Wenn intern schon viel gemeckert wird und extern negativ berichtet wird, entsteht ein Kreislauf, der schwer zu stoppen ist.

Es gibt kaum jemanden der noch was Positives zu berichten hat, die meisten sind nur am Motzen.

Work-Life-Balance

In der Produktion ist eine ausgewogene Work-Life-Balance praktisch nicht vorhanden. Die regulären 40 Wochenstunden reichen selten aus, da zusätzliche Arbeitszeit sowie Wochenendarbeit erwartet werden.

Währenddessen genießen einige „Lieblinge“ der Geschäftsleitung regelmäßig Homeoffice. Dabei stellt sich die Frage, wie gewisse Abteilungsleiter, die kaum Präsenz zeigen, ihre Bereiche effektiv führen sollen.

Auch in der Geschäftsleitung fällt auf, dass Homeoffice sehr gerne genutzt wird. An diesen Tagen fehlt häufig klare Führung, was sich negativ auf die Abläufe und die Motivation im Team auswirkt.

Nach dem Motto „Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch“ fehlt an solchen Tagen oft jede Struktur und Führung.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsangebote sind nur begrenzt vorhanden und werden vonseiten des Unternehmens kaum aktiv gefördert. Klare Karrierepfade oder transparente Entwicklungsmöglichkeiten existieren praktisch nicht.

Mitarbeitende, die fachlich stark waren und Potenzial für höhere Aufgaben mitbrachten, haben das Unternehmen häufig verlassen, weil ihre Fähigkeiten nicht erkannt, nicht genutzt oder nicht weiterentwickelt wurden.
Dadurch fehlt es heute zusätzlich an Know-how und Vorbildern, die andere hätten mitziehen können

Gehalt/Benefits

Das Thema Vergütung sorgt im Unternehmen für erhebliche Unzufriedenheit. Leistungsbezogene Gehaltserhöhungen sind praktisch nicht realistisch; in der Regel bleibt nur die allgemeine Lohnerhöhung – sofern man sie überhaupt erhält. Auch diese wird nicht einheitlich gewährt, was zusätzliche Ungleichbehandlung schafft.

Erst wenn Mitarbeiter ein Führungszeugnis anfordern oder eine Kündigung vorlegen, scheint Bewegung in Gespräche über das Gehalt zu kommen aber dann ist es eh zu spät. Wertschätzung sieht anders aus.

Besonders problematisch ist, dass Leiharbeiter, die von den langjährigen Mitarbeitern eingearbeitet werden, häufig mehr verdienen als diese. Das führt verständlicherweise zu erheblicher Frustration und einer dauerhaft angespannten Stimmung im Team.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nicht mal der Müll wird richtig getrennt.

Kollegenzusammenhalt

In der Produktion gibt es vereinzelt guten Zusammenhalt und Kollegialität. Dort unterstützen sich einige gegenseitig und versuchen trotz der schwierigen Rahmenbedingungen das Beste aus dem Alltag zu machen.

Auf Führungsebene bis hin zur Geschäftsleitung wirkt der Zusammenhalt hingegen kaum vorhanden. Nach außen wird ein freundliches Miteinander gezeigt, doch intern fehlt es stark an Vertrauen und echter Zusammenarbeit.

Lästereien, Sticheleien und interne Spannungen gehören leider zum täglichen Bild.

Umgang mit älteren Kollegen

Es gibt kaum älter Mitarbeiter, die hat man gehen lassen.

Vorgesetztenverhalten

Viele langjährige und erfahrene Führungskräfte, die das Unternehmen Klingel über Jahre geprägt haben, sind nicht mehr im Unternehmen. Zurückgeblieben ist überwiegend eine neue Generation an Vorgesetzten, die häufig ohne ausreichende fachliche oder soziale Kompetenz in ihre Rollen gesetzt wurden.

Es entsteht der Eindruck, dass manche Positionen aus reiner Verzweiflung oder mangels Alternativen besetzt wurden. Die Folgen spüren die Teams täglich: unsichere Entscheidungen, fehlende Klarheit und mangelnde Unterstützung im Arbeitsalltag.

Es gibt noch einige wenige Führungskräfte, die wissen, wie das Unternehmen früher funktionierte. Statt deren Erfahrung zu nutzen, hat man diese jedoch zunehmend aus wichtigen Entscheidungsprozessen herausgenommen oder zum Schweigen gebracht.

Arbeitsbedingungen

Es gibt Bemühungen, bestimmte Verbesserungen umzusetzen, doch gemessen an der Größe des Unternehmens und insbesondere an der Branche (Medizintechnik) sind die Arbeitsbedingungen insgesamt
unzureichend. Im Sommer in der Produktion ist es sehr, sehr heiß.
Andere Unternehmen in diesem Bereich sind deutlich besser aufgestellt.

Ein großes Problem ist die mangelhafte Ausstattung an den Maschinen: Wichtige Arbeitsmittel fehlen regelmäßig, besonders bei schichtübergreifenden Tätigkeiten. Dadurch entsteht täglich unnötiger Suchaufwand und Zeitverlust, was die Arbeit zusätzlich erschwert.

Die Büroräume sind grundsätzlich in Ordnung, aber die Produktionsbereiche entsprechen in vielen Punkten nicht dem Standard, den man in dieser Branche erwarten müsste.

Kommunikation

Die Kommunikation gehört zu den größten Schwachstellen im Unternehmen. Seit der Übernahme durch Elos und dem damit verbundenen Kurswechsel hat sich die interne Informationsweitergabe spürbar verschlechtert, was zu großer Unsicherheit in der Belegschaft führt.
Mündliche Absprachen werden häufig nicht eingehalten, wichtige E-Mails bleiben unbeantwortet oder werden erst sehr spät bearbeitet. Die grundlegende Bringschuld in der Kommunikation scheint weitgehend verloren gegangen zu sein.

Wesentliche Informationen, die für den Arbeitsalltag und die Orientierung wichtig wären, werden zurückgehalten – dafür verbreiten sich belanglose Inhalte schnell über den Flurfunk. Dadurch entsteht das Gefühl, als würde jeder „eine andere Sprache sprechen“, ohne dass jemand in der Lage ist, Informationen klar zu übersetzen oder zu deuten.

Das vorhandene globale Intranet wird zwar intensiv genutzt, bietet aber größtenteils Inhalte, die wenig Mehrwert liefern und das Unternehmen inhaltlich kaum weiterbringen.

Gleichberechtigung

Gibt es sowas überhaupt bei Klingel?

Interessante Aufgaben

Das Interessante an den Aufgaben ergibt sich weniger aus der eigentlichen Tätigkeit, sondern eher aus der täglichen Ungewissheit, was einen erwartet. Oft ist unklar, welche neuen Entscheidungen getroffen wurden, welche Veränderungen vorgenommen wurden oder welche Person neue Aufgaben oder Positionen übernommen hat. Ebenso erfährt man häufig erst kurzfristig von Versetzungen, Kündigungen oder neuen
Verantwortlichkeiten.
Inhaltlich wissen die meisten Mitarbeiter genau, was zu tun ist. Besonders in der Produktion herrscht jedoch eine dauerhafte Überlastung: Die Teams kommen mit dem bestehenden Arbeitspensum kaum hinterher und sollen dennoch ständig mehr leisten.

Auf Führungsebene entsteht der Eindruck, dass Aufgaben eher hin- und hergeschoben werden, um Verantwortung zu vermeiden. Wenn Entscheidungen scheitern, wird häufig nach Schuldigen gesucht, statt die Probleme gemeinsam und lösungsorientiert anzugehen.

So macht arbeiten kein Spaß und man verliert damit die „Interesse an den Aufgaben".

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Arbeitgeber-Kommentar

HR-Team

Liebe ehemalige Kollegin, lieber ehemaliger Kollege,

vielen Dank für Ihre sehr ausführliche Rückmeldung. Wir wissen es zu schätzen, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Eindrücke so offen zu teilen. Kritik, auch wenn sie deutlich ausfällt, ist für uns ein wichtiger Hinweis darauf, wo wir als Unternehmen auch aus der Sicht unserer Mitarbeitenden stehen und wo wir uns weiterentwickeln müssen. Uns ist bewusst, dass die vergangenen Monate für viele Kolleginnen und Kollegen herausfordernd waren und wir möchten betonen, dass wir das Engagement jeder/jedes Einzelnen überaus wertschätzen. Größere strukturelle Veränderungen, wie sie nach einer Übernahme stattfinden, können Fragen, Unsicherheit und Unzufriedenheit auslösen. Wir nehmen Ihre Schilderungen ernst und bedauern, dass manche Entwicklungen aus Ihrer Sicht nicht positiv verlaufen sind. Viele der angesprochenen Themen beschäftigen uns ebenfalls und fließen bereits in laufende interne Maßnahmen ein. Dazu gehören insbesondere die Weiterentwicklung unserer Führungs- und Kommunikationsstrukturen, die Verbesserung von Arbeitsprozessen sowie Investitionen in Organisation und Arbeitsbedingungen. Wir wissen, dass Veränderungen Zeit brauchen und nicht sofort überall sichtbar werden, dennoch arbeiten wir konsequent an Verbesserungen. Unser Ziel bleibt es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das von Fairness, Transparenz, Wertschätzung und guter Zusammenarbeit geprägt ist. Dass Sie zuletzt einen anderen Eindruck gewonnen haben, bedauern wir sehr. Umso wichtiger ist uns der persönliche Austausch, denn viele Themen lassen sich im direkten Gespräch deutlich besser einordnen und konstruktiv weiterentwickeln.
Wir laden Sie daher herzlich ein, sich jederzeit noch einmal vertrauensvoll an uns zu wenden. Wir hören zu, nehmen Ihr Feedback ernst und möchten gemeinsam mit Ihnen und allen Mitarbeitenden weiter Verbesserung schaffen.

Herzliche Grüße
Ihr Elos MedTech HR Team

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.