Mehr Schein als Sein – leider deutlich zum Negativen entwickelt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Titel: Mehr Schein als Sein – leider deutlich zum Negativen entwickelt
Die Entwicklung des Unternehmens in den letzten zwei Jahren ist aus meiner Sicht sehr enttäuschend. Insbesondere 2026 hat sich die Situation durch eine enorme Kündigungs- und Entlassungswelle massiv verschärft. Ein großer Teil der Belegschaft wurde mit der Begründung verabschiedet, nicht mehr zum „enloc Spirit“ zu passen. Das hinterlässt nicht nur fachlich, sondern auch menschlich eine große Lücke.
Die Kommunikation innerhalb des Unternehmens empfinde ich als ausgesprochen schlecht. Entscheidungen und Veränderungen werden häufig nicht nachvollziehbar kommuniziert, und auch die Art und Wortwahl mancher Führungskräfte ist aus meiner Sicht grenzwertig. Führungskompetenz und professionelles Verhalten sucht man leider teilweise vergeblich.
Wer eher introvertiert ist oder sein Privatleben klar von der Arbeit trennen möchte, scheint es hier schwer zu haben. Es entsteht der Eindruck, dass erwartet wird, auch außerhalb der Arbeitszeit viel Zeit mit Kollegen zu verbringen und sich stark mit dem Unternehmen und dessen Kultur zu identifizieren. Eine gesunde Grenze zwischen Berufs- und Privatleben wird dabei meiner Wahrnehmung nach nicht immer akzeptiert. Eigene Meinungen sind zwar grundsätzlich erwünscht – allerdings scheint es besser zu sein, diese nicht allzu deutlich zu vertreten.
Die permanente Umstrukturierung wirkt zunehmend unprofessionell. Gleichzeitig vermittelt das Unternehmen nach außen den Eindruck, etwas ganz Besonderes am Markt zu sein. Intern ist davon aus meiner Sicht allerdings wenig zu spüren. Statt Projekte konsequent und nachhaltig umzusetzen, werden immer wieder neue Themen und Projekte gestartet, während bereits bestehende Vorhaben teilweise nicht richtig abgeschlossen werden.
Besonders problematisch ist der Verlust vieler guter und erfahrener Mitarbeiter. Durch die zahlreichen Kündigungen und Entlassungen ist meiner Wahrnehmung nach viel Fachwissen verloren gegangen. Spezialisten fehlen zunehmend, wodurch teilweise der Eindruck entsteht, dass fachliche Erfahrung und Expertise weniger Bedeutung haben als die vermeintliche Anpassung an die Unternehmenskultur.
Auch die beworbenen Benefits können aus meiner Sicht nicht über die tatsächlichen Probleme hinwegtäuschen. Leistungen und Rahmenbedingungen werden immer wieder verändert – leider häufig aus Sicht der Mitarbeiter zum Nachteil. Was heute als Vorteil verkauft wird, kann morgen schon wieder anders aussehen.
Das zwischenmenschliche Miteinander empfinde ich insgesamt als wenig angenehm. Wer sich stark anpasst und die Unternehmenskultur uneingeschränkt mitträgt, mag sich hier möglicherweise wohlfühlen. Wer hingegen Wert auf Professionalität, klare Kommunikation, fachliche Kompetenz, Privatsphäre und eine gesunde Work-Life-Balance legt, sollte sich sehr genau überlegen, ob dieses Umfeld zu ihm passt.
Mein persönlicher Eindruck: Mehr Schein als Sein. Gute und kluge Mitarbeiter scheinen das Unternehmen teilweise sehr schnell wieder zu verlassen – teilweise bereits nach wenigen Wochen. Wer langfristig in einem professionellen, wertschätzenden und stabilen Umfeld arbeiten möchte, sollte sich meiner Meinung nach nach Alternativen umsehen.
Von meiner Seite daher keine Empfehlung.
Arbeitsatmosphäre
Mit die schlechteste die ich in einer Firma erlebt habe
Work-Life-Balance
Ist einigermaßen gut. Remote Tage werden nach und nach gestrichen. Auch fällt die Möglichkeit weg 100% Remote zu arbeiten.
Vorgesetztenverhalten
Gutes Verhalten sucht man in den meisten Abteilungen vergeblich
Kommunikation
Katastrophe
Gehalt/Benefits
Es wird mit einem jährlichen Bonus geworben. Dieser entspricht jedoch oft nicht mal einem 13. Gehalt.

