Ein wachsendes Unternehmen mit Potenzial
Verbesserungsvorschläge
Fairere Regelung bei Sonderzahlungen: Kürzungen des Weihnachtsgeldes bei Krankheit abschaffen oder sozialverträglicher gestalten. Mitarbeiter sollten nicht für Krankheit bestraft werden.
Mehr Gleichberechtigung schaffen: Schluss mit Vetternwirtschaft und Bevorzugungen durch Sympathien oder private Gefälligkeiten. Alle Mitarbeiter müssen nach denselben fairen Kriterien behandelt werden.
Gezielte Förderung & Weiterentwicklung: Mitarbeiter sollten anhand ihrer individuellen Stärken gefördert werden, statt Mitläufer einfach nur mitzuziehen.
Transparente Lohnstaffelung & Leistungsanpassung: Ein nachvollziehbares Gehaltssystem einführen, bei dem gute und engagierte Leistung objektiv bewertet und finanziell belohnt wird. Förderangebote für Montagearbeiter schaffen: Weiterbildungen, Schulungen und Aufstiegschancen dürfen nicht nur für das Büro da sein, sondern müssen explizit auch den Mitarbeitern in der Montage zugänglich gemacht werden.
Arbeitsatmosphäre
Arbeitsatmosphäre & Räumlichkeiten:
Die Räumlichkeiten in der Produktion und Montage sind vorbildlich: Es handelt sich um einen sehr sauberen, hellen und modernen Arbeitsplatz, was man von einem Unternehmen im Bereich Medizintechnik auch erwartet. Das Arbeitsumfeld an sich bietet somit eine gute körperliche Basis für den Alltag.
Work-Life-Balance
In diesem Punkt zeigt sich das Unternehmen sehr flexibel und entgegenkommend: Viele Frauen, die nach der Babypause zurückkehren, bekommen mittlerweile die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten. Zudem kann Urlaub nach kurzer Rücksprache mit dem Vorgesetzten fast jederzeit genommen werden, was die zeitliche Planung im Alltag sehr erleichtert.
Kollegenzusammenhalt
Leider spiegelt sich der professionelle Anspruch der Medizintechnik nicht im menschlichen Miteinander wider. In der Montage arbeiten viele Frauen, das Arbeitsklima ist jedoch stark von Getratsche und Lästern geprägt. Es gibt eine gewisse Anzahl an Mitläufern, die im Arbeitsalltag schlicht mitgezogen werden, ohne viel eigenständige Leistung zu bringen.
Besonders auffällig ist das Anbändeln mancher Mitarbeiterinnen bei den Vorgesetzten: Es werden regelmäßig Leckereien aus der eigenen Küche mitgebracht, um sich Vorteile zu verschaffen. Zudem werden private Informationen geteilt, die eigentlich niemanden etwas angehen, nur um die eigene Position beim Vorgesetzten zu stärken.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskultur in der Montage lässt stark zu wünschen übrig. Den Vorgesetzen fehlt es spürbar an Durchsetzungsvermögen, um für klare Verhältnisse und eine faire Arbeitsmoral zu sorgen. Mitarbeitergespräche und Beurteilungen finden keineswegs automatisch statt – man muss die Meister erst selbst aktiv darauf hinweisen, dass eine Beurteilung ansteht.
Die Beurteilungen selbst sind extrem subjektiv und werden nach gewissen Vorlagen ausgefüllt. Leider fehlt die Bewertungen der objektiven messbaren Leistungen der Mitarbeiter die eigentlich bewertet werden soll. Wer gut "schmiert" wird bevorzugt.
Kommunikation
Positiv hervorzuheben ist die digitale Informationspolitik: Über eine eigene Intranet-App erhalten alle Mitarbeiter, die sich angemeldet haben, stets die neuesten News und Informationen rund um das Unternehmen. Dadurch bleibt man über aktuelle Entwicklungen gut auf dem Laufenden.
Gehalt/Benefits
Ein großer Kritikpunkt ist das Vergütungssystem. Es gibt keine ordentliche, transparente Lohnstaffelung. Für den Einzelnen ist es absolut nicht nachvollziehbar, wo man finanziell steht, welche Stufen es gibt oder wie man die nächste Gehaltsstufe erreichen kann.
Besonders enttäuschend ist die Handhabung des Weihnachtsgeldes: Krankheitstage werden prozentual vom Weihnachtsgeld abgezogen. Wer also unverschuldet krank wird, wird dafür finanziell bestraft – das motiviert keineswegs und sorgt für zusätzlichen Unmut