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2,1
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 bei Ehrhardt + Partner GmbH & Co. KG in Boppard gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- unkomplizierter Bewerbungsprozess
- Vertrauensarbeitszeit

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Kommunikation, Führungsverhalten und Kultur
- die Arbeitsatmosphäre und das Klima hängen zu sehr an der tagesaktuellen Stimmung der CEO's bzw. des Inhabers ab

Verbesserungsvorschläge

- Betriebsrat und Tarifbindung
- Bezuschusste Kantine (Lemabri erfüllt diesen Zweck nicht)
- Der pauschale Abgeltungsstundensatz für eine Überstunde war für mein Verständnis zu niedrig und sollte sich an dem Gehalt des jeweiligen MA orientieren.
- Möglichkeit Vorgesetzte zu beurteilen und Führungskräfte ggfs. austauschen
- Thema Gehalt transparenter handhaben

Arbeitsatmosphäre

Gelobt wurde ich in meiner Zeit in der Firma nicht. Ein von Vertrauen geprägtes Umfeld habe ich leider nicht Erfahren dürfen. Sollte ein Arbeitsergebnis irgendwem in der Firma nicht zusagen, dann wendet sich diese Person in der Regel nicht an einen selbst um darüber zu sprechen oder eine Lösung zu finden, sondern direkt an einen seiner Vorgesetzten oder an die Geschäftsführung. Erfahren habe ich dies dann über den Umweg über meinen direkten Vorgesetzten, indem man sich vor diesem dann Rechtfertigen durfte.

Image

Ich habe kaum Mitarbeiter getroffen welche sich nicht, in welcher Form auch immer, über die Firma augelassen haben. Das schweißt aber auch ein Stück weit zusammen, da man ja weiß der Gegenüber sitzt im selben Boot.

Work-Life-Balance

Es gibt Kernarbeitszeit (endet um 15:30 Uhr), theoretisch kann ansonsten Gleitzeit genutzt werden. Praktisch hängt das an der jeweiligen Abteilung, dem Vorgesetzten und der Auslastung. Große Rücksicht wurde bei uns darauf nicht unbedingt genommen. Viele Kollegen machen viele Überstunden. Von meinem Gefühl her wird dem aber eine zu hohe Bedeutung zugemünzt, die Tatsache dass jemand Überstunden macht, ist für mich alleine kein Zeichen für produktive Mehrarbeit. Es wurde bei mir nicht gerne gesehen, wenn ich pünktlich gehen wollte. Zum Teil auch kommentiert durch meinen Chef.

Karriere/Weiterbildung

Kommt sicherlich auf die Abteilung an. In meiner Zeit in der Firma ist das Wort Weiterbildung nicht einmal gefallen. Karriere war bei uns nicht vorgesehen, bis auf eventuell mal ein Senior-Titel nach 5+ Jahren.

Kollegenzusammenhalt

Innerhalb meiner Abteilung war der Zusammenhalt groß.

Vorgesetztenverhalten

Die Vorgesetzten sind nach meiner Beobachtung nur ein Sprachrohr der Geschäftsführung. Man darf nicht erwarten, dass diese sich für einen Einsetzen oder in irgendeiner Art interessieren. Es wird auf Leistung gepocht und versucht das Maximum aus einem rauszuholen. Im Konflikfall entscheidet nicht wer hat richtig gehandelt oder nicht, sondern WER hat sich beschwert? Kommt der Ärger von Oben, dann sollte man nicht auf Rückendeckung bei seinem Chef hoffen, da dieser letztlich auch nur um seine Stellung bangt. Zusammenfassend kann man sagen es herscht ein Autoritärer Führungsstil gepaart mit einer Top-Down-Hierarchie.

Arbeitsbedingungen

Die Laptops und Bildschirme sind aktuell gewesen. Auch die Klimaanlage ist im Sommer angenehm. Nicht jeder Arbeitsplatz ist mit einem elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch ausgestattet. Leider war es im Büro schnell zu Laut, wenn ein Kollege telefonieren musste oder im Worst Case vier Leute auf einmal... Auch die Türen mit Glas Elementen sind auf Dauer nervig, da man abgelenkt wird durch Kollegen die häufig vorbeilaufen.

Kommunikation

Außerhalb des Managements erfährt man hier nur das, was man wissen muss oder soll, also eigentlich kaum etwas. Das Firmeninterne Wiki ist ein schlechter Witz. Bis auf die letzten Ergebnisse der lokalen Basketball Mannschaft, erfährt man dort recht wenig wissenswertes. Besonders ärgerlich für all die Mitarbeiter welche gar nicht in Boppard sitzen. Oftmals wurden mir Informationen, welche für eine Aufgabe relevant waren, von den jeweiligen Abteilungen nicht vollständig mitgeteilt.

Gehalt/Benefits

Mein Gehalt kam pünktlich und war ok. Das steht und fällt für mich auch mit den Bedingungen. Ganz ohne HO sind die Pendelkosten bei den Spritpreisen für mich schon hoch gewesen. Entscheident ist mit wie viel man einsteigt. Man sollte gut verhandeln und damit erstmal leben können. Es gibt keine Tarifbindung, keinen Betriebsrat, kein Urlaubs-/Weihnachtsgeld und von dem was ich mitbekommen habe in meiner Zeit auch keine automatischen Gehaltsanpassungen...Die sonstigen Benefits waren für mich nicht nennenswert oder relevant.

Gleichberechtigung

Mir ist keine Frau in einer Führungsposition über Teamleitung hinaus aufgefallen.
Was für mich ein Problem war ist die ungleiche Handhabung des Thema Home Office. Zwar gibt es dazu eine eineheitliche Firmenrichtlinie, jedoch ist die Genehmigung an den Vorgesetzen gekoppelt. So gab es in meiner Abteilung mehrere Kollegen die 100% remote gearbeitet haben und nur alle 2-3 Wochen mal vorbei geschaut haben, andere mussten immer ins Büro (so auch ich), obwohl einem 3 Tage bereits in der Probezeit im VG versprochen wurden. Dies wurde vom Chef auch trotz mehrmaligen Nachfragen nicht genehmigt. Gründe gab es dafür nicht, da ohnehin keine Präsenztermine bei uns gemacht wurden, sondern alles über Teams.

Interessante Aufgaben

Einfluss auf die Aufgaben hatte ich wenig. Man bearbeitet das was reinkommt oder einem vom Chef vorgegeben wird. Am schlimmsten empfand ich persönlich dabei das Ticketsystem, welches von fast allen Abteilungen verwendet werden muss.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.