Modernes Produkt mit veralteten Arbeitsstrukturen und Gehaltssystemen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Dass allen eine Chance gegeben wird, wenn es fachlich und persönlich stimmt.
Die Büroräumlichkeiten und die Arbeitsplätze sind sehr gut ausgestattet und es arbeiten tolle Menschen dort. Es wird einiges abgetan, um die Situation zu verbessern.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mehrfach sind einfach Entscheidungen durchgedrückt worden, ohne dies angemessen zu kommunizieren und ohne angemessene Ausarbeitung der entsprechenden Prozesse. Es werden massenhaft Management-Leute eingestellt, die keine Ahnung von den Prozessen haben, anstatt einfach mal den Leuten zuzuhören, die schon seit Jahren in der Firma arbeiten und wissen, was verbessert werden müsste, damit es besser läuft.
Verbesserungsvorschläge
Nehmen Sie das Feedback der Belegschaft bitte ernst und fragt nach was diese brauchen, um besser arbeiten zu können. Gebt den Leuten Möglichkeiten der internen Weiterentwicklung.
Denkt vor angekündigten Veränderung auch die Kommunikation zu den Kunden mit, nicht nur über den Vertrieb, sondern auch über die Kundenbetreuung. Geht nicht immer davon aus, dass es schon irgendwie gut geht, sondern spricht mit den Leuten, die schon mehrfach die Erfahrung gemacht haben, dass dem nicht so ist und seit offen für deren Verbesserungsvorschläge. Verheizt bitte nicht weiter wertvolle Arbeitskräfte.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war überwiegend angespannt, weil man sich sehr viele Kundenbeschwerden anhören musste und weil man in einem Bonussystem gearbeitet hat, was Quantität belohnt und kein Platz für Qualität ist.
Image
Epikur hat gute Produkte und ist sehr zukunftsorientiert. Das Marketing und die Produktentwicklung sind sehr gut. Es gab super Merchandise zum Einstieg, Weihnachten oder auch so zwischendurch.
Work-Life-Balance
Gibt es nicht. Wenn man nach der Probezeit tageweise im Home Office arbeiten will, wird dies mit der Begründung abgelehnt, dass man nicht genug leistet ( nicht bei mir, habe ich aber so mitbekommen). Und es wird nicht berücksichtigt, dass manchmal sehr laut im Büro ist und man sich vielleicht zu Hause auch besser konzentrieren könnte. Außerdem gibt es eine Urlaubssperre in der Abrechnungszeit. Diese betrifft aber einzig und allein die Anwendungsberatung und Technischen Support. Man muss also seinen Urlaub immer nach den Quartalen planen.
Karriere/Weiterbildung
Leider keine Entwicklungsmöglichkeiten , die ich feststellen konnte. Vielleicht in anderen Bereichen. Wenn es gut läuft, ist eine Änderung nicht gewünscht. Es werden leider auch viele Fachkräfte verheizt, z.B. eine hochqualifizierte Teamleiterin, die sich am Ende jeden Tag um das Beschwerdemanagement kümmern durfte, weil sich die höheren Ebenen zu fein dafür waren.
Gehalt/Benefits
Schlechte Bezahlung und ein sog. Bonussystem, das nur das miserable Grundgehalt kaschiert. Ein Bonussystem, bei dem die 100 % nach Änderungen, nicht mehr erreichbar ist. Es gibt ein Jobticket, das es aber auch nur gibt, wenn man es bei Vertragsschluss angibt. Wenn man es später nutzen will, gibt es ein Riesendrama, obwohl es gar nicht als Gehaltserhöhung zählt, wenn man es vom Brutto einfach abziehen würde. Es gibt Eis und Getränke, mittwochs Catering. Aber über die Standardbenefits geht es nicht hinaus.
Gerade für eine Firma, die Ihre Ursprünge im Psychologischen/medizinischen Bereich hat, würde ich mir wünschen dass es mehr Benefits gäbe, die auch auf die Gesundheit der Mitarbeitenden abzielt und zwar außerhalb der Arbeitsstätte. So zum Beispiel mit Firmenzugängen oder Testaccounts zur 7Minds-App oder Förderung der Mitgliedschaft im Urban Sportsclub. Die Leute im Haus zu binden, sodass sie am Ende kein Privatleben mehr haben ist meiner Ansicht nach nicht unbedingt förderlich für die Gesundheit der Menschen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Für den Umweltschutz wird ein bisschen gemacht. Es wird so gut wie nichts ausgedruckt. Ansonsten ist mir kein soziales Engagement oder ähnliches bekannt. Ein Firmenlauf, die Unterstützung anderer Projekte, die etwas mit Gesundheit und Psychologie zu tun haben wären super.
Kollegenzusammenhalt
Das Arbeitsklima war sehr kollegial, man hat sich gegenseitig unterstützt und ausgetauscht. Leider habe ich mitbekommen, dass einige auch resigniert haben immer weniger Motivation etwas konstruktiv zu gestalten. Es
Umgang mit älteren Kollegen
Es werden auch ältere Leute eingestellt und soweit ich weiß gut behandelt. Das Gehalt ist ja eh meist unterdurchschnittlich.
Vorgesetztenverhalten
Gute Vorgesetzte werden entlassen, weil sie nicht den Vorstellungen der Geschäftsführung entsprechen. Andere Vorgesetzte drehen einfach den Spieß um, wenn man Kritik äußert, sodass man selbst am Ende das Problem ist. Es gibt auch Vorgesetzte die Witze und Sprüche unterhalb der Gürtellinie abgeben und übergriffig sind. Damit kann nicht jeder/jede Umgehen.
Arbeitsbedingungen
Überwiehend stressig, wegen schlechten Prozessen und schlechtem Wissens-/Changemanagement. Das Bonussystem sorgt nur für zusätzlichen Stress ohne in irgendeiner Weise zur Qualität beizutragen. Stufe 1 des Bonussystems ist aktuell gar nicht zu erreichen. Es gibt aber höhenverstellbare Tische, schöne Büroräumlichkeiten mit guter Aussicht und gute Möglichkeiten Pause zu machen.
Kommunikation
Findet nur innerhalb der Teams statt. Kommunikation von Vorgesetzten zu Mitarbeitenden oder umgekehrt ist sehr mangelhaft. Wegen ständigem Personalwechsel gab es keine vertrauenswürdige Leitung als Ansprechperson, Feedback der Belegschaft, sogar in Qualitätszirkeln, wurde konsequent ignoriert bzw. nicht die richtigen Schlüsse gezogen. Änderungen in Betriebsabläufe wurden auch erst kommuniziert, wenn sie eingetreten waren ohne Möglichkeit der Vorbereitung oder die Prozesse im Vorfeld zu nochmal optimieren. Die Kommunikation zwischen den Abteilungen könnte verbessert werden.
Gleichberechtigung
Vielen Menschen wird bei der Bewerbung eine Chance gegeben, ob Quereinsteiger, jung, alt, Leute mit unterschiedlichen Selbstdefinitionen. Allerdings hat man den Eindruck, dass der Bereich Kundenbetreuung lange Zeit nicht ernst genommen wurde. Außerdem gibt es gravierende Ungerechtigkeiten bei den Gehaltsstrukturen. Es verdienen immer diejenigen am Meisten, die am Besten verhandeln können. Diese kennen sich aber erstmal gar nicht mit dem Programm aus. Und diejenigen, die dem Unternehmen seit Jahren schon sehr gute Qualität und sehr gute Leistungen bringen werden verprellt, wenn sie mitbekommen wieviel mehr jemand mit ähnlichen Abschlüssen und Berufserfahrung dann bekommt.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit mit unterschiedlichen Programmen, Fehleranalyse durchzuführen und mit unterschiedlichen Kunden Kontakt zu haben, kann interessant sein. Auch das Programm EPIKUR war mal gut. Es gibt immer wieder Neuerungen und interessante Themen, mit denen man sich auseinandersetzen kann.