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Zuletzt aktualisiert am 22.7.2026
EY (Ernst & Young GmbH) Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erhält ein gemischtes Gesamtbild. Die Arbeitsatmosphäre schwankt stark: Kolleg:innen beschreiben das direkte Miteinander auf Teamebene als angenehm und kollegial, kritisieren jedoch gleichzeitig einen ausgeprägten Leistungsdruck und mangelnde Wertschätzung von oben. Die Work-Life-Balance fällt negativ auf – Überstunden gelten als selbstverständlich, Busy Seasons belasten erheblich, und die Vereinbarkeit mit dem Privatleben bleibt schwierig. Beim Vorgesetztenverhalten überwiegen kritische Stimmen: Viele Bewertungen bemängeln fehlende Unterstützung, intransparente Beförderungsentscheidungen und unprofessionelles Verhalten auf Führungsebene – wenngleich einzelne direkte Vorgesetzte positiv hervorgehoben werden. Beim Gehalt fällt auf, dass das Grundgehalt im Bran...
Zusammenfassung nach Kategorie
Die Arbeitsatmosphäre bei EY wird von den Nutzer:innen gemischt bewertet. Ein zentrales Thema ist der hohe Leistungsdruck: Viele beschreiben die Atmosphäre als stressreich und stark ergebnisorientiert, wobei Deadlines und hohe Erwartungen den Alltag prägen. Einige sehen diesen Druck als branchenüblich, andere empfinden mangelnde Wertschätzung und schwache Kommunikation von oben nach unten als belastend. Zudem schwankt die Atmosphäre je nach Team und Abteilung erheblich – von harmonisch bis angespannt. Wenige Nutzer:innen berichten von ausgeprägter Ellenbogenkultur und fehlendem Zusammenhalt, während andere die Atmosphäre als entspannt und kollegial beschreiben. Das kollegiale Miteinander wird von einigen als angenehm und auf Augenhöhe wahrgenommen, wobei freundliche Zusammenarbeit hervorgehoben wird. Der starke Kontrast zwischen diesen Einschätzungen spiegelt die Abhängigkeit der Erfahrungen vom jeweiligen Team und Standort wider.
Die Work-Life-Balance bei EY wird von Nutzer:innen mehrheitlich negativ bewertet. Besonders die Überstundenkultur steht im Fokus der Kritik: Viele sehen Mehrarbeit als selbstverständlich an, und während der sogenannten „Busy Season" sind lange Arbeitstage von 10 bis 12 Stunden keine Seltenheit. Wenig Rücksicht auf Eltern sowie kurzfristige Aufgabenverteilung durch Vorgesetzte verschärfen die Situation. Angesammelte Überstunden verfallen zudem teilweise oder werden nur anteilig vergütet.
Einige Nutzer:innen relativieren die Lage mit Verweis auf branchenübliche Bedingungen im Beratungsumfeld und schätzen die Möglichkeit, die eigene Zeit flexibel einzuteilen. Für duale Studierende fällt die Bilanz jedoch besonders ungünstig aus, da Universitätsaufgaben häufig in der Freizeit erledigt werden müssen. Wer Karriere machen möchte, sieht sich nach Meinung einiger Bewertungen gezwungen, die Work-Life-Balance hintenanzustellen – ein Kompromiss, den nicht alle bereit sind einzugehen.
Der Kollegenzusammenhalt bei EY wird von den Nutzer:innen gemischt bewertet, was sich auch im ausgeglichenen Gesamturteil widerspiegelt. Auf Teamebene berichten viele positiv: Kolleg:innen unterstützen sich gegenseitig, Teamevents werden gelobt und einige beschreiben ihr Team als das beste, das sie je hatten. Allerdings hängt die Qualität des Miteinanders stark vom jeweiligen Team oder der Abteilung ab. Auf Führungsebene vermissen einige den kollegialen Zusammenhalt, der unter den Mitarbeiter:innen auf niedrigeren Ebenen vorhanden ist.
Kritischere Stimmen bemängeln, dass das Rankingsystem Konkurrenzdenken fördere und echter Zusammenhalt fehle. Wenige Nutzer:innen berichten, dass die Remote-Arbeit den Teamgeist geschwächt habe. Zudem schildern einige eine stressige Zusammenarbeit in der Hochsaison, geprägt von Günstlingswirtschaft und einem auf die eigene Karriere ausgerichteten Verhalten. Insofern bleibt das Bild ambivalent: Wer im richtigen Team landet, kann gute Erfahrungen machen – eine einheitliche Unternehmenskultur scheint jedoch nicht vorhanden zu sein.
Das Vorgesetztenverhalten bei EY (Ernst & Young GmbH) Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wird von den Nutzer:innen gespalten bewertet. Einige beschreiben den Umgang mit direkten Vorgesetzten als respektvoll und auf Augenhöhe, mit angenehmer Kommunikation im eigenen Team.
Der negative Grundton der geschriebenen Bewertungen überwiegt jedoch deutlich. Viele Nutzer:innen bemängeln fehlende Kompetenz, mangelnde Unterstützung sowie intransparente Beförderungsentscheidungen. Kritisiert werden außerdem unprofessionelles Verhalten, Klatsch unter Führungskräften und das Fehlen klarer Kommunikation. Einige berichten, dass persönliche Karriereinteressen über Teamzusammenhalt und Wertschätzung gestellt werden, während andere auf opportunistisches Führungsverhalten und häufig wechselnde Botschaften hinweisen. Auch mangelnde Zeit für einzelne Mitarbeiter:innen sowie fehlende Feedbackkultur werden genannt. Die Bewertungen zeichnen damit ein Bild von Führung, das stark vom jeweiligen Team und der Hierarchieebene abhängt.
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