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Zuletzt aktualisiert am 29.9.2026
EY (Ernst & Young GmbH) Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erhält ein gemischtes Gesamtbild. Der Kollegenzusammenhalt zählt zu den deutlichsten Stärken: Viele Mitarbeiter:innen beschreiben ihre Kolleg:innen als das Beste an EY, auch wenn Homeoffice-Kultur und Leistungsdruck den Teamgeist stellenweise belasten. Bei den Aufgaben schätzen viele die Abwechslung und Einblicke in verschiedene Branchen, jedoch beklagen einige, dass attraktive Projekte nicht gleichmäßig vergeben werden.
Kritischer fallen die Bewertungen bei Vergütung und Vorgesetztenverhalten aus. Das Gehalt gilt vielen als nicht wettbewerbsfähig – besonders für Berufseinsteiger:innen – und Bonuskürzungen ohne nachvollziehbare Begründung trüben die Stimmung zusätzlich. Das Führungsverhalten wird sehr unterschiedlich bewertet: Neben einzelnen positiven Erfahru...
Zusammenfassung nach Kategorie
Die Arbeitsatmosphäre bei EY wird von den Nutzer:innen unterschiedlich bewertet. Einerseits beschreiben einige die Atmosphäre als angenehm, kollegial und entspannt, mit freundlichen Kolleg:innen und spannenden Themen. Andererseits kritisieren viele den hohen Druck, der besonders gegen Projektende spürbar wird, sowie eine ausgeprägte Ellenbogen-Mentalität im Arbeitsalltag. Das Arbeitsklima hängt dabei stark vom jeweiligen Team und den Vorgesetzten ab – während manche Bereiche als professionell und kooperativ gelten, berichten andere von mangelndem Vertrauen und arrogantem Verhalten auf Führungsebene. Auch das verbreitete Homeoffice erschwert laut einigen Nutzer:innen den Aufbau echter Teamverbindungen. Zudem kritisieren wenige einen unstrukturierten Einstieg ohne klares Onboarding. Die Erfahrungen variieren je nach Abteilung und Standort erheblich, weshalb sich kein einheitliches Bild der Arbeitsatmosphäre ergibt.
Die Work-Life-Balance bei EY wird von Nutzer:innen gemischt bewertet. Besonders kritisch sehen viele die Überstundenkultur: Lange Arbeitstage bis in den Abend, Wochenendarbeit und eine kaum planbare Feierabendzeit werden häufig bemängelt. Zudem verfallen Überstunden nach der Busy Season oft oder werden nur anteilig ausgezahlt, was zusätzlichen Unmut erzeugt. Flexible Arbeitszeiten durch Gleitzeit existieren zwar auf dem Papier, lassen sich wegen enger Fristen und hoher Arbeitsbelastung jedoch kaum nutzen. Erschwerend kommt hinzu, dass Eltern nach Meinung einiger Nutzer:innen wenig Rücksicht erfahren.
Auf der anderen Seite schätzen manche Mitarbeiter:innen die Möglichkeit, ihre Zeit autonom einzuteilen, und empfinden den Druck als vertretbar. Die Erfahrungen variieren stark je nach Projekt und Abteilung – während einige die Balance als für eine Beratung akzeptabel beschreiben, betonen andere, dass das Privatleben deutlich zurückstehen muss.
Die Kommunikation bei EY wird von Nutzer:innen gemischt bewertet. Einerseits loben einige regelmäßige Webcasts zu Themen wie Vergütung und Talent sowie eine offene und wertschätzende Kommunikation innerhalb einzelner Teams. Andererseits kritisieren viele die Intransparenz seitens des Managements: Ziele, KPIs, Boni und strategische Inhalte werden inkonsistent kommuniziert, und Führungskräfte-Meetings wurden abgeschafft.
Auch der Informationsfluss zwischen verschiedenen Arbeitsbereichen gilt vielen als unzureichend. Einige Nutzer:innen bemängeln, dass Probleme beschönigt werden, anstatt sie offen anzusprechen. Zudem empfinden manche den Umgangston im Unternehmen als wenig wertschätzend. Die Kommunikation zwischen Vorgesetzten und Berater:innen wird als verbesserungswürdig eingestuft. Insgesamt zeichnen die Bewertungen ein Bild, das zwischen punktuell positiven Erfahrungen und strukturellen Schwächen in der internen Kommunikation schwankt.
Das Gehalt bei EY (Ernst & Young GmbH) Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wird von Nutzer:innen kritisch bewertet. Besonders die Gehaltsentwicklung steht im Fokus: Einige Bewertungen beklagen stagnierende Grundgehälter über mehrere Jahre hinweg, sodass Einkommenszuwächse nur durch Beförderungen entstehen. Boni gelten als intransparent und wurden nach Meinung einiger Nutzer:innen mehrfach gekürzt, ohne nachvollziehbare Begründungen. Berufseinsteiger:innen verdienen im Vergleich zu kleineren Beratungsunternehmen oder dem allgemeinen Industrieniveau deutlich weniger. Während wenige Bewertungen das Gehalt als marktüblich oder fair einschätzen, empfindet die Mehrheit die Vergütung als nicht wettbewerbsfähig. Das Missverhältnis zwischen Arbeitsbelastung und Bezahlung zieht sich als roter Faden durch die Bewertungen: Die Zusatzleistungen – etwa Fitnessangebote – gleichen dieses Ungleichgewicht nach Ansicht der Nutzer:innen nicht aus. Gehaltserhöhungen blieben zudem hinter der Inflationsrate zurück.
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