Etengo GmbH Logo

Etengo 
GmbH
Bewertung

Willkommen im Mikro‑Management‑Universum

2,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Etengo GmbH in Mannheim gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Karriereperspektiven sind klar begrenzt: Realistisch endet der Aufstieg meist auf der Position des Team-Managers – vorausgesetzt, dort ist überhaupt ein Platz frei. Alles darüber hinaus hängt weniger von Leistung oder Kompetenz ab, sondern vielmehr davon, wie gut man sich mit den eigenen Vorgesetzten stellt. Externe Weiterbildungen werden nicht angeboten, und interne Schulungen werden überwiegend von Mitarbeitenden durchgeführt, die selbst nur begrenzte fachliche Erfahrung oder didaktische Kompetenz mitbringen. Dadurch bleibt die persönliche und berufliche Weiterentwicklung stark eingeschränkt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das Management rekrutiert sich nahezu ausschließlich aus Personen, die zuvor bei denselben wenigen Unternehmen tätig waren (KPMG, PwC oder DZ Bank). Dieses „Freunde‑werben‑Freunde“-Prinzip führt dazu, dass kaum neue Perspektiven oder echte Fachkompetenz ins Unternehmen gelangen. Statt gezielt erfahrene Führungskräfte einzustellen, wirkt es oft so, als würde Inkompetenz eher toleriert als externe Expertise.

Verbesserungsvorschläge

Die Vergütung liegt spürbar unter dem Marktdurchschnitt. Für Quereinsteiger kann das Gehalt noch akzeptabel sein, doch wer bereits Erfahrung mitbringt oder realistische Marktstandards kennt, wird hier kaum zufrieden sein. Oft wirkt es so, als sei das Angebot vor allem für diejenigen attraktiv, die sonst nur schwer eine passende Alternative finden

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist stark von einer ausgeprägten Ellbogenmentalität geprägt, insbesondere im Vertrieb. Zusammenarbeit tritt häufig hinter Konkurrenzdenken zurück.

Image

Das Unternehmensimage wirkt wenig priorisiert. Wenn man sogar die eigene Marketingabteilung schließt, entsteht der Eindruck, dass Außenwirkung keine große Rolle spielt – und genau so zeigt es sich auch im Markt. Nur wenige Unternehmen kennen Etengo überhaupt, und bei manchen taucht der Name eher auf einer internen Blacklist auf als in einem positiven Kontext. Insgesamt fehlt es an aktiver Markenpflege und strategischer Sichtbarkeit

Work-Life-Balance

Die Work‑Life‑Balance hängt stark von der aktuellen Performance ab. Solange man seine KPIs erfüllt und als Leistungsträger gilt, bleibt man weitgehend in Ruhe gelassen. Sobald jedoch ein Monat schwächer ausfällt, ändert sich der Umgang spürbar: Es wird mit dem Entzug von Homeoffice-Möglichkeiten gedroht und tägliche Berichtserstattungen werden eingefordert. Diese stark leistungsabhängige Behandlung erzeugt Druck und macht eine verlässliche, planbare Balance zwischen Arbeit und Privatleben kaum möglich.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

as Unternehmen stellt sein Umwelt- und Sozialbewusstsein sehr prominent dar und schreibt sich diesen Bereich deutlich höher auf die Fahne als die tatsächlichen Arbeitsbedingungen. Während nach außen viel Wert auf Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement gelegt wird, spiegelt sich dieser Anspruch intern nur bedingt wider.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt innerhalb der einzelnen Teams ist grundsätzlich gut – auf Mitarbeiterebene funktioniert die Zusammenarbeit meist reibungslos und kollegial. Zwischen den Team-Managern hingegen herrscht spürbare Konkurrenz und teils offener Konflikt. Auch das Verhältnis zwischen Management und Team-Managern ist von Spannungen geprägt.

Umgang mit älteren Kollegen

Ein wertschätzender Umgang mit älteren Mitarbeitenden ist kaum erkennbar. Bereits mit Mitte 30 gilt man in diesem Unternehmen als „der Alte“ und wird entsprechend behandelt. Erfahrung wird wenig geschätzt, stattdessen dominiert ein stark jugendorientiertes Umfeld, in dem ältere Kolleginnen und Kollegen schnell an den Rand gedrängt wirken.

Vorgesetztenverhalten

Das fachliche Know-how liegt überwiegend bei den Team-Managern. Die darüberliegenden Führungsebenen sind größtenteils branchenfremd und verfügen weder über fundierte Kenntnisse im Vertrieb noch in IT oder Personaldienstleistung. Hinzu kommt, dass viele der oberen Führungskräfte keinerlei echte Führungserfahrung mitbringen. Das Management besteht zudem zu einem großen Teil aus einem engen Freundeskreis, was professionelle Distanz und objektive Entscheidungen zusätzlich erschwert. Dieses Gefüge führt dazu, dass häufig von oben herab kommuniziert wird und fachliche Argumente wenig Gehör finden

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen wären grundsätzlich in Ordnung, wenn bestimmte strukturelle Probleme nicht so stark ins Gewicht fallen würden. Das ausgeprägte Mikro‑Management, die Vielzahl an Meetings, der teils herablassende Umgang durch Führungskräfte sowie das monotone Abtelefonieren von Listen prägen den Arbeitsalltag negativ.

Kommunikation

Die interne Kommunikation ist insgesamt sehr lückenhaft. Wichtige Informationen erreichen nicht einmal alle Führungskräfte, was zu Unsicherheit und Fehlentscheidungen führt. Positives wird gerne und ausführlich kommuniziert, während negative Entwicklungen oder gescheiterte Abschlüsse weitgehend verschwiegen werden. Erfolge werden gefeiert, aber sobald ein Abschluss nicht zustande kommt, herrscht Funkstille.

Gleichberechtigung

Manche Personen werden klar bevorzugt, während andere trotz gleicher Leistung weniger Beachtung finden.

Interessante Aufgaben

Wer echten Spaß am Vertrieb hat, kommt anfangs durchaus auf seine Kosten. Mit der Zeit verliert die Tätigkeit jedoch stark an Abwechslung. Spätestens ab dem zweiten Monat besteht der Arbeitsalltag überwiegend aus monotonen Terminen, endlosen Listen und einer Vielzahl an Meetings. Die hohe Meeting‑Dichte entsteht vor allem durch ausgeprägtes Mikro‑Management, wodurch eigenständige, wirklich interessante Aufgaben zunehmend in den Hintergrund rücken.


Gehalt/Benefits

1Hilfreichfindet das hilfreich4Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.