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21 von 97 Bewertungen von Mitarbeiter:innen(gefiltert)

Umwelt-/Sozialbewusstsein
kununu Score: 3,2Weiterempfehlung: 43%
Score-Details

21 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.

Man gibt sich holakratisch und transparent, aber Kritik ist nicht erwünscht. Konflikte werden durch "Trennungen" gelöst.

2,1
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Europace AG in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Hybrides Arbeiten, flexible Arbeitszeiten

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Fehlende Fehlerkultur auf Managementebene, teilweise sehr schlechte Führung, bewusstes Wegsehen, stattdessen Kritik an Mitarbeitern, die versuchen Missstände aufzudecken und zu verändern

Arbeitsatmosphäre

Ständige Umstrukturierungen machen es schwer, irgendwo richtig anzukommen. Es wird viel Flexibilität und Veränderungswille verlangt, aber Veränderungen werden hauptsächlich von oben angestoßen. Kritik zu äußern finde ich super schwierig, weil man nie weiß, ob man selbst gerade zu den Glücklichen gehört, die das dürfen, oder nicht. Die Folge ist, dass fast alles immer brav bejubelt wird. Ich fühle mich schon lange nicht mehr wirklich sicher hier. Gleichzeitig wird ständige Höchstleistung erwartet.

Image

absolut merkwürdig

Work-Life-Balance

Gut durch ein sehr flexibles Zeitmodell und viel Verständnis für z.B. kurzfristig nötige Kinderbetreuung

Karriere/Weiterbildung

Man muss sich selbst drum kümmern, aber dann ist einiges drin.

Gehalt/Benefits

ok

Umwelt-/Sozialbewusstsein

kein Fokus oder Interesse

Kollegenzusammenhalt

In vielen Teams auf der unteren Ebene gut. Durch viele Wechsel aber schwieriger für Leute, die etwas Zeit brauchen um mit anderen warm zu werden.

Umgang mit älteren Kollegen

ok, schätze ich

Vorgesetztenverhalten

Die disziplinarischen Führungskräfte führen eigentlich nur Anweisungen aus, haben scheinbar wenig Gestaltungsspielraum und auch wenig Zeit für Führung. Allgemein sehr unterschiedliches Verhalten. Ich habe bisher alles zwischen Desinteresse und Mikromanagement erlebt. Leider auch, dass alles im Vertrauen gesagte gegen einen verwendet werden kann, z.B. bei Gehaltsverhandlungen.

Arbeitsbedingungen

super office

Kommunikation

Es wird viel über Transparenz geredet. Aber an entscheidenden Stellen gibt es dann eben doch keine. Mein Eindruck ist, dass eine gesunde Fehlerkultur auf systemischer Ebene in den letzten Jahren systematisch abgebaut wurde. Ob bewusst oder unbewusst, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall gibt es sehr viel Selbsbeweihräucherung.

Gleichberechtigung

Eigentlich gut, aber alle Diversity Projekte aus den letzen Jahren scheinen irgendwie beendet. Es gibt außerdem kaum noch Frauen in der Softwareentwicklung.

Interessante Aufgaben

Alles in allem ja, kommt natürlich auf Team und Einsatzbereich an

1Hilfreichfindet das hilfreich4Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Johanna Siepmann, Talent Acquisition Managerin
Johanna SiepmannTalent Acquisition Managerin

Danke dir, dass du dir die Zeit für diese sehr ausführliche und reflektierte Bewertung genommen hast. Wir wissen es zu schätzen, wie differenziert du deine Eindrücke schilderst, gerade auch zu sensiblen Themen wie Führung, Fehlerkultur, Kommunikation und Arbeitsatmosphäre.

Du sprichst die vielen Umstrukturierungen an, die wir in letzter Zeit durchlaufen haben. Dass diese Veränderungen auch Unsicherheit und Emotionen auslösen können, können wir absolut nachvollziehen! Und genau deshalb nehmen wir dein Feedback hier sehr ernst. Gleichzeitig sind diese Entwicklungen für uns ein wichtiger Teil, um Europace langfristig gut aufzustellen und weiterzuentwickeln.

Besonders deine Punkte zur Führungsarbeit und zum Umgang mit Kritik sind für uns natürlich zentral. Wir sehen hier ebenfalls, dass wir noch Potenziale haben, und arbeiten bereits stark daran, unsere Führungskultur weiter zu stärken und mehr Orientierung sowie Vertrauen zu schaffen. Dabei sind wir aus unserer Sicht auf einem guten Weg, wissen aber auch, dass Veränderungen Zeit brauchen und konsequent weiterverfolgt werden müssen.

Es freut uns, dass du Aspekte wie die Flexibilität, das hybride Arbeiten und den Zusammenhalt in Teilen der Teams positiv hervorhebst. Gleichzeitig ist es uns wichtig, die von dir beschriebenen Herausforderungen nicht stehen zu lassen, sondern aktiv daran zu arbeiten. Wenn du deine Erfahrungen weiter vertiefen möchtest, freuen wir uns jederzeit über einen persönlichen und vertraulichen Austausch. Melde dich gerne bei mir (Johanna.siepman@europace.de)

Strukturmangel trifft Micromanagement: Ein schwieriges Klima für Wissensarbeit

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Europace AG in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die theoretischen Ansätze der Selbstorganisation (leider nur auf dem Papier).

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit; der angstgetriebene und angstschürende Umgang mit Mitarbeitenden; die sehr hohe Intransparenz im Unternehmen, das fehlende Rückgrat bei Fehlentscheidungen.

Verbesserungsvorschläge

Strukturelle Sicherheit schaffen:
Klare Erwartungshaltungen nicht nur an die Teams kommunizieren, sondern auch an die Führung.

Fehlerkultur vorleben:
Verantwortung für strategische Fehlentscheidungen der Vergangenheit sollte nicht einseitig auf die Belegschaft abgewälzt werden.

Echte Mündigkeit fördern:
Den Teams den nötigen Raum geben, ohne sie durch Micromanagement einzuengen oder permanentes Angstschüren zu verunsichern.

Transparenz bei Trennungen:
Die „Verschwinden-Lassen“-Taktik vergiftet das Klima nachhaltig.

Arbeitsatmosphäre

Geprägt von tiefer Verunsicherung und Angst. Meinem Eindruck nach herrscht seit mehreren Jahren eine Kultur der „Trennungen“: Mitarbeiter verschwinden recht häufig und schnell, teils von heute auf morgen, ohne transparente Kommunikation. Dies führt dazu, dass sich Angestellte in die Teams zurückziehen und versuchen, unsichtbar zu bleiben. Ironischerweise wird genau dieses Rückzugsverhalten dann wiederum von der Führung negativ sanktioniert. Ein Teufelskreis aus Misstrauen und Erwartungsunsicherheit.

Image

Das Unternehmen investiert viel in ein positives mediales Image. Meinem Empfinden nach spiegelt dieses Bild jedoch nicht die internen Herausforderungen und die vorherrschende Kultur wider.

Work-Life-Balance

Hängt stark von der Rolle ab.

Karriere/Weiterbildung

In einem Unternehmen, das von Wissensarbeit lebt, wirkt das Verständnis dafür, wie modernes Lernen und Wissensaufbau funktionieren, mE erstaunlich unterentwickelt. Zusätzlich hilft es auch hier wieder, eine Führungskraft mit entsprechendem Einfluss zu haben, die einem im besten Fall einfach alles bezahlt.

Gehalt/Benefits

Stark unterschiedlich und für mich zum Teil nicht nachvollziehbar, weshalb. Anscheinend muss man gut verhandeln können oder "Glück" mit der Führungskraft haben.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ist hier nicht im Gespräch.

Kollegenzusammenhalt

Innerhalb der unmittelbaren Teams ist der Zusammenhalt gut. Man stützt sich gegenseitig. Die seit Jahren andauernde, allgemeine Verunsicherung im Unternehmen erschwert jedoch eine unbeschwerte Zusammenarbeit über die eigenen Teamgrenzen hinaus.

Umgang mit älteren Kollegen

Ich habe nicht gesehen, dass sich jemand mit den Herausforderungen, welche ältere KollegInnen in der Branche und dem Berufsfeld erfahren, auseinandergesetzt hätte.

Vorgesetztenverhalten

Widersprüchlich und von Micromanagement geprägt. Während nach außen „Mündigkeit“ und „Selbstorganisation“ propagiert werden, fehlen intern klare Leitplanken und Strukturen. Aufgaben werden teils wie „Hausaufgaben“ verteilt. Kritisch empfand ich, dass Führungskräfte primär den Ist-Zustand und Defizite beschreiben, insbesondere der Teams. Aber wenig Vision oder Zielbilder vermitteln welche auch die Führungsebene berührt. Wertschätzung scheint in der Führungsebene eher als „Bremse“ denn als Motivator verstanden zu werden.

Arbeitsbedingungen

Alles auf dem neuesten Stand. Am Ende für mich aber auch nichts Wert, wenn die Atmosphäre nicht passt und die Menschen Angst haben.

Kommunikation

Meiner Wahrnehmung nach klafft eine weite Lücke zwischen der modernen Außendarstellung (z. B. auf LinkedIn) und der internen Realität. Die Kommunikation wirkte auf mich oft widersprüchlich: Während offiziell ein positives Bild vermittelt wurde, empfand ich den internen Druck als sehr hoch.
Besonders irritierend war die Diskrepanz im Feedback: In persönlichen Gesprächen oder via Messenger gab es oft positives, fast schon freundschaftliches Feedback, das jedoch im krassen Gegensatz zu den tatsächlichen strategischen Entscheidungen oder dem Rückhalt durch die Führungsebene stand. Ich hatte den Eindruck, dass man sich im Ernstfall nicht auf die Unterstützung der Vorgesetzten verlassen kann.

Gleichberechtigung

Es gab ein paar Fälle in denen Frauen aus der Elternzeit zurückgekommen sind, und nicht in ihre Ursprungsrolle zurückkehren konnten. Mitunter auch Führungsrollen. Das hinterlässt einen Beigeschmack.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben an sich können spannend sein, leiden aber unter den losen formalen Strukturen. Ohne klare Führungsvorgaben entstehen Reibungsverluste, für die am Ende oft die Teams verantwortlich gemacht werden, was die Motivation dämpft.

HilfreichHilfreich?6Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Johanna Siepmann, Talent Acquisition Managerin
Johanna SiepmannTalent Acquisition Managerin

Vielen Dank für deine ausführliche und differenzierte Bewertung sowie die Zeit, die du dir dafür genommen hast. Dein offenes Feedback und die konkreten Beispiele helfen uns, unterschiedliche Perspektiven besser zu verstehen und einzuordnen.

Es tut uns leid zu lesen, dass du deine Zeit bei uns von Unsicherheit, fehlender Transparenz und widersprüchlicher Führung geprägt erlebt hast. Insbesondere die Themen Feedbackkultur, Trennungsprozesse und das Erleben von Micromanagement nehmen wir sehr ernst. Wir verstehen, dass fehlende Einordnung insbesondere in Trennungsprozessen verunsichern kann. Gleichzeitig setzen uns arbeits- und datenschutzrechtliche Vorgaben hier klare Grenzen, sodass wir Hintergründe nicht offenlegen dürfen. Umso wichtiger ist es uns dennoch, im Teamkontext so viel Orientierung wie möglich zu geben und Veränderungen verantwortungsvoll zu begleiten.

Deine Hinweise zur Diskrepanz zwischen Selbstorganisationsanspruch und gelebter Praxis, zu klaren Leitplanken für Führung sowie zu einer echten Fehlerkultur mit Verantwortung auf allen Ebenen sind für uns wichtige Impulse. Auch die angesprochenen Punkte zu Gleichberechtigung nach der Elternzeit, zur Nachvollziehbarkeit von Gehalt sowie zu Entwicklungsmöglichkeiten und Lernen greifen wir auf. Chancengleichheit, transparente Vergütungsstrukturen und individuelle Weiterentwicklung sind für uns wesentliche Bestandteile unserer Unternehmenskultur und fest in unseren Prozessen verankert.

Gleichzeitig freut es uns, dass du den Zusammenhalt in den Teams und die inhaltlich spannenden Aufgaben positiv hervorhebst.

Dass du Anspruch und Wirklichkeit als nicht deckungsgleich erlebt hast, nehmen wir als klaren Auftrag, weiter an Struktur, Kommunikation und Vertrauen zu arbeiten. Gerade in Phasen von Veränderung ist es unser Ziel, Orientierung zu geben und Entscheidungen nachvollziehbar zu machen! Dazu gehört auch, Führung kontinuierlich weiterzuentwickeln und Verantwortung klar zu adressieren. Für deinen weiteren Weg wünschen wir dir alles Gute und danken dir nochmals für deine offenen Worte.

Moderne Fassade, kontrollierende Führung und Misstrauen innen

2,0
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Europace AG in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Remote-Arbeit
- flexible Arbeitszeiten

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- fehlende moderne Führungskultur: Führung oft hierarchisch anstatt auf Augenhöhe
- unsichere Arbeitsatmosphäre
- keine echte Feedback- und Konfliktkultur wahrnehmbar

Verbesserungsvorschläge

- moderne Führungskompetenzen entwickeln und schulen
- Entscheidungen anhand transparenter Kriterien
- Mitarbeitende aktiver in Veränderungen einbinden
- Mehr Eigenverantwortung statt Kontrolle fördern
- Expertenwissen der Mitarbeitenden nutzen

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist von Unsicherheit und Misstrauen geprägt – viele Kolleginnen und Kollegen zögern abweichende Meinungen offen anzusprechen.
Micromanagement ist in vielen Bereichen spürbar und mindert nachhaltig die Motivation, während Eigeninitiative und Engagement selten anerkannt oder gefördert werden. Vertrauen ist schwierig, da man genau abwägen muss, wem man sich anvertrauen kann. Offene und ehrliche Zusammenarbeit ist immer schwerer möglich.
Auch in Teams, die früher noch gut funktionierten, verschlechtert sich die Atmosphäre, weil Team Leads zunehmend die Haltung höherer Ebenen übernehmen.
Es kam mehrmals vor, dass Mitarbeitende plötzlich ohne Ankündigung oder Erklärung verschwanden, was das Gefühl verstärkt, dass es jeden treffen könnte.
Eine Rechtsschutzversicherung für Arbeitsrecht ist empfehlenswert.

Image

Die Außendarstellung des Unternehmens vermittelt ein sehr positives Bild, das aus meiner Erfahrung jedoch nicht mit dem tatsächlichen Arbeitsalltag übereinstimmt. Trotz spürbarer Unzufriedenheit herrscht Zurückhaltung, Veränderungen aktiv anzusprechen und anzugehen. Langjährige Mitarbeitende äußern sich häufig kritisch zu Entwicklungen der letzten Jahre.

Work-Life-Balance

Die Möglichkeit voll remote zu arbeiten ist ein Pluspunkt. Auch auf familiäre Termine (Kind abholen etc.) wird Rücksicht genommen. Gleichzeitig ist auch hier mehr und mehr Druck zu spüren.
Durchgängige Erreichbarkeit wird von den Teams erwartet.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt offiziell einen Zeitrahmen für Weiterbildung, der in der Praxis aufgrund der hohen Arbeitsbelastung jedoch nur schwer nutzbar ist. Weiterbildungen müssen in der Regel selbst organisiert werden.
Karrierepfade sind wenig transparent oder fehlen teilweise.

Gehalt/Benefits

Das Gehaltsniveau ist insgesamt in Ordnung, steht aber teilweise nicht in angemessenem Verhältnis zur individuellen Leistung und Verantwortung.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es sind keine klaren Maßnahmen oder Strategien zu erkennen.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt hängt stark vom jeweiligen Team ab. Zunehmend ziehen sich Mitarbeitende in ihre Teams zurück und fokussieren sich auf sich selbst, sodass die gegenseitige Unterstützung abnimmt.

Vorgesetztenverhalten

Führung ist in vielen Bereichen stark durch Kontrolle und Druck geprägt. Fachliche oder menschliche Unterstützung tritt dabei oft in den Hintergrund.
Micromanagement ist weit verbreitet und behindert die tägliche operative Arbeit. Die Motivation und Eigeninitiative der Mitarbeitenden wird nicht gefördert oder wertgeschätzt.
Konflikt- und Kritikfähigkeit werden selten gelebt. Am besten nicht widersprechen oder auffallen, ansonsten kann es ungemütlich werden. Vorhandene Führungsprinzipien werden in der Praxis wenig sichtbar umgesetzt.

Arbeitsbedingungen

Die Möglichkeit zur Remote-Arbeit und die technische Ausstattung sind gut.
Prozesse und eingesetzte Technologien variieren zum Teil recht stark zwischen den Teams.

Interessante Aufgaben

Grundsätzlich bietet die Arbeit spannende Themen und Potenzial für Innovation. In der Praxis bleibt dafür jedoch aufgrund des hohen Drucks kaum Zeit. Echte Produktinnovationen sind kaum spürbar.


Umgang mit älteren Kollegen

Kommunikation

Gleichberechtigung

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Arbeitgeber-Kommentar

Johanna Siepmann, Talent Acquisition Managerin
Johanna SiepmannTalent Acquisition Managerin

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Erfahrungen so detailliert mit uns zu teilen. Es tut uns wirklich leid zu hören, dass du die Führungskultur, Arbeitsatmosphäre und Zusammenarbeit als von Kontrolle und Unsicherheit geprägt erlebt hast. Wir haben den klaren Anspruch, eine vertrauensvolle und wertschätzende Arbeitsumgebung zu schaffen. Deine konkreten Verbesserungsvorschläge nehmen wir sehr ernst. Moderne Führungskompetenzen, mehr Transparenz und Eigenverantwortung sind wichtige Themen für uns.

Gleichzeitig freut es uns zu lesen, dass du die Remote-Möglichkeiten, flexiblen Arbeitszeiten und die technische Ausstattung positiv bewertest. Das sind bewusst gestaltete Rahmenbedingungen, die wir gerne weiter ausbauen möchten.

Mehrfachbewertung

Strukturelle Schwächen, fehlende Klarheit und geringe Offenheit für Veränderung

1,0
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich IT bei Europace AG in Berlin gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

• Spannende Aufgaben mit großem Potenzial
• Möglichkeit zur Remote-Arbeit
• Moderne Technologien und Tools - abgesehen vom Code.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

• Geringe Offenheit für Veränderungen
• Unklare Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege
• Uneinheitliche Führungskultur
• Mangel an echter Feedback- und Lernkultur
• Unsichere und zurückhaltende Arbeitsatmosphäre
• Mobbing und Einschüchterung durch Führungskräfte

Verbesserungsvorschläge

• Gemeinsame Vision, Strategie und Ziele wären toll. Die Firma ist seit Jahren eher ziellos. Keine motivierenden ORKs oder Pläne.
• Klare Verantwortlichkeiten und Entscheidungsstrukturen etablieren
• Feedbackkultur stärken und Kritik konstruktiv nutzen
• Führungskräfte gezielt schulen und unterstützen
• Sympathie-basierte Entscheidungen durch transparente Kriterien ersetzen
• Prioritäten und Ziele eindeutiger kommunizieren
• Mitarbeitende aktiv in Veränderungsprozesse einbinden
• Weiterbildungsprogramme ausbauen und klar zugänglich machen
• Legacy ernster nehmen

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre wirkt von Unsicherheit und Zurückhaltung geprägt. Viele Mitarbeitende scheinen vorsichtig zu kommunizieren, was den Arbeitsalltag belastet und die Motivation mindert.

Image

Das externe Image wirkt positiver als die interne Wahrnehmung. Langjährige Mitarbeitende scheinen rückblickend eher kritisch zu sein.

Work-Life-Balance

Remote-Work ist ein deutlicher Pluspunkt. Allerdings erschweren viele Meetings und wechselnde Prioritäten eine gute Planbarkeit. Erwartete Zusatzaufwände sind nicht immer klar definiert.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsangebote scheinen begrenzt oder organisatorisch schwer zugänglich. Eine klare Strategie zur Kompetenzentwicklung ist nicht ersichtlich.

Gehalt/Benefits

Die Vergütung ist wettbewerbsfähig. Dennoch entsteht der Eindruck, dass ein höheres Gehalt nicht automatisch zu einer wertschätzenden Arbeitsumgebung führt und eher als Druckmittel dient.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es gibt keine klar wahrnehmbaren, strukturierten Maßnahmen im Bereich Umwelt oder soziale Verantwortung. Der Einsatz zahlreicher Tools wirkt teils ineffizient und umweltschädigend.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt innerhalb der Teams ist situationsabhängig. Einige unterstützen sich aktiv, andere wirken eher isoliert. Die allgemeine Vorsicht im Umgang miteinander hemmt eine offene Zusammenarbeit.

Umgang mit älteren Kollegen

Erfahrene Mitarbeitende scheinen seltener bevorzugt zu werden. Der Fokus liegt häufig auf jüngeren Kräften, was das Know-how älterer Mitarbeitender weniger nutzt.

Vorgesetztenverhalten

Führungskräfte erscheinen teilweise überlastet oder unzureichend eingebunden. Verantwortung und Entscheidungen sind uneinheitlich verteilt. Kritik von Mitarbeitenden wird nicht immer konstruktiv aufgegriffen.

Arbeitsbedingungen

Technische Ausstattung und Remote-Work sind positiv. Gleichzeitig fehlt es an klaren Prozessen, was die tägliche Arbeit verlangsamt und zu Unsicherheit führt.

Kommunikation

Formelle Kommunikation findet statt, jedoch häufig einseitig. Kritisches Feedback wird nur begrenzt angenommen. Entscheidungswege bleiben oft unklar, wodurch Missverständnisse entstehen.

Gleichberechtigung

Entscheidungen wirken gelegentlich stärker von persönlicher Sympathie beeinflusst als von objektiven Kriterien. Gleichbehandlung wird nicht immer konsequent wahrgenommen.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind grundsätzlich spannend und bieten Potenzial für Weiterentwicklung. Die tatsächliche Umsetzung wird jedoch durch strukturelle Hürden erschwert.

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Arbeitgeber-Kommentar

Johanna Siepmann, Talent Acquisition Managerin
Johanna SiepmannTalent Acquisition Managerin

Vielen Dank für dein umfassendes Feedback und die Zeit, die du dir dafür genommen hast. Gerade kritische Rückmeldungen helfen uns dabei, blinde Flecken zu erkennen und uns als Organisation zu entwickeln.

Die Punkte zu Führung, Kommunikation, Struktur und Weiterentwicklung nehmen wir ernst. Wir schauen darauf, wo wir Prozesse klarer gestalten, Entscheidungswege transparenter machen und unsere Feedbackkultur stärken können. Veränderungen brauchen Zeit, aber Hinweise wie deine sind wichtig, um die richtigen Schritte zu gehen.

Besonders wichtig ist uns der Punkt Mobbing und Einschüchterung. Solches Verhalten entspricht in keiner Weise unseren Werten und unserem Verständnis von Zusammenarbeit. Wir nehmen Hinweise auf grenzüberschreitendes Verhalten sehr ernst und gehen ihnen grundsätzlich nach. Unser Anspruch ist ein respektvolles Arbeitsumfeld, in dem verschiedene Meinungen geäußert werden können, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen.

Dass du die Aufgaben und die Remote-Work-Möglichkeiten positiv siehst, freut uns. Diese Aspekte sehen wir als wichtige Basis, um Zusammenarbeit und Entwicklung weiterhin aktiv zu gestalten.

Viel Potenzial, das an falscher Führung scheitert

1,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Europace AG in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Gehalt ist gut, und die Projekte haben grundsätzlich viel Potenzial.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Der Mangel an echter Führung, die Inkompetenz in der Entscheidungsfindung und die ständige Einmischung in operative Details

Verbesserungsvorschläge

• Führungskräfte sollten tatsächlich führen, anstatt sich in unnötige Details zu verlieren.
• Mitarbeiter*innen Raum geben, ihre Rollen auszufüllen und wirklich eigenverantwortlich zu arbeiten.
• Vertrauen in die Expertise der Angestellten setzen, anstatt sie kleinzuhalten.
• Micromanagement reduzieren und echte Selbstständigkeit fördern.
• Mehr auf Qualität achten, statt auf bloße Feature-Lieferung.
• Stärken der Mitarbeiter fördern, statt sinnlos Zeit in deren Schwächen zu investieren. Nicht alles ist änderbar.
Es herrscht eine Kultur, in der die Meinung der Mitarbeitenden keinen wirklichen Raum findet.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre ist durchwachsen. Obwohl viele Kolleg*innen menschlich und freundlich sind, herrscht ein starker Druck, sich in vordefinierte Strukturen zu fügen. Eigeninitiative und Kreativität werden nicht gefördert, sondern ausgebremst. Der Umgang mit mir fühlt sich an wie Mobbing nicht wie auf Augenhöhe.

Image

Das Image nach außen hin stimmt leider nicht mit der Realität überein. Intern gibt es viele Gruppen, die ähnlich unzufrieden sind, aber aus Angst vor Repressalien schweigen. Der Flurfunk außerhalb wird auch immer stärker. Es ist peinlich für die Firma zu arbeiten, ich kann auf nichts stolz sein.

Work-Life-Balance

Work-Life-Balance existiert theoretisch, praktisch aber schwierig durchzusetzen. Permanente Erreichbarkeit wird indirekt vorausgesetzt, man gezwungen, den Kommunikationskanälen zu folgen, sonst verpasst man etwas von den irrelevanten Informationen.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildung wird angeboten, aber meist muss man sich selbst drum kümmern. Ob man das Gelernte in der Praxis anwenden kann, ist fraglich, da starre Prozesse und veraltete Vorstellungen den Fortschritt bremsen.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist gut und wohl einer der Hauptgründe, warum viele bleiben.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es gibt wenig erkennbares Engagement im Bereich Umwelt oder soziales Bewusstsein. Themen wie Nachhaltigkeit scheinen keine Priorität zu haben, zumindest wird das intern nicht kommuniziert oder gefördert. Soziale Verantwortung wird oberflächlich behandelt, aber es fehlt an konkreten Maßnahmen.

Kollegenzusammenhalt

Die Teams selbst können angenehm sein, aber die allgemeine Stimmung leidet unter dem Druck von oben. Viele sind mit der Situation unzufrieden, aber die meisten ziehen sich aus Angst vor negativen Konsequenzen und mentalen Folgen zurück.

Umgang mit älteren Kollegen

Es gibt keine erkennbare Diskriminierung älterer Mitarbeitender, aber auch keine besondere Förderung. Es zählt in erster Linie, wie gut man sich an das System anpasst, unabhängig vom Alter.

Vorgesetztenverhalten

Je weiter nach oben, desto weniger haben Führungskräfte Ahnung von echter Führung. Micromanagement ist allgegenwärtig, Eigenverantwortung wird nur gepredigt, aber nicht wirklich gelebt. Kritik wird ignoriert und auf dich zurück reflektiert. Es wird erwartet, dich auf deren unteren Niveau einzuordnen und alles zu akzeptieren. Sei nur nicht erfahrener, das mögen sie überhaupt nicht. Die wirklichen Helden, sind einige wenige Mitarbeiter, die nicht in der Führung sind. Ohne diese würde es Europace nicht mehr geben.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind leider mangelhaft. Die zur Verfügung gestellten Tools sind veraltet oder unzuverlässig, was die Arbeit erheblich behindert. Ständige technische Probleme mit VPN, Headsets und Software sowie Incidents sind an der Tagesordnung. Die Hardware ist zwar gut, aber oft durch ungeschickte IT-Setups überlastet. Externe Mitarbeitende erhalten deutlich bessere Arbeitsbedingungen als interne.

Kommunikation

Transparenz wird großgeschrieben, allerdings in einer Weise, die oft überfordernd ist. Wichtige Entscheidungen finden hinter verschlossenen Türen statt, während man mit einer Flut irrelevanter Informationen überschüttet wird.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung wird oberflächlich beachtet, aber letztlich entscheidet oft der lauteste, nicht der kompetenteste Mitarbeitende, den man gut kontrollieren kann über den Erfolg. Externe Kräfte werden bevorzugt behandelt.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind grundsätzlich spannend und herausfordernd, jedoch wird durch ständige Einmischung und starre Prozesse verhindert, dass man diese eigenverantwortlich und produktiv bearbeiten kann. Brände hinter den Kulissen werden erfolgreich akzeptiert.

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Arbeitgeber-Kommentar

Johanna Siepmann, Talent Acquisition Managerin
Johanna SiepmannTalent Acquisition Managerin

Vielen Dank für dein ehrliches Feedback. Es tut mir leid zu hören, dass du negative Erfahrungen mit der Führung und den Arbeitsbedingungen gemacht hast.

Wir schätzen dein Lob hinsichtlich des Gehalts und des Potenzials der Projekte. Deine Vorschläge zur Verbesserung der Führungsqualität und zur Förderung von Eigenverantwortung sind äußerst wichtig. Wir sind uns bewusst, dass Micromanagement und fehlendes Vertrauen in die Expertise der Mitarbeiter hinderlich sind und werden daran arbeiten, diese Aspekte zu verbessern. Wir möchten, dass alle Mitarbeitenden die Möglichkeit haben, ihre Meinungen einzubringen und sich aktiv an der Gestaltung unserer Kultur zu beteiligen.

Vielen Dank, dass du uns auf diese wichtigen Themen aufmerksam machst. Bei weiteren Impulsen oder Rückfragen melde dich gerne bei mir: johanna.siepmann@europace.de

Dieser Kommentar bezieht sich auf eine frühere Version der Bewertung.

Cooles Unternehmen mit Potential - eine Transparente, ehrliche und realistische Bewertung die nicht nur 1 oder 5 ist.

4,4
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Europace AG in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ich habe das Gefühl, dass den Vorständen das Unternehmen und die Mitarbeitenden wirklich am Herzen liegen. Es wird versucht, langfristig partnerschaftlich erfolgreich zu sein. Ich habe auch den Eindruck, dass das Unternehmen sehr sozialverträglich im Sinne der Arbeitnehmenden eingestellt ist – vielleicht manchmal sogar etwas zu sehr.

Des Weiteren finde ich die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf sehr bemerkenswert, die durch die flexiblen Arbeitszeiten sowie das Family Office mit Bällebad ermöglicht wird.

Zu guter Letzt möchte ich hervorheben, dass ich es großartig finde, dass Mitarbeitende die Möglichkeit haben, 100 % remote zu arbeiten, und dass das Unternehmen die Remote-Mitarbeitenden für das Sommerfest und die Weihnachtsfeier durch Dienstreisen ins Büro einlädt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Nach meinem Gefühl gibt es im Hypoport-Konzern (Muttergesellschaft von Europace) nicht viele Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden 100 % Remote-Arbeit ermöglichen. Aus diesem Grund gibt es, wie bereits erwähnt, einige Angebote, die nur für Mitarbeitende vor Ort konzipiert sind, zum Beispiel Obstkörbe, Softgetränke, Joghurts, Gesundheitstage mit Check-up im Büro und kostenlosen Impfungen, After-Works etc. An dieser Stelle habe ich mich – und ich weiß, dass es Kollegen & Kolleginnen gibt, die sich ähnlich fühlen – als Mitarbeitender zweiter Klasse gefühlt. Ich habe den Eindruck, dass viele Angebote des Konzerns noch nicht auf Remote-Worker ausgelegt sind. Hier würde ich mir wünschen, dass Europace sich gegenüber dem Konzern dafür einsetzt, auch bei diesen Angeboten die Remote-Kollegen & Kolleginnen
stärker zu berücksichtigen. Trotzdem schätze ich die Möglichkeit, 100 % remote arbeiten zu können, sehr und hoffe, dass diese Option weiterentwickelt und mit passenden Benefits ergänzt wird.

Wie oben beschrieben, finde ich es zudem kritisch, dass Mitarbeitende mit Remote-Verträgen keine Bildschirme gestellt bekommen. Dies schränkt die Produktivität erheblich ein, und ich kann es nicht nachvollziehen, da meines Erachtens ansonsten alle Mitarbeitenden immer mit den besten Tools und der besten Ausstattung versorgt werden.

Verbesserungsvorschläge

Wie bereits erwähnt, gibt es schon einige sehr gute Benefits, wie z. B. Workation oder Flexurlaub. Allerdings könnten diese noch verbessert werden. Zum Beispiel bieten andere Unternehmen anstelle von Workation 180 Tage Flex Work an, bei denen man von fast überall auf der Welt arbeiten kann. Dies wäre eine deutliche Verbesserung des bestehenden Benefits.

Wie oben erwähnt, fände ich eine leistungsbezogene Vergütung sowie die Möglichkeit einer bezuschussten Mitarbeiterbeteiligung großartig. Dies könnte langfristig die Bindung von Mitarbeitenden an das Unternehmen stärken.

Auch wäre es sinnvoll zu prüfen, ob Mitarbeitenden ein Zuschuss zum Internet gezahlt werden kann. Da alle Mitarbeitenden die Möglichkeit des Mobile Work haben, könnte zudem ein steuerfreier Zuschuss für das Homeoffice eingeführt werden. Solche Varianten könnten helfen, mehr Netto vom Brutto zu erzielen.

Diese Maßnahmen könnten Europace nicht nur als noch attraktiven Arbeitgeber positionieren, sondern auch die Zufriedenheit und Bindung der Mitarbeitenden weiter stärken.

Arbeitsatmosphäre

Ich nehme die Arbeitsatmosphäre in meinem Team und im Verhältnis zu meinen Führungskräften als sehr gut, positiv und äußerst wertschätzend wahr. Persönlich habe ich kaum Probleme, meinem Vorgesetzten die ehrliche und ungeschönte Wahrheit zu sagen. Insgesamt habe ich jeden Tag Spaß bei der Arbeit. Wäre dies nicht der Fall, wäre ich auch nicht mehr hier.

Image

Ich habe das Gefühl, dass die Mitarbeitenden stolz darauf sind, bei Europace zu arbeiten, und dies auch nach außen tragen. Ich bin es auf jeden Fall.

Work-Life-Balance

Wenn ich mich mit Freunden unterhalte, stelle ich fest, dass es wenige Arbeitgeber gibt, die so gut Work-Life-Integration erlauben wie Europace. Ich erlebe häufig, wie die Kinder von Kollegen kurz im Meeting auftauchen, wenn sie etwas für sie Wichtiges sofort klären müssen. Auch erlebe ich, wie Kollegen rechtzeitig Meetings verlassen oder auch Meetings absagen, weil sie ihre Kinder von der Schule oder Kita abholen müssen, und dies ist weithin akzeptiert. Durch maximal flexible Arbeitszeiten ist es häufig auch im Team möglich, die Arbeitszeit so zu legen, dass man viel Zeit mit seiner Familie verbringen kann. Ich habe noch nie das Gefühl gehabt, dass ich im Urlaub meine Nachrichten lesen müsste. Ich nehme in der Tat von Zeit zu Zeit drei Wochen Urlaub, ohne meine Nachrichten zu lesen. Ich erlebe natürlich auch, dass es Kollegen und Kolleginnen
gibt, die mit diesem Modell nicht gut umgehen können und deutlich mehr arbeiten, als vertraglich vereinbart, und auch immer im Urlaub oder spät abends noch erreichbar sind. Bei diesen Kollegen besteht natürlich die Gefahr für einen Burnout. Ich hatte erst überlegt, aus diesem Grund einen Stern abzuziehen, allerdings sind wir alle erwachsen.

Karriere/Weiterbildung

Generell stehen einem bei Europace alle Türen offen. Durch die Holakratie ist es manchmal jedoch nicht klar, welche Chancen und Möglichkeiten man langfristig im Unternehmen hat, da es hier nicht unbedingt einen klaren Weg gibt. Insgesamt glaube ich jedoch, dass es hier mehr Chancen und Wege gibt als in klassischen Unternehmen. Das Unternehmen übernimmt Fort- und Weiterbildungskosten, allerdings muss man sich häufig selbst darum kümmern und Initiative ergreifen. Für mich ist das ein passendes Modell, für andere allerdings vielleicht nicht.

Gehalt/Benefits

In manchen Positionen ist das Gehalt sehr gut, in anderen liegt es unter dem Marktdurchschnitt. Ich habe schon mehrfach Angebote erhalten, bei denen ich einen signifikanten Gehaltssprung hätte machen können – bin aber wegen der Atmosphäre, dem Team und den Menschen geblieben. Bei vielen der Leistungen, die vom Konzern organisiert werden (wie z. B. die Gesundheitstage), sind Mitarbeitende, die 100 % remote arbeiten, außen vor, da sie nicht am Standort sind. Insgesamt fände ich es gut, wenn es eine leistungsabhängige Komponente in der Vergütung gäbe oder wenn Mitarbeitende die Chance hätten, am Unternehmenserfolg teilzuhaben – beispielsweise durch die Umwandlung eines Teils des Gehalts in vergünstigte Aktien.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ich nehme ein hohes Umwelt- und ein noch höheres Sozialbewusstsein wahr. Ich habe erlebt, wie das Unternehmen Mitarbeitenden, die sich Urlaub genommen hatten, um bei den Special Olympics World Games ehrenamtlich zu helfen, den Urlaub zurückgeschenkt hat. Auch bei Kündigungen, selbst in der Probezeit, versucht das Unternehmen äußerst sozialverträglich zu handeln. So habe ich erlebt das Mitarbeitende bei Probezeitkündigungen zum Jahresende vor den Feiertagen mit verlängerter Frist gekündigt und freigestellt wurden, damit sie sich in Ruhe etwas Neues suchen können.

Kollegenzusammenhalt

Auch hier nehme ich den Zusammenhalt in meinem direkten Umfeld und Team als sehr stark wahr. Allerdings habe ich das Gefühl, dass in Teams außerhalb meines eigenen manchmal mehr über Kolleginnen und Kollegen gesprochen wird, anstatt direkt mit ihnen zu kommunizieren.

Umgang mit älteren Kollegen

Siehe Gleichberechtigung

Vorgesetztenverhalten

Ich komme sehr gut mit meinem Vorgesetzten aus und habe ein sehr offenes und ehrliches Verhältnis zu ihm/ihr. Ich kann jederzeit Entscheidungen hinterfragen oder Gründe anzweifeln, auch wenn dies nicht zwingend zu einer Änderung führt. Ich empfinde eine hohe psychologische Sicherheit, auch meinem Vorgesetzten transparent zu kommunizieren, wenn wir Ziele nicht erreichen.

Arbeitsbedingungen

Das Büro ist äußerst gut ausgestattet. Ich bin allerdings als Remote-Mitarbeiter eingestellt und deswegen nicht so häufig vor Ort. Die Hardware für Entwickler ist mehr als ausgezeichnet. Entwickler erhalten hier vernünftige moderne Tools, wie IDEs von Jet Brains und auch Github Copilot Lizenzen, zudem sind moderne Tools wie Miro, ein eigener GenAI Chatbot, Slack, Google Workspace, etc. als Produktivitätssteiger vorhanden. Einziger Kritikpunkt könnte sein, dass Entwickler, die remote arbeiten und nicht am Standort sind, keine Bildschirme gestellt bekommen.

Kommunikation

Europace ist als Arbeitgeber sehr transparent. Nach meinem Gefühl werden alle wichtigen Informationen zeitnah und offen an alle Mitarbeitenden verteilt. Ich persönlich nehme wahr, dass nur sehr wenige Informationen den Mitarbeitenden vorenthalten werden – vor allem in Fällen, in denen dies aus rechtlichen Gründen nicht möglich ist, da der übergeordnete Konzern börsennotiert ist.

Gleichberechtigung

Ich bin als deutscher weißer Mann vermutlich nicht so aufmerksam und empfänglich für mangelnde Gleichberechtigung. Mir persönlich ist noch nie aufgefallen, dass jemand aufgrund von irgendwelchen Merkmalen benachteiligt wurde. Dennoch halte ich es für essenziell, dass wir als Unternehmen ein Umfeld schaffen, in dem Diskriminierung keinen Platz hat.

Interessante Aufgaben

Natürlich kann es nicht nur spannende Aufgaben geben, und in einem Unternehmen, das so lange am Markt ist, existieren natürlich auch einige Legacy-Systeme und Legacy-Code. Insgesamt, wenn ich das Ganze allerdings mit der Branche vergleiche, sind wir sehr modern aufgestellt und arbeiten mit interessanten, state-of-the-art Technologien.

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Arbeitgeber-Kommentar

Johanna Siepmann, Talent Acquisition Managerin
Johanna SiepmannTalent Acquisition Managerin

Vielen lieben Dank für dein ausführliches und ehrliches Feedback! Es freut uns sehr, dass du unsere Werte so schätzt. Besonders schön ist, dass du die Atmosphäre, den Zusammenhalt und die Offenheit im Team als so positiv wahrnimmst.

Deine Hinweise zu Verbesserungen, vor allem für Remote-Mitarbeitende, sind sehr wertvoll. Danke auch für die konkreten Vorschläge – sie helfen uns, noch besser zu werden.

Es ist toll, dich im Team zu haben, und wir freuen uns, gemeinsam weiter an einem großartigen Arbeitsplatz zu arbeiten! 😊

Mehrfachbewertung

Veränderungen mit negativer Auswirkung

1,4
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Europace AG in Berlin gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das was europace sagt, wie es sein will. Wenn es dies auch leben würde, das wäre großartig.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Wie europace aktuell ist. Diese Veränderung ist nicht neu. Dennoch passiert nichts seit längerer Zeit. Ist das dem Vorstand bekannt und es wird toleriert?

Verbesserungsvorschläge

Toxische Führung darf nicht toleriert werden. Es schadet den Menschen und damit dem Unternehmen.

Arbeitsatmosphäre

Innerhalb des Teams gut. Außerhalb geprägt durch toxische Führung, wo der eigene Mangel auf das Gegenüber übertragen wird. Die Machtposition wird gnadenlos ausgenutzt und Druck gemacht. Es macht Angst, dass das zugelassen wird.

Image

Nach außen sehr anders als nach innen. Das innovative ist in dem aktuell Umfeld nicht möglich, Raum für Fehler und Kreativität existiert nicht. Die tatsächlichen Experten werden nicht gefragt oder ignoriert. Die eigene Meinung ist das Maß aller Dinge.

Work-Life-Balance

Schwierig aufgrund der starken Veränderung seit der neuen Führungsriege. Offiziell ist das wichtig, praktisch aufgrund steigender workload nicht umsetzbar.

Karriere/Weiterbildung

Theoretisch. Praktisch kaum machbar, da der workload nicht abnimmt.

Gehalt/Benefits

Okay

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Theoretisch. Gut sind die Statement zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen.

Kollegenzusammenhalt

Ja, innerhalb des Teams. Außerhalb, auf der höheren(!) Ebene, dysfunktional.

Umgang mit älteren Kollegen

Normal

Vorgesetztenverhalten

Es fehlt an Vorbildern, echter Unterstützung und Befähigung. Stattdessen wird mangelnde an Führung und Kompetenz durch Mikromanagement kompensiert. Die eigenen Defizite werden auf einen übertragen, lassen kaum Möglichkeiten. Recht machen kann man es nicht. Es wird erwartet das zu allem ja gesagt wird, selber denken braucht man nicht, Raum für Diskussion und eigene Meinung gibt es nicht.
Der Kündigungsgedanke ist seit der Veränderung wiederkehrend.

Arbeitsbedingungen

Hierarchie und Machtpositionen schaffen Kritiklosigkeit, Sinnlosigkeit, Unantastbarkeit.

Kommunikation

Die wöchentlichen All Hands dienen der Transparenz. Hier wird hauptsächlich performt.

Gleichberechtigung

Theoretisch. Kompetenz scheint kein Kriterium zu sein.

Interessante Aufgaben

Die Projekte und Themen sind grundsätzlich interessant und haben Potenziale. Wenn nur tatsächlich nach den europace Werten und Prinzipien gearbeitet werden könnte...

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Arbeitgeber-Kommentar

Johanna Siepmann, Talent Acquisition Managerin
Johanna SiepmannTalent Acquisition Managerin

Vielen Dank für dein wertvolles Feedback.

Es ist sehr schade, dass du die letzten Veränderungen als negativ empfindest und die Führungskultur als nicht im Einklang mit unseren Werten siehst. Dein Feedback zur Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität, besonders in Bezug auf Führung, Zusammenarbeit und Kreativität, ist wertvoll für uns.

Wir nehmen den Hinweis auf toxische Führung und fehlende Unterstützung sehr ernst und setzen uns dafür ein, eine respektvolle und förderliche Arbeitsumgebung zu schaffen. Auch die Herausforderungen bei Work-Life-Balance und persönlicher Weiterentwicklung sind uns bewusst, und wir werden daran arbeiten, eine nachhaltige Lösung zu finden.

Vielen Dank, dass du den Kollegenzusammenhalt und die Qualität unserer Projekte hervorhebst. Wir möchten diese positiven Aspekte weiter stärken und eine offene, vertrauensvolle Kultur fördern, die alle Mitarbeitenden unterstützt.

Wir nehmen dein Feedback ernst und werden gezielte Maßnahmen ergreifen, um näher an unseren Werten zu arbeiten. Bei weiteren Impulsen oder Rückfragen melde dich gerne bei mir: Johanna.siepmann@europace.de

Potential stifled by toxic leadership and overload

1,6
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Europace AG in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Remote work is also well-supported, offering flexibility in how you work.
It was a great environment, but there has been a change to the worse.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Management is overly involved in operational details, weakening team efficiency. A specific leader shows signs of toxic behavior, which negatively impacts the workplace and raises questions about why this is tolerated. Additionally, ever-increasing tasks and demands make balancing priorities nearly impossible.

Verbesserungsvorschläge

Leaders should focus on strategy and delegate more responsibilities, fostering a culture of trust. They need to reduce micromanagement and set more realistic expectations for workload.

Arbeitsatmosphäre

It strongly depends. Despite supportive colleagues, the rigid structure limits creativity, adding stress. The high workload makes it challenging to maintain a positive and productive atmosphere.
The lack of longterm vision, only focussing on profit, makes it hard to find motivation in the daily work.

Image

Externally, the company appears solid, but internally, dissatisfaction is widespread. Toxic leadership and overwhelming workloads are key issues that remain unaddressed.

Work-Life-Balance

Although the company promotes balance, the constantly growing list of tasks and excessive demands make this almost impossible to achieve.

Karriere/Weiterbildung

While time for professional development is theoretically available, the volume of tasks often leaves little to no time for further learning and growth.

Gehalt/Benefits

Compensation remains a key driver for retention, as many stay due to the pay despite other challenges. The salary is paid on time.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Although there is a project aimed at social initiatives, the company’s primary focus remains on revenue and profit, with limited attention to broader social and environmental responsibilities.

Kollegenzusammenhalt

Top-down pressure affects morale, and the lack of accountability for toxic leadership discourages open discussions. The growing workload further strains collaboration. Missing trust leads to isolation, thinking oneself is the only person with that perspective.

Vorgesetztenverhalten

0 stars are not possible.
Leaders micromanage, ignoring the need for fostering independence. That and the missing trust destroys the team spririt and morale.
The company's ongoing tolerance of toxic behavior of certain leaders raises concerns.
Additionally, new managers in leading positions seem to work with their previous working background and hierarchical perspective, not adapting to the values, principles and mechanisms Europace built over years.

Arbeitsbedingungen

Working in an open-plan office makes it difficult to concentrate, though the option for remote work helps balance this challenge.

Kommunikation

While there is an excess of irrelevant information, important decisions are often made without transparency so that employees are not kept in the loop.

Gleichberechtigung

Equality is not consistently enforced; competence does not seem to be of relevance regarding promotion.

Interessante Aufgaben

The tasks are interesting, but rigid procedures and constant managerial interference reduce efficiency. The ever-increasing workload further compounds the issue, making it harder to engage fully with the work.


Umgang mit älteren Kollegen

HilfreichHilfreich?3Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Johanna Siepmann, Talent Acquisition Managerin
Johanna SiepmannTalent Acquisition Managerin

Thank you for your honest feedback. I’m sorry to hear about your challenges with leadership and workload. We take your concerns about toxic behavior and micromanagement seriously, as they hinder team spirit and creativity.

Your suggestions for leaders to focus on strategy and delegate responsibilities are invaluable. We are committed to improving communication, promoting equality, and ensuring a supportive environment where everyone can thrive. Thank you for bringing these issues to our attention; we will work on addressing them.

Please feel free to reach out to me: Johanna.siepmann@europace.de

Wo Licht ist, ist auch Schatten - wohin man sich stellt und ob man sich mit dem Licht bewegt, hat man selbst in der Hand

3,6
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Marketing / Produktmanagement bei Europace AG in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Chance für jeden MA, seinen eigenen "Great place to work" zu schaffen!

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

geringe Synergien innerhalb des Konzerns und oft unklare Strategien und Visionen. Keine Vorsorge in guten Zeiten für Kehrtwenden im Markt.
Hinsichtlich Weiterempfehlung: Weiterempfehlung an Freunde bedeutet für mich zu sagen: "Verlass Deinen AG, bei uns ist es besser". Ich rede hier also von echten Freunden, nicht von Bewerbern oder Bekannten, die aktuell eh ihren AG verlassen möchten und eh etwas suchen. Aufgrund der aktuellen finanziellen Lage des Konzerns kann ich das einfach nicht tun. Vor einem Jahr war das noch anders (siehe auch Hypoport IR Mitteilung und bilanzielle Entwicklung).

Verbesserungsvorschläge

Verbindet die Unternehmungen wieder strategisch miteinander für ein "Großes Ganzes", natürlich ohne die individuellen Stärken zu vernachlässigen. Schafft für die Mitarbeiter:innen wieder ein gutes Gefühl, Teil von Hypoport/Europace zu sein und wertschätzt in guten Zeiten die aktuell hingenommenen Einschränkungen. Mehr ehrliche Transparenz von oben nach unten zu Entscheidungen und Strategien schaffen.

Arbeitsatmosphäre

Es gibt ein leichtes Gefälle auf den Produktkreisen nach oben. Man arbeitet ja aber größtenteils in seinem Team. Da ist es meist so gut, dass auch gern private Zeit in Teamtreffen investiert wird, weil man sich mag. Ist dies nicht so, hat man es selbst in der Hand, das Team zu wechseln.

Image

Hat durch die Baufi-Krise gelitten, zuvor aber auch schon zweigeteilt. Die führenden Marken des Konzerns sind in der Verbraucherwahrnehmung super. Das Image bei Geschäftspartnern ist auf der Beziehungs- und Innovationsebene gut, allerdings in der Umsetzung angekratzt. Vieles dauert zu lange, vielleicht auch durch zu viele Mitdiskutierer und zu wenig Macher oder aber auch mal strategische Umsetzungsanordnungen.

Work-Life-Balance

Auch hier liegt es in der Eigenverantwortung, da der Konzern alle Freiheiten gibt. Theoretisch könnte man seine Arbeitszeit auch ab 22 Uhr beginnen, den Morgen verschlafen und mit seinen Kindern nach Schulschluss Zeit verbringen. Auch wird das Thema von Führungskräften gefördert und immer wieder angesprochen. Unsere Vorstände leben dies auch vor. Die andere Seite der Medaille ist die aktuelle Situation, dass durch ausgesetztes Recruiting und parallelen Kündigungen die MA-Zahl kleiner wird und der Workload höher. Wer seine externen Kunden "liebt" macht aber eh mehr als 40 Stunden - hat aber auch Spaß dabei. Leider hat die Holding direkte Unterstützungen in eine APP verfrachtet und z.B. funktionierende Betriebssportgemeinschaften ins Abseits gedrängt.

Karriere/Weiterbildung

Wenn man selbst die Initiative übernimmt, gut möglich. Derzeit aber eingeschränkt durch die aktuellen Rahmenbedingungen des Konzerns

Gehalt/Benefits

Die Gehälter sind individuell aber dem Markt im Schnitt hinterher. Es gibt auch mal angeordnete 0-Runden, allerdings mit Ausnahmen "nach Nase" - offiziell natürlich Leistung. Wer verhandeln kann, wird gut bedient sein. Schade ist, dass man sich oft auch wie ein Bittsteller fühlt. Die Sozialleistungen sind unterdurchschnittlich. Hervorgehobene Punkte sind in den letzten 10 Jahren zum Standard geworden. Lediglich die Flexurlaub-Thematik scheint noch besonders zu sein (man kann sich Urlaubstage erkaufen).

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ist nur in den Köpfen der Mitarbeiter:innen, wird aber nicht sichtbar durch die Unternehmen getrieben.

Kollegenzusammenhalt

Natürlich auch teamabhängig, wer aber länger da ist, kennt auch in anderen Teams und Schwestergesellschaften sowie der Holding Personen, mit denen man mal auch ehrliche Worte sprechen kann. Was ich nicht erlebt habe ist Neid und Missgunst und es werden auch keine "Bomben" gestreut, die den Zusammenhalt stören könnten.

Umgang mit älteren Kollegen

Ich ziehe ein Stern ab, da Alter und Zugehörigkeit keine Rolle spielen. Ich weiß nicht, ob es gut ist, dass verdiente MA, die teils über 10 Jahre tolle Leistungen erbracht haben und dann 2 Jahre nicht mehr so performen zum Gehen bewegt werden. Allerdings macht dies auch den Platz für andere frei, die der gemeinsamen Sache mehr helfen. Zumindest gibt es so kein "Ausruhen auf Altlasten".

Vorgesetztenverhalten

Direkt liegt es natürlich an den Menschen und dies ist sehr divers. In teilen kann man sich seinen PeopleLead aber selbst aussuchen.
Wer aber PeopleLead wird oder ist, liegt oft weniger an der menschlichen Qualifikation. "Wer sich hervortut oder besondere Leistungen erbringt, muss doch auch eine gute FK sein.." leider ist dies ein Dilemma, was sich durch 80% der deutschen unternehmen zieht.

Arbeitsbedingungen

Die Ausstattung ist perfekt. Auch Dir aus, ob WIN oder MAC, HomeOffice, Großraumbüro oder Einzelkabine. Höhenverstellbare Schreibtische, große Monitore und rückenschonende Schreibtischstühle. Dazu Wasser und Softdrinks for free. Mehr geht in meinen Augen nicht, bzw. muss nicht sein.

Kommunikation

Innerhalb der Team klasse, in der Theorie auch über alle Ebenen. jedoch nimmt dort die Ehrlichkeit ab, wenn mal etwas nicht so klasse ist. So sind Schönredner und Ja-Sager sehr "laut". Die Position, zu kritisieren und gehört zu werden, muss man sich erarbeiten.

Gleichberechtigung

Es gibt keine Bevor- oder Benachteiligungen nach Geschlecht, Herkunft und/oder Beeinträchtigungen. Für das ggf. vorhandenen Gedankengut einzelner MA kann die Firma nichts. Sollte dies aber öffentlich werden und zum Nachteil anderer MA werden, bin ich mir 100% sicher, dass dieser MA nicht mehr lange für uns arbeiten wird.

Interessante Aufgaben

Hier kann ich nur sagen: Wenn man meint, keine interessanten Aufgaben zu haben, ist man selbst schuld. Die holakratische Organisation lässt einem genug Spielraum, um sich in interessante Rollen zu begeben, das Team zu wechseln oder einfach nur seinen Wunsch an fachliche oder disziplin. FK zu äußern. Natürlich gehören auch mal einfache Pflichtaufgaben dazu. Was soll den ein Regionalbahn-Triebfahrzeugsführer sagen, der jeden Tag 8x die gleiche Strecke bedient.

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Toller Arbeitgeber.

4,8
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Europace AG in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ich möchte gerne auf Teile der Bewertung mit 2,8 vom Juni 2020 eingehen. Als jemand, der sich bei Europace gerade eingelebt hat und total happy ist, habe ich das Bedürfnis die Firma ein wenig zu verteidigen ;)
- "altbackene Firmenkultur, nicht offen für Innovation" - Beides ist völliger Unsinn. War die Person überhaupt hier? Bei Europace wird eine progressive, moderne Kultur gelebt und offen für Innovation sind 90% der Leute hier allemal - das zeigt die rasante Adoption von neuen Methoden & Tools (an manchen Stellen muss man vielleicht eher sogar aufpassen, dass es nicht *zu* schnell geht).
- "ältere Belegschaft", "Mitarbeiter im fortgeschrittenen Alter", "90% der Mitarbeiter 'älter'" - Ich finde es merkwürdig, wie die Person das Alter der Belegschaft hervorhebt. Hat sie vorher nur in Startups gearbeitet, in denen es keine Menschen über 29 gab? Als Mitt-Dreißiger fühle ich mich hier jedenfalls pudelwohl. Vielleicht, weil ein Großteil der KollegInnen auch aus dieser Generation kommt, Familie hat und bereits eine gewisse Reife zeigt, die man woanders zum Teil vermisst.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Bisher zum Glück nichts.

Arbeitsatmosphäre

Es besteht ein hohes gegenseitiges Vertrauen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer; jedenfalls empfinde ich das bisher so. Ansonsten - lockerer und zugleich gepflegter Umgang miteinander; eine spürbare gemeinsame Motivation viel zu erreichen, ohne gegenseitigen Druck auszuüben.

Work-Life-Balance

Es gibt immer reichlich zu tun, aber man kann sich seine Zeit frei einteilen und ich habe noch niemals mitbekommen, dass es ein Problem wäre wenn mal jemand früher aufhört um sich um seine Kinder zu kümmern o.ä. Insgesamt haben hier sehr viele Leute eine Familie, und das merkt man.
Bei der Urlaubsplanung ist man auch völlig frei, solange man sich natürlich mit seinem Team abstimmt.
Die Vertrauensarbeitszeit funktioniert hier - man muss sich ohne 'Stempeluhr' nur halt selbst disziplinieren, nicht zu lange zu machen ;)

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umwelt- und Sozialbewusstsein sind hier kein Thema, sollten es aber überall sein - daher hier ein wenig Punktabzug.

Kollegenzusammenhalt

Im Team fantastisch. Zwischen den Teams ist es wie überall; es kommt halt auf die jeweiligen Menschen und Persönlichkeiten an, wie weit die KollegInnen organisatorisch voneinander entfernt sind etc.
Probleme sehe ich jedenfalls keine und Unterstützung bekommt man immer, wenn man sie braucht.

Vorgesetztenverhalten

Durch die Selbstorganisation hat man keine wirklichen Vorgesetzten im klassischen Sinne, aber natürlich gibt es Führungskräfte in der Firma. So wie ich das bisher mitbekommen habe, verhalten sich diese vorbildlich.

Kommunikation

Eine so gute und transparente Kommunikation habe ich sonst noch nirgendwo erlebt; bei den meisten Unternehmen hapert es hier. Europace bekommt das trotz beachtlicher Größe echt gut hin.

Interessante Aufgaben

Ich lerne hier wahnsinnig viel und kann mich in den Bereichen entfalten, die mich interessieren. Agilität ist hier ein hohes Gut und dadurch wird es sicherlich auch nie langweilig.


Image

Karriere/Weiterbildung

Gehalt/Benefits

Umgang mit älteren Kollegen

Arbeitsbedingungen

Gleichberechtigung

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Arbeitgeber-Kommentar

Romina Pfeiffer, Recruiting Lead
Romina PfeifferRecruiting Lead

Vielen Dank, für deine positive Bewertung und das du dir die Zeit genommen hast, auf eine bereits bestehende Bewertung einzugehen.

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