Aus meiner Sicht mathematisch gesteuerte Desinvestition - Sachliche Analyse
Verbesserungsvorschläge
Beenden Sie das strategische „Quiet Firing" und spielen Sie mit offenen Karten. Meiner Meinung nach, wäre angesichts der roten Zahlen in den veröffentlichen Bilanzen der letzten 2jahren ein transparenter Dialog mit der Belegschaft angebrachter.
Das Aushungern von Provisionsmodellen mag betriebswirtschaftlich die anstehenden Kosten senken, schadet jedoch meiner Meinung nach der Reputation des gesamten Konzerns massiv. Eine geordnete Massenentlassung mit fairen Abfindungen auf Basis der tatsachlichen, langjährigen Betriebszugehörigkeit wäre aus meiner Sicht der einzig seriose Weg.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung erlebe ich als stark gespalten. Während ein eingeführtes Klassensystem die Belegschaft in Leistungsgruppen unterteilt, wird parallel nach meiner Beobachtung das Werbevolumen gedrosselt. Dies führt in meiner Wahrnehmung zu einer gezielten Zwei-Klassen-Atmosphäre:
Ein Teil der Belegschaft wird im Leerlauf gehalten, wahrend die Spitze gefühlt noch mit Premium-Daten versorgt wird. Eine echte Solidaritat unter Kollegen wird durch dieses System aus meiner Sicht spürbar erschwert.
Kommunikation
Eine transparente Kommunikation über die langfristige Zukunft des Standorts oder über den Umgang mit den roten Zahlen der letzten veröffentlichten Bilanzen findet nach meiner Wahrnehmung nicht statt.
Stattdessen wird die operative Realitat uber die selektive Verteilung von Leads gesteuert. Das Vorgehen erweckt in mir den Eindruck eines strategischen „Quiet Firing" - die Rahmenbedingungen werden so verändert, dass Mitarbeiter den Leerlauf verwalten müssen, ohne dass klare Perspektiven genannt werden.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt leidet nach meinem empfinden unter den eingeführten klassen
Vorgesetztenverhalten
Die Fuhrungskrafte wirken auf mich rein als administrative Verwalter eines mathematischen Modells. Eigene Entscheidungsspielräume scheinen nicht zu existieren. Ein empathischer Umgang in Zeiten des künstlich erzeugten Leerlaufs ist unter diesen Bedingungen aus meiner Sicht kaum möglich.
• Interessante Aufgaben (1 Stern)
Interessante Aufgaben
Durch das spürbare Herunterfahren der Werbemaßnahmen ist die Arbeitsgrundlage in weiten Teilen entzogen. Das Verwalten von künstlich erzeugtem Leerlauf bietet meiner Meinung nach keinerlei Motivation oder inhaltlichen Anspruch mehr.
Gleichberechtigung
Das System teilt Mitarbeiter in starre Leistungsklassen ein. Wer durch die Drosselung der Leads unverschuldet abrutscht, wird aus meiner Sicht strukturell benachteiligt. Es wird eine ungleiche Ressourcenverteilung gelebt, die eine faire Gleichbehandlung meiner Ansicht nach unmöglich macht.
Umgang mit älteren Kollegen
Absolut fair
Arbeitsbedingungen
Die technische Infrastruktur ist vorhanden, wird aber nach meiner Beobachtung durch den Werbestopp bewusst nicht ausgelastet. Man sitzt gefühlt nur noch die vertragliche Arbeitszeit ab.
Gehalt/Benefits
Der Grundlohn ist mit 14 Euro solide und die Ausfallgelder fließen pünktlich. Was vom Management öffentlich als „Anhebung der Vergütung" deklarierte wird, entpuppt sich aus meiner Sicht bei genauerem Hinsehen als strategisches Werkzeug:
Meiner Auffassung nach, wird die Belegschaft im Leerlauf kurzfristig ruhig gestellt, es senkt sich jedoch durch den monatelangen Provisionsausfall den tatsächlichen Bruttodurchschnitt der Mitarbeiter. Meiner Ansicht nach spart der „Konzern“ dadurch bei späteren Abfindungen massiv Geld.
Image
Wer hier arbeitet oder anfängt, sollte das Umfeld, meiner Auffassung nach, genau prüfen: Es handelt sich um ein sehr datengetriebenes Umfeld. Wenn man die öffentlich zugänglichen Bilanzen betrachtet, die nach meiner Wahrnehmung zuletzt in den roten Zahlen lagen, befindet sich das Unternehmen aus meiner Sicht aktuell im Rahmen einer Harvesting-Strategie (kontrollierter Rückzug). Offiziell als „Investitionen" oder „Vergütungsanhebungen" deklarierte Maßnahmen dienen meiner Ansicht nach vor allem der Kostenoptimierung des laufenden Prozesses.
Karriere/Weiterbildung
In einem System, das nach meinem Eindruck rein auf Abwicklung programmiert ist, gibt es keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr. Eine nachhaltige Mitarbeiterförderung sieht aus meiner Sicht anders aus.