Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

Fastenal 
Europe 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Fast 6 Jahre Fastenal Eindrücke

2,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2019 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Fastenal Europe GmbH in Teningen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

-Vielfältige Aufgaben
-Interessante Produktpalette
-Autonomes Arbeiten mit viel Spielraum und wenig Kontrolle/Micro-Management.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

-Amerikanische Sturheit und Arroganz, komplett losgelöst von der deutschen Realität des Marktes
-Ungenügendes Onboarding und seltene Schulungen
-Veraltete Lösungen, die bereits von der Konkurrenz überholt wurden
-Veraltete Software
-Reines Englisch in der Konzernsprache, Null Anpassung an die deutschen Kunden
-Fehlende Benefits
-Unattraktive Löhne
-Keine Wertschätzung der Mitarbeiter
-Viele unfähige Mitarbeiter an Führungspositionen im Konzern

Verbesserungsvorschläge

-Zulassen eines Betriebsrats
-Mehr Benefits für die Mitarbeiter und Erhöhung der Löhne, um die besten Kandidaten anzuziehen
-Mehr Verständnis für den deutschen Markt
-Mehr Fokussierung auf die Modernisierung der Arbeitsstandards, der Prozesse, einem profesionellem Auftritt nach außen
-Aktualisierung der angebotenen Lösungen
-Erhöhung der Mitarbeiteranzahl, um die bestehenden Mitarbeiter zu entlasten

Arbeitsatmosphäre

Hängt von dem Zeitraum und der Besatzung ab:
Es gab Zeiten wo man sich als ein Teil eines erfolgreichen Teams mit glorreichen Ergebnissen als Niederlassung ordentlich gefreut hat, denn man war stolz in diesem Unternehmen zu arbeiten. Es wurde ständig was optimiert, verbessert und daran gearbeitet die Atmosphäre zu verbessern.

Andererseits gab es Phasen, wo einige Mitarbeiter mehr Zeit für Rumsitzen, Rauchen, Labern oder Sonstiges genutzt haben, statt den anderen Kollegen zu helfen. Man täuschte vor zu arbeiten und zeigte Null Eigeniitiative, um den Erfolg der Firma zu verbessern.

Manchmal aß man zusammen Pizza und sprach über sowohl private als auch arbeitsrelevante Themen. In anderen Phasen fühlte man sich wie ein Solist und kein Teil des Teams, weil jeder seiner Arbeit erledigt und schnell nach Hause fährt.

Niederlassungsübergreifende Treffen fanden selten statt, jedoch hatte man dort die Möglichkeit Menschen aus vielen Ländern kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen.

Image

Fastenal ist in Europa komplett unbekannt trotz der großen Position in den Vereinigten Staaten. Es wird kaum in Marketing, Markenpromotion und das Steigern der Bekanntheit investiert.

Das Hauptgeschäft kommt zu Stande nicht durch aktive und strategische Kundenakquise, sondern durch Erweiterung der bereits existierenden Kooperationen in den USA.

So gut wie jeder, der die Firma verlassen hat, hat rückblickend wenig Gutes über sie zu sagen.

Work-Life-Balance

Gleitzeit ist erlaubt, Überstunden werden nicht honoriert, können aber ausgeglichen werden.
Dieses hängt aber von der Führungskraft ab, da der Konzern Überstunden gar nicht berücksichtigt.

Da die Firma an der Besatzung spart, kamen Überstunden sehr oft vor, da man sonst nicht seine Aufgaben erledigen würde.

Keine Möglichkeit von Home Office.

Seit kurzem hatte man zusätzliche Urlaubstage für Umzug, Heirat usw.

Karriere/Weiterbildung

Generell hat man viele Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln, viele Karrierewege die einem offen stehen.

Leider findet im Hintergrund sehr viel Absprache statt, sodass offene Stellen verbal schon besetzt wurden, bevor sie überhaupt ausgeschrieben wurden.

Gehalt/Benefits

Festgehalt eindeutig unter dem Markt-Niveau. Ein guter variabler Bonus macht aber das Gehalt zufriedenstellend. Urlaubstage lagen lange Zeit unter dem deutschen Standard.

Sozialleistungen hat man keine: kein Home Office, keine Mitarbeiterrabatte, zugeschüssten Tickets oder Fahrräder, keine kostenlosen Getränke oder Essen, gar keine Zuschüsse zu irgendwas.
Sogar Getränke wurden aus Eigeniitiative des Standortleiters beschaffen, weil sie von der Firma nicht angeboten werden.

All das kommt von fehlendem Druck seitens des Betriebsrats, der nicht existiert. Man erwartet von den Mitarbeitern der Niederlassungen möglichst viel und gibt möglichst wenig.

Das einzige was man bekommt ist Arbeitskleidung und eine Süßigkeitenbox zur Weihnachten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Fastenal als amerikanischer Konzern tut so gut wie nichts in diese Richtung in Deutschland. Deshalb kennt sie auch keiner in Europa.

Kollegenzusammenhalt

Je nachdem in welcher Personalbesetzung : Es gab Momente, wo alle gemeinsam an einem Strang gezogen haben, die Stimmung war locker, alle haben Witze gerissen ohne dabei den Fokus auf die Arbeit zu verlieren. Man sprach sich gut an und verteilte Aufgaben möglichst fair und effizient.

Es gab auch Momente, wo man gegeneinander Intrigen geplant hat, schlecht über den anderen Gesprochen hat, während man in seiner Anwesenheit ins Gesicht gelacht hat.

Umgang mit älteren Kollegen

Schlecht bewertbar, da das Team in der Regel jung war.

Vorgesetztenverhalten

Hängt von der Ebene und Zeitperiode ab:
Auf der Niederlassungsebene kann man die Punkte von vorhin zusammenfassen:

Positive Erinnerungen der Eigeninitiative im Bereich der Lageroptimierung, Verbesserung der Ausstattung, des professionellen Auftretens nach außen, charismatischer Standortführung und Teambildung, Beweise des Organisationstalents, gemeinsamen Firmenessen, Weihnachtsfeiern und lockeren kollegialen Atmosphäre wurden durch Phasen von Passivität, Misstrauen, Stagnation, Aufschiebung von Problemen, chaotischen Reakionen auf Druck von Oben, Fokussierung auf unwichtige Themen, fehlender Wertschätzung, fehlender Führungsrolle, Kommunikationslosigkeit und der Favorisierung bestimmter Mitarbeiter gedeckt.

Über die oberste Führung in Deutschland und Europa ist kaum was gutes zu sagen, da sie nicht weiterdenken, das Unternehmen nicht entwickeln sondern zum Stillstand bringen. Statt Geld zu investieren will man überall sparen, aber gleichzeitig beste Ergebnisse erreichen.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen hängen stark von der Eigeninitiative der Firmenführung.
Motivierte proaktive Leiter wechseln von schlechten, maroden, ungewärmten Gebäuden in neue und müssen sich dafür oben erklären, dass dies nötig ist. Bis neue Lieferwagen angeschafft werden, dauert es Ewigkeiten. Ausstattung des Lagers und der Büros ist in Ordnung, könnte aber besser sein.

Das Zuweisen eines Geschäftshandy ist eine lokale Initiative und wird von oben nicht vorgesehen.

Die ganze Software ist nur auf Englisch und wirkt veraltet wie aus den '90ern.

Kommunikation

Gemeinsame Besprechungen fanden selten statt. Infos wurden von der Standortleitung in ausgewählten Cliquen weitergegeben, statt allen Mitarbeitern den gleichen Wissensstand zu vermitteln. Dies generiert ein toxisches Klima, das ständig irgendwelche Geheimnisse nur an bestimmte Personen weitergegeben werden. Es ist vor allem schädlich, weil Mitarbeiter in vertrauenswürdige (man erzählt alles private und berufliche) und unwürdige (minimiert den Kontakt bis auf Minimum) eingeteilt werden und dies dem Zugehörigkeitsgefühl schädigt.

Einige Mitarbeiter meinen lieber Alleingänge durchziehen zu wollen, statt gemeinsam als eine Mannschaft aufzutreten und sich gegenseitig zu informieren. Dadurch entstanden Missverständnisse und peinliche Situationen gegenüber dem Kunden.

Statt Problemfälle direkt anzusprechen, hat man sie lieber unter den Teppich gekehrt bis sie dann tatsächlich explodieren.

Feedbackgespräche fanden nur am Anfang statt, mit der Zeit bekommt man kaum Rückmeldung und generellen Zwischenstand der Dinge

Ähnliches betrifft die obersten Führungskräfte, die genauso wenig kommunizieren und die Niederlassungen nicht rechtzeitig und ausreichend über neue Veränderungen informieren.

Gleichberechtigung

Frauen werden als Quotenmitarbeiter eingestellt, damit sie einfach da sind unabhängig davon, ob sie benötigt werden oder nicht. Man erwartet von ihnen weniger als von den Männern. Man drückt ein Auge darauf zu, dass sie am Labern oder Nichtstun sind, während andere von sich 200% geben.

Interessante Aufgaben

Je nach Position und Kunden, variieren diese stark.
Ich war sehr zufrieden mit den vielfältigen Aufgaben, die aus Lagertätigkeiten, Vertrieb, Einkauf, Kundenbetreuung und der Lösung technischer Probleme bestanden. Die Vielfalt der verkauften Produkte ist sehr groß, sodass man ständig was dazu lernt. Mir haben diese Tätigkeiten sehr gefallen, da ich ein sehr autonomes Aufgabenumfeld hatte, wo ich meine Ideen bestmöglich einsetzen durfte.

Andererseits ist es schwierig als ein neuer Mitarbeiter reinzukommen, da man sich sehr viel Wissen aneignen muss und nicht jeder die Geduld dafür hat.

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Fastenal Europe GmbHStandort Teningen

Vielen Dank für Ihre ausführliche Rückmeldung und die offenen Worte zu Ihrer Zeit bei Fastenal. Auch wenn Ihre Tätigkeit bereits einige Jahre zurückliegt, schätzen wir Ihre Perspektive sehr – gerade weil sie sowohl positive als auch kritische Aspekte beleuchtet.
Seit Ihrem Ausscheiden im Jahr 2019 hat sich bei Fastenal Deutschland einiges verändert. Viele der von Ihnen angesprochenen Punkte wurden erkannt und aktiv angegangen:

Kommunikation & Teamkultur: Wir setzen inzwischen auf regelmäßige Teammeetings, transparente Informationsweitergabe und fördern aktiv den Austausch zwischen den Niederlassungen.
Onboarding & Weiterbildung: Neue Mitarbeitende erhalten strukturierte Einarbeitungspläne, und interne Schulungen wurden deutlich ausgebaut.
Arbeitsbedingungen & Ausstattung: Mehrere Standorte wurden modernisiert, neue Fahrzeuge angeschafft und die Ausstattung verbessert – oft initiiert durch engagierte Standortleiter.
Work-Life-Balance: Zusätzliche Urlaubstage für besondere Lebensereignisse wurden eingeführt. Auch wenn Home Office nicht flächendeckend möglich ist, prüfen wir flexible Modelle.
Wertschätzung & Feedback: Wir arbeiten daran, Feedbackprozesse zu verstetigen und Leistungen sichtbarer zu machen – sowohl im Team als auch gegenüber der Führungsebene.
Software & Prozesse: Die Digitalisierung und Modernisierung unserer Systeme ist ein laufender Prozess, der konzernweit vorangetrieben wird.
Gleichberechtigung & Diversität: Wir nehmen Ihre Kritik ernst und setzen uns für ein respektvolles, leistungsorientiertes Miteinander ein – unabhängig von Geschlecht oder Herkunft.

Wir wissen, dass nicht alles perfekt ist – und dass Veränderungen Zeit brauchen. Dennoch sind wir überzeugt, dass sich Fastenal Deutschland in den letzten Jahren weiterentwickelt hat und weiterhin daran arbeitet, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein.
Wir danken Ihnen für Ihre damalige Mitarbeit und wünschen Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute.

Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.