2 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
2 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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2 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Leider habe ich keine positiven Erfahrungen mit diesem Unternehmen gemacht.
Ich habe mich hier auf eine geringfügige Stelle im Lager beworben und prompt eine Absage erhalten. Da sie aber noch immer gesucht haben, habe ich mich wenige Wochen später einfach nochmal beworben und wurde direkt zum Bewerbungsgespräch eingeladen.
Es hieß, dass 3 Verantwortliche da sein werden, um mich kennenzulernen.
Da Pünktlichkeit für mich sehr wichtig ist, bin ich auch 15 Minuten vorher da gewesen. Ich wurde von einer Dame empfangen und sollte warten. Erst knappe 10 Minuten nach dem veranschlagten Termin wurde ich dann in den Raum gebeten, in dem nur noch 2 der 3 angekündigten Personen waren (bereits hier 2 red flags), mit der Aussage, dass die 3. Person doch keine Zeit hat.
Ich wurde interviewed und die ersten Worte waren, dass man sich ja so sehr über meine Bewerbung gefreut hat (3. red flag, denn schließlich wurde die 1. Bewerbung ja einfach abgelehnt, woher kommt die falsche Freude?). Ich habe beiden Beteiligten durch meine Fragen viele Möglichkeiten gegeben, mir alle Rahmenbedingungen der Stelle aufzuzeigen. Diese Gelegenheit wurde sogar genutzt, aber es gab Dinge, die mir einfach verschwiegen wurden. Mir war es sehr wichtig, ein solides Beschäftigungsverhältnis zu haben und das habe ich so auch ausgesagt. Dennoch Schweigen! Ich wurde dann gebeten zum Probearbeiten für 5 Stunden zu erscheinen, natürlich unbezahlt. Da sich alles in Ordnung angehört hat, habe ich eingewilligt.
Beim Probearbeiten angekommen, musste ich erstmal einen mehrseitigen Wisch unterschreiben (mit den Worten "hier steht nur drin, dass man nicht bezahlt wird"). Die Person stand recht ungeduldig neben mir und ich habe mich dann dazu gedrängt gefühlt, das schnell zu unterschreiben (4. red flag). Eine kurze Einweisung folgte im Anschluss und dann ging es auch schon an die Arbeit. Dies war in Ordnung, auch wenn ich direkt in Erfahrung bringen musste, dass Reibereien zwischen den Mitarbeitern wohl an der Tagesordnung war (5. red flag). Aus Neugierde habe ich den Mitarbeiter, der mich eingearbeitet hat, mal gefragt, ob ein Vollzeit-Mitarbeiter eigentlich die gleiche Arbeit macht, wie einer, der geringfügig beschäftigt wird. Dies wurde ganz klar bejaht. Komisch nur, dass ein Vollzeitmitarbeiter aber einen höheren Stundenlohn bekommt (Gleichbehandlung? 6. red flag).
Nach dem Arbeiten (und ja, ich musste die vollen 5 Stunden durcharbeiten, damit man sich wirklich sicher sein konnte, dass ich in der Lage bin ein paar Kartons einzupacken), wurde ich dann nochmal zur Personalerin geschickt. Auch hier gab es wieder die Möglichkeit, mich über die Stelle aufzuklären. Ich wurde aber nur gefragt, ob es mir gefallen hat.
Am Tag darauf dann der Schock. Die Stelle war auf ein Jahr befristet und zusätzlich gab es noch eine Probezeit von 6 Monaten (dies suggeriert kein solides Beschäftigungsverhältnis, wenn man jedes Mal bangen muss, ob der Vertrag nochmal befristet wird)! Kein Wort davon im Bewerbungsgespräch oder in der Stellenausschreibung. Auch der Vertrag, der mir geschickt wurde, empfand ich als alles andere als arbeitnehmerfreundlich. Ich habe meine Verwunderung der Personalerin sowohl telefonisch als auch schriftlich geäußert, aber es war nur die Rede von "schwarzen Schafen", dass es sicher nicht zu weiteren Befristungen kommen wird und dass man das nun nicht mehr ändern kann.
Wenn man von Anfang an transparent gewesen wäre und von der Befristung UND der Probezeit geschrieben hätte, wäre ich nie auch nur zum Bewerbungsgespräch gefahren. Ich habe hier nur meine Zeit verschwendet. Absolut enttäuschend!
Man sollte zukünftig auf seinen Bauch hören und wenn es am Anfang schon holprig läuft, muss man laufen!
- Warenwirtschaftssystem einführen, bspw Sage, da MS Excel fehleranfällig ist
- Nicht so viele Mitarbeiter in einem Zimmer, im Büro saßen fünf Mitarbeiter sehr eng gedrängt und hatten keine Privatsphäre. Ich stelle es mir sehr anstrengend vor, dort lange am Stück zu arbeiten
- Flexible Arbeitszeiten einführen, feste Arbeitszeiten sind ein No-Go in der Branche und machen den Arbeitgeber unattraktiv
- Mitarbeiter waren alle sehr nett und ehrlich, dabei ist aufgefallen, dass sie nicht unbedingt hinter ihrem Arbeitgeber stehen, da ist also Luft nach oben
Positiv
- Einladung zum Gespräch war sehr zügig
- Ich durfte mich zu einem Mitarbeiter setzen, der mir die Dateien, mit denen gearbeitet wird, gezeigt hat, das hat einen guten Einblick ermöglicht, der mich am Ende abgeschreckt hat
- So ist es aber besser als mit falschen Erwartungen in einer Firma zu starten