Pilotprojekt zur Fragestellung: "Wieviel Ahnungslosigkeit im Management kann ein Traditionsunternehmen überleben?"
Gut am Arbeitgeber finde ich
Dass es der Stammbelegschaft immer noch gelingt, die ständigen Scherbenhaufen des dauernd wechselnden Managements aufzukehren, ist beeindruckend und zeugt von wahrer Loyalität.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die größtenteils ahnungslose Führungsebene, die sich ihrer Inkompetenz teils sogar bewusst ist und alles dafür tut, dass diese nicht nach oben hin offenbart wird, während diese aber in der Basis des Unternehmens bekannt ist und kommuniziert wird.
Verbesserungsvorschläge
Der "Arbeitgeber" sind die Firmeneigner. Etwas Interesse an den Interna der Firma wäre angebracht. Ist aber zu lästig, so dass man dem Untergang lieber tatenlos zusieht.
Arbeitsatmosphäre
Im Keller
Image
Anscheinend noch besser als die tatsächlichen Umstände erlauben. Man arbeitet an der Angleichung der Außenwirkung an die Realität.
Work-Life-Balance
Manche dürfen sich das Leben einfach machen. Manche müssen eben darunter leiden.
Karriere/Weiterbildung
Karriere ist nur Externen vorbehalten, die über den grünen Klee gelobt werden, aber von der Materie keine Ahnung haben. Anstatt die Firma mit dem Know-How von unten nach oben aufzubauen, wird die Firma seit Jahren von oben nach unten durch maximale Ahnungslosigkeit zerstört.
Gehalt/Benefits
Der Tarifvertrag gängelt die Firma zu entsprechenden Leistungen. Aber jeder Lohn- oder Gehaltsempfänger wird eher als Schmarotzer betrachtet.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auch nur eine Farce.
Kollegenzusammenhalt
Unter den Kollegen klappt's noch erstaunlich gut, solange man sich im selben Boot sieht.
Umgang mit älteren Kollegen
Älteren Kollegen, sowie Müttern und Mitarbeitern mit Behinderungsgrad bietet man zuvorkommend Aufhebungsverträge an. So sieht die Wertschätzung aus, die man besonders hervorheben möchte, ganz ohne den Eindruck der Verlogenheit oder Heuchelei zu erwecken.
Vorgesetztenverhalten
Je höher man in die Hackordnung steht, desto weniger muss man können und wissen. Die Verantwortung wird einfach nach unten delegiert, damit andere das machen, wofür die Vorgesetzten bezahlt werden. So einfach ist das bei Fissler.
Das Schöne daran: Die Unfähigkeit mancher Personen wird nur von unten erkannt. Aus dem Blickwinkel der übergeordneten Hierarchieebenen, wo noch weniger Fachwissen existiert, fällt das gar nicht auf. So kann man sich über Jahre hinweg gut verkaufen und bleibt über jeden Zweifel erhaben. Würde man sich mal mit den Fachkundigen unterhalten, wäre aber ganz schnell klar, an welcher Stelle man ohne Verlust ganz viel Geld einsparen könnte.
Arbeitsbedingungen
Den gegebenen Umständen entsprechend.
Kommunikation
Wer von oben gedeckt wird, kommuniziert entsprechend überheblich
Gleichberechtigung
Ach was!
Interessante Aufgaben
Gibt es.

