Maximaler Aufwand für wenig bis garnichts, mit geringen Lichtblicken dazu
Gut am Arbeitgeber finde ich
Am Arbeitgeber selbst eigentlich gar nichts mehr. Es war mal ein schönes Unternehmen, aber das liegt schon viele Jahre zurück
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dass man als einzelne Person eigentlich nichts wert ist. Jeder wird von oben herab behandelt und oftmals wird einem hier von oben herab eigentlich nur das Messer in den Rücken gerammt, damit andere besser dastehen. Abmahnungen werden an Lageristen, Fahrer usw. Ausgegeben als wäre es Freibier. Wenn man mal Krank ist fühlt man sich trotzdem dazu gezwungen zur Arbeit zu kommen, da man sonst sofort unten durch ist und schlechter behandelt wird
Verbesserungsvorschläge
Bessere Bezahlung für alle Abteilungen. Das Mindeste zu Zahlen, aber Champions League erwarten funktioniert einfach nicht. Der Großteil der Mitarbeiter lebt offen nach dem Motto "Mindestlohn=Mindestaufwand". Würde man hier einfach mal ein bisschen was mehr Zahlen, wären viele Mitarbeiter durchaus dazu bereit auch wesentlich mehr zu leisten
Arbeitsatmosphäre
Wenn man es mag für möglichst viel Aufwand nur das mindeste zu bekommen, ist man hier genau richtig. Egal ob als Fahrer, Lagerist oder Führungskraft, man muss trotzdem auch die jobs der anderen regelmäßig übernehmen, insbesondere wenn man KEIN Lagerist ist, da muss man deren Job regelmäßig mitmachen, da der Schichtplan maximal schlecht besetzt wird. Auf Feedback wird kaum eingegangen. Man steht permanent unter massiven Stress, alles im Sinne der "Produktivität". Der neue Geschäftsführer hat einige gute Ideen umgesetzt, aber aufgrund von starkem Personalmangel(obwohl genügend Mitarbeiter angestellt sind, aber keiner bekommt Schichten) ist vieles trotzdem genauso chaotisch wie zuvor. Läuft etwas schief wird die Schuld dafür grundsätzlich bei anderen gesucht und wenn man auf normale und förmliche Weise erklärt oder aufzeigt was schief gelaufen ist bekommt man als Antwort Aussagen wie "billige Ausreden" oder "dann hättest du halt mehr machen müssen" zu hören, obwohl man bereits gefühlt 100 aufgaben zeitgleich zu erfüllen hat. Grundsätzlich herrscht ein rauer Ton und es wird gefühlt auf jede Kleinigkeit gezeigt um andere in die Pfanne zu hauen.
Image
Jeder der dort mal gearbeitet hat, weiß dass hier mehr oder weniger auf nichts geachtet wird, was auch nur ansatzweise zu einem positiven Image beiträgt. Jeder der 2 Beine und Arme hat wird eingestellt, ungeachtet der eigentlichen Kompetenz. Der Mitarbeiterverschleiß ist höher als der Materialverschleiß bei einem Motor der seit 100 Tausend Kilometer ohne Öl gefahren wurde
Work-Life-Balance
Nicht vorhanden. Wenn man nicht für das Unternehmen lebt, wird man nicht viel vom Leben haben.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung kaum vorhanden. Es gibt zwar mittlerweile ein Ausbildungsprogramm. Aber im Unternehmen selbst gibt es nicht wirklich die Chance groß Karriere zu machen. Wenn man sich damit abfinden kann, dann sollte dies kein Problem sein, aber Ehrgeiz wird oftmals nicht wirklich belohnt. Viele Mitarbeiter geben absolut alles, aber wenn man dann einmal einen Fehler macht, wird einem das solange vorgehalten, dass einem dadurch auch einige Aufstiegschancen verwährt bleiben.
Gehalt/Benefits
Lageristen bekommen den Mindestlohn ohne Möglichkeit mehr zu verdienen. Für die Auslieferungsfahrer gibt es einen Stundenlohn Bonus, der aber alles andere als Fair verteilt wird, meist sogar zum Nachteil derer, die sehr viele Stunden arbeiten. Als Führungskraft kann man sich auf ein Gehalt einstellen was man eher als aufwandsentschädigung bezeichnen kann. Generell steht das Gehalt in allen Abteilungen in keinem guten Verhältnis zum Arbeitsaufwand. Es gibt zwar Corporate Benefits, aber auch die sind nicht sonderlich der Rede wert, vorallem da die Mitarbeiter auch nicht aktiv darauf hingewiesen werden, dass es das überhaupt gibt. Somit nimmt es auch kaum jemand in Anspruch. Sonstige Boni gibt es auch so gut wie keine. Kein Urlaubs/weihnachtsgeld
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach aussen hin wird immer Nachhaltigkeit und umweltbewusstsein gepredigt, das Firmengelände selbst ist von vorne bis hinten mit Müll und glasscherben überzogen. Müllcontainer sind permanent überfüllt, wodurch gerade im Raucherbereich eine extreme geruchsbelästigung entsteht. Mülltrennung ist zwar offiziell ausgeschildert, wird aber nie wirklich beachtet
Kollegenzusammenhalt
Da alle im gleichen Boot sitzen, stehen zumindest die direkten Kollegen füreinander ein und unterstützen sich so gut es geht. Schichtleiter sind überwiegend nett und verständnisvoll, sodass man zumindest ein paar offene Ohren hat
Umgang mit älteren Kollegen
Auf ältere Kollegen wird oftmals Rücksicht genommen
Vorgesetztenverhalten
Solange man immer ja und amen sagt, und sich alles gefallen lässt, ist alles in Ordnung. Spricht man probleme an oder äußert konstruktiv Kritik an den problemen im betrieb, wird man meist nur entgeistert angeschaut, oder gar nicht für voll genommen. Standortleitung lässt sich außerhalb des eigenen Büros nur sehr selten mal in der Lagerhalle blicken, und bekommt vieles nicht wirklich mit aber urteilt vorschnell und schiebt die Schuld für Fehler auf Mitarbeiter und Führungskräfte(oftmals in form von abwertenden kommentaren und geläster bei anderen). Es wird immer ein neuer Sündenbock gesucht, Hauptsache man steht selbst nicht mehr im Schussfeld. Mit gutem Beispiel voran gehen wird hier nicht gelebt. Aber auch gutes muss man hervorheben, wenn man ein ernstes Anliegen hat, hat man auch oft ein offenes Ohr und einen Kaffee während des Gesprächs. Auch wenn im privaten mal etwas schief läuft(medizinische notfälle, spontane Operationen, Familiäre probleme usw), bekommt man die Möglichkeit sich darum kümmern zu können und hier und da auch einen guten Rat mit auf dem weg
Arbeitsbedingungen
Absolut mies. Auf gesetzliche Arbeitszeiten und Pausenzeiten wird oftmals keine Rücksicht genommen. Viele Führungskräfte und Specialist sind aufgrund von personeller unterbesetzung dazu gezwungen selbst die Pausenzeiten durchzuarbeiten und sich einfach nur Alibi mäßig in Pause zu stempeln. Lageristen haben fest eingeteilte Pausen, werden aber mit Abstand am meisten "missbraucht". Spätschichten sind generell nur sehr dünn besetzt, wodurch automatisch Überstunden erzwungen werden, da oftmals noch lange nach offiziellem Ladenschluss ausgeliefert wird. Durch die unterbesetzung können die meisten Prozesse nicht reibungslos bearbeitet werden und alles schiebt sich nach hinten heraus. Es wird hier mit zweierlei Maß bemessen, ist man krank wird man sofort in eine Schublade gesteckt(selbst wenn die AU durch z.B. Arbeitsunfälle zustande kam)
Kommunikation
Praktisch nicht vorhanden. Es werden Fehler gezielt gesucht und statt diese dann vernünftig zu kommunizieren um eine Verbesserung zu erreichen, werden Mitarbeiter, die es oft nicht anders wussten, einfach rausgeschmissen
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung existiert in sofern, dass jeder Mitarbeiter nur als Nummer angesehen wird und jederzeit ersetzbar ist. Es wird hier mit zweierlei Maß bemessen
Interessante Aufgaben
Ist halt Lager Arbeit. Als Führungskraft hat man hier zwar ein paar interessante Aufgaben, zu denen man aber nie kommt, weil man permanent dazu gezwungen ist anderes zu machen. Gleiches gilt für die Auslieferungsfahrer, die gefühlt mehr zeit mit Lagerarbeit verbringen als tatsächlich ausliefern zu können