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FOND OF GmbHals Arbeitgeber

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FOND OF GmbH Erfahrungsbericht

  • 03.Mai 2019
  • Mitarbeiter
  • Mit Arbeitgeber-Kommentar

Wachstum mit Licht und Schattenseiten: ein Startup auf dem Weg zum Konzern

3,31

Arbeitsatmosphäre

Viel Flurfunk, mehr Schein als Sein, wenig bis gar keine Wertschätzung, aber Partys und Teamfahrten

Vorgesetztenverhalten

Es werden einerseits „flache Hierarchien“ propagiert und angestrebt, andererseits gibt es doch Teamverantwortliche, die jedoch meist zum ersten Mal „Führungskraft“ sind und erst nach und nach darin geschult werden. Sie sind oft unerfahren und das merkt man. Kein einheitliches Entwicklungsprogramm für Mitarbeiter, Entwicklungsgespräche finden nicht flächendeckend statt und kontinuierlich statt. Prozesse dazu werden eingeführt, aber (noch) nicht eingehalten. Freisetzung von Mitarbeitern erfolgt teils indiskret.

Kollegenzusammenhalt

Gutes Verhältnis untereinander, aber oft nicht klar, ob nur oberflächliches oder tatsächliches Vertrauen gegenseitig. Meist eher oberflächlich. Viel Flurfunk.

Interessante Aufgaben

Aufgrund der teilweise noch vorhandenen Startup-Atmosphäre fallen viele Aufgaben zum ersten Mal an und auf jeder Mitarbeiterebene wird schnell Verantwortung übertragen - vom Werkstudenten bis zum Teamleiter.

Kommunikation

Flurfunk war lange Zeit führend und bisher am Verlässlichsten. Teilweise Indiskretionen auf Führungsebene. Allgemeine Kommunikation wird durch Teammeetingformate besser. Läuft vor allem über den Messenger Slack. Potential, aber wird besser.

Gleichberechtigung

Keine Unterschiede zwischen Frauen und Männern festzustellen. Diversity wird weitgehend gelebt.

Umgang mit älteren Kollegen

„Ältere“ Kollegen sind eher in der Unterzahl. Die Mehrzahl sind sehr junge, unerfahrene aber tatkräftige Mitarbeiter. Der Erfahrungsschatz von Älteren wird eher selten genutzt und wertgeschätzt.

Karriere / Weiterbildung

Es gibt sogenannte „Werkstätten“, wo wenige Themen angeboten werden, die einzelne Mitarbeiter anbieten und so etwa im Rahmen von 1-2 h liegen. Themen sind dabei z.B. Recruiting oder Vertragsrecht oder das Thema „ökologischer Fußabdruck“. Ein inhaltliches Konzept scheint nicht dahinter zu stecken, so dass es für alle Mitarbeiter konkrete Weiterbildungskataloge gäbe, die fachlich zu ihrer Position passen. Für Führungskräfte gibt es allerdings regelmäßige Schulungen im Rahmen der Organisationsentwicklung. Zudem hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit „Lookylooky“ zu machen und den Arbeitsalltag anderer Abteilungen kennenzulernen. Es fehlte bisher an konkreten Stellenprofilen, die auch horizontale oder vertikale Weiterentwicklung ermöglichen.

Gehalt / Sozialleistungen

Insgesamt wenn überhaupt durchschnittliches Gehaltsniveau im Vergleich. Keine Boni, Jahresgehalt gesamt wird jährlich verhandelt. Es gibt ein
Jobticket verpflichtend und 25 EUR Zuschuss zur privaten Altersvorsorge sowie eine Netto-Entgelt-Optimierung, durch die man z.B. von Bruttogehalt Restaurantschecks beziehen kann. VL-Leistungen werden nicht gezahlt. Keine Tarifbindung. Bestehende Betriebliche-Altersvorsorge-Verträge können bisher nach Verhandlung mitgebracht werden.

Arbeitsbedingungen

Normale Büros, teils Großraum. Klimatisierung leider oft nicht gut, zu kalt im
Winter, zu warm im Sommer. Dafür aber eine Dachterrasse und einladender Küchen-/Aufenthaltsraum für die Mittagspause. Es gibt keine Arbeitnehmervertretung (Betriebsrat). Kein Betriebsarzt, keine Gesundheitsmaßnahmen.

Umwelt- / Sozialbewusstsein

Trotz „nachhaltigem“ Unternehmensschwerpunkt werden hier nur langsam Fortschritte gemacht im Vergleich zu anderen Unternehmen. Alleine in der Mittagspause werden Berge von Müll produziert. Immerhin Ökostrom mittlerweile. Vertrieb fährt aber dicke „Karren“, statt sparsamer, umweltfreundlicher Modelle.

Work-Life-Balance

Relativ flexible Arbeitszeiten zwischen 9 und 16 Uhr „Kernarbeitszeit“, teilweise Homeoffice möglich, je nach Aufgabe oder Abteilung, meist jedoch nicht; nur 27 Tage Jahresurlaub mit „Zwangsurlaub“ zumindest halbe Tage an Silvester, Weihnachten und Rosenmontag, kein Zwang zu Überstunden, Sportangebote für Mitarbeiter sind mal mehr, mal weniger vorhanden.

Image

Das Image nach außen hin ist top, beliebtes „Vorzeigeunternehmen“, allerdings erscheint es nach außen besser als nach innen. Viele sind zufrieden und laufen mit, viele stehen aber mittlerweile auch sehr kritisch gegenüber der Entwicklung des Unternehmens, vor allem im Bereich „Nachhaltigkeit, Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern, Authentizität der Unternehmensführung.

Verbesserungsvorschläge

  • Einheitliche Entwicklungsmöglichkeiten für alle Mitarbeiter, Klare Verantwortlichkeiten schaffen, mehr offene Kommunikation fördern, weniger 1:1 Flurfunk, Führungskräfte im Thema Wertschätzung / Mitarbeiterförderung schulen, tatsächliches Leben der Unternehmenswerte, Umsetzungskonsequenz von der Unternehmensführung bis zum Mitarbeiter,

Pro

Inhaltlich relativ viel Freiheit in der Ausführung von Aufgaben, gute Lage (bisher) in Köln, viele Mitarbeiter sind am Thema Nachhaltigkeit interessiert, einige Events für das Team (Weihnachtsfeier, Sommerfest, Teamfahrt).

Contra

Zuviel Flurfunk, zu wenig Wertschätzung, viel Oberflächlichkeit, oft Unprofessionalität, viel Chaos, wenig Entscheidungen, wenig Verbindlichkeit.

Arbeitsatmosphäre
3,00
Vorgesetztenverhalten
3,00
Kollegenzusammenhalt
4,00
Interessante Aufgaben
4,00
Kommunikation
3,00
Gleichberechtigung
5,00
Umgang mit älteren Kollegen
4,00
Karriere / Weiterbildung
2,00
Gehalt / Sozialleistungen
3,00
Arbeitsbedingungen
3,00
Umwelt- / Sozialbewusstsein
2,00
Work-Life-Balance
4,00
Image
3,00

Folgende Benefits wurden mir geboten

Betr. Altersvorsorge wird geboten gute Verkehrsanbindung wird geboten Mitarbeiterrabatte wird geboten Mitarbeiterhandy wird geboten Internetnutzung wird geboten
  • Firma
    FOND OF GmbH
  • Stadt
    Köln
  • Jobstatus
    Ex-Job
  • Position/Hierarchie
    Angestellte/r - Arbeiter/in
  • Unternehmensbereich
    Marketing / Produktmanagement

Kommentar des Arbeitgebers

Liebes ehemalige Teammitglied, vielen Dank für Dein ausführliches Feedback und Deine konstruktiven Verbesserungsvorschläge. Toll, dass Du Dir so viel Zeit dafür genommen hast! Wir wachsen seit Jahren – das freut uns und stellt uns natürlich auch vor Herausforderungen in der gesamten Organisation. Diesen Wandel vom Start Up zum mittelständischen Unternehmen begleiten wir intensiv. Dazu gehören unter anderem unsere Performance Dialoge, die halbjährlich geführt werden. Neben einem Austausch über gemeinsam gesteckte Ziele haben Teamplayer und Teamleads hier einen Rahmen, um über das Miteinander, die Prio-Themen und Talente/Potentiale des Mitarbeiters zu sprechen. Den Termin zum Performance Dialog koordinieren Teamplayer und Teamlead gemeinsam und selbstverantwortlich. Wir empfehlen diesen Austausch allen Mitarbeitern. Zudem bieten wir ein Umfeld, in welchem wir playfully miteinander performen. Anstatt einheitlicher Entwicklungsmaßnahmen für alle steht bei uns die individuelle Potenzialentfaltung im Vordergrund. Dafür braucht es keinen „Weiterbildungskatalog“, sondern eigenverantwortliches Handeln eines jeden Einzelnen, das wir durch alle unsere PE/OE-Maßnahmen fördern. Spannend sind auch Deine Gedanken zum Thema Müll in der Mittagspause. Nachhaltigkeit ist für uns ein sehr wichtiges Thema, welches aufgeklärt und vorgelebt wird. Unter anderem mit der Werkstatt zum Thema „Ökologischer Fußabdruck“ sollen Mitarbeiter für dieses Thema sensibilisiert werden. Aber auch hier gibt es noch Verbesserungspotential. Wir würden uns riesig über einen weiteren konstruktiven Austausch mit Dir freuen. Du hast Dich mit vielen unserer Alltagsthemen auseinandergesetzt, über die wir gerne intensiver mit Dir sprechen würden. Melde Dich gerne jederzeit unter zukunft@fondof.de. Viele Grüße, Marina

Marina Mans
HR Business Partner