Nicht empfehlenswert!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positives zu finden fällt nicht leicht – vielleicht die Weihnachtsfeiern, die immerhin für etwas Abwechslung im Arbeitsalltag gesorgt haben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe Punkte oben!
Verbesserungsvorschläge
Führungskräfte gezielt schulen – sowohl fachlich als auch in Bezug auf soziale und kommunikative Kompetenzen. Führung sollte nicht von persönlicher Sympathie, sondern von Eignung und Haltung abhängig gemacht werden.
Transparente Entscheidungsprozesse etablieren, insbesondere bei Beförderungen, Gehaltserhöhungen und Projektvergaben, um Fairness und Vertrauen zu fördern. Eine transparente Erfassung und Einsicht der Arbeitszeiten wäre wünschenswert, da dies derzeit nicht ausreichend gegeben ist
Modernes und flexibles Arbeitszeitmodell umsetzen, das mobiles Arbeiten realistisch ermöglicht – ohne unnötige Einschränkungen oder Kontrolle.
Gezielten Wissenstransfer zwischen Generationen fördern, um vorhandene Kompetenzen besser zu nutzen und den Teamzusammenhalt zu stärken. Mit Blick auf den bevorstehenden Ruhestand vieler Babyboomer stellt sich die Frage: Welche Strategie verfolgt das Unternehmen, um junge Fachkräfte zu halten – und zwar über Lippenbekenntnisse hinaus?
Investitionen in Digitalisierung und Nachhaltigkeit ernsthaft vorantreiben – anstelle von symbolischen Maßnahmen oder reiner Außendarstellung.
Faire und leistungsgerechte Vergütung sicherstellen, insbesondere im Verhältnis zur Branche und zur Qualifikation der Mitarbeitenden.
Weiterbildungsangebote diversifizieren und öffnen – individuell gewählte Schulungen sollten unterstützt werden, ohne langfristige Bindungsklauseln.
Offene Feedbackkultur fördern und Ängste abbauen, indem konstruktive Kritik nicht sanktioniert, sondern als Chance zur Weiterentwicklung verstanden wird.
Gesundheitsförderung ernst nehmen, z. B. durch ergonomische Arbeitsplätze, Präventionsangebote, psychologische Unterstützung, Egym Wellpass/Hansefit.
Arbeitsatmosphäre
Leider gibt es im Unternehmen Führungskräfte, deren Verhalten und Kompetenz den Anforderungen an gute Führung nicht gerecht werden. Fachliche Unsicherheiten, mangelnde soziale Fähigkeiten sowie ein unangenehmer und teils respektloser Umgangston prägen den Führungsstil einiger Vorgesetzter. Mobbing wird dabei häufig nicht unterbunden – mit teils gravierenden Folgen für das Teamklima. Erschwerend kommt hinzu, dass Führungspositionen offenbar weniger nach Qualifikation, sondern vielmehr nach persönlicher Sympathie durch die Geschäftsführung vergeben werden.
Image
Das Unternehmensimage ist – realistisch betrachtet – eher schlecht. Nach außen wird vieles schön dargestellt, doch die Realität sieht intern ganz anders aus.
Work-Life-Balance
Eine echte Work-Life-Balance ist kaum gegeben. Viele Mitarbeitende pendeln täglich aus Hamburg oder Kiel, was die ohnehin begrenzten Möglichkeiten für mobiles Arbeiten zusätzlich erschwert. Zwar sind grundsätzlich zwei Tage Homeoffice pro Woche erlaubt, doch diese sind durch zahlreiche Einschränkungen stark reglementiert – etwa kein mobiles Arbeiten an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, nicht vor Feiertagen oder Urlaubszeiten. In Kombination mit Präsenzterminen führt das dazu, dass das ‚Angebot‘ in der Praxis oft nicht nutzbar ist.
Auch im Bereich Mitarbeitendengesundheit zeigt das Unternehmen leider wenig Initiative – entsprechende Maßnahmen oder Konzepte fehlen vollständig.
Karriere/Weiterbildung
Externe Weiterbildungen und Schulungen werden vom Unternehmen in der Regel nicht unterstützt. Lediglich die Ausbildung zum Pharmareferenten wird angeboten – ein Angebot, das für viele Mitarbeitende weder relevant noch attraktiv ist. Individuell ausgewählte Fortbildungen werden häufig abgelehnt; in den seltenen Fällen, in denen eine Zustimmung erfolgt, ist diese an langfristige Bindungen ans Unternehmen geknüpft. Gesetzliche Regelungen zum Thema Weiterbildung finden dabei offenbar wenig Beachtung.
Gehalt/Benefits
Für ein Unternehmen der Pharmabranche ist das Gehaltsniveau auffallend niedrig. Qualifikation, Leistung und Erfahrung spiegeln sich in der Vergütung kaum wider – stattdessen scheint auch hier persönliche Sympathie eine entscheidende Rolle zu spielen. Gehaltserhöhungen werden nicht transparent, sondern nach subjektiven Kriterien vergeben – wie so vieles im Unternehmen. Selbst mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld bleibt die Gesamtvergütung enttäuschend.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
In puncto Digitalisierung besteht im Unternehmen noch erheblicher Nachholbedarf – selbst einfache Prozesse wie digitale Unterschriften sind nicht möglich. Der Arbeitsalltag ist geprägt von einem enorm hohen Papierverbrauch, Inlandsflügen und langen Pendelwegen vieler Mitarbeitender. Nach außen wird zwar betont, dass beispielsweise recyceltes Papier verwendet wird – doch der tatsächliche ökologische Fußabdruck steht in deutlichem Widerspruch zu dieser Selbstdarstellung.
Kollegenzusammenhalt
Die allgemeine Stimmung im Team ist stark von Frust und Demotivation geprägt. Viele Kolleginnen und Kollegen wirken ausgebrannt und wenig engagiert – ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr das belastende Arbeitsklima auf die Motivation schlägt.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen ist grundsätzlich respektvoll. Dennoch bleibt das Potenzial ihrer langjährigen Erfahrung oft ungenutzt – ein gezielter Wissenstransfer an jüngere Mitarbeitende würde sowohl das Team stärken als auch die Arbeitsqualität insgesamt fördern.
Vorgesetztenverhalten
Zum Thema Vorgesetztenverhalten kann ich leider kaum Positives berichten. Führungspositionen werden häufig mit Personen besetzt, denen es sowohl an fachlicher Kompetenz als auch an sozialen Fähigkeiten mangelt. Engagement für die Mitarbeitenden bleibt meist aus – aus Sorge, selbst negativ aufzufallen. Statt echter Führung herrscht oft Selbstdarstellung: Die Erfolge des Teams werden von einzelnen Führungskräften gerne als eigene Leistung präsentiert.
Eine offene Fehler- oder Feedbackkultur existiert nicht – viele Mitarbeitende äußern sich aus Angst vor Konsequenzen gar nicht erst.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen variieren stark – je nachdem, in welchem Gebäude man arbeitet. In einigen Bereichen sind sie leider unzureichend: schlecht isolierte Wände, starke Hitzeentwicklung im Sommer und hoher Lärmpegel durch Großraumbüros mit bis zu fünf Personen (und mehr) beeinträchtigen die Konzentration erheblich. Auch ergonomische Arbeitsplätze sind nicht selbstverständlich und werden offenbar nicht einheitlich, sondern abhängig von Position und Sympathie vergeben.
Kommunikation
Offene Kommunikation ist im Unternehmen leider kaum möglich – wer unbequeme Wahrheiten anspricht oder Kritik äußert, riskiert Ausgrenzung und persönlichen Nachteil. Verbesserungsvorschläge werden selten ernst genommen, da eine echte Weiterentwicklung offenbar weder gewünscht noch gefördert wird.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung hat in diesem Unternehmen leider keinen hohen Stellenwert. Entscheidungen über Entwicklungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen scheinen eher nach persönlicher Sympathie als nach Leistung getroffen zu werden. Wer still bleibt und nicht auffällt, passt offenbar besser ins gewünschte Bild der Geschäftsführung. Mitarbeitende in Teilzeit werden systematisch von Führungsrollen ausgeschlossen – ein struktureller Nachteil, der vor allem Frauen betrifft.
Trainees werden häufig unter Wert eingesetzt: Sie übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben, erhalten dafür jedoch weder eine angemessene Vergütung noch die nötige Ausstattung oder Anerkennung.
Interessante Aufgaben
Je nach Abteilung und Zuständigkeitsbereich können die Aufgaben durchaus interessant und abwechslungsreich sein.