Mehr versprochen als gehalten…
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv am Arbeitgeber empfinde ich insbesondere die Möglichkeit, vollständig im Homeoffice zu arbeiten, sowie die Bereitstellung moderner Arbeitsmittel. Diese Aspekte tragen aus meiner Sicht erheblich zur Attraktivität der Tätigkeit bei und erleichtern die tägliche Arbeit spürbar
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht gibt es beim Arbeitgeber mehrere kritische Punkte. Dazu zählen mangelnde Kritikfähigkeit, fehlende Transparenz in Entscheidungsprozessen, begrenzte Möglichkeiten zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung sowie eine Fokussierung auf Quantität statt auf Qualität. Diese Aspekte empfinde ich als negative Faktoren, die die Arbeitserfahrung deutlich beeinträchtigen
Verbesserungsvorschläge
Viele Bewertungen auf Plattformen geben meines Erachtens bereits seit Monaten Hinweise darauf, an welchen Stellschrauben angesetzt werden könnte. Auch aus meinen einzelnen Einschätzungen lassen sich ähnliche Aspekte ableiten.
Aus meiner Sicht wäre es besonders wichtig, die Führungsebene kritisch zu hinterfragen, gegebenenfalls anzupassen oder auszutauschen. Darüber hinaus sollten mit der Zeit das Grundgehalt an marktübliche Standards angepasst und die Provisionsstruktur transparenter gestaltet werden. Diese Maßnahmen würden meiner Wahrnehmung nach sowohl die Mitarbeitermotivation steigern als auch die Effizienz und Zufriedenheit im Unternehmen erhöhen
Arbeitsatmosphäre
Aus meiner Sicht ist die Situation dauerhaft angespannt, was sich spürbar auf die einzelnen Mitarbeitenden überträgt. Dabei entsteht der Eindruck, dass die Verantwortung für das Nichterreichen gesetzter Ziele überwiegend beim einzelnen Mitarbeitenden verortet wird.
Zudem werden aus meiner Wahrnehmung heraus kritische Themen nicht offen und konstruktiv angesprochen. Diese wären jedoch sowohl für die individuelle Weiterentwicklung der Mitarbeitenden als auch für das Unternehmen insgesamt von Relevanz.
Work-Life-Balance
Meines Erachtens handelt es sich grundsätzlich um einen soliden 9-to-5-Job. Nach Rücksprache mit den Vorgesetzten besteht die Möglichkeit, private Termine wahrzunehmen und die Arbeitszeiten entsprechend nachzuarbeiten.
Das Arbeiten im 100-prozentigen Homeoffice trägt aus meiner Sicht maßgeblich zur Attraktivität der Tätigkeit im Unternehmen bei.
Zudem finden zweimal jährlich eine Sommer- und eine Winterfeier statt. Dabei handelt es sich um keine Pflichtveranstaltungen; die Kosten für Anreise und Übernachtung werden übernommen.
Die Rahmenbedingungen hinsichtlich der Arbeitsmenge haben sich allerdings spürbar verändert. Aufgrund fehlender Arbeitsmittel entsteht der Eindruck, dass vermehrt über Quantität kompensiert werden muss. So wurde zu Beginn meiner Tätigkeit von einer durchschnittlichen Gesprächszeit von etwa 2,5 Stunden (plus/minus) gesprochen, während inzwischen dauerhaft eine Gesprächszeit von 3,5 Stunden erwartet wird.
Dieses Beispiel dient aus meiner Sicht stellvertretend zur Veranschaulichung mehrerer vergleichbarer Aspekte
Karriere/Weiterbildung
Aus meiner Sicht bestehen im Unternehmen nur begrenzte Möglichkeiten zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung. Auch eigene Initiativen stoßen nach meiner Wahrnehmung häufig auf geringe Resonanz.
Versprochene Beförderungen oder Entwicklungsschritte werden zudem verzögert umgesetzt, sodass insgesamt kaum Perspektiven bestehen, wirklich voranzukommen oder sich nachhaltig weiterzuentwickeln
Gehalt/Benefits
Aus meiner Sicht liegt das Grundgehalt unter dem Durchschnitt, auch wenn dies in der Kommunikation teilweise anders dargestellt wird. Zudem empfinde ich die Provisionsberechnung als nicht vollständig transparent.
Darüber hinaus ist man bei der Erreichung eines soliden Gesamtgehalts stark an die zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel gebunden. Einschränkungen oder Defizite in diesem Bereich wirken sich entsprechend direkt auf die Verdienstmöglichkeiten aus.
Insgesamt ist die Vergütung aus meiner Perspektive zwar akzeptabel, liegt jedoch unter dem Marktdurchschnitt, was sich auch mit den öffentlich einsehbaren Bewertungen auf entsprechenden Plattformen deckt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Homeoffice, überwiegend digital
Kollegenzusammenhalt
Meiner Meinung nach ist der kollegiale Zusammenhalt einer der wenigen Faktoren, die viele Mitarbeitende aktuell motivieren.
Gleichzeitig gibt es vereinzelt Kolleginnen und Kollegen, die sich nicht kollegial verhalten. Diese werden aus meiner Sicht teilweise sogar geschützt, was innerhalb des Teams auf Unverständnis stößt und aus kollektiver Perspektive kaum nachvollziehbar oder zu argumentieren ist.
Vorgesetztenverhalten
Aus meiner Sicht fehlt es an einer fachlich und menschlich kompetenten Führungskraft, die die notwendigen Fähigkeiten mitbringt, Mitarbeitende wirksam zu führen und nachhaltig zu motivieren.
Das Thema Führung ist aus meiner Wahrnehmung heraus auch ein wesentlicher Grund dafür, warum viele Aspekte – wie etwa die zunehmende Mehrbelastung, fehlende konstruktive Kommunikation oder ineffiziente Prozesse – sowohl die Mitarbeitenden als auch das Unternehmen ausbremsen.
Ich nehme wahr, dass Feedback ausdrücklich erwünscht ist und als „anonym“ kommuniziert wird. In der Praxis sind jedoch keine erkennbaren Veränderungen festzustellen. Stattdessen wiederholen sich aus meiner Sicht immer wieder dieselben Führungsmuster, auch bei neu eingesetzten Führungskräften.
Darüber hinaus entsteht bei mir der Eindruck, dass eher angepasste Mitläufer gewünscht sind als Mitarbeitende, die Verantwortung übernehmen, Themen aktiv anpacken und lösungsorientiert sowie nachhaltig Veränderungen im Sinne des Kollektivs und des Unternehmens vorantreiben möchten.
Arbeitsbedingungen
Aus meiner Sicht besteht bei einigen eingesetzten Programmen deutlicher Verbesserungsbedarf. So sollte beispielsweise die Telefonanlage, die für meinen Arbeitsalltag von zentraler Bedeutung ist, dringend aktualisiert werden. Es kommt regelmäßig zu Gesprächsabbrüchen, Verbindungsproblemen oder dazu, dass Anwahlprozesse nicht korrekt funktionieren.
Entsprechendes Feedback wurde aus meiner Wahrnehmung heraus mehrfach weitergegeben. Dennoch sind bislang nur sehr geringe oder keine spürbaren Verbesserungen erfolgt, was die tägliche Arbeit unnötig erschwert.
Kommunikation
Meines Erachtens wird in vielen Fällen um den sprichwörtlichen „heißen Brei“ herumgeredet. Relevante Themen werden teilweise nicht konsequent weiterverfolgt oder lediglich oberflächlich angeschnitten.
Wichtige Veränderungen, wie beispielsweise neue Provisionsvereinbarungen, werden zwar angesprochen, anschließend bleibt jedoch häufig unklar, wie das weitere Vorgehen aussieht. Rückfragen zu Zeitpunkten oder zur konkreten Umsetzung werden aus meiner Wahrnehmung heraus nicht eindeutig beantwortet. Dieses Muster zeigt sich aus meiner Sicht bei einer Vielzahl von Themen.
Interessante Aufgaben
Aus meiner Sicht besteht der überwiegende Teil der Tätigkeit – wenig überraschend – aus telefonischer Akquise, die größtenteils als eher „lauwarm“ einzuordnen ist, auch wenn dies nach außen teilweise anders kommuniziert wird. Vereinzelt finden zwar auch warme Gespräche statt, diese nehmen jedoch aus meiner Wahrnehmung heraus zunehmend ab.
Ebenfalls wenig überraschend ist, dass kaum andere oder ergänzende Aufgaben übertragen werden. Dies empfinde ich als schade, da sich im Laufe der Zeit durchaus zusätzliche Aufgabenfelder gezeigt haben, die sinnvoll hätten bearbeitet werden können. Diese wurden auch von mehreren Mitarbeitenden aktiv vorgeschlagen. In der Regel besteht jedoch aus meiner Sicht kein Interesse daran, solche Themen aufzugreifen oder weiterzuverfolgen.
Insgesamt empfinde ich die Aufgabenstruktur daher als sehr einseitig und wenig abwechslungsreich.


