Gut am Arbeitgeber finde ich
Besonders positiv hervorzuheben sind der starke Kollegenzusammenhalt und die Zusammenarbeit innerhalb der Teams. Trotz der überwiegenden Remote-Arbeit unterstützt man sich gegenseitig, hilft bei Engpässen und geht respektvoll miteinander um. Auch die direkten Führungskräfte sind bemüht, ihre Mitarbeitenden zu unterstützen und ein offenes Ohr für Anliegen zu haben.
Ebenfalls überzeugend sind die flexible Work-Life-Balance, die moderne Remote-Arbeitsweise sowie die sehr guten Arbeitsbedingungen mit einer zuverlässigen IT-Ausstattung. Wer sich einbringen möchte, kann Prozesse aktiv mitgestalten und Veränderungen im eigenen Bereich vorantreiben. Insgesamt bietet das Unternehmen ein modernes Arbeitsumfeld mit viel Flexibilität und einem starken Teamzusammenhalt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
es fehlt vor allem an echter Wertschätzung. Es wird ein hohes Maß an Einsatz, Flexibilität und überdurchschnittlicher Leistung erwartet, ohne dass sich dies angemessen im Gehalt oder in den Benefits widerspiegelt. Gehaltsanpassungen werden trotz Wachstum und individueller Leistung nicht vorgenommen. Das wirkt auf Dauer demotivierend und nimmt den Anreiz, dauerhaft mehr zu leisten als erwartet.
Auch bei den Benefits wird aus meiner Sicht viel Potenzial verschenkt. Statt auf die Wünsche der Mitarbeitenden einzugehen, wird eher kommuniziert, welche Leistungen es nicht geben wird. Hinzu kommt, dass viele der angebotenen Benefits für einen großen Teil der Belegschaft kaum einen echten Mehrwert bieten. Insgesamt entsteht dadurch der Eindruck, dass Kostenersparnis einen höheren Stellenwert hat als die langfristige Wertschätzung und Bindung der Mitarbeitenden.
Verbesserungsvorschläge
Die größten Baustellen liegen aus meiner Sicht nicht im operativen Geschäft, sondern auf Managementebene. Das Unternehmen sollte endlich eine transparente und verlässliche Kommunikation etablieren, Entscheidungen nachvollziehbar treffen und zugesagte Termine sowie Deadlines einhalten. Mitarbeitende möchten ernst genommen werden – sowohl fachlich als auch menschlich.
Darüber hinaus braucht es eine faire und marktgerechte Vergütung. Wer dauerhaft steigende Anforderungen, zusätzliche Verantwortung und überdurchschnittliche Leistung erwartet, muss diese auch angemessen honorieren. Symbolische Gehaltserhöhungen oder jahrelange Verzögerungen von Gehaltsanpassungen wirken demotivierend und fördern weder Motivation noch Mitarbeiterbindung.
Weiterentwicklung darf außerdem nicht nur ein Versprechen sein. Wer Verantwortung übernimmt und sich fachlich weiterentwickelt, sollte dafür auch ohne formale Beförderung Anerkennung erhalten. Ebenso sollten Benefits regelmäßig hinterfragt und stärker an den tatsächlichen Bedürfnissen der Mitarbeitenden ausgerichtet werden, anstatt pauschal auszuschließen, was nicht angeboten wird.
Das Unternehmen wächst und entwickelt sich fachlich weiter. Um langfristig gute Mitarbeitende zu halten, sollte die gleiche Entwicklung auch bei Führung, Wertschätzung und Unternehmenskultur stattfinden.
Arbeitsatmosphäre
Mit den direkten Kollegen und Vorgesetzten ist die Arbeitsatmosphäre grundsätzlich gut und wertschätzend. Problematisch wird es jedoch, sobald Themen auf Managementebene behandelt werden.
Leider entsteht zunehmend das Gefühl, dass Mitarbeitende nur als Ressource betrachtet werden. Leistung, Engagement und hoher persönlicher Einsatz werden zwar verbal von der direkten Führungskraft anerkannt, finden sich jedoch weder in der tatsächlichen Wertschätzung noch in einer angemessenen Vergütung oder Entwicklungsperspektive wieder.
Auf Dauer reicht ein wertschätzendes Miteinander im direkten Team allein nicht aus. Wenn Einsatz und Verantwortung keine spürbaren Konsequenzen haben, leidet die Motivation. Aus meiner Sicht hat sich die Stimmung im Unternehmen deshalb über die letzten Jahre kontinuierlich verschlechtert. Da kein monetärer Mehrwert für konstant überdurchschnittliche Leistung gebracht wird. Weder im Gehalt noch in attraktiven benefits.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist für mich einer der größten Pluspunkte des Unternehmens und tatsächlich einer der wenigen Benefits, die ich uneingeschränkt positiv bewerten würde.
Durch die Remote-Tätigkeit und die Möglichkeit, die Arbeitszeit weitgehend flexibel einzuteilen, lassen sich private Termine und der Arbeitsalltag sehr gut miteinander vereinbaren. Abgesehen von einer relativ großzügigen Kernarbeitszeit kann man sich den Tag eigenverantwortlich so gestalten, wie es am besten passt.
In der Regel genügt eine kurze Abstimmung mit der Führungskraft. Längere Pausen, ein früherer Arbeitsbeginn oder ein späteres Arbeitsende sind meist problemlos möglich. Dieses entgegengebrachte Vertrauen trägt aus meiner Sicht erheblich zu einer guten Work-Life-Balance bei.
Karriere/Weiterbildung
Weiterentwicklung ist grundsätzlich möglich, findet aus meiner Sicht jedoch überwiegend auf dem Papier statt. Mitarbeitende können zusätzliche Verantwortung übernehmen und sich fachlich weiterentwickeln, tatsächliche Aufstiegsmöglichkeiten sind aufgrund der begrenzten Anzahl an Positionen jedoch entsprechend selten.
Hinzu kommt, dass eine fachliche oder persönliche Weiterentwicklung ohne formale Beförderung finanziell nicht anerkannt wird. Dadurch fehlt häufig der Anreiz, dauerhaft zusätzliche Verantwortung zu übernehmen oder über das erwartete Maß hinaus Leistung zu zeigen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt entspricht nicht dem Branchenniveau und steht in keinem angemessenen Verhältnis zu den steigenden Anforderungen. Überdurchschnittliche Leistung und hohes Engagement werden erwartet, finanziell jedoch kaum honoriert. Gehaltsanpassungen werden im Rahmen der Performance-Runden regelmäßig bis zum Schluss hinausgezögert und fallen – wenn überhaupt – meist nur sehr gering aus. Das wirkt auf Dauer demotivierend und lässt das comittmend zum Unternehmen erlischen.
Auch bei den Benefits wird aus meiner Sicht Potenzial verschenkt. Auf Wünsche der Mitarbeitenden wird wenig eingegangen, stattdessen wird eher kommuniziert, welche Leistungen es nicht geben wird und im Intranet hinterlegt sodass man sich nicht traut nochmal in die Nachfrage zu gehen. Zudem sind weniger als 30 Urlaubstage zum Einstieg in der Versicherungsbranche eher unüblich.
Positiv hervorzuheben sind dagegen die sehr gute Work-Life-Balance, die Remote-Tätigkeit sowie die Mitarbeitertarife. Insgesamt überwiegt für mich jedoch der Eindruck, dass bei Gehalt und Zusatzleistungen deutlich Luft nach oben besteht. Und auch sein muss!
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen stellt pro Jahr zwei Volunteer Days zur Verfügung, an denen man sich sozial engagieren kann. Darüber hinaus sind mir keine größeren Maßnahmen bekannt, die im Bereich gesellschaftliche Verantwortung besonders hervorstechen.
Aus meiner Sicht ist das für die Branche jedoch auch kein entscheidender Faktor. Die angebotenen Volunteer Days sind eine sinnvolle Möglichkeit, gesellschaftliches Engagement zu fördern, und insgesamt empfinde ich das als völlig ausreichend.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist aus meiner Sicht eine der größten Stärken des Unternehmens. Trotz der überwiegenden Remote-Arbeit ist unser Team sehr gut eingespielt. Auf Unterstützung kann man sich jederzeit verlassen und Engpässe oder schwierige Tage werden von den Kollegen in der Regel selbstverständlich aufgefangen.
Auch die Zusammenarbeit mit anderen Departments funktioniert im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten gut. Die Kommunikation ist überwiegend hilfsbereit und lösungsorientiert.
Natürlich gibt es – wie überall – gelegentlich Konflikte. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass sowohl Kollegen als auch Führungskräfte bemüht sind, diese zeitnah und konstruktiv zu lösen, sodass für alle Beteiligten wieder eine gute Arbeitsbasis geschaffen wird.
Vorgesetztenverhalten
Im direkten Arbeitsalltag sind meine Erfahrungen mit den Führungskräften überwiegend positiv. Sie bemühen sich, ihre Mitarbeitenden zu unterstützen, abzuholen und für fachliche wie persönliche Themen jederzeit ein offenes Ohr zu haben. Man merkt, dass sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten versuchen, für ihre Teams da zu sein.
Deutlich kritischer sehe ich das obere Management. Hier fehlt mir häufig ein nachvollziehbares Mindset sowie eine klare und konsistente Führung. Entscheidungen und Prioritäten wirken nicht immer transparent oder nachvollziehbar, was sich negativ auf das Vertrauen und die Identifikation mit dem Unternehmen auswirkt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt sehr gut. Es wird alles zur Verfügung gestellt, was für die tägliche Arbeit benötigt wird. Wer trotz Remote-Arbeit zwischendurch einen Tapetenwechsel braucht, kann jederzeit das moderne und sehr ansprechend gestaltete Office in Berlin nutzen.
Auch die technische Ausstattung lässt keine Wünsche offen. Sämtliche Hardware wird vom Unternehmen gestellt – selbstverständlich auch im Homeoffice. Bei technischen Problemen oder fehlendem Equipment ist das IT-Team schnell erreichbar und unterstützt zuverlässig. Benötigte Hardware wird in der Regel unkompliziert und innerhalb kürzester Zeit direkt nach Hause geliefert.
Kommunikation
Die Teamleiter geben sich sichtbar Mühe, Themen im Rahmen ihrer Möglichkeiten transparent zu kommunizieren und ihre Teams abzuholen. Allerdings entsteht häufig der Eindruck, dass auch sie selbst nicht ausreichend oder rechtzeitig informiert werden. Das hat in der Vergangenheit mehrfach zu Missverständnissen sowie zu Situationen geführt, in denen sich Mitarbeitende nicht wertgeschätzt oder nicht ernst genommen fühlten.
Zudem wirkt es teilweise so, als würden wichtige sachliche und emotionale Themen vom Management nicht mit der notwendigen Priorität behandelt. Entscheidungen oder Deadlines werden wiederholt verschoben oder nicht eingehalten, was Unsicherheit schafft und das Vertrauen in das Unternehmen beeinträchtigt.
Trotz regelmäßiger Townhalls gehen wichtige Informationen verloren oder kommen nicht in der erforderlichen Klarheit bei den Mitarbeitenden an. Hier besteht aus meiner Sicht deutlicher Verbesserungsbedarf.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben entsprechen dem, was man von der Position erwarten kann. Natürlich arbeitet man nicht in der Raketenforschung, sondern bei einem Versicherer für Zahn-, Tier- und Gesundheitsversicherungen. Dennoch wird es durch das dynamische Umfeld selten langweilig. Es gibt regelmäßig neue Prozesse, Projekte oder Optimierungen, die eingeführt oder weiterentwickelt werden.
Wer sich einbringen möchte, hat die Möglichkeit, Veränderungen im eigenen Department aktiv mitzugestalten und Ideen einzubringen. Eigeninitiative ist grundsätzlich willkommen und kann einen echten Beitrag zur Weiterentwicklung der Abläufe leisten.