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Giesecke+Devrient
Bewertung

Pseudo Start-Up mit interessanten Projekten, aber unerfahrenen Managern.

2,1
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Marketing / Produktmanagement bei Giesecke+Devrient advance52 GmbH in München gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Die meisten sind häufig gestresst, weil die Arbeit in intensiven Projektphasen kommt. Zu meiner Zeit eine Umstellung weg von "Start-Up" und "wir machen mal was wir wollen", zu wir haben jetzt tatsächlich konkret zu liefern. Man spürte den mindset Konflikt. Zusätzlich: chronische Unterbesetzung.

Lob gibt es wenig. Prozesse sind chaotisch.

Dauerndes Kräftemessen zwischen G+D HQ und Advance52.

Kommunikation

Es gibt Slack intern und Mails / Teams für die restlichen G+D Kollegen. Man erreicht dort seine Kollegen. Aber Parallelwelt.
Austausch untereinander ist schlecht. Man muss allem hinterher laufen. Selbst in so einem kleinen Unternehmen, damals ca. 60 Leute, wusste kaum einer was die Kollegen gerade aktiv bearbeiten.

Sonst monatliches All-Hands mit einigen Daten.

Kollegenzusammenhalt

Jeder kocht sein eigenes Süppchen und jeder für sich. Kein gemeinsames am Strang ziehen. Aber jeder ist offen für Fragen und man kann seine Infos so bekommen. Coffee Dates etc, immer gerne gesehen.

Work-Life-Balance

Home Office möglich. Gleitzeit.
Aber häufige Überstunden sind an der Tagesordnung, viele Kollegen mit 10h Tagen. Krank in Meetings kommen wird als normal angesehen.

Teils Consultant Bedingungen, aber ohne Consulting Gehalt.

Vorgesetztenverhalten

Die meisten Manager haben absolut keine Führungserfahrung. Teils sehr fragwürdiges Verhalten, man darf sich freuen, wenn man mal mit den Kollegen zusammen in der Kantine essen kann. Zählt dann als Teamevent.

Für Teamleads sind die Mitarbeiter Mittel zum Zweck. Leads motivieren zu gemeinsamen "Sport" z.B. auf Off-Site, wer aber nicht spurt, muss sich rechtfertigen.

Interessante Aufgaben

Das Projekt ist sehr interessant, Umsetzung ist old-school. G+D ist alte Schule. Start Up Versprechen bei Advance 52 ist leider Quatsch.

Ad-hoc Tests als Onboarding. "Erledige das in 2h und zeige es mir dann".
Dabei gewinnt man, wenn man Gedanken lesen kann.

Nutzung von KI sicher 2-3 Jahre hinter dem Markt.

Gleichberechtigung

G+D Management stark von weißen älteren Männern geprägt. Weibliche Middle-Manager hatten deutlich schwerere Position als Männer.

Advance 52 mit vielen internationalen Kollegen. Allerdings geht es ständig nur um die jeweiligen Länderklischees. Gelebte Integration ist auch anders.

Nur wer 10 Jahre+ dabei ist, wird ernst genommen.

Umgang mit älteren Kollegen

Innerhalb Advance 52 kein Thema, die meisten Kollegen sind ähnlich alt. Bei G+D konstante Beschwerden der älteren Kollegen, akuter Generationenkonflikt.

Arbeitsbedingungen

Man muss seinen Tisch teils Tage im voraus buchen, es kam vor dass man entweder keinen Tisch oder weit weg von Kollegen bekam.
Dauernd ziehen Abteilungen um, räumliche Mischung von komplett fremden Abteilungen, Beschwerden, dass zu viel gelacht wird.

Equipment ist gut. Gute Tische, 0815 Windows Laptops.

Kantine ist ok, aber selbst ein Glas Wasser kostet extra. Jeder Kaffee kostet extra. Barista kostet nochmal extra, aber ist zumindest gut.

Parkplatz kostet auch extra.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Wie alle Großkonzerne, green washing. Aber es gab Initiativen.

Gehalt/Benefits

Wegen Geld geht man nicht zu G+D. Münchner Durchschnitt. Nichts besonderes. Primär attraktiv ist die Jobsicherheit. Monatlicher Obolus nach Probezeit.

Image

Außen gut, Innen schlecht.

Sicherer Arbeitgeber bei dem viele auf die Rente schielen.

Restrukturierungen passieren und sind nötig, an der Firma nagt der Zahn der Zeit.

Karriere/Weiterbildung

Zu meiner Zeit wenig Initiativen gesehen. Leute kleben auf Positionen.

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