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GOLDBECK 
GmbH
Bewertung

Tolle erste Berufserfahrung, um dann woanders wirklich Geld zu verdienen.

3,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei GOLDBECK Südwest GmbH in Hirschberg an der Bergstraße gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das Jahresgehalt sowohl in der Höhe als auch im Aufbau der verschiedenen variablen Anteile.
Orientiert euch am Bautarif, zahlt vernünftige Fixgehälter und ihr werdet merken, dass die Leute immer weniger wegen dem Gehaltsunterschied zur Konkurrenz wechseln.

Beim Thema Dienstwagen sehe ich das ähnlich.
Ich kann nachvollziehen, dass Sammelbestellungen für ein Unternehmen in dieser Größe wirtschaftlich attraktiver sind als individuelle Konfigurationen.
Aber lasst es euch von jemandem aus den "Arbeiterreihen" sagen: Die allermeisten, vor allem jüngere Mitarbeiter, legen Wert auf das Thema Auto.

Ich rede hier nicht davon, dass jeder Bauleiter einen Audi A6 fahren muss, aber gescheite und solide Kombis aus dem VW-Konzern, die man sich individuell konfigurieren kann, dass der Mitarbeiter happy ist.
Mal ganz davon abgesehen, dass der Fuhrpark komplett auf E-Fahrzeuge umgestellt wurde (was für mich persönlich jetzt nicht unbedingt ein Problem darstellt).

Die meisten Mitarbeiter verbringen sehr viel Zeit in ihrem Auto, da ist es wirklich nicht zu viel verlangt die Anforderung zu haben, dass man einen gescheit ausgestatteten Dienstwagen hat.

Und natürlich Vorgesetzte. Da sollte sich die Geschäftsführung mal Gedanken machen, ob es nicht an der Zeit ist das mittlere Management mal genauer unter die Lupe zu nehmen und ggf. auszutauschen.

Dann könnte man sich ernsthaft überlegen wieder zurück zu kommen.

Arbeitsatmosphäre

War auf den Baustellen meist gut, was aber mit den Kollegen kommt und geht.
Wird nach Ende der aktuellen Baustelle die Nächste zugeteilt, kann es sehr gut sein, dass man über mehrere Monate mit Kollegen eng zusammenarbeitet, mit denen man keine Gemeinsamkeiten hat oder in irgend einer Art und Weise connectet.
Das liegt allerdings in der Sache der Natur des Jobs, was also nicht zwangsläufig etwas mit GOLDBECK zu tun hat.

Es wird immer mal wieder verlangt sich im Büro blicken zu lassen. Dort wird einem dann wieder bewusst, dass es doch ein Privileg ist nicht jeden Tag dorthin fahren zu müssen.

Führungskräfte, die beim Smalltalk Witze machen und hinter deinem Rücken über dich herziehen.
Das Schlimmste daran: Teilweise noch mit anderen Kollegen.

Ich war immer wieder froh, wenn ich vorne die Tür raus bin und wusste, dass ich am nächste Tag wieder auf meine Baustelle, statt ins Büro fahren darf.

Work-Life-Balance

In unserer Branche bzw. im Projektgeschäft im Allgemeinen, muss man sich nun mal von einer normalen 40h Woche verabschieden.

Wenn morgens um 6 Beton kommt, muss man eben auch als Bauleiter parat stehen.
Sind für den Nachmittag am gleichen Tag noch Meetings angesetzt, so kann es auch sehr gut sein, dass man sich wünscht ein Bett auf der Baustelle stehen zu haben.

Es wird natürlich immer gepredigt, dass darauf geachtet wird, dass sich hier keiner übernimmt und man sich melden kann, wenns einem zu viel wird.

Ich denke wir wissen alle, was passiert, wenn man mit so einem Thema zu seiner Führungskraft geht. Richtig, man kommt aufs Abstellgleis.

Es wird einem natürlich immer erzählt, dass die Arbeit so auf die einzelnen Personen verteilt wird, dass es in der regulären Zeit zu schaffen ist. Heißt natürlich auch mit anderen Worten, dass wenn bei dir Überstunden anfallen, es deine eigene Schuld ist, weil du zu unfähig oder zu langsam bist.

Man könnte dazu noch einige Passagen schreiben, doch ich bin mir sicher, die Meisten, die das hier lesen werden, wissen genau, was ich meine und können sich ihre Work-Life Balance in diesem Unternehmen bereits vorstellen.

Gehalt/Benefits

Es gibt viele "Side Benefits", die auch wirklich cool und sinnvoll sind.
Da ist das Unternehmen echt gut aufgestellt.

All das ist für mich allerdings lediglich nice to have.
Unterm Strich interessiert die Meisten, was am Ende des Monats auf dem Konto landet, und das ist leider mit der Konkurrenz bzw. dem Bautarifvertrag nicht zu vergleichen.

Es gibt eine Inhouse Gehaltstabelle mit Sprüngen zwischen den Stufen von ca. 100€.

Im Jahresgehalt finden sich sehr viele variable Anteile, die, WENN sie alle in einem Jahr auch wirklich gezahlt werden, das Jahresgehalt halbwegs akzeptable machen.
Fallen diese Anteile weg, sollte man sich überlegen, ob man nicht lieber bei ALDI an die Kasse sitzt, vor allem wenn man sich seinen realen Stundenlohn unter Anbetracht der tatsächlich geleistet Monatsstunden ausrechnet. (Etwas überspitzt formuliert, aber dem Grunde nach gehts schon in diese Richtung).

Die Konkurrenz bietet einfach ein deutlich attraktiveres Gehalt und das als Fixgehalt, ohne jedes Jahr darauf hoffen zu müssen, dass auch wirklich der Bonus gezahlt wird. Meistens gibt es in solchen Firmen ebenfalls Boni.

Überstunden werden natürlich nicht bezahlt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach außen wird viel dafür getan das Image gut zu halten.
Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt war in meiner Einheit gut. Schwarze Schafe gibt es überall.

Vorgesetztenverhalten

Komplette Katastrophe. Da fragt man sich manchmal wie die es geschafft haben dahin zu kommen, wo sie sind.
Durch Kompetenz ganz bestimmt nicht.

Mitarbeiterführung ist wirklich katastrophal.
Die Fluktuation in meiner Einheit ist so hoch wie beim Speeddating.

Es wird gar nicht versucht die Mitarbeiter lange zu halten und sich ein solides Team aufzubauen, was mit Erfahrung und Loyalität zum Unternehmen die Einheit weiterbringt.

Kollegen mit Erfahrung werden gehengelassen, obwohl es mit ein paar Euro mehr im Monat nicht soweit gekommen wäre.
Als Ersatz werden unerfahrene Absolventen eingestellt, die natürlich für deutlich weniger Gehalt arbeiten, den Gehaltsunterschied zum eben erwähnten erfahrenen Kollegen allerdings mit einer falschen Entscheidung auf der Baustelle wieder ganz einfach relativieren.

Sobald diese neuen Absolventen einige Baustellen betreut haben, ihre Fehler gemacht haben und nun einen Wert darstellen und diesen auch beim Vorgesetzten einfordern, wird der Wert natürlich nicht bezahlt und die Erfahrung geht für bessere Bezahlung zur Konkurrenz.

Und das Spiel läuft die ganze Zeit so durch.

Arbeitsbedingungen

Ganz i.O.
Es gibt höhenverstellbare Schreibtische und es wird darauf geachtet, dass nicht die billigste Containeranlage auf die Baustelle gestellt wird.

Bei der IT-Ausstattung sowie PSA (Schuhe etc.) gibt es noch Luft nach oben.

Kommunikation

Es wird transparent und regelmäßig über Ergebnisse und Neuigkeiten informiert.

Eine Erwartungshaltung wird auch regelmäßig gegenüber den Mitarbeitern kommuniziert.
Dass die Führungskräfte entweder noch nie eine Baustelle betreut haben, es entweder Ewigkeiten her ist und/oder die betreuten Baustellen den Bach runter gingen bzw. heute noch Mängel und Einbehalte in der Schlussrechnung aufweisen, rückt bei unqualifizierten Sprüchen dann leider in Vergessenheit.

Es kommt einem so vor, als hätten die Führungskräfte einen Crashkurs in "how to be a Führungskraft" besucht und werden auf die Kollegen losgelassen.

Hier sollte man sich öfter Gedanken machen, ob man mit der Distanz zum operativen Geschäft es sich wirklich erlauben sollte die Arbeit der Kollegen so ins schlechte Licht zu rücken, oder ob man sich einfach eingesteht, dass man als Führungskraft keine Ahnung mehr davon hat, was da draußen eigentlich abgeht bzw. was in Bau- und Projektleitung jeden Tag geleistet wird.

Interessante Aufgaben

Zu 100%. Kann man gar nicht meckern.


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Karriere/Weiterbildung

Umgang mit älteren Kollegen

Gleichberechtigung

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.