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Bewertung

Viel Potenzial und ein tolles Team – leider hat sich die Entwicklung zuletzt deutlich verschlechtert

2,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Grand City Property in Dresden gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

* sehr guter Zusammenhalt innerhalb des eigenen Teams
* gute Zusammenarbeit mit vielen anderen Abteilungen
* flexible Arbeitszeitgestaltung
* Homeoffice
* Dienstwagen
* grundsätzlich gute Verdienstmöglichkeiten bei entsprechender Provisionsleistung
* teilweise sehr gute und engagierte Führungskräfte erlebt

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

* fehlende Transparenz bei Veränderungen und Zukunftsperspektive
* aus meiner Sicht unzureichender Umgang mit Mitarbeiterfeedback
* deutliche Verschlechterung der Führungssituation nach dem Führungswechsel
* wenig Anerkennung und Feedback
* begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten
* Provisionsmöglichkeiten durch sinkenden Leerstand geringer geworden
* geringe zusätzliche Benefits
* Wegfall des Arbeitsplatzes bzw. Servicepoints in Leipzig
* zunehmende Unsicherheit durch Sparmaßnahmen und Stellenabbau
* aus meiner Sicht zu starker Fokus auf schnelle Vermietung zulasten von Qualität und Kundenzufriedenheit

Verbesserungsvorschläge

Ich würde mir vor allem mehr Transparenz, Verlässlichkeit und echte Kommunikation wünschen.

Mitarbeiter:innen sollten die Möglichkeit haben, Sorgen und Probleme anzusprechen, ohne dass daraus das Gefühl entsteht, nicht ernst genommen zu werden. Gespräche mit HR, Compliance oder anderen internen Stellen sollten aus meiner Sicht nicht bei der Gesprächsführung enden, sondern auch zu nachvollziehbaren Maßnahmen führen.

Außerdem würde ich mir eine Führungskultur wünschen, die stärker auf Vertrauen, Wertschätzung, regelmäßiges Feedback und persönliche Kommunikation setzt.

Gerade in einer Phase, in der das Unternehmen Kosten reduziert, Standorte schließt und Stellen abbaut, halte ich eine transparente Kommunikation über die zukünftige Ausrichtung für besonders wichtig.

Auch die Kundenzufriedenheit sollte aus meiner Sicht wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Der Eindruck, dass Wohnungen möglichst schnell vermietet werden müssen, darf nicht zulasten der Qualität gehen. Bei Renovierungen und der Objektpflege sollte langfristige Qualität aus meiner Sicht einen höheren Stellenwert bekommen.

Arbeitsatmosphäre

Innerhalb des Teams war die Arbeitsatmosphäre über lange Zeit ausgesprochen gut. Der Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung waren für mich eine der größten Stärken des Unternehmens. Gerade im Vertrieb ist es nicht selbstverständlich, dass Kolleg:innen so füreinander einstehen und sich gegenseitig unterstützen.

Auch abteilungsübergreifend, beispielsweise mit Property Management, Rent Control Department oder Construction habe ich die Zusammenarbeit überwiegend als freundlich und auf Augenhöhe erlebt. Teilweise sind daraus sogar private Kontakte entstanden.

Leider hat sich die allgemeine Stimmung in den letzten Jahren deutlich verändert. Insbesondere durch Umstrukturierungen im Team, Schließungen und personelle Veränderungen entstand zunehmend Unsicherheit bezüglich der Zukunft des Unternehmens und der eigenen Position und Abteilung.

Image

Das Image des Unternehmens habe ich während meiner Zeit dort zunächst als grundsätzlich positiv wahrgenommen. GCP ist ein etabliertes Unternehmen in der Immobilienbranche und vermittelt nach außen den Eindruck eines professionellen und strukturierten Arbeitgebers.

In den vergangenen Jahren hat sich meine persönliche Wahrnehmung jedoch verändert. Durch die zunehmenden Umstrukturierungen, die Schließung von Servicepoints, den Wegfall von Arbeitsplätzen und den damit verbundenen Stellenabbau entstand aus meiner Sicht zunehmend der Eindruck eines Unternehmens, das stark auf Kosteneinsparungen ausgerichtet ist.

Work-Life-Balance

Die flexible Arbeitszeitgestaltung und die Möglichkeit zum Homeoffice empfinde ich grundsätzlich als sehr positiv. Auch die freie Einteilung der Arbeitszeit ermöglicht eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
Schwierig wird es allerdings, wenn berufliche Sorgen und Probleme nicht ausreichend aufgegriffen werden. Wenn man das Gefühl hat, mit bestimmten Themen alleine gelassen zu werden, fällt es entsprechend schwerer, nach Feierabend wirklich abzuschalten.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsmöglichkeiten sind grundsätzlich vorhanden, allerdings sehe ich nur begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der eigentlichen Position.

Schulungen finden regelmäßig statt, wiederholen sich aus meiner Sicht jedoch jährlich und bieten dadurch wenig neue Impulse. Eine klare Entwicklungsperspektive innerhalb des Unternehmens war für mich nicht erkennbar.

Gehalt/Benefits

Durch die Provision war es grundsätzlich möglich, bei entsprechender Leistung ein gutes Einkommen zu erzielen. Mit sinkendem Leerstand haben sich diese Möglichkeiten allerdings deutlich reduziert, während die Provisionsstruktur aus meiner Sicht nicht entsprechend angepasst wurde.

Das Grundgehalt ist sehr niedrig angesetzt. Zusätzliche Prämien oder Boni für besondere Leistungen gab es in meiner Abteilung nicht. Teilweise gab es einen „End of year bonus“, welcher allerdings nicht realistisch angesetzt war. Auch einen Inflationsausgleich oder eine Coronaprämie gab es nicht.

Die sonstigen Benefits waren aus meiner Sicht eher überschaubar. Angebote wie Obst, Wasser und Kaffee waren zwar vorhanden, entfielen jedoch später im Zuge des Wegfalls des Leipziger Arbeitsplatzes.

Viele Benefits sind bzw. waren hauptsächlich am Hauptstandort Berlin verfügbar und damit für Mitarbeiter:innen an anderen Standorten nur eingeschränkt relevant.

Positiv waren für mich der Dienstwagen sowie die Möglichkeit zum Homeoffice.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war für mich definitiv eine der größten Stärken des Unternehmens. Besonders innerhalb des eigenen Teams war der Umgang miteinander sehr familiär, vertrauensvoll und von gegenseitiger Unterstützung geprägt. Auch wenn es im Vertrieb natürlich Leistungs- und Zielvorgaben gibt, hatte ich nie das Gefühl, dass man gegeneinander arbeitet. Im Gegenteil: Man hat sich gegenseitig unterstützt, Wissen geteilt und bei Problemen füreinander eingesprungen.

Umgang mit älteren Kollegen

Grundsätzlich hatte ich nicht den Eindruck, dass Kolleg:innen aufgrund ihres Alters benachteiligt oder anders behandelt wurden.

In unserem Team haben Kolleg:innen in unterschiedlichen Altersgruppen – von Anfang 20 bis Anfang 60 – eng und sehr gut zusammengearbeitet. Der Altersunterschied spielte im täglichen Miteinander keine wesentliche Rolle.

Im Gegenteil: Trotz der unterschiedlichen Altersgruppen und teilweise unterschiedlichen Erfahrungen wurde sich gegenseitig selbstverständlich unterstützt. Das galt beispielsweise bei technischen Problemen, aber auch bei Sprachbarrieren oder anderen Herausforderungen im Arbeitsalltag.
Gerade dieser gegenseitige Austausch zwischen den Generationen wurde von mir als positiv und bereichernd wahrgenommen.

Vorgesetztenverhalten

Bis Frühjahr 2025 sehr gute Erfahrungen mit der damaligen TL: fachlich & persönlich kompetent, gut vernetzt, unterstützend, jederzeit ansprechbar & mit offenem Ohr. Seit dem Führungswechsel aus meiner Sicht deutliche Verschlechterung:
Kommunikation unpersönlicher & teilw. rauer, teilw. wochenlang kein Austausch; Anliegen/Probleme wurden nicht immer ernst genommen; teilw. Verweis auf fehlende Zuständigkeit
aus meiner Sicht teilw. unterschiedliche Behandlung von Mitarbeiter:innen
wiederholt neue Arbeitsanweisungen, teils kurzfristig & ohne ausreichende Erklärung; bei Nichteinhaltung wurden Konsequenzen angedroht → zunehmendes Gefühl von Kontrolle & Unsicherheit
Aussagen zu möglichen Stellenkürzungen & angeblicher Kalenderkontrolle durch die Geschäftsleitung verstärkten dies
kaum positives Feedback oder Anerkennung, auch bei erreichten Zielen
nächsthöhere Führungsebene aus meiner Sicht eher beschwichtigend als lösungsorientiert
Vertriebsleitung im Arbeitsalltag kaum präsent
Jahresendgespräche häufig erst Monate später & dadurch teilweise wenig zielführend; beim Führungswechsel fehlte die Einholung von Feedback der vorherigen TL
Teammeetings werden häufig kurzfristig abgesagt

Arbeitsbedingungen

Die Möglichkeit, flexibel und im Homeoffice zu arbeiten, ist grundsätzlich sehr angenehm.

Gleichzeitig hat sich der Arbeitsplatz in Leipzig zunehmend verändert. Nachdem der dortige Arbeitsplatz weggefallen ist, fand die Arbeit mittlerweile praktisch vollständig im Auto statt. Für mich war dies ein weiterer Schritt, durch den der persönliche Austausch und die Zugehörigkeit zum Standort verloren gegangen sind.

Parallel dazu wurden im Unternehmen Servicepoints geschlossen und Stellen abgebaut. Auch unsere ehemalige TL war von den personellen Veränderungen betroffen. Die daraus entstandene Unsicherheit wurde aus meiner Sicht nicht ausreichend durch transparente Kommunikation aufgefangen.

Kommunikation

Hier sehe ich einen der größten Verbesserungsbereiche.

Sorgen, Probleme und Verbesserungsvorschläge wurden von mir und auch von Kolleg:innen wiederholt an verschiedene Stellen, unter anderem HR, Compliance und den internen Businesscoach herangetragen. Leider hatte ich dabei häufig das Gefühl, dass Gespräche zwar geführt wurden, daraus aber keine nachhaltigen Veränderungen entstanden.Dadurch haben viele Mitarbeiter:innen auch den Elan verloren, weitere Dinge anzusprechen.

Teilweise wurden Verbesserungen oder Veränderungen in Aussicht gestellt, die anschließend nicht oder nur unzureichend umgesetzt wurden. Dadurch ist mit der Zeit viel Vertrauen in die internen Prozesse verloren gegangen.

Besonders während der aktuellen Umstrukturierungen und Sparmaßnahmen fehlt mir eine transparente Kommunikation darüber, wie die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens aussieht und welche Auswirkungen diese Veränderungen auf die Mitarbeiter haben.

Gleichberechtigung

Innerhalb des Teams hatte ich insbesondere nach dem Führungswechsel teilweise den Eindruck, dass Mitarbeiter:innen unterschiedlich behandelt werden. Entscheidungen, Vorgaben und der Umgang mit einzelnen Personen wirkten auf mich nicht immer einheitlich und nachvollziehbar. Dabei entstand teilweise der Eindruck, dass persönliche Sympathien oder die individuelle Wahrnehmung einzelner Mitarbeiter:innen durch die Führungskraft eine Rolle spielen könnten.

Eine klare Benachteiligung aufgrund von Geschlecht, Herkunft, Alter oder vergleichbaren persönlichen Merkmalen kann ich aus meiner eigenen Erfahrung nicht beurteilen und möchte ich daher auch nicht unterstellen.

Interessante Aufgaben

Die Tätigkeit als Sales Agent ist grundsätzlich abwechslungsreich und bietet Kontakt zu unterschiedlichen Menschen und Bereichen.

Allerdings betreut man über viele Jahre dieselben Bestände. Dadurch sind die Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der eigentlichen Tätigkeit begrenzt.

Kreative Ideen und Vorschläge, beispielsweise im Bereich Marketing oder zur Verbesserung von Abläufen, wurden aus meiner Sicht in den letzten 1,5 Jahren nicht aufgegriffen. Das kann auf Dauer demotivieren, wenn eigene Ideen zwar eingebracht, aber nicht weiterverfolgt werden.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Arbeitgeber-Kommentar

HR-Team

Liebe(r) Verfasser(in),
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Erfahrungen so ausführlich und differenziert mit uns zu teilen.
Wir freuen uns besonders über Ihre positiven Worte zum Zusammenhalt innerhalb des Teams, zur Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen sowie zu den Möglichkeiten des flexiblen Arbeitens und Homeoffice. Dass Sie diese Aspekte während Ihrer Zeit bei uns positiv erlebt haben, wissen wir sehr zu schätzen.
Gleichzeitig nehmen wir Ihre kritischen Rückmeldungen zu den Themen Kommunikation, Führung, Entwicklungsmöglichkeiten und Veränderungen im Unternehmen sehr ernst.
Wir bedauern, wenn Sie während Ihrer Zeit bei uns den Eindruck gewonnen haben, dass Ihre Anliegen und Verbesserungsvorschläge nicht ausreichend aufgegriffen wurden. Ihre Rückmeldung zeigt uns, an welchen Stellen wir unsere Prozesse und unsere Kommunikation weiter verbessern müssen.
Auch Ihre Hinweise zu Vergütung, Benefits und Entwicklungsmöglichkeiten nehmen wir mit. Gleichzeitig unterscheiden sich Rahmenbedingungen und Erfahrungen je nach Position, Standort und Tätigkeitsbereich, sodass wir einzelne Punkte nicht pauschal auf das gesamte Unternehmen übertragen können.
Wir danken Ihnen nochmals für die positiven wie auch kritischen Aspekte Ihrer Bewertung. Konstruktives Feedback hilft uns dabei, unsere Arbeitsbedingungen und unsere Zusammenarbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Für Ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg wünschen wir Ihnen alles Gute und viel Erfolg.

Viele Grüße,
Dein HR-Team

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.