Ökonomie > Ökologie
Gut am Arbeitgeber finde ich
1. Innerhalb der Teams ist der Zusammenhalt ausgezeichnet. Die Kollegen sorgen für eine lockere, motivierende Atmosphäre, die den fordernden Arbeitsalltag spürbar leichter gemacht haben
2. Es gibt echten Freiraum, eigene Ideen einzubringen und Fokusthemen sowie interne Projekte selbst mitzugestalten, statt nur starre Vorgaben abzuarbeiten.
3. Höhenverstellbare Tische, ergonomische Stühle und ein schön eingerichtetes Büro sorgen für eine angenehme Arbeitsumgebung. Bei technischen Problemen war die interne IT zuverlässig und schnell.
4. Merchandise wie Kleidung und Rucksäcke wurden ökologisch und sozial produziert. Mitarbeiterevents (Sommerfest, Winterfest) sowie Engagement bei Initiativen wie dem Dortmunder Tatendrang passen zum kommunizierten Unternehmensimage.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
1. Die interne Kommunikation ist deutlich verbesserungswürdig, Entscheidungen werden häufig zu spät kommuniziert und der Austausch zwischen Abteilungen ist kaum vorhanden.
2. Mehrarbeit wird vorausgesetzt, insbesondere in Hochphasen, ein Ausgleich über Freizeit oder Vergütung findet jedoch nicht statt.
3. Das Grundgehalt ist unterdurchschnittlich und stark auf die variable Vergütung ausgelegt, was bei nicht erreichten Zielen schnell zu wirtschaftlicher Unsicherheit führen kann.
4. Das nach außen kommunizierte Bild eines nachhaltigen, sozialen Unternehmens wird intern nicht in gleichem Maße gelebt, etwa bei der Fahrzeugflotte, der Energieeffizienz der Büros oder der Mülltrennung.
Verbesserungsvorschläge
1. Zuschuss zum ÖPNV einführen: Ein Arbeitgeberzuschuss zum Deutschlandticket würde die nach außen kommunizierte Nachhaltigkeitsausrichtung auch intern glaubwürdiger machen.
2. Fuhrpark nachhaltiger gestalten: Sowohl Verbrenner- als auch Elektro-SUVs mit hohem Verbrauch sollten zugunsten tatsächlich effizienter, nachhaltiger Fahrzeuge aus dem Fuhrpark genommen werden, um die Scope-1-Bilanz spürbar zu verbessern.
3. Interne Nachhaltigkeitsmaßnahmen und Transparenz ausbauen: Der Bezug von Ökostrom für die IT-Infrastruktur, eine flächendeckende Mülltrennung in allen Etagen sowie eine regelmäßige Veröffentlichung von Nachhaltigkeits- bzw. ESG-Angaben würden die Lücke zwischen Außendarstellung und interner Praxis schließen.
4. Kritik konsequent nachverfolgen: Geäußerte Kritik sollte dokumentiert und mit erkennbaren Konsequenzen versehen werden, anstatt folgenlos zu bleiben.
5. Entscheidungen frühzeitiger kommunizieren: Wichtige Entscheidungen und Neuigkeiten sollten bereits während des Entstehungsprozesses transparent gemacht werden, nicht erst nach vollständiger Finalisierung.
6. Büroklima im Sommer verbessern: Bei hohen Temperaturen ist konzentriertes Arbeiten kaum möglich, hier wäre eine bessere Klimatisierung der Arbeitsplätze wünschenswert.
7. Abteilungsübergreifenden Austausch stärken: Regelmäßige, strukturierte Austauschformate zwischen den Abteilungen würden Silodenken reduzieren und den Informationsfluss über reine Aufgabenübergaben hinaus verbessern.
8. Mehrarbeit angemessen ausgleichen: Überstunden in Hochphasen sollten konsequent durch Freizeitausgleich oder finanzielle Vergütung kompensiert werden, anstatt stillschweigend vorausgesetzt zu werden.
9. Provisionsmodell überarbeiten: Eine Weiterentwicklung des variablen Vergütungsmodells würde Mitarbeitenden mehr wirtschaftliche Planungssicherheit ermöglichen, ohne den motivierenden Charakter der Erfolgsbeteiligung zu verlieren.
10. Weiterbildung proaktiv anbieten: Die Personalabteilung sollte strukturierte Weiterbildungsangebote aktiv vorschlagen, anstatt die Initiative vollständig den Mitarbeitenden zu überlassen.
Arbeitsatmosphäre
Der Arbeitsalltag war geprägt von hoher Leistungserwartung und spürbarem Vertriebsdruck. Auch Überstunden wurden erwartet, ohne dass es dafür einen Ausgleich gab. Deutlich positiver fällt der Blick auf die Kollegen, diese sorgten trotz der fordernden Grundstimmung für eine lockere, motivierende Atmosphäre im Team, die den Arbeitsalltag spürbar leichter gemacht hat. Zusätzliche Incentives kamen als motivierendes Element dazu. Ingesamt ein forderndes Klima, das durch ein starkes kollegiales Miteinander gut aufgefangen wurde.
Image
Intern wird die GREEN IT nicht so wahrgenommen wie Sie nach Außen dargestellt wird. Die GREEN IT trägt nach außen ein Bild eines nachhaltig und sozial agierendes Unternehmen, dieses Motto wird Intern nicht so stark gelebt wie nach außen. Das Unternehmen lebt keine Nachhaltigkeit vor, denn dieses geht in dem Ziel der Gewinnmaximierung unter, so wird die Mobilität mit dem ÖPNV nicht gefördert, effiziente Dienstwagen werden nicht angeschafft und Mülltrennung findet nur in einer von drei Etagen statt.
Die Mitarbeiterevents (Sommerfest, Winterfest) passen aber zum Image und auch die Aktionen wie Dortmunder Tatendrang und Förderung von nachhaltigen Projekten passt zur Außendarstellung und ist positiv zu erwähnen.
Der Fokus auf nachhaltige Produkte/Lösungen werden im Verkauf nicht aktiv verfolgt und es werden teilweise weite Strecken gefahren für Meetings die ohne Probleme auch via Teams durchgeführt werden könnten. Die Bereiche der Webseite zu Nachhaltigkeit und Soziales wurden auch sehr lange nicht mehr aktualisiert.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist grundsätzlich in Ordnung, sofern aktuell keine Hochphase oder Q4 stattfindet. Die Arbeitszeit trifft die Realität, außer Kundentermine sorgen für längere Arbeitszeiten, oder Deadlines sind in naher Zukunft.
In Hochphasen kommt es häufig zu Überstunden, da das Deckungsbeitragsziel erreicht werden muss.
Karriere/Weiterbildung
Karriere bei der GREEN IT ist durchaus möglich, allerdings wird diese im operativen Geschäft an die Zahlen gekoppelt, welche der Mitarbeiter selber kaum beeinflussen kann, dass führt dazu dass sehr fleißige Mitarbeiter nicht durch die Führung aktiv gefördert werden, wenn der Mitarbeiter schlicht Pech hat.
Weiterbildung kann auf Wunsch des Mitarbeiters stattfinden. Zu jedem Zeitpunkt wurde dem Mitarbeiter die Möglichkeit gegeben sich selber weiterzubilden. An der Stelle wäre aber auch mehr Proaktivität seitens der Personalabteilung und der strategischen Führung sehenswert, damit die Mitarbeiter mit der schnellen technologischen Entwicklung stand halten können.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt bei GREEN IT Das Systemhaus GmbH ist üblich für ein Unternehmen in seiner Größe und in der Branche. Das Gehalt wird pünktlich vor Monatsende ausgezahlt. Das Gehalt besteht in einigen Abteilungen aus einem Grundgehalt und einem variablen Gehalt. Das Grundgehalt ist daher sehr unterdurchschnittlich, denn die Mitarbeiter benötigen eine Motivation Ihren Deckungsbeitrag zu erreichen. Dieses Modell kann lukrativ sein, je nach Erfahrung und Kundenstamm kann man so ein sehr hohes Gehalt verdienen.
Dieses Modell muss aber zu einem selber passen. Als Mitarbeiter der eher auf ein sicheres und planbares Einkommen Wert legt oder angewiesen ist, stößt dieses Modell schnell an die Verzweiflung, wenn die angestrebten Ziele nicht erreicht werden (können).
Das Unternehmen zahlt eine vermögenswirksame Leistung und eine betriebliche Altersvorsorge. Die Zuschüsse der betrieblichen Altersvorsorge steigen mit der Betriebszugehörigkeit, somit setzt der Arbeitgeber auf die Loyalität des Mitarbeiters und belohnt ihn dafür. Bei der Vermögenswirksame Leistung wird nur der Mindestbetrag gezahlt. Das Unternehmen bietet keinen Zuschuss zum Deutschlandticket für den nachhaltigen ÖPNV.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen handelt nicht primär nachhaltig. Es wird keine energiesparende Hardware für die Mitarbeiter angeschafft, dafür ist Kleidung, Rucksack und Werbematerial außerordentlich positiv hervorzuheben, da diese ökologisch und sozial hergestellt werden.
Das Unternehmen schafft ineffiziente Elektrofahrzeuge an (große SUVs) mit hohem Verbrauch, dazu wird vermehrt auf Verbrenner gesetzt, was in keiner Weise zur nachhaltigen Ausrichtung steht.
Im Bereich Scope 1 ist das Unternehmen nicht gut aufgestellt, da Vertrieb und Logistik CO2-Intensiv ist durch die Verbrennerfahrzeuge, noch ist die eingesetzte Hardware im Unternehmen oder Infrastruktur wie Kühlschränke und Beleuchtung auf Energieeinsparung ausgelegt.
Im Bereich Scope 2 wirbt das Unternehmen nicht aktiv mit Ökostrom zum Betrieb der internen IT-Infrastruktur, was auf die Nutzung günstigen fossilen Stroms schlussfolgern lässt.
Im Bereich Scope 3 gibt es keine Transparenz über die eingesetzten Lieferketten, noch wird vom Unternehmen Berichte wie einen "Nachhaltigkeitsbericht" oder ESG-Angaben zu den Lieferketten veröffentlicht, somit ist die GREEN IT dort äquivalent zu allen anderen Systemhäusern im Punkt Nachhaltigkeit.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist ausgezeichnet in den jeweiligen Teams. Zwischen den Abteilungen kommt es zu Konflikten, da durch die entsprechenden Abteilungsziele erstmal die eigenen Ziele berücksichtigt werden, somit kommt es Abteilungsübergreifend vor, dass der Zusammenhalt sinkt.
Umgang mit älteren Kollegen
Kollegen werden unabhängig vom Alter behandelt aus der internen Wahrnehmung.
Vorgesetztenverhalten
Die Hierarchie der GREEN IT ist meistens drei-Stufig, somit gibt es einen Teamlead, darüber einen Director und darüber einen Gesellschafter/Prokurist. Die Ziele der Mitarbeiter stammen aus einer Planung des strategischen Managements, welche dann teilweise nicht mit den Vorstellungen übereinstimmen, auch die realistische Erreichung und die Machbarkeit im Tagesgeschäft wirkt nicht im strategischen Management ausreichend berücksichtigt.
Die Führung bei der GREEN IT ist teils autokratisch, somit werden Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse nicht einbezogen, noch werden Meinungen in Prozessänderungen oder strategischen Ausrichtungen berücksichtigt.
Konstruktive Kritik wird durch eine defensive Haltung abgewehrt, dazu werden auch konkrete Wünsche mit langen Wartezeiten versehen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen bei der GREEN IT sind verbesserungswürdig. Die Mitarbeiter starten am Arbeitsplatz ohne Maus und Tastatur, so dass diese erst besorgt werden müssen. Im Sommer steigen die Temperaturen so hoch, dass konzentriertes Arbeiten kaum noch möglich ist. Die Arbeitsplätze haben des öfteren technische Probleme, wo zumindest die interne IT schnell zur Hilfe kommt. Das Büro selbst ist schön und gemütlich eingerichtet und höhenverstellbare Tische und ergonomische Sitze sind positiv.
Kommunikation
Die interne Kommunikation ist verbesserungswürdig. Kritisches Feedback wird zwar teilweise angenommen, verlief im Anschluss aber meist im Sande, ohne dass sich spürbar etwas änderte. Entscheidungen wurden generell zu spät kommuniziert, Neuigkeiten erreichten die Mitarbeitenden oft erst, wenn bereits alles final entschieden war. Zwischen den Abteilungen fand kaum Austausch statt.
Gleichberechtigung
Bei der GREEN IT wird großen Wert auf Gleichberechtigung durch das People & Culture Team gelegt, welches subjektiv von der Führung auch gelebt wird.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben lassen sich kaum selber aussuchen, da diese vom Marktgeschehen und des Kundenbedarfs vorgegeben werden, dies ist im operativen Vertriebsgeschäft auch normal. Die internen Aufgaben sind größtenteils interessant, da an eigenen Projekten/Produkten oder Themen gearbeitet werden kann. Die Aufgabenbelastung wird gerecht aufgeteilt, es kommt vor das Aufgrund von Kundenbeziehungen oder hohen Anfrageaufkommen auch zur Überlastung und dann zur Überstunden kommt, welche aber bei der GREEN IT gerne gesehen werden, damit die Mitarbeiter Ihre hohen Deckungsbeiträge erreichen.


