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Grohe 
AG
Bewertung

Leider ist nicht alles Gold was glänzt

2,3
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Grohe AG (Hemer / Deutschland) in Hemer gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Gehalt, Rahmenbedingungen generell

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Zusammenhalt, Managementverhalten, Kommunikation, Personalentwicklung (welche?!)

Verbesserungsvorschläge

Interne Kommunikation fördern. Personalentwicklung individualisieren, Jugend fördern. Teamgeist abteilungsübergreifend etablieren

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre im Großraumbüro entspricht der einer Kantine (die ist im Übrigen echt ok). Lautstärke ist gerade zum Monats- oder Quartalsende grenzwertig. Konferenzräume Mangelware, die Einrichtung lieblos und veraltet.

Kommunikation

Teilweise wirklich katastrophal. Sowohl teamintern als auch abteilungsübergreifend gibt es hier verstärktes Ressortdenken, sofern überhaupt Kommunikation untereinander stattfindet. Oftmals weiß die linke Hand nicht was die rechte Hand tut. Das Management weiß sich extern stark zu vermarkten, in wichtigen Fragen wird jedoch bewusst geschwiegen und die Mitarbeiter werden vor vollendete Tatsachen gestellt und bis dahin im Dunkeln gelassen. Hier gibt es definitiv Verbesserungspotenzial. Man ist im Management zu weit weg von der Basis.

Kollegenzusammenhalt

Sicherlich abteilungsabhängig. Aufgrund der Unternehmensgröße kommen aber selten wirkliche Freundschaften zustande und die Beziehungen sind in der Regel oberflächlich. Auf der höheren Hierarchieebene gibt es viele Grabenkriege und selten wirkliches Teamwork. Hier möchte sich jeder selbst gut verkaufen und nimmt daher selten Rücksicht auf andere Interessen

Work-Life-Balance

Grundsätzlich gut. Die Gleitzeitregelung ermöglicht eine flexible Gestaltung der Arbeitstage. Homeoffice ist grundsätzlich möglich. Auf der anderen Seite sind je nach Bereich über 50 Überstunden im Monat keine Seltenheit und werden als selbstverständlich angesehen.

Vorgesetztenverhalten

Je höher man schaut, desto mehr Politiker und Alphamännchen mit egozentrischen Neigungen findet man. Die Kommunikation nach unten ist teilweise widersprüchlich und in einem unsachlichen, teils beleidigendem Ton. Ausnahmen gibt es, diese sind jedoch rar gesäht. Chef- und Machogehabe leider an der Tagesordnung.

Interessante Aufgaben

Ist man in seinem Bereich einmal "sesshaft" geworden, tut sich am Aufgabengebiet in der Regel nicht mehr viel. Spannende Projekte gibt es sicherlich. Diese werden jedoch meistens von den Vorgesetzten genutzt um sich zu profilieren. Zuarbeiten darf man gerne, aktiv gestalten nicht. Hier geht es darum das Tagesgeschäft abzuarbeiten, Dienst nach Vorschrift trifft es da ganz gut. Gute Leistungen werden in keiner Weise honoriert, schlechte idR toleriert.

Arbeitsbedingungen

Die Ausstattung ist nicht unbedingt auf dem neusten Stand der Technik aber ausreichend. Einrichtung lieblos und veraltet.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Hat in den letzten Jahren einen höheren Stellenwert bekommen. Wird allerdings weniger gelebt und noch nicht vollständig gelebt.

Gehalt/Sozialleistungen

Gehalt und Sozialleistungen sind überdurchschnittlich und entschädigen für den teils tristen Alltag.

Image

Nach außen hin hat Grohe ein top Image. Unternehmensinterm gibt es jedoch kein wirkliches Gefühl von Zusammenhalt und Teamwork. Zahlen stehen im Vordergrund und diese müssen stetig verbessert werden. Man merkt dass Investoren die Richtung vorgeben.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt Möglichkeiten intern Schulungen durchzuführen. Diese sind jedoch standardisiert und bieten keine individuellen Anpassungsmöglichkeiten. Externe Bildungsmaßnahmen werden, sofern nicht gesetzlich vorgeschrieben, aus Kostengründen abgelehnt. Die Personalabteilung verwaltet lediglich, individuelle Entwicklungspläne gibt es nicht. Signalisiert man, dass man teamintern weiterkommen möchte, gibt es oft keine Chance. Juniorstellen werden nicht geschaffen. Es werden lieber externe Bewerber eingestellt als die eigenen zu entwickeln. Hat man allerdings Vitamin B, kann sich rhetorisch auch bei Mangel an Fachkompetenz gut verkaufen und ist politisch geschickt, lässt sich durch interne Wechsel ein Aufstieg erzwingen. Durch ehrliche Arbeit ist das teamintern allerdings selten bis gar nicht möglich.