Fehlende Führung, mangelnde Wertschätzung und ein belastendes Arbeitsklima
Arbeitsatmosphäre
Ich habe selten ein Unternehmen erlebt, in dem die Arbeitsatmosphäre so belastend war. Wertschätzung scheint hier eher die Ausnahme als die Regel zu sein. Statt eines respektvollen Miteinanders herrschen für mein Empfinden Misstrauen, Gerüchte und ein Umgang miteinander, der auf Dauer sehr belastend ist.
Kommunikation
Die Kommunikation war aus meiner Sicht einer der größten Schwachpunkte. Probleme wurden häufig nicht offen oder konstruktiv von der Führungsebene angesprochen, sondern ignoriert oder aufgeschoben. Dadurch blieben Konflikte bestehen und verschärften sich mit der Zeit. Anstatt Verantwortung zu übernehmen und nachhaltige Lösungen zu schaffen, entstand bei mir der Eindruck, dass Missstände bewusst hingenommen wurden. Die fehlende Konsequenz im Umgang mit diesen Situationen führte zu wachsender Frustration und Unsicherheit und belastete das Arbeitsklima nachhaltig.
Kollegenzusammenhalt
Positives Engagement vieler Mitarbeiter war durchaus vorhanden, wurde aus meiner Sicht jedoch weder ausreichend wertgeschätzt noch geschützt. Stattdessen hatte ich häufig den Eindruck, dass engagierte und zuverlässige Mitarbeiter die Arbeit anderer mit auffangen mussten, während mangelnder Einsatz einzelner über lange Zeit toleriert wurde. Wer seine Aufgaben gewissenhaft erledigte, bekam häufig nur noch mehr Verantwortung übertragen, anstatt entlastet zu werden. Eine solche Ungleichbehandlung wirkt auf Dauer demotivierend und vermittelt das Gefühl, dass Einsatz und Engagement selbstverständlich sind, während fehlende Leistungsbereitschaft kaum Konsequenzen hat. Das ist besonders schade, da in diesem Team eigentlich viel Potenzial steckte.
Ich empfand es als sehr kritisch, dass ein respektloser Umgang im Team teilweise toleriert wurde. Dazu gehörte auch, dass negative Äußerungen über Kollegen im Beisein von und mit Spendern nicht konsequent unterbunden wurden. Ein professionelles Auftreten und ein respektvoller Umgang sollten selbstverständlich sein.
Work-Life-Balance
Eine gesunde Work-Life-Balance war für mich kaum möglich. Die hohe Arbeitsbelastung in Kombination mit dem angespannten Betriebsklima führte dazu, dass die Arbeit auch nach Feierabend gedanklich präsent blieb. Wer engagiert gearbeitet hat, musste häufig zusätzliche Aufgaben übernehmen, während fehlender Einsatz einzelner aus meiner Sicht kaum Konsequenzen hatte. Dadurch entstand eine dauerhafte Mehrbelastung für die zuverlässigen Mitarbeiter. Nach meinem Eindruck war das belastende Arbeitsklima für viele Beschäftigte eine erhebliche psychische Belastung. Es entstand für mich der Eindruck, dass wiederholte Krankheitsausfälle auch mit der angespannten Arbeitsatmosphäre und den zwischenmenschlichen Konflikten im Team zusammenhingen. Ein Arbeitsumfeld sollte die Gesundheit fördern. Hier hatte ich leider den gegenteiligen Eindruck.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten war für mich einer der größten Kritikpunkte. Ich hatte häufig den Eindruck, dass Konflikten konsequent aus dem Weg gegangen wurde, anstatt sie frühzeitig und fair zu lösen. Problematisches Verhalten einzelner Mitarbeiter wurde aus meiner Sicht über lange Zeit toleriert, während engagierte und zuverlässige Kollegen die daraus entstehenden Folgen auffangen mussten. Dadurch entstand ein Gefühl von Ungleichbehandlung und mangelnder Wertschätzung.
Eine Führungskraft sollte Orientierung geben, klare Entscheidungen treffen und für ein respektvolles Miteinander sorgen. Genau das habe ich hier leider vermisst. Statt Vertrauen zu schaffen, entstand bei mir der Eindruck, dass Schwierigkeiten ausgesessen wurden und sich das Arbeitsklima dadurch immer weiter verschlechterte. Für mich fehlten Konsequenz, Fairness und die Bereitschaft, Probleme im Team nachhaltig anzugehen. Die Zentrumsmangerin sprach aus meiner Wahrnehmung heraus häufig vor anderen Mitarbeitern negativ über übergeordnete Stellen sowie über eigene Mitarbeiter. Ich empfand dies als wenig professionell.