Zwischen hohem Arbeitsdruck, fehlender Fairness und schwindendem Teamgefühl
Gut am Arbeitgeber finde ich
Eigene Wünsche und Anliegen werden ernst genommen und nach Möglichkeit berücksichtigt. Dadurch entsteht das Gefühl, dass die Mitarbeitenden tatsächlich gehört werden.
Das Unternehmen bietet zudem eine Vielzahl an Benefits. Gerade im Hinblick auf zusätzliche Leistungen und Angebote für Mitarbeitende ist bereits vieles vorhanden, was den Arbeitgeber attraktiv macht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
-Negativ empfinde ich vor allem den teilweise starren Umgang mit offensichtlichen Missständen. Probleme, die im Arbeitsalltag klar erkennbar sind, sollten nicht ignoriert oder ausgesessen werden, sondern offen angesprochen und konsequent gelöst werden.
-Kritisch sehe ich außerdem, dass bestimmte Abteilungen besonders streng beobachtet und kontrolliert werden, obwohl dort nachweislich sehr hart und engagiert gearbeitet wird. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass Probleme in anderen Bereichen weniger konsequent thematisiert oder teilweise „unter den Teppich gekehrt“ werden. Hier würde ich mir eine gleichmäßigere und nachvollziehbarere Bewertung aller Bereiche wünschen.
-Bedauerlich finde ich außerdem, dass Teamtage bzw. gemeinsame Teamevents ausfallen müssen. Gerade solche Veranstaltungen stärken den Zusammenhalt, die Kommunikation und die Identifikation mit dem Unternehmen.
Verbesserungsvorschläge
-Eine Aufstockung des Personals ist angesichts der aktuellen Belastung nicht mehr vermeidbar. Wer dauerhaft gute Arbeit leisten will, muss auch die personellen Voraussetzungen dafür schaffen.
-Bestimmte Abteilungen müssen deutlich konsequenter beobachtet und hinsichtlich ihrer Arbeitsabläufe überprüft werden. Probleme dürfen nicht ignoriert oder schöngeredet werden, sondern müssen dort angegangen werden, wo sie tatsächlich entstehen.
-Die Bearbeitungszeiten müssen dringend in den Griff bekommen werden. Lange Warte- und Bearbeitungszeiten sind nicht nur für die Mitarbeitenden belastend, sondern wirken sich unmittelbar auf die Qualität und die Zufriedenheit der Kunden aus.
-Ein guter Ruf allein reicht langfristig nicht aus. Das Unternehmen darf sich nicht auf vergangenen Erfolgen ausruhen, sondern muss sich kontinuierlich weiterentwickeln, um auch in Zukunft als attraktiver Arbeitgeber auf dem Markt wahrgenommen zu werden.
-Homeoffice sollte denjenigen nicht unnötig eingeschränkt oder verboten werden, die nachweislich zuverlässig arbeiten, hohe Leistung erbringen und ihre Aufgaben vollumfänglich erfüllen. Gerade für engagierte Mitarbeitende sollte Vertrauen statt pauschaler Einschränkungen gelten.
Arbeitsatmosphäre
Leider hat sich die Stimmung innerhalb des Unternehmens in den letzten Monaten spürbar verschlechtert. Besonders der Umgang mit den Homeoffice-Plätzen sorgt für Unsicherheit und Unzufriedenheit. Gleichzeitig ist der Arbeitsdruck in einigen Abteilungen enorm hoch, obwohl die dortigen Mitarbeitenden bereits sehr viel leisten und teilweise an ihre Belastungsgrenze gehen.
In anderen Bereichen bestehen hingegen erhebliche Arbeitsrückstände, ohne dass dies scheinbar mit der gleichen Konsequenz betrachtet wird. Dadurch entsteht der Eindruck, dass letztlich diejenigen, die ohnehin schon sehr viel leisten, die Folgen anderer Probleme auffangen müssen.
Auch das teilweise recht ausgeprägte Lästern unter Kollegen trägt nicht unbedingt zu einer besseren Stimmung bei – wobei ich denke, dass es dieses Phänomen wohl in den meisten Unternehmen gibt. Insgesamt ist die aktuelle Stimmung für mich dennoch enttäuschend und im Vergleich zu meinem vorherigen Arbeitgeber leider ein deutlicher Rückschritt.
Image
Die HanseMerkur genießt einen sehr guten Ruf und ist gerade bei vielen Kollegen und Vermittlern hoch angesehen. Damit dies auch langfristig so bleibt, sollte man sich jedoch nicht auf dem bereits Erreichten ausruhen, sondern kontinuierlich daran arbeiten, die bestehenden Prozesse weiter zu verbessern. Insbesondere die teilweise sehr langen Bearbeitungszeiten werden von vielen Kunden kritisch wahrgenommen. Hier besteht aus meiner Sicht Handlungsbedarf, um die Kundenzufriedenheit weiterhin auf einem hohen Niveau zu halten und den guten Ruf der HanseMerkur nachhaltig zu sichern.
Work-Life-Balance
Wie bereits erwähnt, wird Homeoffice offenbar nicht besonders gerne gesehen und ist aktuell wohl nur schwer zu bekommen, wenn man einen entsprechenden Antrag neu stellen muss.
Ich finde es sehr schade, dass man auch im Jahr 2026 teilweise noch an solch alten Strukturen festhält, obwohl flexiblere Arbeitsmodelle längst zum modernen Arbeitsalltag gehören.
Dennoch kann ich hier 3 Sterne vergeben, da bei individuellen Wünschen, beispielsweise hinsichtlich Terminen, durchaus Flexibilität besteht. Schichten können nach Absprache angepasst oder auch einmal kurze Arbeitstage genommen werden. Diese Möglichkeit weiß ich durchaus zu schätzen.
Karriere/Weiterbildung
Intern wird viel geschult etc man kann sehr gut aufsteigen.
Gehalt/Benefits
Mit meinem Gehalt bin ich insgesamt sehr zufrieden. Durch die tarifliche Vergütung und die zusätzlichen Bonuszahlungen sind die Rahmenbedingungen aus meiner Sicht sehr attraktiv. In diesem Bereich kann ich mich daher wirklich nicht beschweren.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Kugelschreiber sind aus Holz, bravo. Auf dem Dach gibt es tolle Bienchen :)
Kollegenzusammenhalt
Auch beim Zusammenhalt gibt es Höhen und Tiefen.
Aktuell entsteht leider häufig der Eindruck, dass sich verschiedene Abteilungen gegenseitig die Verantwortung für die bestehenden Arbeitsrückstände zuschieben, anstatt gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Gleichzeitig gibt es aber nach wie vor Bereiche, in denen der Teamgedanke gelebt wird und man sich gegenseitig unterstützt und zusammenhält. Ich würde mir wünschen, dass dieser Zusammenhalt wieder stärker in den Vordergrund rückt und alle Abteilungen mehr an einem Strang ziehen, anstatt gegeneinander zu arbeiten.
Umgang mit älteren Kollegen
Super.
Vorgesetztenverhalten
Alle sind nett. Ich habe hier nichts zu bemängeln.
Arbeitsbedingungen
Grundsätzlich ist alles im normalen Rahmen. Dennoch ist der Arbeitsdruck aktuell sehr hoch.
Gleichzeitig entsteht zunehmend der Eindruck, dass in einigen Abteilungen mehr Freiräume bestehen und dort bestimmte Dinge eher toleriert werden, während in anderen Bereichen schneller nach Verantwortlichen oder Schuldigen gesucht wird.
Hier würde ich mir eine einheitlichere und fairere Betrachtung der unterschiedlichen Abteilungen und ihrer jeweiligen Situation wünschen.
Kommunikation
Wenn man Unterstützung benötigt, kann man sich jederzeit an die Kollegen wenden. Grundsätzlich sind alle freundlich, hilfsbereit und stehen einem zur Seite, wenn man Hilfe benötigt.
In diesem Bereich kann ich tatsächlich nichts Negatives sagen. Auch die Erreichbarkeit von Kollegen aus anderen Abteilungen funktioniert grundsätzlich gut, wenn man aktiv den Kontakt sucht.
Gleichberechtigung
Alles gut. Jeder wird hier gleich behandelt.
Interessante Aufgaben
Die Tätigkeit ist grundsätzlich sehr abwechslungsreich, gerade in der Anfangszeit, wenn man neu im Unternehmen ist und viele unterschiedliche Aufgaben und Abläufe kennenlernt. Mit der Zeit kehrt jedoch, wie in vermutlich jedem Job, ein gewisser Alltag ein.
Nach einer gewissen Einarbeitungszeit gibt es daher morgens nur noch selten etwas, das mich beim Einschalten des PCs wirklich überrascht.

