Viel Frust, wenig Führung und kaum Entwicklungsmöglichkeiten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Zusammenhalt der Kollegen mit denen man sich gut versteht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Eine Führungskraft stellt Mitarbeiter vor den Kollegen bloß und vergreift sich regelmäßig im Ton.
Keine Weiterentwicklung möglich
Keine Chance auf mehr Gehalt auch wenn mündlich andere Vereinbarungen getroffen wurden.
Verbesserungsvorschläge
Mitarbeiterwertschätzung!
Bessere und transparentere Gehaltsentwicklung für Mitarbeiter.
Führungskräfte müssen Führungskräfte Seminare besuchen um ernst genommen zu werden.
Arbeitsatmosphäre
Aus meiner Sicht fehlt es sowohl beim Niederlassungsleiter als auch beim Lagerleiter deutlich an Führungsqualitäten. Regeln und Erwartungen scheinen nicht für alle Mitarbeiter gleichermaßen zu gelten.
Wiederholtes Zuspätkommen wird teilweise toleriert, während andere Mitarbeiter deutlich stärker unter Druck stehen. Auch bei Mitarbeitern, die ihre Aufgaben nur noch eingeschränkt erledigen, scheint es kaum Konsequenzen zu geben.
Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass einzelne Mitarbeiter bevorzugt behandelt werden. Wer einen guten Draht zu den Vorgesetzten hat, scheint teilweise deutlich bessere Karten zu haben als andere. Dadurch entsteht schnell das Gefühl einer Zwei-Klassen-Behandlung.
Der Umgang mit Mitarbeitern nach einer Kündigung ist ebenfalls ein großer Kritikpunkt. Nach meiner Erfahrung wird man nach einer Kündigung deutlich schlechter behandelt, als würde die Kündigung persönlich genommen.
Auch die Kommunikation mit der Führungsebene ist schwierig. Wenn man ein Gespräch mit dem Niederlassungsleiter möchte, kann es mehrere Wochen dauern, bis dafür Zeit gefunden wird. Insgesamt wirkt die Führung auf mich wenig nahbar und wenig wertschätzend.
Gleichberechtigung
Bei der Gleichbehandlung sehe ich deutlichen Verbesserungsbedarf. Unterschiedliche Mitarbeiter werden meiner Erfahrung nach nicht immer nach denselben Maßstäben beurteilt. Während einige Mitarbeiter trotz geringer Leistung relativ viel Spielraum bekommen, gehen andere Mitarbeiter unter ihrer Arbeitsbelastung beinahe unter, ohne ausreichend Unterstützung zu erhalten.
Auch beim Thema Anerkennung entsteht für mich der Eindruck, dass persönliche Beziehungen teilweise wichtiger sind als tatsächliche Leistung.
Arbeitsbedingungen
Der Kollegenzusammenhalt ist grundsätzlich gut, zumindest unter den Mitarbeitern, die sich gut verstehen. Leider entsteht teilweise der Eindruck, dass ein guter Zusammenhalt unter Kollegen von der Führungsebene eher kritisch gesehen wird, anstatt ihn zu fördern.
Die Arbeitsverteilung empfinde ich als unausgewogen. Einige Mitarbeiter haben sehr viel zu tun und bekommen wenig Unterstützung, während andere deutlich weniger Verantwortung übernehmen.
Die Arbeitszeiterfassung wird beispielsweise nicht von allen Mitarbeitern gleichermaßen gehandhabt. Während die Lager-Mitarbeiter ihre Arbeitszeit erfassen, dürfen alle anderen Mitarbeiter nicht stempeln.
Gehalt/Benefits
Weiterbildungsmöglichkeiten sind aus meiner Sicht kaum vorhanden. Wer sich beruflich weiterentwickeln möchte, hat nur sehr begrenzte Möglichkeiten und bleibt dadurch schnell auf seiner bisherigen Position stehen.
Auch das Gehalt empfinde ich als nicht angemessen. Ein ausgelernter Mitarbeiter bekommt teilweise nur wenige Cent mehr als ein ungelernter Mitarbeiter. Auf die Nachfrage nach einer Gehaltserhöhung wurde Mitarbeitern mitgeteilt, dass der eigene Lebensstil überdacht werden solle, dann würde das Gehalt schon reichen. Eine solche Aussage empfinde ich als wenig wertschätzend.
Auch die Kündigungsbedingungen sind aus meiner Sicht sehr unflexibel. Die Kündigungsfrist beträgt zehn Wochen zum Quartalsende. Ein früheres Ausscheiden scheint selbst im gegenseitigen Einvernehmen nicht gewünscht zu sein.
Zusätzlich sorgt die Regelung zur anteiligen Rückzahlung des Urlaubsgeldes für Unverständnis, insbesondere wenn die Kündigung erst nach dem 30.06. erfolgt.