Gutes Team, aber technische Altlasten und fehlende Innovation bremsen das Unternehmen aus
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Umgang im Team war kollegial, und es gab keine auffälligen Unterschiede im Umgang zwischen den Mitarbeitenden. Auch Einsteiger hatten die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und eigene Aufgabenbereiche zu gestalten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die veraltete Softwarearchitektur bremst die Entwicklung massiv aus. Innovationen werden kaum gefördert, technischer Fortschritt spielt eine untergeordnete Rolle. Entscheidungen kommen oft von oben, obwohl offiziell agile Softwareentwicklung propagiert wird.
Feedback aus dem Support erreicht die Entwickler selten, und nach meiner Kündigung war der Umgang seitens der Geschäftsführung unangemessen kühl und distanziert.
Verbesserungsvorschläge
Veraltete Softwarestrukturen aktiv modernisieren und technische Schulden abbauen.
Echte agile Softwareentwicklung umsetzen statt nur darüber zu sprechen.
Feedback aus Support und Kundschaft gezielt an die Entwicklung weitergeben.
Weiterbildung als Chance für Innovation begreifen, nicht nur als Kostenfaktor.
Eine offenere Kommunikation mit den Mitarbeitenden und ein professionellerer Umgang bei Kündigungen wären wünschenswert.
Die vorhandenen Büroflächen könnten angenehmer und moderner gestaltet werden, um das Arbeiten vor Ort attraktiver zu machen.
Arbeitsatmosphäre
Der Umgang im Team war meist freundlich und kollegial. Einzelne Personen haben das Klima jedoch gelegentlich belastet.
Image
Das Unternehmen hatte früher einen guten Ruf, steht aber zunehmend unter Druck, weil Innovationen ausbleiben. Es gibt kaum neue Produkte oder technologische Weiterentwicklungen. Stattdessen werden bestehende Lösungen so lange genutzt, bis sie nicht mehr funktionieren.
Ich habe selbst nach meiner Kündigung erlebt, wie ich einen Arzttermin nicht wahrnehmen konnte, weil die Software, an der ich noch kurz zuvor mitgearbeitet hatte, erneut Probleme machte. Vor Ort hat sich das Ärzteteam dann aktiv und lautstark über den Zustand der Software beschwert. Solche Rückmeldungen bekommt man als Entwickler meist nur über den Flurfunk mit, da das Feedback aus dem Support selten weitergegeben wird.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung wurde genehmigt, wenn sie direkt dem aktuellen Projekt diente. Über die Vorteile von allgemeiner Weiterbildung, neuen Technologien oder dem Blick über den Tellerrand wurde sich wenig Gedanken gemacht. Das Thema Innovation spielte dabei keine große Rolle.
Gehalt/Benefits
War okay, aber eher unter dem Durchschnitt für die Region.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
War zumindest zu meiner Zeit kein Thema
Vorgesetztenverhalten
Die direkte Führungskraft war im Alltag fair und ansprechbar. Von der Geschäftsführung war der Umgang hingegen sehr distanziert. Besonders nach meiner Kündigung war das Verhalten unangemessen kühl. Es gab kein Abschlussgespräch, kein ehrliches Interesse an den Gründen und auch keinen konstruktiven Austausch. Stattdessen hatte ich den Eindruck, dass eher gekränkt oder eingeschnappt reagiert wurde. Für ein professionelles Arbeitsumfeld wäre hier ein offener Dialog wünschenswert gewesen.
Arbeitsbedingungen
Moderne Gebäude mit Großraumbüros, nicht mehr und nicht weniger. Meiner Ansicht nach bleibt man hier hinter den Möglichkeiten zurück, ein wirklich angenehmes und modernes Arbeiten zu ermöglichen. Die Büroflächen wären eigentlich eine gute Grundlage, wirken aber trist und einfach.
In der Anfangsphase der Corona-Pandemie wurde mehr oder weniger erwartet, dass Mitarbeitende mit privaten Geräten arbeiten, da es an einer funktionierenden Infrastruktur für mobiles Arbeiten fehlte.
Kommunikation
Im Team und mit der direkten Führungskraft war die Kommunikation in Ordnung. Von der Geschäftsführung kam hingegen kaum Austausch oder Feedback.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren grundsätzlich abwechslungsreich und interessant. Leider wurde vieles durch die veraltete Architektur und den großen technischen Schuldenberg ausgebremst. Das hat die Umsetzung neuer Anforderungen oft unnötig kompliziert gemacht.


