Bisher bei keinem Arbeitgeber lieber zur Arbeit gegangen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich finde Heidelberg Engineering ist ein wirklich guter Arbeitgeber. Ich bin -ehrlich- noch nie so gerne zur Arbeit gegangen wie hier, weil es einfach im Gesamten gut passt. Der Standort ist nur ein Steinwurf zum Hauptbahnhof entfernt, was die Anreise mit den Öffentlichen sehr entspannt macht. Die Bahnstadt ist ein moderner, zukunftsorientierter Stadtteil, so auch das Gebäude in dem sich HD-Eng. befindet. Der Arbeitgeber hat ein großes Vertrauen in seine Mitarbeiter und ihre Fähigkeiten, was man tagtäglich spürt. Man kann sich mit Ideen einbringen und Mitgestalten. Es gibt ein großzügiges Angebot für Remote-Arbeiten, wenn es das Tätigkeitsfeld zulässt und auch unter den Mitarbeiten herrscht ein freundliches Miteinander und keine Ellbogengesellschaft, wie ich es schon in einigen anderen Firmen erlebt habe. Die Firmenkultur passt. Alle sind "auf Augenhöhe" und sprechen sich mit freundlichem "Du" an, vom Aushilfsmitarbeiter bis zum Top-Manager. So sollte es in meinen Augen immer sein.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wo Licht ist, ist auch Schatten, das ist klar. Aber man muss das Haar in der Suppe schon auch suchen. Wie oben bereits beschrieben würde ich natürlich gerne auf einige Tools verzichten, oder Prozesse gerne einfacher haben, aber das lässt der Bereich der Medizintechnik in großen Teilen nur schwer zu. Die 40h-Arbeitswoche (wenn auch Vetrauensarbeitszeit) wirkt ein wenig, wie aus einer vergangenen Zeit. Auch wäre eine Kantine oder Essenzuschuss für die, die ins Büro gehen nicht schlecht. Denn im modernen Teil Heidelbergs, sind die Preise, um in der Mittagspause Essen zu gehen nicht unbedingt günstig. Der alte Betriebsrat war eine Katastrophe, die Hoffnung besteht aber, dass der neu gewählte Betriebsrat ein besseres Fingerspitzengefühl beim Verhandeln mit dem Arbeitgeber hat und konstruktiver mit der Geschäftsleitung zusammenarbeiten wird, damit die Wahl des Betriebsrates auch wirklich für die Belegschaft Sinn macht.
Verbesserungsvorschläge
Natürlich ist es nicht ganz so einfach im Bereich der Medizintechnik. Regulatorische & QM-getriebene Themen machen schnelle, kurzfristig notwendige Innovation oder Änderungen schwierig. Alles dauert etwas länger als es müsste, so zumindest das Gefühl, dass entsteht. Unzählige SOPs sollen helfen, tatsächlich ist man aber oft länger auf der Suche darin, was jetzt wie als nächstes zu tun ist, als der eigentliche Prozess eigentlich dauert weil man einfach nicht mehr durchblickt. Zudem sind diese nur auf englisch verfasst, obwohl der Großteil der Belegschaft muttersprachlich deutsch spricht. Missverständnisse vorprogrammiert. Auch wird momentan auf viele unterschiedliche Tools gesetzt, um Prozesse zum laufen zu bringen und Arbeit zu verteilen. Man hat das Gefühl man verzettelt sich damit und man muss sich erst einmal zurecht finden, ehe man die eigentliche Arbeit erledigen kann. Hier wäre sicherlich sinnvoll "schlanker" zu werden, anstelle ein weiteres Tool einzuführen.


