Dieser Job macht krank – im wahrsten Sinne des Wortes
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ehrlich gesagt konnte ich bisher keinen positiven Aspekt erkennen. Selbst kleinere Vorteile oder Pluspunkte sind für mich nicht spürbar gewesen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ein besonders negativer Punkt ist das Verhalten des Chefs. Entscheidungen wirken oft willkürlich, Versprechungen werden nicht eingehalten, und Mitarbeitende werden nicht fair behandelt. Das führt zu Frust, Unsicherheit und einem belastenden Arbeitsumfeld.
Verbesserungsvorschläge
Der Arbeitgeber sollte lernen, konstruktive Kritik gelassener aufzunehmen, ohne sich sofort angegriffen zu fühlen. Es wäre hilfreich, wenn Vorschläge und Rückmeldungen überlegt und sachlich kommuniziert werden könnten, um die Zusammenarbeit im Team zu verbessern. Gerade in einer Führungsposition ist es wichtig, dass der Chef offen für Verbesserungsvorschläge ist und seine Worte mit Bedacht wählt.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war von wenig Wertschätzung geprägt. Besonders im Umgang mit kranken Mitarbeitern zeigte das Unternehmen keinerlei Verständnis oder Rücksichtnahme.
Image
Das Image des Unternehmens nach außen wirkt oft besser, als die Realität im Arbeitsalltag ist. Angebote im Markt sind zwar vorhanden, aber Mitarbeitende können sie nur eingeschränkt nutzen – zum Beispiel nur in der Schicht, in der sie arbeiten. Besonders in der Spätschicht ist es daher schwierig, von Aktionen oder Rabatten zu profitieren, obwohl man als Mitarbeitender ebenfalls ein Anrecht darauf hätte.
Work-Life-Balance
Eine echte Work-Life-Balance gab es nie und wird es offenbar auch nicht geben. Ich wurde dauerhaft in die Spätschicht eingeteilt – über ein Jahr lang –, während andere Frühschichten erhielten. Das zeigt deutlich, dass faire Schichtplanung nicht vorgesehen ist. Mir persönlich hat diese Situation sehr geschadet, und ich traue dem Chef zu, dass sich daran nichts ändern wird.
Karriere/Weiterbildung
Ich habe meine Ausbildung 2022 bei Edeka abgeschlossen und bin 2023 zum HIT gewechselt. Trotz meiner frisch abgeschlossenen Ausbildung wurden mir hier keinerlei Weiterbildungs- oder Entwicklungsmöglichkeiten angeboten. Normalerweise würde man erwarten, dass neue Fachkräfte nach der Ausbildung gefördert werden, um sich weiterzuentwickeln. Das fehlende Angebot zeigt, dass persönliche Entwicklung hier offenbar keine Priorität hat
Gehalt/Benefits
Obwohl ich zu den besser bezahlten Mitarbeitenden im Team gehöre, ist mein Gehalt insgesamt immer noch zu niedrig im Verhältnis zur Arbeitsbelastung und Verantwortung. Auch wenn mein Verdienst einigen Kolleg:innen aufgefallen ist, spiegelt das Gehalt nicht angemessen wider, was tatsächlich geleistet wird. Sozialleistungen sind ebenfalls unzureichend
Kollegenzusammenhalt
Grundsätzlich hat jeder seine Aufgaben erledigt, aber es gab einige Kollegen, die Probleme nicht direkt angesprochen haben. Statt das Gespräch zu suchen, wurde sofort alles an den Chef weitergetragen. Dieses Verhalten schadet dem Vertrauen und belastet die Zusammenarbeit. Kollegialität und Rückhalt habe ich dadurch oft vermisst
Umgang mit älteren Kollegen
Mit den meisten Kolleg:innen hatte ich keine Probleme, aber es gab einen speziellen Mitarbeiter, der sich ständig als ‚allwissend‘ darstellte und mir suggerierte, dass ich nichts könne und er mir alles beibringen müsse – obwohl das nicht der Fall war. Normalerweise würde man bei Unsicherheiten selbst auf Kolleg:innen zugehen, aber hier wurde mir das Gefühl vermittelt, dass ich ständig korrigiert werden muss. Dieses Verhalten war respektlos und belastend, auch wenn ich versucht habe, es auf die leichte Schulter zu nehmen.
Vorgesetztenverhalten
Die Führung war häufig übergriffig und wenig unterstützend. Mitarbeiter wurden abwertend behandelt, z. B. mit Kommentaren wie ‚Du hast keine Ahnung‘ oder ‚Du machst doch eh nichts‘, während wir als Team den Umsatz erarbeitet haben. Die Vorgesetzten selbst waren oft nicht präsent, besonders in den Schichten, in denen der größte Teil der Arbeit geleistet wurde. Das führte zu Frust und dem Gefühl, dass Engagement und Leistung nicht anerkannt werden.
Kommunikation
Klare und offene Kommunikation war nicht gegeben. Wichtige Informationen erfuhr man eher über Umwege als offiziell. Besonders frustrierend war, dass in der Spätschicht Mitarbeiterinnen, die erst seit wenigen Monaten im Unternehmen waren, bereits eine Führungsrolle zugesprochen bekamen. Ich selbst bin seit zweieinhalb Jahren dabei und habe nie ein solches Angebot erhalten. Diese mangelnde Transparenz sorgt für Unmut und ein ungerechtes Arbeitsklima.
Gleichberechtigung
Von echter Gleichberechtigung kann hier keine Rede sein. Statt fairer Behandlung wurde häufig über andere Mitarbeiter gespottet oder hinter ihrem Rücken geredet, was ein respektloses Arbeitsklima erzeugte. Wertschätzung oder Gleichbehandlung aller Teammitglieder habe ich nicht erlebt, daher vergebe ich nur einen Stern
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren sehr einseitig und monoton. Wir mussten täglich wiederholt Routinearbeiten erledigen, wie Böden schrubben, Küche und Abflüsse reinigen oder andere Reinigungsarbeiten. Diese Tätigkeiten wurden immer wieder denselben Mitarbeitern zugewiesen, was sehr frustrierend war. Es gab keinerlei Abwechslung oder die Möglichkeit, andere Aufgaben zu übernehmen, obwohl wir die Arbeit zuverlässig erledigt haben. Eine faire Verteilung oder Wertschätzung der geleisteten Arbeit war nicht gegeben