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HiveMQ
Bewertung

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Ich kann nur abraten

2,1
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2024 im Bereich IT in Landshut gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

HiveMQ geht schlecht mit Mitarbeitern um.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitskultur wirkt unecht und ist von einer aufgesetzten Positivität geprägt. Zu Beginn wird man als neuer Mitarbeiter herzlich willkommen geheißen. Doch nach ein paar Wochen bleibt davon wenig übrig – selbst auf dem Flur erhält man oft nicht einmal mehr ein Gruß vom Vorgesetzten zurück.

Work-Life-Balance

Ich kenne keinen Kollegen, der nicht mindestens 100 Überstunden angesammelt hat. Zusätzlich setzt HiveMQ auf Vertrauensarbeitszeit, wodurch 50-Stunden-Wochen eher die Regel als die Ausnahme sind. Es wird auch regelmäßig versucht, Mitarbeiter mit 40-Stunden-Verträgen in das Modell der Vertrauensarbeitszeit zu drängen. Häufig werden sogenannte "Task Forces" einberufen, was praktisch bedeutet, dass auch an Wochenenden gearbeitet wird – offiziell natürlich "freiwillig". Zum Glück sind bislang alle Versuche gescheitert, eine allgemeine Rufbereitschaft für alle IT-Mitarbeiter einzuführen.

Karriere/Weiterbildung

Die Aufstiegschancen im Unternehmen sind eher begrenzt. Höhere Positionen werden meist mit externen Neueinstellungen besetzt, anstatt bestehende Mitarbeiter zu befördern. Zwar gibt es interne Beförderungen, der Weg dorthin ist jedoch äußerst intransparent. Selbst wenn man alle vorgegebenen Beförderungsziele erreicht, werden oft neue Ziele gesetzt, wodurch man weiter hingehalten wird.

Gehalt/Benefits

Die Gehälter von Mitarbeitern mit demselben Titel variieren erheblich. Meinem Eindruck nach orientieren sie sich weder an der fachlichen Kompetenz noch am Verständnis für die eingesetzten Technologien. Besonders auffällig ist, dass langjährige Mitarbeiter häufig schlechter bezahlt werden als neuere Kollegen. Für einen Inflationsausgleich von 3% musste ich einen langwierigen Prozess durchlaufen, obwohl die Inflation in dieser Zeitspanne tatsächlich bei 10-15% lag. Andere Mitarbeiter erhielten diesen Ausgleich hingegen überhaupt nicht.

Vorgesetztenverhalten

Die Geschäftsführer rufen sogar auf der privaten Telefonnummer an. Diesen Fehler, meine private Nummer herauszugeben, werde ich definitiv nicht noch einmal machen. Während meiner Zeit als Werkstudent wurde ich zu einer inoffiziellen Nebenabsprache gedrängt, die es mir untersagte, Urlaub oder Krankheitstage in Anspruch zu nehmen. Stattdessen wurden diese mit einer kleinen Gehaltserhöhung "ausgeglichen". Besonders während der Corona-Zeit war das äußerst belastend, da die ständige Angst bestand, durch eine Infektion nicht nur gesundheitliche Risiken einzugehen, sondern auch das Einkommen zu verlieren.

Kommunikation

Die Kommunikation im Unternehmen lässt stark zu wünschen übrig, da der Austausch zwischen den Teams nahezu nicht stattfindet. Stattdessen läuft alles über Manager, die kaum Zeit haben und wenig Interesse an den einzelnen Projekten zeigen.

Interessante Aufgaben

Als Programmierer solltest du nicht mit spannenden Aufgaben rechnen. Der Arbeitsalltag besteht überwiegend darin, die 12 Jahre alte Codebase zu warten. Du kannst dich z.B. darauf einstellen, stundenlang die Abhängigkeiten von über 50 Projekten, jeweils mit drei unterschiedlichen Versionen, zu aktualisieren. Zusätzlich werden bei HiveMQ ständig neue "Projekte" gestartet, die Codenamen wie "Pegasus" oder "Greyhound" erhalten. Nach wenigen Wochen verlaufen diese jedoch im Sande, bleiben im halbfertigen Zustand liegen und werden Monate später wieder ausgegraben. Irgendwann wird dann irgendeine arme Seele damit beauftragt, sich darum zu kümmern und das Projekt weiterzuführen.


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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.