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Bewertung

Wenig Wertschätzung, unmenschliche Kündigungswelle, Intransparenz, Geschäftsführung ohne Vision

3,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei BurdaForward GmbH in München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Aktuell leider nichts mehr. Der alte Glanz von Burda ist vorbei und es herrscht ein überwiegend männliches, straffes Regiment der zwei CO-CEOs. Schade, es war mal ein echt guter Arbeitsplatz, zu dem man aufgrund toller Kollegen und Kolleginnen und spannenden Aufgaben gerne gegangen ist.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Wie schon häufiger erwähnt, ist die unmenschliche Kündigungswelle eine Frechheit. Es gab bei Verkündung keinen Sozialplan, der Betriebsrat wurde nicht rechtzeitig informiert, unter den betroffenen Mitarbeitenden waren mehrere Kollegen und Kolleginnen in Elternzeit.

Betriebsbedingte Kündigungen sind in der aktuellen wirtschaftlichen Situation nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar ist allerdings, dass Stellen bei BurdaForward neu ausgeschrieben werden für Jobs, bei denen Menschen gerade erst betriebsbedingt gekündigt wurden und sich sogar teilweise noch in der Kündigungsfrist befinden. Das ist einfach unterste Schublade, hier solltet ihr euch schämen! In den Stellenbeschreibungen wird mit dem Satz geworben "Wir fördern interne Wechsel". Davon war im letzten Jahr leider nichts zu sehen, die Kolleginnen und Kollegen wurden trotz offener Stellen nicht intern verschobene und trotzdem gekündigt.

Verbesserungsvorschläge

- Transparenz und Ehrlichkeit
- Wertschätzung für die Mitarbeitenden, die sich den Hintern für die Firma aufreißen
- Kündigungen nicht 3 Tage vor Weihnachten mit dem Kurier überbringen lassen
- Faire Stellenabbauprogramme bei wirtschaftlichen Problemen anbieten --> siehe aktuell ProSieben mit dem freiwilligen Stellenabbauprogramm mit fairen Abfindungspaketen

Arbeitsatmosphäre

Früher unter der alten Führungsriege hat mal eine sehr gute Stimmung geherrscht, diese wurde aber in den letzten zwei Jahren systematisch gegangen. Aktuell ist die Stimmung leider mehr als unterirdisch, seit dem Wechsel der Geschäftsführung und straffer männlicher Hierarchie herrscht eine weit verbreitete Angstkultur. Die Mitarbeitenden wissen nicht, welche Jobs und Abteilungen von der Geschäftsführung als nächstes "abgeschossen" werden. Die Geschäftsführung wirkt seit Monaten planlos und ohne Visionen, wie es weitergehen soll.

Image

Das Image hat leider in den letzten Jahren sehr gelitten. Focus Online ist sehr umstritten, zumal hier immer wieder grobe Schnitzer in der Berichterstattung passieren. Siehe "SPD plant Schmutzkampagne - Frauen sollen Angst vor Friedrich Merz schüren", ein Thema was auf Wunsch des männlichen CO-CEOs umgesetzt werden musste.
Chip hat noch ein sehr gutes Image. Auch die unmenschliche Kündigungswelle trägt nicht gerade zum gewünschten sauberen Image "von der Familie liebevoll geführtem Unternehmen" bei. Das die Übernahme der Firma der jungen Burdas so startet, ist sehr schade.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance war bis letztes Jahr eigentlich in Ordnung. Man durfte im Homeoffice arbeiten, Überstunden durfte man je nach Team und Auslastung abbauen, jedenfalls in meiner Abteilung. Das neue CEO-Team ändert die bisherige Homeoffice-Situation und möchte die MA wieder zurück ins Office bringen. Durch die ganzen Kündigungen fällt ein massiver Workload an, den die verbliebenen Mitarbeitenden auffangen sollen, was aber schier unmöglich ist. Burnouts vorprogrammiert.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Mehr Schein als Sein. Es werden für die Mitarbeitenden kostenlose Zeitschriften als Benefit bereitgelegt, die aber keinen großen Anklang finden und eigentlich nur der Stabilisierung der Auflage dienen. Die Zeitschriften werden dann im großen Stil weggeworfen, anstatt diese wenigstens an soziale Einrichtungen oder Bibliotheken zu spenden. Leider haben auch zahlreiche Diskussionen an dem Thema bisher nichts geändert. Einzelne Abteilungen geben sich allerdings Mühe, wenigstens einige Änderungen einzuführen, wie eine Blühwiesenkooperation mit Firmenkunden, eine bessere Mülltrennung inhouse oder nachhaltigere Cateringangebote.
Großer Minuspunkt: Keine Bezuschussung zum Deutschlandticket, hier ist der Umwelt nicht geholfen, wenn viele mit dem Auto anreisen.

Karriere/Weiterbildung

Karriere kann man bei Burda schon machen, wenn man die richtigen Leute kennt und Einsatz bringt. Für Weiterbildungen muss man sich aktiv einsetzen, was ich aber nicht weiter schlimm finde, ich durfte immer alle Weiterbildungen belegen, wenn ich gut begründen konnte, warum ich diese benötige. Meine Führungskraft hat mich in diesem Punkt aber auch gut unterstützt und gefördert.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist fantastisch. Es gab je nach Team und Führungskraft sehr tolle Teamevents. Man hat sich gegenseitig unterstützt und den Rücken gestärkt.

Vorgesetztenverhalten

Meine direkten Vorgesetzten im mittleren Management haben einen sehr guten Job gemacht und sich immer sehr fair verhalten. Hier würde ich eigentlich 5 Sterne vergeben.

Ich verteile trotzdem nur 2 Sterne, da es aber extrem darauf ankommt, in welcher Abteilung man arbeitet. Das Verhalten der neuen CEOs ist leider sehr enttäuschend und hat nichts mehr mit dem früheren Glanz von Burda gemein. Das ein ehemaliger Chefredakteur (der früher Anti-Aggressions-Seminare belegen musste und regelmäßig Mitarbeitende zum Weinen gebracht hat, darunter auch seine ehemalige Stellvertreterin) CEO werden kann, ist schon sehr fragwürdig.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen in unserer Abteilung waren immer sehr gut, gemeinsame Teamtage im Office, gutes Arbeitsmaterial wie Laptops und Firmenhandys, Homeoffice, Bürohunde, kostenlose Parkplätze.

Kommunikation

Die interne Kommunikation lässt mehr als zu wünschen übrig. Ganze Abteilungen erfahren in kurzfristig angesetzten Sondertownhalls, dass sie ihre Jobs verlieren werden. Anstatt hier rechtzeitig transparent mit den Mitarbeitenden zu sprechen, wird das in großer Runde unempathisch vor den Latz geknallt, was auch eine negative Signalwirkung für die verbleibenden Mitarbeitenden darstellt. Das aktuelle CEO-Duo zeigt bei solchen Verkündungen auch kein Mitgefühl, agiert sehr kalt und distanziert. Von einem netten, fairen und familiengeführten Unternehmen (dieses Image wird als Außenwahrnehmung stark propagiert), merkt man intern leider nichts. Das trägt sehr zu der bereits erwähnten Angstkultur bei.

Gehalt/Sozialleistungen

Mein Gehalt war soweit in Ordnung, allerdings gibt es wenig Gehaltsanpassungen über die Jahre. Hier kommt es auch wieder sehr auf die Führungskraft an, ob sie sich für einem einsetzt, oder nicht. Im Durchschnitt ist Burda aber kein Arbeitgeber, der für besonders gute und faire Gehaltsstrukturen in der Branche bekannt wäre, sondern liegt eher unter dem Durchschnitt.

Gleichberechtigung

Viele Frauen im Kollegium, auch einige Frauen in Führungspositionen. Wer zu privaten größeren Kochabenden der Führungsriege eingeladen wurde, gehört zum inneren Kreis.

Interessante Aufgaben

Meine Aufgaben waren immer sehr interessant und spannend, ich habe viel gelernt und konnte mich toll weiterentwickeln. Dafür bin ich meiner Abteilung und meinen direkten Vorgesetzen sehr dankbar.

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Arbeitgeber-Kommentar

Florentina Malaj, Leiterin Recruiting und Employer Branding
Florentina MalajLeiterin Recruiting und Employer Branding

Liebe:r ehemalige:r Kolleg:in,

vielen Dank für deine ausführliche Bewertung und dein Feedback. Trotz vieler kritischer Punkte, freue ich mich, dass Du uns bei Kolleg:innenzusammenhalt, Weiterbildung, interessanten Aufgaben und Arbeitsbedingungen fünf Sterne gegeben hast.
Kommunikation, Arbeitsatmosphäre und Image sind jeweils nur mit einem Stern von dir bewertet. Das werde ich weitergeben und biete dir gerne einen persönlichen und vertraulichen Austausch dazu an. Falls du Interesse hast, dann melde dich gerne unter florentina.malaj@burda.com.
Viele Grüße Florentina