Schade, da wäre eigentlich mehr drin!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Vor allem die abwechslungsreichen Aufgaben. Es gibt viele verschiedene Themen und man kann immer noch etwas neues lernen. Die technische Ausstattung ist größtenteils in Ordnung und mit vielen direkten Kollegen kann man gut zusammenarbeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wer den Rest der Bewertung gelesen hat weiß eigentlich schon was ich schlecht finde. Nochmal alles aufzuzählen ändert leider auch nichts daran.
Verbesserungsvorschläge
Vielleicht einfach mal mehr auf die Mitarbeiter hören. Man kann Beschwerden und Kritik natürlich immer damit abtun das einzelne nur meckern oder schwierig sind. Man könnte sich aber auch mal fragen ob vielleicht doch ein wahrer Kern dahinter steckt. Nicht nur über Verbesserungen reden sondern auch wirklich mal was umsetzen. Entscheidungen nicht immer nur von oben treffen sondern vorher mit den Leuten reden die am Ende damit arbeiten müssen. Mehr auf die Mitarbeiter eingehen, bessere Arbeitsbedingungen schaffen und auch mal versuchen gute Leute zu halten statt sich erst Gedanken zu machen wenn sie schon weg sind. Man muss nicht jeden Wunsch erfüllen, aber zuhören wäre schon mal ein Anfang.
Arbeitsatmosphäre
Vor einiger Zeit wurden die Mitarbeiter darum gebeten hier Bewertungen abzugeben um die Bewertung zu verbessern und neue Mitarbeiter zu finden. Also hier meine ehrliche Meinung dazu.
Hohe Arbeitsbelastung und die Stimmung wird leider immer schlechter. Viele Mitarbeiter sind gegangen. Probleme sind bekannt und es wurden auch schon oft Sachen angesprochen, aber geändert hat sich kaum was. Gespräche mit Vorgesetzten gibt es selten. Auch der Umgang und die Kommunikation untereinander haben ziemlich nachgelassen. Bei den Vorgesetzten fehlt leider oft das Verständnis für die Mitarbeiter. Viele Probleme betreffen sie selber nicht und dann hat man schnell das Gefühl das es ihnen auch egal ist. Teilweise kennen sie die Probleme sogar noch von früher. Vorschläge werden zwar angehört aber am Ende ändert sich trotzdem kaum was. Mitarbeiter werden stark kontrolliert.
Image
Das Image ist sehr davon abhängig in welchem Bereich man arbeitet. Es gibt Mitarbeiter die mit der Firma zufrieden sind und auch gut darüber reden. In anderen Bereichen ist die Unzufriedenheit dagegen teilweise sehr groß. Dabei merkt man auch deutliche Unterschiede innerhalb der Geschäftsführung. Unter dem einen Geschäftsführer sind die Mitarbeiter gefühlt deutlich zufriedener und sprechen auch besser über die Firma. In Bereichen die stärker mit dem anderen zu tun haben hört man wesentlich mehr Frust und Kritik. Der Unterschied fällt schon ziemlich auf. Auch von ehemaligen Mitarbeitern hört man oft nicht besonders viel gutes. Klar, die meisten werden ihre Gründe gehabt haben warum sie gegangen sind. Wenn man aber über die Jahre immer wieder ähnliche Sachen hört sollte man sich vielleicht trotzdem mal Gedanken machen. Das Image ist deshalb ziemlich gemischt und hängt stark davon ab in welchem Bereich man arbeitet und mit wem man zu tun hat.
Work-Life-Balance
Work Life Balance ist hier leider eher ein Fremdwort. Hauptsache die Arbeit ist erledigt und alles läuft. Wie das für die Mitarbeiter privat passt interessiert eher wenig. Auf persönliche Situationen oder Wünsche wird kaum Rücksicht genommen.
Besonders ärgerlich ist das die Leute die solche Entscheidungen vertreten selber von vielen Problemen gar nicht mehr betroffen sind. Komischerweise ist vieles kein Problem mehr sobald man selber nicht mehr davon betroffen ist. Auch wenn andere Lösungen möglich wären wird lieber alles so weiter gemacht wie bisher. Am Ende hat man oft das Gefühl man muss die Bedingungen eben akzeptieren oder sich was anderes suchen. Wirklich mitarbeiterfreundlich ist das nicht.
Karriere/Weiterbildung
Karriere und Weiterbildung gibt es kaum. Es wird zwar gesagt das Weiterbildung unterstützt wird, richtige Angebote oder Kurse gibt es aber selten. Schulungen finden meistens intern statt und die Qualität hängt stark davon ab wer sie macht. Klare Wege für einen Aufstieg gibt es nicht. Man muss eher hoffen das irgendwann eine passende Stelle frei wird. Mehr Wissen wird meistens mit mehr Arbeit statt mit mehr Geld oder besseren Möglichkeiten belohnt. Außerdem hat man das Gefühl das gute Arbeit alleine nicht reicht. Wer vieles mitmacht, nicht groß widerspricht und sich nicht beschwert scheint die besseren Karten zu haben. Bei leitenden Stellen scheint es teilweise zu reichen das man gut weitergibt was von oben kommt. Eigene Ideen sind schön, solange sie auch nach oben passen.
Gehalt/Benefits
Beim Gehalt fehlt leider komplett die Nachvollziehbarkeit. Es ist nicht wirklich klar warum jemand mehr oder weniger verdient und was man überhaupt erreichen muss um mehr Gehalt zu bekommen. Teilweise hat man schon das Gefühl das Vitamin B dabei mehr bringt als gute Arbeit. Für das was man teilweise alles können und machen muss ist das Gehalt eher niedrig. Viele Stellen sind sehr umfangreich und durch die eigenen Systeme kann man sie auch nicht einfach mit normalen Stellen bei anderen Firmen vergleichen. Mehr Wissen und mehr Aufgaben bedeuten leider auch nicht automatisch mehr Geld. Bei den Benefits gibt es eine betriebliche Altersvorsorge und eine Krankenzusatzversicherung mit 600 Euro Budget. Kostenlos parken kann man auch und Kaffee gibt es ebenfalls. Viel mehr gibt es aber leider nicht. Selbst so einfache Wünsche wie kostenloses Trinkwasser wurden schon öfter genannt ohne das sich bisher etwas getan hat. Wenn man sieht was andere Firmen mittlerweile anbieten ist hier noch ordentlich Luft nach oben.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Schwer zu beurteilen weil darüber eigentlich kaum gesprochen wird. Es ist bekannt das die Firma auch spendet, aber wohin oder welche Projekte unterstützt werden weiß man als Mitarbeiter eigentlich nicht. Beim Thema Umwelt sieht es ähnlich aus. Ob und was hier gemacht wird bekommt man kaum mit. Umweltschutz oder Nachhaltigkeit sind im normalen Arbeitsalltag zumindest kein großes Thema. Wenn es hier mehr gibt wäre es schön wenn die Mitarbeiter davon auch mal erfahren würden.
Kollegenzusammenhalt
Man versteht sich meistens ganz gut und hilft sich auch bei der Arbeit. Richtigen Zusammenhalt gibt es aber eher wenig. Zwischen den Bereichen wird auch gerne gegeneinander gearbeitet oder übereinander gemeckert. Gemeinsam über die gleichen Probleme jammern klappt dagegen ziemlich gut. Eher Leidensgenossen als wirklich guter Zusammenhalt.
Umgang mit älteren Kollegen
Beim Umgang mit älteren Kollegen kann man eigentlich nichts schlechtes sagen. Es gibt viele ältere Mitarbeiter und einige sind schon seit Jahrzehnten oder sogar fast von Anfang an dabei. Benachteiligt werden ältere Kollegen meiner Meinung nach nicht.
Besondere Angebote für ältere Mitarbeiter gibt es allerdings auch nicht. Da könnte man sich vielleicht mal anschauen was andere Firmen so anbieten. Ansonsten gibt es hier aber wenig zu meckern.
Vorgesetztenverhalten
Es wird versucht locker und kollegial mit den Mitarbeitern umzugehen, aber das alleine ist noch keine gute Führung. Wer eine leitende Position übernimmt muss auch die Verantwortung dafür tragen und sich für seine Leute einsetzen, gerade wenn Entscheidungen von oben kommen die für die Mitarbeiter schlecht sind. Nach unten möchte man gerne kollegial sein, nach oben möglichst nicht anecken. Dazwischen bleiben die Mitarbeiter dann leider auf der Strecke. Bei Wechseln in der Führung waren die Hoffnungen entsprechend groß, besonders wenn vorher bekannt war was alles schlecht läuft. Die gleichen Fehler dann weiterzumachen oder teilweise noch einen draufzusetzen ist schon eine Kunst.
Eine leitende Position haben aber die Verantwortung nicht tragen wollen ist wie ins Wasser springen und sich dann beschweren das man nass wird.
Arbeitsbedingungen
Kommt etwas darauf an wo und in welchem Gebäude man arbeitet. Die Luft und Klimatisierung könnte auf jeden Fall besser sein. Teilweise muss trotz Klimaanlage noch das Fenster offen bleiben damit genug frische Luft reinkommt. Je nachdem wo man sitzt zieht dann auch noch der Zigarettenrauch von draußen rein. Die Großraumbüros sind auf Dauer ziemlich anstrengend. Man bekommt ständig alles von den anderen mit und hat kaum Ruhe oder Privatsphäre. Eine Möglichkeit sich zwischendurch mal zurückzuziehen wäre wirklich schön. Bei der Ausstattung ist es gemischt. Die höhenverstellbaren Schreibtische sind gut und auch die Computer sind für die Arbeit völlig in Ordnung. Bei den Bürostühlen müsste aber dringend mal was gemacht werden. Einige sind ziemlich alt, durchgesessen oder kaputt und wirklich bequem oder rückenschonend sind sie auch nicht gerade. Insgesamt also nicht alles schlecht, aber gerade bei Luft, Lärm und den Stühlen wäre noch einiges zu verbessern.
Kommunikation
Im Alltag gibt es wenig Zeit sich mal normal mit anderen zu unterhalten. Gefühlt haben Raucher noch den meisten Kontakt untereinander. Sonst spricht man meistens nur mit den direkten Kollegen und dann auch fast nur über die Arbeit. Zwischen den Abteilungen läuft es teilweise schlecht. Es wird viel übereinander gemeckert und oft fehlt das Verständnis dafür was die anderen überhaupt machen. Aufgaben werden gerne weitergeschoben und oft ist die Einstellung einfach „nicht mein Problem“. Auch von oben kommt viel zu wenig. Als Mitarbeiter fühlt man sich mit Problemen und Wünschen oft nicht ernst genommen. Man kann Sachen ansprechen, aber wirklich gehört fühlt man sich nicht. Entscheidungen werden oft einfach getroffen und dann kurzfristig mitgeteilt. Ob das für die Mitarbeiter Probleme macht scheint dabei nicht besonders wichtig zu sein. Von den Vorgesetzten gibt es allgemein zu wenig Infos. Vieles erfährt man erst wenn es schon entschieden ist. Mehr miteinander reden und die Mitarbeiter vorher mal fragen würde schon viel helfen.
Gleichberechtigung
Frauen gibt es im Unternehmen immer noch sehr wenige, obwohl man sich wohl mehr wünschen würde. Auch in technischen Berufen gibt es mittlerweile genug Frauen. Vielleicht sollte man sich deshalb auch mal fragen warum man für Frauen als Arbeitgeber nicht besonders interessant ist.
In der Vergangenheit gab es gegenüber Frauen gewisse Sprüche und bei manchen Vorgesetzten war der Umgang nicht immer angebracht. Das scheint mittlerweile etwas besser geworden zu sein. Ob Frauen die gleichen Möglichkeiten haben aufzusteigen wie Männer ist schwer zu beurteilen. Richtige Aufstiegsmöglichkeiten gibt es allgemein kaum. Wo es kaum Möglichkeiten gibt kann man schlecht sagen ob sie für alle gleich sind. Allgemein bessere Arbeitsbedingungen und mehr Rücksicht auf das Privatleben würden sicher helfen. Davon würden am Ende natürlich alle Mitarbeiter profitieren und nicht nur Frauen.
Interessante Aufgaben
An den Aufgaben selbst gibt es eigentlich wenig zu meckern. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und es gibt so viele verschiedene Bereiche das man eigentlich nie alles können kann. Man kann immer noch etwas neues lernen und dadurch bleibt die Arbeit interessant.