41 von 74 Bewertungen von Mitarbeiter:innen(gefiltert)kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
41 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
kununu Prüfprozess
41 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ein Großteil der Mitarbeiter der i22 ist engagiert, fleißig und kollegial. Vor allem die Teams, die an technisch anspruchsvollen Projekten arbeiten, leisten eine tolle Arbeit weit über dem Klischee von Agenturprojekten. Die Firma bemüht sich im Bereich KI am Zahn der Zeit zu sein. Remote Work funktioniert gut und mir sind auch keine ”Back-to-office” Bestrebungen bekannt. Mit Glück arbeitet man als Entwickler mit herausragenden Senior Kollegen zusammen, von denen man einiges lernen kann. Überdurchschnittliche Leistung wird anerkannt.
Leider mittlerweile vieles. In erster Linie die Art und Weise, wie große Entscheidungen getroffen werden und vor allem, wie sie dann kommuniziert werden. Eine logisch schlüssige Argumentation für in der Belegschaft unbeliebte Änderungen hat mir oft gefehlt. Da hier bei kununu regelmäßig Bewertungen offline gehen, die sich mit meinen Erfahrungen vollends decken bzw. Absätze verschwinden, habe ich mich möglichst auf meine direkten Erfahrungen beschränkt. Aber der Geschäftsführung muss bewusst sein, dass auch der Umgang mit anderen Mitarbeitern das Bild einer Firma prägt und nicht nur die direkten Erfahrungen. Ich habe das Gefühl, dass man KI aktuell als Allheilmittel sieht und da lieber auf die lautesten Stimmen bei LinkedIn als auf Experten im eigenen Haus hört. Als Mitarbeiter habe ich mich in diesem Umfeld zunehmend nur noch als Ressource behandelt gefühlt.
Mitarbeiter (wieder) mehr einbeziehen. Feedback aktiv einholen und nicht darauf setzen, dass Mitarbeiter sich schon äußern werden, wenn sie Feedback haben. Das verkennt das Machtgefälle und verschiebt die Verantwortung für Feedbackkultur nach unten. Mit strategischen Fehlern oder Misserfolgen offen umgehen. Das Zustandekommen der jährlichen Umsatzziele transparenter gestalten. Wenn das Umsatzziel nicht erreichbar scheint und die Berechnung dahinter nicht nachvollziehbar gestaltet wird, entsteht kein Buy-in der Mitarbeiter über ihre intrinsische Motivation, gute Arbeit abzuliefern, hinaus. Wenn der Gewinn nicht kommuniziert wird, kann ein Mitarbeiter auch nicht einschätzen, ob es berechtigt ist, dass keine Boni ausgezahlt werden.
Die Arbeitsatmosphäre war lange sehr gut. Es gab ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern. Es wurde Selbstorganisation und Leistung verlangt, dafür wurde aber viel organisatorische Freiheit gewährt. Ich war in dieser Zeit sehr gerne bereit, zum Wohle der Projekte Überstunden zu machen oder auch mal am Wochenende zu arbeiten, um akute Probleme zu lösen oder Kundenevents zu betreuen, weil ich auf der anderen Seite meine Wochenarbeitszeit flexibel einteilen konnte und sie so unkompliziert auf private Bedürfnisse und die Aufgabenauslastung meines Teams anpassen zu können.
Heute wird immer noch die selbe Leistung vom Mitarbeiter erwartet, aber es wird keine vergleichbare Flexibilität und Freiheit gewährt. Arbeitszeit muss minutengenau getrackt werden und kann auch von der Geschäftsführung im Detail angeschaut werden. Es gibt Kernarbeitszeiten für die Mitarbeiter und darüber hinaus Servicezeiten, die die Teams den Kunden gegenüber gewährleisten müssen. Überstunden müssen von den Vorgesetzten genehmigt werden.
Beim Kunden ist das Image nach dem, was ich von Kunden gehört habe, positiv. Die Mitarbeiter der i22 sind für eine Agentur außergewöhnlich engagiert und liefern Projekte ab, die vor allem technisch weit über dem gängigen Klischee von Agenturen liegen. Das wird von den mir persönlich bekannten Kunden auch gespiegelt und honoriert. Das ist allerdings auch nicht in allen Teams identisch.
Das Image der Firma intern hat in den letzten Jahren extrem gelitten. Ich war persönlich lange der Meinung, dass der Großteil der Probleme, die ich mit der Firma hatte, direkt mit dem Geschäftsmodell Agentur zu tun haben und dass es außerhalb dieser Einschränkungen die perfekte Agentur war.
Das hat sich drastisch gewandelt. Als ich Anfang des Jahres ging, habe ich direkte Gespräche mit ca. 10 Mitarbeitern aus verschiedenen Teams geführt und jeder einzelne dieser Mitarbeiter war unzufrieden mit der Entwicklung der Firma und der Kommunikation der Chefs.Außerdem haben alle berichtet, dass ihr gesamtes Team ähnlich fühlt. Das mag nur eine Momentaufnahme gewesen sein und eventuell auch kein repräsentativer Querschnitt der Firma, aber als Stimmungsbild mMn bezeichnend
Auch hier gilt: früher mal sehr gut, heute nicht mehr. Die einzige Einschränkung war hier lange, dass Kundenanforderungen und Projekt-Deadlines die Balance phasenweise stark in Richtung Work verschieben konnten. Es gibt Homeoffice als Standard, was etwas Flexibilität bewahrt, allerdings verhindert die neue Zeiterfassung und die Arbeitszeitvorgaben eine echte Flexibilität. Gerade für Mitarbeiter mit z.B. Kindern ist das aus meiner Sicht nicht mehr ausreichend.
Für mich kam erschwerend hinzu, dass ich trotz hoher Produktivität oft das Gefühl hatte, nicht ausreichend Leistung zu bringen, weil wir hinter dem, was für das Erreichen des Umsatzzieles an Team-Umsätzen nötig gewesen wäre, meistens hinterhergelaufen sind.
Bei vielen Projekten wurde erwartet, dass man mit schwammig definierten Anforderungen "konkurrenzfähig" anbietet (wir schätzten oft realistisch, das Projekt wurde dann aber deutlich unter Schätzung angeboten), um dann unter starkem Budgetdruck zu arbeiten, um am Ende dann gesagt zu bekommen, man hätte nicht genug Gewinn mit dem Projekt gemacht. Das führte bei mir dazu, dass ich häufig mit einem (rational unbegründeten) schlechten Gewissen Feierabend gemacht habe.
Weiterbildung muss selbst organisiert werden, sofern sie sich nicht aus den Aufgaben ergibt. Hier könnte die Firma mehr proaktiv anbieten, um sich als Arbeitgeber attraktiver zu machen. Karriereoptionen sind limitiert.
Gehälter werden immer pünktlich vor Monatsende bezahlt, zusätzliche Leistungen beschränken sich auf das gesetzliche Minimum (15% Zuzahlung zu einer bAV).
Für eine Agentur bezahlt die i22 ordentlich, aber das gilt nicht für jeden Mitarbeiter. Wie viel man bei der i22 verdient, hängt meiner Erfahrung nach stark damit zusammen, wie oft bzw. gut man verhandelt. Mir sind Fälle bekannt, in denen 5+ Jahre nicht nach einer Gehaltserhöhung gefragt wurde und entsprechend das Gehalt nicht erhöht wurde. Ich habe mein Gehalt regelmäßig mit zunehmender Verantwortung und Kenntnissen nachverhandelt und war entsprechend recht zufrieden. Ob dieses System für einen Mitarbeiter gut oder schlecht ist, hängt sehr mit der Persönlichkeit zusammen. Wie selbstbewusst kann ich mich und meine Leistungen verkaufen? In welchem Intervall bin ich bereit, aktiv nach einer Gehaltserhöhung nachzufragen? Für mich persönlich hat das gut funktioniert, aber ich kannte auf der anderen Seite auch Mitarbeiter, die anderswo deutlich besser verdienen könnten.
Die Einstiegsgehälter für Junior-Entwickler sind für mein Empfinden zu niedrig, aber eine steile Lernkurve wird definitiv (auch monetär) anerkannt.
Mir ist keine Initiative bekannt, mit der sich die i22 für Umweltthemen oder Soziales engagiert hätte. Eventuell könnte man hier anfügen, dass die i22 qua Geschäftsmodell an der Digitalisierung arbeitet und damit einen positiven Impact leisten kann, aber die Motivation schien mir immer eher wirtschaftlicher Natur zu sein.
Sauer aufgestossen ist mir hier, dass ein Mitarbeiter eingestellt wurde, um in den Emiraten und nahegelegenen Staaten Kunden zu akquirieren. Es wurde betont, dass man dort einen Wachstumsmarkt mit Chancen für die Firma sehe. Es kam nie zu einem konkreten Auftrag, aber weder Umweltthemen noch Menschenrechte waren hier Thema. Für mich wirkte es, als ob die Firma kein Problem darin sieht, Geld anzunehmen, dass aus Staaten kommt, die ihr Geld mit fossilen Energien machen (und entsprechend weltweit lobbyieren) oder die es mit Menschenrechten nicht so genau nehmen (Stichwort Kafala-System, Ausbeutung von Gastarbeitern aus dem globalen Süden, Umgang mit LGBTQ, Todesstrafen, etc.).
Wie vieles bei der i22 kommt es hier auf das Team an. In meinem Team war der Zusammenhalt sehr stark, in anderen habe ich das ähnlich wahrgenommen. Manchmal schien mir die offene und direkte Kommunikation allerdings nur innerhalb der Teams stattzufinden.
Ich habe den Umgang mit älteren Kollegen immer als fair und wertschätzend wahrgenommen. Ein paar herausragende Kollegen ihrer Gewerke sind um die 60 und diese sind in der Firma hoch angesehen.
Das positive zuerst: einer von zwei CEOs war in der direkten Kommunikation mit mir immer sehr nahbar, wertschätzend und menschlich sympathisch.
Aber: seit einiger Zeit werden Mitarbeiter in Entscheidungen nicht mehr eingebunden, es werden lediglich vollendete Tatsachen präsentiert. Auf Nachfragen wird mMn unzureichend eingegangen und es heißt, man solle Ihnen vertrauen. Es gibt einen Proposal-Prozess, um Mitarbeiter an Entscheidungen zu beteiligen, dieser wurde aber irgendwann nicht mehr genutzt.
Mein Hauptproblem mit der Geschäftsführung war für mich, dass sie keine ausreichende Feedback- und vor allem Fehlerkultur vorgelebt haben. Mein Eindruck war, dass wenn eine Initiative oder strategische Entscheidung der Chefs nicht funktioniert hat, wurde es entweder nie wieder angesprochen oder nur auf Nachfrage und ohne eigenes Versagen zu kommunizieren. Ein simples "Sorry, Thema XY lief nicht wie erhofft, das geht auf unsere Kappe, wir lernen daraus folgendes..." wäre sehr schön gewesen. Darunter fällt für mich unter anderem ein Stand auf der OMR, ein Mitarbeiter für Kundengewinnung in den Golf-Staaten oder Fehleinschätzungen zur Vorbereitung auf das Inkrafttreten des BFSG.
Das Büro ist angemessen, aber nicht überdurchschnittlich einladend. Im Sommer sehr heiß. Die meisten Mitarbeiter sind im Homeoffice.
Die Teamtage, bei denen sich die Mitarbeiter einmal im Quartal treffen, sind in der Regel gut organisiert und finden meist in angemieteten Räumlichkeiten statt. Für Kollegen mit langer Anreise gibt es ein recht enges Budget für Transport und Unterkunft, dass dazu geführt hat, dass zwei Kollegen aus meinem Team teilweise deswegen nicht gekommen sind oder aus eigener Tasche draufgezahlt haben. Hier spart die i22 mMn am falschen Ende als remote company.
Die Arbeitsgeräte sind gut, vorrangig gibt es ordentliche MacBooks, aber Mitarbeiter haben hier auch Entscheidungsspielraum. Der Kollege, der für die Betreuung der Mitarbeitergeräte zuständig ist, ist sehr hilfsbereit und erfahren. Die übrige Homeoffice-Ausstattung habe ich als spärlich empfunden. Vielleicht hätte man auf Nachfrage mehr bekommen können, aber es wurde meiner Erfahrung nach zumindest nicht aktiv beworben.
Die Kommunikation der Geschäftsführung ist für mich das größte Problem der Firma. Es gibt 4x im Jahr ein All-Hands, in dem über die aktuelle Lage informiert wird. Das ist der Hauptkanal für die Firmenkommunikation. Das letzte All-Hands, aus dem ich mit einem überwiegend positiven Gefühl gegangen bin, war im Dezember 2022. Anfang des Jahres wird immer ein Umsatzziel für das Folgejahr präsentiert. Die Berechnung dessen ist nicht transparent und es wurde in meiner gesamtem Zeit bei der Firma nicht einmal erreicht. Es wird häufig betont, dass die Firma extrem gesund sei und schwarze Zahlen schreibe, allerdings wird der Gewinn nie kommuniziert.
Letztes Jahr war 3x der Tenor des Meetings, dass sich alle nochmal stärker anstrengen müssen, weil das Marktumfeld schwierig sei und das Jahr nicht gut liefe, um dann beim letzten All-Hands zu betonen, wie erfolgreich das Jahr war und wie toll die Mitarbeiter abgeliefert hätten. Dieser plötzliche Umschwung ist mir extrem sauer aufgestoßen und wirkte sehr unehrlich. Ich hatte das Gefühl als solle verhindert werden, dass zu viele Mitarbeiter über die Feiertage darüber nachdenken, ob sie ihre Zukunft noch in der Firma sehen.
Mir ist kein Fall von Diskriminierung bekannt. Mir ist aber auch keine aktive Förderung von Gleichberechtigung bekannt, mit der zum Beispiel ein unbewusster Bias ausgeglichen werden könnte. Hier bewegt sich die i22 für mein Empfinden in etwa auf Durchschnittsniveau in Deutschland. Männer fördern statistisch gesehen eher Männer und den Eindruck hatte ich bei der i22 auch. Beide Geschäftsführer, der Prokurist und alle Directors (hierarchisch zwischen GF und den Teams) sind Männer und das wird scheinbar auch als normal angesehen. Ob es einen Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen mit ähnlicher Tätigkeit und Erfahrung bei der i22 gibt, ist mir nicht bekannt.
Extrem abhängig vom Team und der Projektlage. Ich habe an sehr interessanten Projekten arbeiten dürfen und dabei sehr viel gelernt. Ich habe auch monatelang an sehr eintönigen und technisch sehr langweiligen Projekten gearbeitet. Positiv ist aber, dass man Präferenzen äußern konnte und sich über gute Leistungen für anspruchsvollere Aufgaben qualifizieren konnte. Gerade der Tech Director hat im Rahmen seiner Möglichkeiten versucht, Entwickler in für ihr Level herausfordernde Projekte zu bewegen.
Das Onboarding war strukturiert und klar, die Erwartungshaltung wurde transparent kommuniziert. Ein guter erster Eindruck, der leider nicht gehalten hat.
Grundsätzlich gute Ideen, aber das Unternehmen erzeugt unnötigen Druck und verliert sich in Strukturen, die mehr kosten als sie bringen. Wöchentliche Meetings wirkten auf mich wenig zielführend, in Phasen, in denen keine ausreichende Auslastung gegeben war. Statt Ressourcen sinnvoll einzusetzen, wird in Recruiting und Onboarding investiert, um dann neue Mitarbeiter nach wenigen Monaten aus "betrieblichen Gründen" (mündlicher Wortlaut war ein anderer!) wieder zu entlassen.
Dazu kommt eine minutengenaue Arbeitszeiterfassung, bei der mir das Vorgehen keinen Raum gelassen hat und Widersprüche aufwirft. Dazu hörte ich die Kommentare dass "sie" genau sehen können, was man bucht und dass es "so" "oben" bemängelt werden würde. Das erzeugt ein Gefühl von Kontrolle und Misstrauen, das in keinem gesunden Arbeitsumfeld einen Platz haben sollte.
Im Übrigen wurde meine Kununu-Bewertung seitens des Unternehmens nun 2 mal als "unwahr" gekennzeichnet, obwohl sie aus meiner Sicht meine persönlichen Erfahrungen vollständig und wahrheitsgemäß widerspiegelt.
Weniger in Recruiting und Onboarding investieren, wenn die Kapazitäten für neue Mitarbeiter schlicht nicht da sind. Es lohnt sich ein Blick darauf, wo im Unternehmen wirklich Ressourcen verschwendet werden. Das war bereits für ein ungeschultes Auge, in den ersten Wochen erkennbar.
An sich okay, aber generelle Spannungen & Unmut waren sehr schnell spürbar.
Durch die strikte Kernarbeitszeit war die Flexibilität, die eine Werkstudentenstelle normalerweise bietet, faktisch nicht mehr gegeben. Da bei Änderungen wie dem Tauschen von Arbeitstagen mehrere Personen involviert waren, habe ich diese oft als aufwendig und unangenehm empfunden. Es entstand eher das Gefühl, um Erlaubnis bitten zu müssen, statt flexibel planen zu können.
Da ich mein Studium in weniger als acht Monaten abschließe, gestaltet sich die Suche nach einer vergleichbaren Position sowie der Übergang in den Berufseinstieg schwer. Die kurze Beschäftigungsdauer erschwert es zusätzlich.
Es wäre wünschenswert gewesen, wenn von Beginn an transparenter kommuniziert worden wäre. Unter Berücksichtigung der genannten Punkte hätte ich mich für ein anderes Angebot entschieden, insbesondere so kurz vor meinem Abschluss.
Auch wenn meine Zeit im Unternehmen kurz war, habe ich von einigen Kollegen nach meiner Kündigung Rückmeldung erhalten, dass sie diese nicht nachvollziehen konnten. Der wahrgenommene Rückhalt blieb jedoch überwiegend im direkten Austausch und zeigte sich nicht auf struktureller Ebene, was ich schade finde aber nachvollziehen kann.
Nach wenigen Monaten aufgrund "betrieblicher Gründe" gekündigt zu werden, finde ich fragwürdig. Dass ich im Anschluss eine LinkedIn-Anfrage von Entscheidern bekomme, wirkt auf mich zudem unpersönlich und unpassend.
Kommunikation wird intern großgeschrieben, in der Praxis jedoch kaum umgesetzt.
Informationen und Aufgaben kamen selten proaktiv, ich musste ständig nachfragen. Die Situation hat bei mir zunehmend ein ungutes Gefühl ausgelöst, fehl am Platz zu sein.
Die Aufgaben selbst waren inhaltlich interessant, allerdings kaum vorhanden. Im Bewerbungsgespräch wurde ein hoher Arbeitsbedarf kommuniziert, in der Realität wurde ich jedoch bereits in den ersten Tagen wiederholt vertröstet, da angeblich keine Kapazitäten für Einarbeitung oder Aufgaben bestanden. Häufig musste ich aktiv nach Arbeit fragen oder meistens eher abwarten.
Die Einarbeitung verlief insgesamt sehr langsam, wodurch mehr Leerlauf als tatsächlicher Lernzuwachs entstand. Gleichzeitig hatte ich nicht das Gefühl, eigenständig Verantwortung übernehmen zu können. Durch doppelte Kontroll- und Erfassungsschritte wirkten meine Prozesse wenig effizient.
Nach einiger Zeit erhielt ich eine längerfristige Aufgabe, die jedoch nur begrenzt meinem eigentlichen Profil entsprach. Ursprünglich als kleinere Zwischenaufgabe gedacht, entwickelte sie sich zu meiner Haupttätigkeit. Ich erhielt positives Rückmeldung, setzte Feedback um und bereitete mich auf eine erneute Präsentation im größeren Team vor. Am Ende des selben Tages wurde mir die Kündigung ausgesprochen.
Das Verhältnis zwischen den Mitarbeitern ist gut. Die Kollegen sind freundlich. Es herrscht auch eine positive Atmosphäre, in der offen über die neuen Unternehmensrichtlinien gesprochen wird, wobei dies aber hauptsächlich unter den Mitarbeitern stattfindet.
Gehälter, Feedbackkultur, Kommunikationskultur zwischen Management und Mitarbeitern. Immer mehr unnötige und nicht gerechtfertigte Einschränkungen.
Mehr Transparenz in der Kommunikation. Ermöglichen Sie es Ihren Mitarbeitern, Fragen zu stellen und Feedback zu den geltenden Regeln zu geben. Eine stärkere Feedbackkultur ist unerlässlich. Ohne Feedback lässt sich das Leistungsniveau der Mitarbeiter nicht halten. Wertschätzen Sie Ihre Mitarbeiter und vermitteln Sie ihnen nicht den Eindruck, sie würden alle durch KI ersetzt werden.
Vor kurzem wurden einige Änderungen an den Arbeitsabläufen vorgenommen, und nun verschlechtert sich die Arbeitsatmosphäre zusehends. Ich habe noch niemanden getroffen, der über diese Änderungen nicht verärgert wäre. Die getroffenen Maßnahmen sind äußerst unbeliebt und werden von niemandem, mit dem ich gesprochen habe als notwendig angesehen.
Früher gab es das Konzept der „vertrauensbasierten Arbeitszeiten“. Das ist jetzt nicht mehr so, und das ärgert viele Leute. Jetzt gibt es Kernarbeitszeiten, in denen man an seinem Schreibtisch sein muss, und für Leute mit Kindern oder solche, die während der Arbeitszeit private Dinge erledigen und diese Zeit später nacharbeiten möchten, ist das ein großer Nachteil.
Man kann die Kurse kaufen, die Kosten vom Unternehmen übernommen werden.
Was die Karriere Entwicklung angeht, gibt es keine klar definierten, transparenten Vorgaben dazu, was man tun muss, um eine Senior Position zu erreichen oder eine Gehaltserhöhung zu erhalten.
Die Beziehungen unter den Kollegen sind in der Regel freundschaftlich und nicht angespannt.
Es gibt zwei CEOs in der Firma – quasi den guten und den bösen Polizisten (wobei das meiner Meinung nach nicht immer ganz zutrifft).
CEOs setzen Ziele, die die Firma selbst bei großen und lukrativen Projekten nicht immer erreichen kann. Und am Ende wird beispielsweise der Jahresbonus nicht ausgezahlt (ich war drei Jahre im Unternehmen und habe ihn nur einmal gesehen), und das Management vermittelt den Mitarbeitern das Gefühl, nicht genug geleistet zu haben. Gleichzeitig wird behauptet, i22 sei die beste und erfolgreichste Digitalagentur Deutschlands. Doch die Mitarbeiter bekommen nichts als ein fettes Dankeschön-Sandwich mit viel leerem Beiwerk.
Ich habe zum Arbeitsbeginn einen neuen Laptop bekommen. Ich weiß auch, dass die Firma ältere Laptops gegen neuere austauschen konnte.
Ich habe aber eine lustige Geschichte gehört: Vor einigen Jahren gab es im Büro eine Diskussion darüber, ob man eine Klimaanlage oder bequeme ergonomische Stühle anschaffen sollte. Absurd, dass die Firma die Leute sogar vor die Wahl gestellt hat.
Die Kommunikation unter den Kollegen ist in der Regel in Ordnung. Nach der Probezeit gibt es nur wenige Gelegenheiten, das Feedback zu geben oder zu erhalten, keine 360 oder jährige Feedback Sessions. Die Kommunikation vom Management an die Mitarbeiter ist hingegen wirklich schlecht und intransparent.
Für Berufseinsteiger ist das Gehalt in Ordnung. Als ich anfing, verdiente ich angemessen. Doch mit zunehmender Berufserfahrung wird eine Beförderung deutlich schwieriger und ist an hohe Erwartungen geknüpft. Ich habe zweimal um eine Gehaltserhöhung gebeten und beide Male weniger erhalten, als ich erwartet hatte. Manche Kollegen haben jahrelang keine Gehaltserhöhung beantragt und wurden auch dann abgelehnt. Aus meiner Sicht wirken die Gehälter eher niedrig, besonders im Vergleich zu dem, was für Senior-Entwickler auf dem Markt üblich ist. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Vergütung nicht immer im Verhältnis zu Verantwortung, Erfahrung und Marktwert steht. Außerdem wirkte es auf mich so, als würden die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt und Entwicklungen wie KI bei Gehalts- und Personalentscheidungen eine Rolle spielen. Doch manche tun es, und die besten Talente verlassen das Unternehmen oder denken darüber nach. Aktuell herrscht zudem ein Gehaltsstopp. Letztendlich ist es aber die erfolgreichste Digitalagentur Deutschlands.
Ich habe beides erlebt – Content-Arbeit, bei der man einfach nur manuell Inhalte auf der Website des Kunden ändern muss – und wirklich interessante, komplexe Projekte. Und nicht jeder hatte dieses Glück.
Was ich richtig gut finde: Man merkt einfach, dass das ein Unternehmen ist, was seit vielen Jahren immer wieder Top-Leistung für die Kunden abliefert und da ist. Das schafft eine Atmosphäre, in der es auch Bock macht, sich zu verwirklichen. Dafür kriegt man die nötige Freiheit und das ist einfach ein sehr cooles Ambiente, aus dem man viel machen kann.
Das Einzige, was ich erwähnen möchte: Man könnte sich noch stärker auf Remote Work einstellen und weiter daran arbeiten, Formate zu schaffen, die den Austausch zwischen den Teams fördern. Gibt auch schon einige Initiativen dazu, aber ich wollte nochmal unterstreichen, wie wichtig das ist.
Super offene Atmosphäre bei i22. Man bekommt viel Freiheit und Vertrauen. Es liegt aber auch an einem selbst, was man daraus macht. Wer sich reinhängt, kann hier echt viel bewegen. Die Kollegen sind hilfsbereit und alles ist unkompliziert. Perfekt für Leute, die gerne selbst gestalten. Wer aber erwartet, dass alles vorgekaut wird, ist hier falsch.
Work-Life-Balance ist gut. Es gibt mal ruhigere Phasen und dann auch mal stressigere Zeiten, aber das verteilt sich ganz gut. Überstunden werden ordentlich getrackt und alles hat seine Richtigkeit.
Auch hier ist mir nichts Negatives aufgefallen. Man teilt ein gemeinsames Bewusstsein für diese Themen.
Alle sind füreinander da und versuchen sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen. Hab bei den ganzen Projekten nie eine negative Erfahrung gemacht, was die Kollegen angeht. Wenn man Hilfe braucht, findet sich immer jemand. Das Team-Gefühl stimmt einfach.
Die Betriebszugehörigkeit ist bei i22 generell sehr lang, was schon mal ein gutes Zeichen ist. Hab auch hier nie eine negative Erfahrung gemacht oder mitbekommen.
Grundsätzlich nichts zu beanstanden. Wie bei der Kommunikation könnte es manchmal etwas klarer und strukturierter sein, aber war schon gut über die Jahre. Man bekommt die Freiheiten, die man braucht, und wird nicht micromanaged. Bei Problemen findet sich immer eine Lösung.
Arbeitsbedingungen sind top. Man kriegt alles, was man braucht. Bei der Technik kann man sich zwischen Mac oder Windows entscheiden. Passt alles.
Grundsätzlich geben sich alle Mühe mit der Kommunikation. Remote Work macht es natürlich nicht einfacher. Es Könnte manchmal etwas strukturierter sein.
Hab keinerlei negative Erfahrungen gemacht in puncto Gleichberechtigung.
Die Projekte waren abwechslungsreich und man konnte sich in verschiedene Richtungen entwickeln.
Wer Eigenverantwortung übernimmt, wird belohnt – sowohl in der täglichen Arbeit als auch in der persönlichen Entwicklung. Die Projekte sind anspruchsvoll, oft state-of-the-art, und bieten die Möglichkeit, echten Impact zu haben. Leistung zählt, wird gesehen und anerkannt. Zudem herrscht eine pragmatische, professionelle und gleichzeitig herzliche Atmosphäre, die frei von Politik und unnötigem Overhead ist. Kollegenzusammenhalt wird großgeschrieben, und wer gestalten will, bekommt die Chance dazu.
Strukturierte Karriere-Systeme fehlen, man muss sich Entwicklung und Gehaltssteigerungen aktiv erarbeiten. Externe Kommunikation könnte gestärkt werden.
Karriere- und Gehaltsentwicklung transparenter gestalten. Interne Feedback-Prozesse systematisieren. Externe Wahrnehmung strategischer ausbauen.
Pragmatisch, bodenständig, professionell, herzlich – und dabei immer auf die Sache fokussiert. Keine Politik oder andere Störgeräusche. Wer eine Umgebung schätzt, in der es um Inhalte und Ergebnisse geht, fühlt sich hier wohl. Fordernd und fördernd zugleich.
Die Kunden halten dem Unternehmen über Jahre die Treue – das spricht für sich. Auf Branchenevents wird jedoch klar: Hier ist eher ein Hidden Champion als ein Branchen-Leuchtturm am Werk.
Wer seinen Output im Griff hat, kann seinen Impact selbst steuern – und das bedeutet auch: Work-Life-Balance liegt in der eigenen Hand. Die Arbeitszeiterfassung wird fair genutzt, Leistung wird anerkannt, und auch Pausen sind machbar. Langfristig könnte eine Erhöhung der Urlaubstage ein sinnvoller Schritt sein.
Organisch, individuell, ohne klare Strukturen – aber wer sich kümmert, wird belohnt. Keine festen Karrierepfade, aber Raum für Entwicklung, wenn man ihn aktiv nutzt.
Wettbewerbsfähige Vergütung, aber ein Gehaltsmodell, das noch Luft nach oben hat. Eigenverantwortung ist hier der Schlüssel – wer verhandeln kann, hat Chancen auf gute Ergebnisse, aber es gibt keine Garantie. Leistung wird belohnt, aber das System ist nicht für jede:n gleichermaßen zugänglich.
Im Rahmen der Möglichkeiten solide: Zero-Paper, keine Inlandsflüge, nachhaltiges Merchandise und Spendenaktionen. Allerdings gibt es kein umfassendes CSR-Konzept – und es wird auch nicht aktiv daran gearbeitet. Doch fairerweise: Es handelt sich um ein Unternehmen, nicht um eine NGO.
Stark. Der Support reicht über Teamgrenzen hinweg, Team-Events verstärken den spürbaren Zusammenhalt. Besonders hervorzuheben: eine durch und durch störungs-freie Umgebung. Ein echter Pluspunkt.
Hier gibt es zwei Perspektiven: Ja, Kommunikation und Wertschätzung könnten noch stärker priorisiert werden. Gleichzeitig spricht der langjährige Erfolg des Unternehmens für sich – Weltmarktführer vertrauen auf die Arbeit, die hier geleistet wird. Die Geschäftsführer könnten noch klarer zwischen Inhaberinteressen und Unternehmensführung trennen, aber Micromanagement hält sich in Grenzen.
Maximale Flexibilität: Wer Homeoffice will, bekommt es. Micromanagement? Kaum vorhanden.
Schnell, direkt, meist fair – Frequenz ist nicht das Problem. Allerdings gibt es noch Potenzial für mehr Feedback-Loops, um eine echte Kommunikationskultur zu etablieren. Nach außen fehlt es an Kontinuität.
Definitiv ein Highlight. Wer gestalten will, kann gestalten. Eigenverantwortung ist nicht nur eine Floskel, sondern gelebte Realität. Perfekt für Menschen, die proaktiv arbeiten und Dinge verändern wollen.
Komplett freie Wahl der Arbeitszeiten und des Arbeitsortes, sofern mit Teamkollegen und Meetings vereinbar.
Man kann sich im lauf der Jahre immer wieder neu erfinden und neue Dinge ausprobieren. Mir wurde dadurch nie langweilig.
Muss vom Arbeitnehmer proaktiv vorgeschlagen werden. Dann ist es möglich.
Ich arbeite super gern bei der i22. Man fühlt sich gewertschätzt. Die Kommunikation ist super und der Kollegenzusammenhalt ebenfalls. Super Arbeitgeber. Vielen Dank
Die Atmosphäre im Team ist professionell, herzlich und es macht Spaß
Die Arbeitszeit kann sehr flexibel eingeteilt werden, natürlich in Absprache mit dem Team und so, dass es zum Projekt und den Erreichbarkeiten für die Kund:innen passt
Wir sind ein Team und unterstützen einander.
Es gibt nicht wirklich direkte Vorgesetzte. Flache Hierarchien
Wir arbeiten alle remote
Ich mag die Transparenz, die Kommunikation ist direkt und unkompliziert
Ich hatte das Vergnügen, kürzlich den Bewerbungsprozess bei diesem Unternehmen durchzulaufen und ich muss sagen, dass ich tief beeindruckt bin. Der gesamte Prozess war super unkompliziert und schnell, was für mich als Bewerber eine enorme Erleichterung war.
Das Bewerbungsverfahren war gut strukturiert und transparent, was mir das Gefühl gab, dass das Unternehmen Wert auf Fairness und Effizienz legt. Jede Phase des Prozesses wurde klar kommuniziert und ich wusste immer, was als nächstes zu erwarten war.
Ein besonderes Highlight war die Chance, das jetzige Team und die Geschäftsführung während des Bewerbungsprozesses kennenzulernen. Dies gab mir einen tieferen Einblick in die Unternehmenskultur.
Insgesamt war meine Erfahrung mit dem Bewerbungsprozess äußerst positiv und ich würde das Unternehmen jedem empfehlen, der nach einer offenen und einladenden Arbeitsumgebung sucht.
Die i22 wurde in den 90ern gegründet und sitzt fest im Sattel – viel Erfahrung und Struktur, dennoch Flexibilität ohne Startup-Allüren.
Besonders hervorzuheben ist die Leistung des Recruiting-Teams. Dieses ist um die optimale Hiring Experience bemüht und hat einen tollen Onboarding-Prozess etabliert. Der Start bei i22 ist durch dieses Team wirklich toll.
Leider ist das „HR“-Team nur für das Recruiting zuständig. Eine Personalabteilung, die Bestandsmitarbeiter begleitet, fehlt komplett. Selbstverantwortung der Mitarbeiter wird so großgeschrieben, dass deren Entwicklung ihnen selbst obliegt. Man muss schon eine eigene Idee davon haben, was einen weiterbringt – und vielleicht gibt das Unternehmen dafür sogar Mittel frei. Regelmäßige Mitarbeitergespräche (und damit Gehaltsverhandlungen) gibt es nicht – wer das nicht selbst anberaumt, geht oft jahrelang leer aus. Schlecht für alle, die fähig, aber wenig selbstbewusst sind. Fairness definiere ich anders.
Insgesamt ist die Stimmung zuletzt sehr gekippt. Es bleibt für alle Mitarbeiter zu hoffen, dass sich dies wieder ändert.
Die Unternehmensgeschichte verspricht so viel Konsistenz. Bitte seid auch in Persona konsistent. Seid verlässlich, vorhersehbar, sicher. Vielleicht habt ihr das Gefühl, dass ihr es seid. Aber ihr beschwört gegenteilige Gefühle herauf.
Bei i22 ist man bemüht, sich immer weiterzuentwickeln. Neue Konzepte werden ausprobiert. Mitgestaltung durch Mitarbeiter wird gefördert: Hierzu gab es intensive Schulungen für interessierte Mitarbeiter. Auf diesem Wege werden kleine Veränderungen angestoßen und umgesetzt. Größere Vorschläge verlaufen sich aber gerne oder werden gar nicht erst erarbeitet, weil die Kapazitäten bei den Mitarbeitern fehlen. Die Wichtigkeit von Selbstorganisation wird bei i22 besonders betont – wenn diese Selbstorganisation aber ungewollte Richtungen einschlägt, wird von oben korrigiert. Die Vorgesetzten können, wenn sie gut drauf sind, ihre Mitarbeiter loben. Wenn die Stimmung in der Chefetage aber kippt, kann es auch mal ungemütlich werden.
Siehe „Vorgesetztenverhalten“. Früher habe ich die i22 hochgelobt und empfohlen. Jetzt würde ich jedem davon abraten, hier lange zu arbeiten. 2022 (Verfassungszeitpunkt der Bewertung) scheint mir die i22 höchstens eine gute Zwischenstation für einen kurzen Aufenthalt vor der besseren Gelegenheit zu sein.
Im Vorstellungsgespräch wird meiner Einschätzung nach oft das Wunschbild der i22 und nicht das Realbild transportiert. Die i22 versteht sich darin, Bewerbermarketing zu betreiben. Ich will nicht mal behaupten, dass hier groß gelogen wird. Vielmehr glauben alle an das, was sie loben und versprechen. Irgendwann macht man dann eigene Erfahrungen.
Die i22 wirbt mit Vertrauensarbeitszeit: Man könne wann immer und von überall arbeiten. Letztlich diktiert aber der Servicevertrag des Hauptkunden eine 9-stündige Erreichbarkeit. In größeren Teams ist so eine Flexibilität nur durch Absprache und im Rahmen dieses Servicevertrags gegeben. An sich kein großes Problem, es ist nur einfach nicht das, was versprochen wird. Im Rahmen dieser Absprachen hat man aber die Flexibilität, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Unter „Vertrauensarbeitszeit“ verstehe ich persönlich, dass das Unternehmen mir vertraut, dass ich meine vereinbarten (standardmäßig 40 h) Stunden leiste. Dies ist hier durch eine sehr genaue Zeiterfassung nicht gegeben.
Daneben gibt es mit 25 + 2,5 Tagen Urlaub weniger bezahlten Urlaub als in allen anderen Unternehmen, für die ich bisher tätig war. Die 2,5 Tage entsprechen den üblichen Verdächtigen (z. B. Heiligabend), die nahezu jedes Unternehmen gewährt.
Hunde sind im Büro nicht erlaubt.
Elternzeiten gehören für die Vorgesetzten zu Verhandlungsmasse. Fällt die Geburt des Kindes in einen sehr ungünstigen Zeitraum, sollen die Kollegen doch bitte ihr Elternzeit verschieben….
Wer Aufstiegschancen sucht, findet derer nicht viele bei i22. Weiterbildung wird gefördert, wenn sie gut verargumentiert werden kann. Denn, ratet mal: Weiterbildung muss selbst organisiert werden.
Im Vergleich zu anderen Agenturen erhalten Mitarbeiter bei i22 ein überdurchschnittliches Gehalt. Viele Teams erbringen aber Leistungen eines IT-Unternehmens. IT-Unternehmen würden für diese Leistung deutlich bessere Gehälter zahlen. Auch aus diesem Grund nahm die Fluktuation zuletzt deutlich zu.
Gehälter werden immer pünktlich vor Monatsbeginn gezahlt.
Es gibt eine Gewinnbeteiligung für alle – wenn eben Gewinn erzielt wird. Man darf auf den Bonus nicht zählen, das System empfinde ich allerdings als sehr fair. Bonus ist so nicht wenigen vorbehalten, sondern immer eine Teamleistung.
Corporate Benefits werden angeboten. Prä-Corona wurde von der Geschäftsführung das Mittagessen gestiftet, welches von einer Köchin jeden Tag frisch zubereitet wurde – paradiesische Zeiten.
Mir ist nicht bekannt, dass aktiv etwas für Nachhaltigkeit getan wird. Zumindest manchmal wird ein Teil des Jahresgewinns an soziale Projekte gespendet.
In vielen Teams ist der Teamzusammenhalt außerordentlich. Für viele Mitarbeiter stellt dieser den Hauptvorteil der i22 als Arbeitgeber dar. In der i22 versammeln sich sehr viel Hilfsbereitschaft und Loyalität. Es entsteht oft eine familiäre Atmosphäre, die in gemeinsamen Freizeitaktivitäten auch außerhalb von Company Events gipfelt. Sicher wurden hier unzählige Freundschaften geknüpft.
Die i22 brüstet sich damit, für eine Agentur einen recht hohen Altersdurchschnitt (30+) zu haben. Es gibt Kollegen, die 15+ Jahre dabei sind. Alter scheint bei Einstellung keine Rolle zu spielen – sehr gut.
Anfangs empfand ich das Vorgesetztenverhalten als sehr angenehm und besser als alles, was ich bis dahin erlebt hatte (die Erlebnisse waren nicht berühmter Natur). Irgendwann hat sich etwas wahrnehmbar verändert. Immer häufiger konnten wir Entscheidungen nicht nachvollziehen, bekamen auf Nachfrage keine verständliche Erklärung.
Es wird oft betont, dass es bei i22 um Menschen geht; darum, Spaß zu haben. Aber dann werden Dinge initiiert, die Teams zerrütten; die Konflikte unter Team-Mitgliedern nicht lösen, sondern auf deren Aussitzen warten. Schließlich bekam man mit, dass Kollegen, die das Unternehmen verließen, wie Aussätzige ausgeschlossen wurden und mehrere Mitarbeiter gar schlechtere Arbeitszeugnisse erhielten, als es das noch kurz zuvor erhaltene Lob für ihre Leistungen vermuten ließ. Der Verdacht drängt sich auf, dass die Vorgesetzten hier den Austritt etwas zu persönlich nahmen.
In Prä-Corona-Zeiten hatte man bei i22 wohl einen recht guten Arbeitsplatz: Höhenverstellbare Schreibtische, ergonomische Schreibtischstühle, Hardware aus einem definierten Set frei wählbar. Hier und dort gibt es gemütliche, begrünte Sitzecken, die zum spontanen Austausch einladen. Klimaanlage gibt es nur in den Konferenzräumen und in der Cafeteria, sodass sich im Hochsommer alle in diesen Räumen versammelten – ein toller Ausnahmezustand. Die entsprechende Küche ist sehr gut ausgestattet.
„Post-Corona“ kommt all dies leider kaum zum Einsatz.
Remote-Kollegen werden nur mit dem Laptop ausgestattet und genießen sonst keinerlei Vorzüge – Selbstorganisation halt.
Es herrscht Du-Kultur auf allen Unternehmensebenen und mit Kunden.
Etwa einmal im Monat informiert die Geschäftsführung über die strategische Ausrichtung, erzielte Erfolge und Herausforderungen. Den Teams werden darüber hinaus aktuelle Zahlen bereitgestellt, mit denen diese ihre Leistung selbst beurteilen können. In regelmäßigen Abständen besprechen Geschäftsführung und Teams die erreichten Ziele (Euros) und die weitere Strategie.
Insgesamt wird aber auf die Selbstorganisation und Selbstverantwortung des Einzelnen sowie der Teams gesetzt. Der Einzelne oder Gruppen erhalten so sehr viel Gestaltungsraum, bleiben hier aber die gewünschten Ergebnisse aus, folgen auch schon mal harte Eingriffe seitens der Geschäftsführung. Daneben kommen (selten) auch nächtliche E-Mails mit deutlichen Erwartungen und Aufforderungen von der Art an, die einem den Tag vermiesen können.
Männer sind bei i22 zwar in der Überzahl, dennoch habe ich nie beobachtet, dass Bewerbungen von Frauen häufiger aussortiert worden wären. Diese Bewerbungen gehen schlicht seltener ein. Gesetzt bleibt dennoch, dass die Führungsetage männlich besetzt ist.
Mütter, die aus der Elternzeit zurückkommen, klagen darüber, dass sie entweder mit ihrer Teilzeitstelle auf die Ersatzbank gesetzt werden oder aber sich ganz besonders anstrengen und beweisen müssen. Frauen bekommen bei Gehaltsverhandlungen Argumente zu hören, warum andere Mitarbeiter mehr Geld erhalten, die annehmen lassen, dass Männer bevorzugt behandelt werden.
Hauptkunde ist ein Konzern. Neben seltenen spannenden Großprojekten gibt es aber auch viel Routinegeschäft – es wird die drölfte Version einer Landingpage geliefert. Wer je im Konzernumfeld gearbeitet hat, weiß auch, dass nicht alle Anforderungen Sinn ergeben – und i22 als Dienstleister muss es trotzdem machen. Damit muss man umgehen können!
Insgesamt kann man hier besonders als Anfänger aber viel lernen und ausprobieren – wenn man weiß, wie man sich innerhalb dieser Grenzen bewegen muss.
Die Arbeitsbelastung scheint nach allem, was ich aus verschiedenen Teams gehört habe, zwar nicht immer gleichmäßig verteilt, aber für alle recht hoch zu sein. Die Fälle häufen sich, wo Mitarbeiter erschöpfungsbedingt Arbeitszeit reduzieren oder Auszeiten nehmen müssen.
Coole Kollegen, offene Kommunikation, interessante Projekte
So verdient kununu Geld.