Wer hier aneckt, geht – freiwillig oder nicht
Gut am Arbeitgeber finde ich
Interessante Aufgaben, 10 Tage Arbeit aus dem EU-Ausland.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Benefits, kein Betriebsrat.
Verbesserungsvorschläge
Hört euren Mitarbeitern zu und habt ehrliches Interesse an ihren Bedürfnissen und Verbesserungsvorschlägen. Bezahlt eure Leute fair, brennt sie nicht aus und bietet ihnen vernünftige Benefits. Aus meiner Sicht steht sich das Unternehmen selbst im Weg und ist in dieser Hinsicht nicht wettbewerbsfähig.
Arbeitsatmosphäre
In meinem Team war die Arbeitsatmosphäre sehr gut, darüber hinaus ist es nach Aussagen meiner Kollegen oft sehr kritisch. Es herrscht viel Frust.
Image
Der Arbeitgeber legt sehr viel Wert auf sein Image und auf den "Orange Spirit" und den "Purpose". Es wurde viel Zeit in diese Themen investiert, die eigentlich woanders benötigt worden wäre, z.B. beim Schaffen neuer Prozesse. Beim Großteil der Belegschaft haben diese Initiativen zu Frust und Widerstand geführt. Mehr Schein als Sein!
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance unterscheidet sich je nach Team immens. Urlaubsvertretungen sind meiner Wahrnehmung nach schlecht geregelt und bringen die Mitarbeiter an ihre Grenzen.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt wenig bis keine Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Manche Leute haben Glück und können sich weiterentwickeln und neue Rollen übernehmen, das sind aber Ausnahmen. Das persönliche Weiterbildungsbudget wurde abgeschafft. Ich denke, das ist einer der Gründe für die enorm hohe Fluktuation - wer sich nicht weiterentwickeln kann und keine Gehaltserhöhung in Aussicht hat, geht früher oder später.
Gehalt/Benefits
Unter Branchendurchschnitt. Von dem, was ich gehört habe, geht die Gehaltsschere enorm auseinander. Mein persönliches Gehalt war in Ordnung, langfristig ist es für die meisten (sogar mit Masterabschluss) nach eigenen Aussagen schwer, über die Runden zu kommen und sich etwas zurückzulegen. Gehaltserhöhungen müssen in einem sehr kräftezehrenden Prozess erkämpft werden und es gibt keine jährlichen Anpassungen. Das geringe Gehalt war unter den Kollegen ein ständiges Thema.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Bis auf ein paar Plakate wurde, soweit ich es mitbekommen habe, Umwelt- und Sozialbewusstsein nie thematisiert.
Kollegenzusammenhalt
Frust schweißt zusammen. Die Kollegen sind meistens das, was einen noch dazu motiviert, überhaupt ins Büro zu kommen. Innerhalb eines Unternehmens kann man jedoch nur bedingt füreinander einstehen, da man in einem Abhängigkeitsverhältnis vom Arbeitgeber ist ... Soweit es aber möglich ist, steht man füreinander ein und ist füreinander da. Je nach Standort haben manche mehr Glück als andere!
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen werden wertgeschätzt, allerdings gibt es davon nicht viele.
Vorgesetztenverhalten
Manche Leute haben enormes Glück und arbeiten unter tollen Führungskräften. Das können leider nicht alle von sich behaupten. In der obersten Führungsetage sind weder konstruktive Verbesserungsvorschläge noch gerechtfertigte Kritik gern gesehen. Wenn man im Unternehmen bleiben möchte, ist hier Vorsicht geboten. Deshalb kommt es meiner Meinung nach zu keiner positiven Veränderung.
Arbeitsbedingungen
Das IT-Equipment ist, bis auf die Laptops, nicht auf dem neusten Stand. Die Büroausstattung lässt stark zu wünschen übrig, die Stühle sind sehr alt und die Tische kaum verstellbar.
Kommunikation
Kollegen, die eine gute persönliche Beziehung zueinander haben, kommunizieren offen und ehrlich, auch über Hierarchieebenen hinweg. Ansonsten hat die Art der Kommunikation von oben oft zu Frust geführt. Sie ist oft intransparent, obwohl man sich angeblich Mühe um Transparenz gibt.
Gleichberechtigung
Durch Diversity-Initiativen hat man sich um Gleichberechtigung bemüht, viel gebracht haben sie leider nicht.
Interessante Aufgaben
Meine Aufgaben waren interessant und vielfältig.