idealo hat auf die dunkle Seite gewechselt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es ist wie eine feindliche Übernahme. Der ehemals stille Mehranteilseigner Axel Springer, hat das vormals freche und freie idealo, nun zu einer Springer Unit wie Bild, Welt usw. degradiert und ihm seine wirklich unangenehme Kultur übergestülpt. Wer für idealo arbeitet, der arbeitet jetzt deutlicher denn je, für die Ziele dieses Konzerns und seiner Weltsicht.
Arbeitsatmosphäre
Hier war idealo mal Vorreiter, aber seit 2024 ist es damit vorbei.
Die Unternehmenskultur änderte sich abrupt vom coolen egdy Tech Unternehmen mit Werten, zu einer Unit im Axel Springer Konzern ohne jedes Wertesystem, in dem MA funktionieren und ihre Klappe zu halten haben.
Dieser Axel Springer Einfluss kam nicht über Nacht, aber er wurde immer mehr und gipfelte darin, dass Geschäftsführer durch Konzerngewächse ersetzt wurden und man beschlossen hat, seine Expansion nach Amerika durch die konzerninterne Cash Cow idealo quer zu finanzieren. Dafür mussten dann 300 Stellen in einem hochprofitablen Unternehmen abgebaut werden.
Dass wir überhaupt so viele geworden, sind war ein Managementfehler, den man hätte verhindern können. Das geht eindeutig auf die untätige Kappe der alten drei Geschäftsführer!
Image
Vom Paulus zum Saulus. Nachhaltigkeit - beerdigt, wertebasiertes Miteinander - vorbei, progressives Arbeitsklima - vorbei. Nun herrschen Angst und Unsicherheit.
Work-Life-Balance
War mit Mobile Office und Workation Zeiten mal auf gutem Niveau. Nun gibt es Office First und man muss wieder ins Büro.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Man hat direkt als Erstes, das hauseigene Team für Nachhaltigkeit aufgelöst und die Leute entlassen. Und nicht nur das, man hat das Thema sofort im Giftschrank verschwinden lassen. Das sagt einem doch Alles über das Wertebild vom Axel Springer Konzern.
Karriere/Weiterbildung
hier war idealo schon immer nur so mittel. Dann wurden auch noch Udemy und Budgets gestrichen.
Kollegenzusammenhalt
Es gab und gibt bei idealo sehr laute MA, die sich gerne in den Vordergrund spielen. Es gab auch viele sehr nette MA. Einige haben sich viel im Widerstand gegen ihre direkten Vorgesetzten geübt und dies hat viel Energie gebunden. Mit viel gemeinsamer Arbeit, konnte man da aber zusammen weiter kommen. Es gibt und gab aber auch Leute, die hatten einfach keinen Bock sich zu bewegen, haben immer nur rumgekritelt. Der Witz ist: Die ist idealo mit seiner Strategie nicht losgeworden - die sind garantiert noch da! Gegangen sind eher die High Performer und die, die sich unter der neuen Springer Rigide nicht wohlfühlen.
Vorgesetztenverhalten
Ich hatte viele Vorgesetzte in meiner Zeit. Von inspirierend über enablend bis direkt demotvierend war alles dabei. Ich befürchte, dass jetzt nur noch die da sind, die nach oben besonders gut buckeln können. Leider ist es um die Führungskultur nicht mehr gut bestellt und sie wurde immer toxischer.
Kommunikation
Die interne Kommunikation ist wie überall intransparent und natürlich sehr auf die GF und das eigene Brand fokussiert.
Gehalt/Benefits
War unter Marktdurchschnitt, konnte man früher aber mit Verhandlungen und Zeit anpassen.
Interessante Aufgaben
An Aufgaben hat es mir nicht gemangelt. Es tolle große Projekte und viel Eigenverantwortung.

