idealo wird zu Axel Springer, oder: "How to destroy a company (culture) within a year.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre ist durch die Entlassung eines Drittels der Mitarbeitenden immernoch stark beschädigt, auch wenn das negiert und ignoriert wird.
Es ist nicht hilfreich das idealo jetzt noch näher an Axel Springer dran ist und man automatisch Teil einer Unternehmenskultur geworden ist, die kaum jemand jemals haben wollte.
Nachdem wir letztes Jahr direkt vor Weihnachten erfahren durften das ein großer Teil der Kollegen gehen müssen, erfuhren wir dieses Jahr die "frohe Botschaft" das wir ab dem nächsten Jahr wieder ins Office dürfen.
Na Merry Christmas!
Während ein paar alte weiße Männer sich feiern, darf der Rest sehen wie er sein ganzes Leben umstellt. Begründungen warum das überhaupt auf einmal sein muss oder ein Eingehen auf die Mitarbeitenden sind vergebens zu suchen.
Aber hauptsache idealo schreibt mal wieder Rekordzahlen und ist die Cash Cow von Axel Springer, auch wenn nun wirklich niemand zu Axel Springer gehören möchte.
Wollt ihr uns wirklich systematisch demotivieren oder tut ihr nur so?
Image
M.E. besser als die interne Wahrnehmung.
Work-Life-Balance
Manche Leute scheinen sehr viel zu arbeiten, andere schieben weiterhin die ruhige Kugel.
Die Geschäftsführung wollte gezielt "low performer" loswerden. Gefühlt sind am Ende mehr "high performer" gegangen. Zumal diese nach und nach weiterhin freiwillig gehen, da sie es in der aktuellen Marktsituation können.
Viele normalos und "low performer" suchen weiterhin parallel nach einem anderen Job aber haben innerlich schon lange gekündigt.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen wurden großzügig gestrichen. Karriere gibt es aufgrund der vielen Entlassungen und geringen Hierarchiestufen praktisch nicht mehr.
Auf den oberen Ebenen sitzen die alteingesessenen die zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. Quereinstieg in andere Rollen ist praktisch nicht möglich, außer man ist buddies mit den richtigen Leuten, was mittlerweile sowieso das Wichtigste zu sein scheint.
Gehalt/Benefits
Unterdurchschnittlich
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Seit der Auflösung des Green Teams nichts mehr von gehört.
Kollegenzusammenhalt
Die Atmosphäre und der Zusammenhalt auf Teamebene ist nach wie vor gut. Obwohl sich dies sicherlich von Team zu Team sehr unterscheidet. Viele idealos sind tolle Kolleg:innen und es gibt (noch) kaum eine Ellenbogenkultur.
Während früher alle eine "happy family" waren, gibt es jetzt einen eindeutigen divide zwischen den MDs, VPs, People und ein paar treuen Anhängern auf der einen- und dem Rest der Firma auf der anderen Seite.
Kurzum, wir sind genauso toxisch wie die Meisten anderen Firmen da draußen.
Durch den Unterschied zu früher merkt man es nur mehr.
Umgang mit älteren Kollegen
Hier ist mir bislang nie etwas negatives aufgefallen.
Vorgesetztenverhalten
It depends. Insgesamt bei idealo häufig noch besser als in anderen Firmen.
Allerdings fängt der Fisch schon seit längerem an vom Kopf zu stinken.
Zunehmend werden ehrliche Meinungen unterdrückt und Leute gelobt, die zu allem "Ja und Amen" sagen.
Die VP Ebene scheint besonders delulu zu sein und nicht zu realisieren was das feuern und nun wieder einstellen (hups) wichtiger Positionen mit dem Unternehmen gemacht hat.
Gleichzeitig hört man zunehmend von toxischen Führungskräften aus dem vorletzten Jahrhundert die mit Druck und Micromanagement arbeiten und sich auch gerne mal im Ton vergreifen.
Solch ein Verhalten war lange Zeit ein absolutes no go, wird jetzt aber scheinbar gefördert #weplaytowin.
Arbeitsbedingungen
Leider bald nicht mehr gut.
Sinnlose Pendlerei wird den Alltag bestimmen.
People first wird zu Office first.
Die technische Ausstattung ist sehr gut.
Das Büro ist sehr modern aber weniger gut ausgestattet. Es fehlt an Meetingräumen, Kaffeemaschinen, Gemütlichkeit.
Es ist außerdem sehr laut und konzentriertes Arbeiten praktisch unmöglich.
Kommunikation
Die Kommunikation ist seit über einem Jahr komplett den Bach runter gegangen. Selbst Vorgesetzte werden zu aktuellen Entwicklungen systematisch im Dunklen gehalten. Tansparenz gehört gänzlich der Vergangenheit an. Dafür floriert der Flurfunk.
Gleichberechtigung
Scheint schlechter zu werden mit mehr männlichem Machtgehabe. Außerdem wird das Thema weibliche Führungskräfte sehr hervorgehoben. Leider spricht niemand davon, dass fast 100 % der höheren Führungskräfte Deutsche sind. Von Diversität ist hier wenig zu sehen.
Interessante Aufgaben
Kommt auf die Abteilung und Funktion an. In meinem Fall leider nein.

