Einst das Flaggschiff des Berliner E-Commerce, jetzt nimmt das Schiff Wasser
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die einzigen Benefits, die uns noch geblieben sind, zum Beispiel Workation, Urlaubstage zum Dazukaufen, Remote Work (zumindest vorerst) und die idealos selbst.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die neue Richtung, die dieses Unternehmen einschlägt. Am besten gleich das Büro schließen und uns alle in die USA verlegen, genau danach riecht es im Moment.
Leadership is not about being in charge. It is about taking care of those in your charge.
Verbesserungsvorschläge
Es ist an der Zeit, den Unsinn zu beenden. Hört auf, Plattformen wie diese zu nutzen, um eure eigene Agenda durchzudrücken. Das ist nicht nur kindisch, sondern auch wirklich peinlich. Fangt endlich an, die idealos wieder in den Mittelpunkt eurer Entscheidungen zu stellen, damit das Unternehmen langfristig erfolgreich bleibt. Irgendwann ist das Maß voll – und dann fällt euer Turm in sich zusammen. Ihr habt einen Diamanten in den Händen, aber behandelt ihn, als wäre er wertlos.
Menschen ins Büro zu zwingen, weil angeblich nur dort Zusammenarbeit und Innovation möglich sind? Lächerlich. Mitarbeitende nicht für ihre Leistung mit angemessenen Gehaltserhöhungen zu belohnen? Lächerlich. Ständig andere für eigene Fehler verantwortlich zu machen? Lächerlich. Das Unternehmen über die Menschen zu stellen? Lächerlich. Auf der Bühne leere Business-Phrasen zu rufen und zu glauben, dass wir das alles glauben? Lächerlich. Diejenigen nicht wertzuschätzen, die den Erfolg aktuell noch am Leben halten (Stichwort Cashcow)? Lächerlich. Zu denken, dass wir das alles nicht durchschauen? Ebenfalls lächerlich. Führen mit Macht und Angst? Lächerlich (und ganz ehrlich, auch so 1970...).
Arbeitsatmosphäre
Vor ein paar Jahren hätte ich gesagt, es kommt auf das Team an, in dem man arbeitet. Das trifft zwar noch teilweise zu, aber mittlerweile genießen schätzungsweise 90% der Mitarbeitenden die Arbeitsatmosphäre nicht mehr. Wir haben Führungskräfte, die offensichtlich nicht die richtigen Kandidaten für ihre Positionen sind, und Personen mit Macht, die keinerlei Interesse an Menschen zeigen. Die Geschäftsführung scheint fast stolz darauf zu sein, dass sie Mitarbeitende endlich als Zahlen und nicht mehr als Individuen betrachten kann. Ich habe noch nie erlebt, dass eine Gruppe von drei Personen (warum sind es eigentlich immer drei?) etwas Erfolgreiches so systematisch zerstört. Jeder ernstzunehmende Business-Professor oder jedes gute Management-Handbuch würde den derzeitigen Führungsansatz in Stücke reißen.
Image
War gut.
Work-Life-Balance
Hm, interessantes Konzept. Früher war das einmal möglich, aber heute gilt offenbar das Prinzip „"Company First“. Das beschreibt die Haltung des Unternehmens zur Work-Life-Balance ziemlich treffend. Für mich persönlich heißt das: Familie kommt an zweiter Stelle. Man hat das Gefühl, dass man nur dann im Unternehmen vorankommt, wenn man bereit ist, sein Privatleben komplett hintanzustellen und sich voll und ganz auf die Arbeit zu opfern. Wer versucht, Grenzen zu ziehen oder sich selbst nicht aufgibt, bleibt auf der Strecke. Work-Life-Balance existiert hier nur noch als Schlagwort, nicht als gelebte Realität.
Karriere/Weiterbildung
Nö, leider
Gehalt/Benefits
..Kommt drauf an, in welchem Team man ist
..Kommt drauf an, wie gut man sich mit dem Teamlead versteht
...Hängt auch nicht davon ab, was man leistet oder wie gut man seine Arbeit macht
Danke an den Betriebsrat und HR für die Arbeit am Thema Career Framework. Wir vertrauen darauf, dass beide Parteien, insbesondere der Betriebsrat, sicherstellen dass die Interessen der Mitarbeitenden im Mittelpunkt stehen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Früher konnte man echt stolz darauf sein. Aber selbst das wird inzwischen immer mehr runtergeschraubt.
Kollegenzusammenhalt
Es gibt eine Sache, die unter den idealos nach wie vor stark ist (und damit meine ich ausdrücklich niemanden aus dem Management oder darüber hinaus): Die idealos halten zusammen. Das ist etwas, woran sich das Unternehmen erinnern sollte. Diesen Zusammenhalt kann man nicht brechen.
Umgang mit älteren Kollegen
Naja...nö
Vorgesetztenverhalten
Oh je. Ein wirklich schwieriger Punkt. Ich sage es einfach ehrlich und direkt: Es gibt vielleicht noch eine Handvoll guter Vorgesetzter. Aber das ist inzwischen eine absolute Seltenheit. Einschüchterung, Druck und das Verbreiten von Unwahrheiten scheinen zum Alltag zu gehören, und es ist kaum zu glauben, womit manche davonkommen. Ach so, vielleicht ist das ja gemeint mit "Company First“?
Kommunikation
Klar, idealo liebt Meetings. Es gibt Meetings, um Meetings zu planen, in denen wir über vergangene Meetings sprechen. Aber wenn es um echte Kommunikation geht, ist die Lage katastrophal. Abteilungen arbeiten am selben Thema, ohne voneinander zu wissen. Andere Abteilungen treffen Entscheidungen, die direkte Auswirkungen auf Kolleginnen und Kollegen haben, ohne diese einzubeziehen oder zu informieren. Teamleads verhalten sich wie Alleswisser und entscheiden über ihre Teams hinweg, ohne das nötige betriebswirtschaftliche Verständnis. Zusammenarbeit? Welche Zusammenarbeit denn? Und bitte, schiebt das nicht auf Remote-Arbeit – mein Teamlead würde mich auch im Büro ignorieren, nicht nur über den Bildschirm.
Das eigentliche Kommunikationsproblem liegt jedoch bei HR und der Geschäftsführung. HR ändert Richtlinien, die Mitarbeitende betreffen, kommuniziert diese aber nicht und behauptet gleichzeitig, nur das Beste für die Belegschaft zu wollen. In Wahrheit werden schlicht Anweisungen von oben umgesetzt. Transparenz? Offenbar halten HR und die Geschäftsführung das für ein Relikt aus den frühen 2000ern, das im modernen Arbeitsleben keinen Platz mehr hat.
Gleichberechtigung
Und wieder...nö
Interessante Aufgaben
Nö

