Arroganz schlägt Kompetenz – Ein Lehrstück in Fehlmanagement
Verbesserungsvorschläge
Es ist bezeichnend für die strategische Kurzsichtigkeit der Führung, dass fundierte Vorschläge von Mitarbeitern zur Optimierung von Prozessen und Strukturen jahrelang arrogant ignoriert werden, nur um sie dann – Jahre zu spät und in einer Phase der Schieflage – als eigene Management-Ideen zu verkaufen. Wenn gute Konzepte erst dann umgesetzt werden, wenn es für den Unternehmenserfolg fast schon zu spät ist, zeugt das von einem eklatanten Mangel an Weitsicht und Innovationskraft.
Ein dringender Appell zur Selbstreflexion auf der obersten Führungsebene. Arroganz ist kein Ersatz für Kompetenz. Solange kein ehrlicher, ethischer und wertschätzender Umgang mit den Mitarbeitern etabliert wird und Führungskräfte nicht für ihr eigenes Versagen geradestehen, wird sich an der hohen Fluktuation und der internen Unzufriedenheit nichts ändern.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre ist stark von Verunsicherung geprägt, da durch das chaotische Management keine klare Linie erkennbar ist. Moral und Ethik scheinen im Umgang mit Mitarbeitern leider eine untergeordnete Rolle zu spielen, sobald es unbequem wird. Menschlich eine herbe Enttäuschung, wie hier mit Leistungsträgern umgegangen wird, wenn Fehler im System vertuscht werden sollen.
Kommunikation
Einseitig und von oben herab. Es wird viel geredet, aber wenig substanziell kommuniziert. Transparenz ist ein Fremdwort, Probleme werden ausgesessen oder schöngeredet.
Vorgesetztenverhalten
Vorgesetztenverhalten und vor Allem Managementverhalten: Die Entscheidungen wirken oft sprunghaft, unstrukturiert und von einer gravierenden Konzeptlosigkeit geprägt. Kritik oder Verbesserungsvorschläge werden mit einer spürbaren Arroganz abgewiesen. Statt Verantwortung für Fehlentwicklungen zu übernehmen, wird der Druck nach unten weitergegeben. Hier wird das Versagen der Führung auf dem Rücken der Belegschaft ausgetragen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben an sich hätten Potenzial, werden aber durch das administrative und strategische Chaos im Keim erstickt. Konstruktives Arbeiten ist unter diesen Rahmenbedingungen kaum möglich.


