Standort Wuppertal - Der letzte macht das Licht aus!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wie sagt man über die DDR: Es war nicht alles schlecht, aber am Ende war es gut, dass es (für mich) vorbei war.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Hier nur zwei Worte: Keine Wertschätzung!
Verbesserungsvorschläge
Hört auf die Leute anzulügen und auszubeuten mit denen Ihr jede Menge Geld verdient! Arbeitet an Eurer Wertschätzung und bezahlt besser. Alles das, was die Konkurrenz besser macht!
Arbeitsatmosphäre
Aufgrund der Tatsache, dass, entgegen der Aussagen der GF, irgendwie allen schon klar war, der Standort geschlossen werden wird, war die Atmosphäre bis zum Schluss doch sehr gedämpft.
Image
Nach Außen hui, nach innen pfui. Tolle ISO-Zertifikate an der Wand deren Umsetzung nicht gelebt wird und die nur potenzielle Auftraggeber beeindrucken sollen. Hauptsache alles billig und ohne Aufwand.
Work-Life-Balance
In meiner Position relativ flexibel und Einsatz im Homeoffice möglich. Bereitschaftszeiten am Wochenende wurden anteilig als Überstunden gutgeschrieben.
Karriere/Weiterbildung
Ich kam als Agent. Aufgrund Loyalität und Engagement landete ich zum Schluss in einer administrativen Führungsposition. Es war nicht alles schlecht, aber es ging in den letzten zwei Jahren mit Wechsel in der GF-Ebene ungebremst bergab. Von meiner Bewertung aus 2018 ist nicht mehr viel übrig gewesen.
Gehalt/Benefits
In der Regel pünktlich. Wehe es gab ein Problem bei der Abrechnung bzw. dem Steuerberater, dann folgte ein wochenlanges Hinterherrennen hinter Korrekturen, natürlich zu Lasten des Arbeitsnehmers. Gehalt auf Führungspositionen gnadenlos zu niedrig im Schnitt, verglichen zu anderen Arbeitgebern. Agents beziehen Mindestlohn.
Kollegenzusammenhalt
Eigentlich immer gut. Schwarze Schafe gibt es überall. Aber der Galgenhumor unter den Kollegen konnte hier auch nicht mehr viel retten am Ende.
Vorgesetztenverhalten
Am Standort Wuppertal eigentlich immer korrekt und mit offenem Ohr. Nachdem dann im Mai 2024 die Standortleitung von oben herab "entsorgt" wurde, war eigentlich klar, wohin der Weg führt. Die ab und an vor Ort anwesenden Interims-Platzpatronen waren nur noch da um den Standort nach und nach abzuwickeln. Hier wurde dann auch schon mal aus völlig absurden Gründen die "Integrität" angezweifelt und die Arbeit echt fähiger Kollegen in Frage gestellt. Am Ende dann noch in einem, fast sechsmonatigen, Gerichtsverfahren hinter meinen letzten zwei Gehältern hinterher gelaufen, weil man mir einen reinwürgen wollte, da man sich aufgrund meiner Kündigung in der Ehre gekränkt fühlte. Als günstiger Erfüllungsgehilfe ist man gerne gesehen aber wehe man begehrt auf!
Arbeitsbedingungen
Schimmelige Wände, Gerümpel und wenig ergonomische Arbeitsplätze, Eine ständige Baustelle, Aufzug dauernd kaputt (Richtig doof bei 4. Etage und gehbehinderten Kollegen), Augenuntersuchung G37 wurde verweigert wegen "zu teuer", Tanzschule im Haus wummert einem Nachmittags bei offenem Fenster exorbitant die Bässe um die Ohren.
Kommunikation
Unter Kollegen: Gut, Zwischen Teamleitern und Teams: Gut, Innerhalb der Führungsebene und nach unten: Katastrophal. Immer eine Kultur der offenen Worte predigen, dann aber wichtige Entscheidungen und Veränderungen verschlossen halten und bei Rückfragen den Mitarbeitern dreckig ins Gesicht lügen. Teilweise mit Aussagen wo man meint, dass man für blöd gehalten wird.
Gleichberechtigung
INDECA Wuppertal war bunt!
Interessante Aufgaben
Viel Arbeit. Wenn Kollegen wegfallen: noch mehr Arbeit bei gleicher Entlohnung. Irgendein Doofer wird sich finden, den man abziehen kann.