55 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
55 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.


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55 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Die vollständig positive Erfahrung des gesamten Prozesses wurde durch die Kommunikation der Entscheidung stark negativ getrübt.
Sofern eine zeitgerechte Rückmeldung nicht möglich ist, würde ich mir eine Info dazu wünschen. Dazu ist eine Absage auf dem Anrufbeantworter nach so viel investierter Zeit und der spezifischen Nachfrage per Mail sehr unpersönlich und gibt keine Möglichkeit zu einem adäqauten gemeinsamen Abschluss des Prozesses. Das war enttäuschend.
Die erste Rückmeldung bekam ich innerhalb von paar Tagen, das Erstgespräch mit HR ging etwa 30 Minuten und war online.
Danach hatte ich ein technisches Gespräch vor Ort (1 Monat später), das Gespräch ging etwa 2 Stunden (+ 1 Stunde Hinfahrt), seit dem keinerlei Feedback (mittlerweile 6 Monate her).
Obwohl mir im ersten Gespräch eine Rückmeldung innerhalb von zwei Wochen zugesagt wurde, habe ich über einen Monat auf eine Antwort gewartet – und diese erfolgte erst nach meiner aktiven Nachfrage. Die Begründung für die Absage wirkte leider nicht überzeugend, da sie sich auf eine unternehmensstrategische Ausrichtung auf Microsoft bezog – ein Aspekt, der werden in der Jobbeschreibung, noch im Erstgespräch nicht erwähnt wurde. Sollte diese strategische Entscheidung von Anfang an festgestanden haben, stellt sich die Frage, warum ich überhaupt zum Gespräch eingeladen wurde?
Aus meiner Sicht entstand der Eindruck, dass das Gespräch eher der Marktrecherche diente als der ernsthaften Suche nach einer passenden Kandidatin. Besonders bedauerlich finde ich, dass in der Absage Qualifikationsdefizite angesprochen wurden, die meiner Einschätzung nach nicht zutreffen. Das erweckt das Gefühl, dass man im Gespräch aneinander vorbeigeredet hat oder Ausreden sucht.
Ich hätte mir einen strukturierteren und transparenteren Ablauf gewünscht, insbesondere im Hinblick auf Kommunikation, Erwartungsmanagement und Wertschätzung im Bewerbungsprozess.
Nach nun mittlerweile knapp 3,5 Monaten ist der Bewerbungsprozess nach drei Gesprächen zu Ende. Alle drei Gespräche haben stark auf die persönliche Ebene und das persönliche Fitten abgezielt und haben nicht wirklich meine Fähigkeiten getestet. Das muss nicht zwangsläufig schlimm sein, da mein Lebenslauf bereits meine bisherigen Leistungen aufzeigt und man im Rahmen solcher Gespräche meist ohnehin nur oberflächlich fragen kann.
Als ich im letzten Gespräch nachfragte, ob Bewerbungsprozesse stets so lange dauern, wurde mir gesagt: "Letztens kam es vor, dass von der Bewerbung bis zur Anstellung nur zwei Wochen vergangen sind. Dass es so lange wie bei dir dauert, ist eher die Ausnahme. Du bringst so breit gefächerte Fähigkeiten mit, dass wir lange hin und her überlegt haben, wo du am besten hinpassen könntest, weil du mit deinen Fähigkeiten in vielen unserer Bereiche anfangen könntest."
Soweit so gut. Das Gespräch war wieder eher auf persönlicher Ebene. Zum Ende hin sagte mir einer der Teilnehmer: "Ein paar von uns fliegen zwar in den Urlaub, aber wir besprechen den Bewerbungsprozess dann am Pool und melden uns am Freitag." (Das Gespräch war dienstags.)
Zweieinhalb Wochen später kam die Rückmeldung von einer Vertretung des HRs: "Hey, sorry, dass ich das jetzt als Vertretung machen muss, aber wir wollten dich nicht weiter warten lassen. Wir haben uns gegen dich entschieden. Deine Gehaltsvorstellung in Verbindung mit den Fähigkeiten, die du mitbringst, haben uns zu dieser Entscheidung geführt."
Erstaunt darüber dass die Gehaltsvorstellung aufgeführt wird (soll man auf ihren Vorschlag eines Juniorgehalts etwas entgegnen "ach was noch weniger als Junior Gehalt ist in Ordnung"?) entgegnete ich: "Hm okay, aber das (von euch, nach Ablehnung meiner Gehaltsvorstellung vorgeschlagene) Gehalt war ein Junior-Gehalt. Ich denke, ich bringe (nach 2,5 Jahren Arbeitserfahrung) definitiv mehr mit als ein Junior."
"Ja, das auf jeden Fall, aber nichts, was die Kollegen gebrauchen könnten vom Themenfeld."
Ich finde das Ganze unhöflich und respektlos. Alles in allem ziemlich unprofessionell. Mein Skillset konnte man meinem Lebenslauf entnehmen und wurde in den Gesprächen auch nicht weiter getestet. Wie kommt man nun also nach drei Gesprächen "plötzlich" zu so einem Schluss?
Einen Master in Mathematik mit 1,0, Stipendien und Auszeichnungen auf meinem Lebenslauf, internationale Arbeitserfahrung im Bereich Research, Business Development und zuletzt der Launch einer eigenen App im Alleingang (Datenbanken, Governance, Werbemanagement und was sonst noch alles anfällt) – und nach all dem wird mir gesagt: "Du (als Mathematiker mit starken IT-Skills) bringst nicht mit, was unsere Kollegen (in deiner Data Analytics Beratung) nutzen können." Was für Erwartungen werden hier an einen Berufseinsteiger gestellt?
Und dann noch vertrösten mit: "Ja schade, ich will keine falschen Hoffnungen machen, aber vielleicht klappt es irgendwann."
An den Haaren herbeigezogenes Feedback und die Erwartung, dass man sich nochmal bewirbt? Irgendwie erscheint mir das realitätsfern. Naja, wenn die Firma so mit motivierten Bewerbern umgeht, die einiges in Kauf nehmen, um den Bewerbungsprozess bis zum Ende mitzumachen, dann will ich dort ehrlich gesagt auch nicht anfangen.
Wenigstens eine gescheite Begründung hätte man anführen können, dann wäre ich aus dem Ganzen auch definitiv positiver herausgegangen. So würde ich Freunden und Bekannten, denen respektvoller Umgang mit anderen wichtig ist, eher abraten.
Ich musste meine original Bewertung schon mehrmals auf dieser Platform auf Wunsch des Unternehmens ändern... das sagt doch wohl alles über diese Firma aus... wenn Bewerberinnen nicht ein Mal ihre Meinung und persönlichen Erlebnisse die im Zusammenhang mit dieser Firma stehen öffentlich teilen dürfen.
Mein Tipp: Selbstreflektion würde helfen
Sich nach Interviews zurückmelden.
Falls möglich eines der Vorstellungsgespräche im Büro führen.
So verdient kununu Geld.