Muss man mögen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Regelmäßige Feedbackgespräche, ein toller Mentor, positive Fehlerkultur.
Verbesserungsvorschläge
Allgemeine Ansicht, auch wenn das Thema branchenüblich scheint: Regelmäßige Überstunden könnten ein Zeichen für falsche Prioritäten oder zu wenige Mitarbeiter für zu viele Aufgaben sein.
Kommunikation
Feste Regeln für die Kommunikation.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der eigenen Abteilung gut. Abteilungsübergreifend eher nicht. Dadurch dass die Zeiterfassung und der Terminkalender von jedem einsehbar sind, wurde Gossip schnell verbreitet und es gab Kommentare, wenn jemand über Wochen weniger als 40h gearbeitet hat.
Work-Life-Balance
(Gelegentliche) Überstunden werden als selbstverständlich angesehen und gelten als mit dem Gehalt abgegolten. Für Angestellte ist Home Office und Gleitzeit theoretisch möglich, allerdings mit einer Kernarbeitszeit von 9-18 Uhr. Kollegen aus anderem Abteilungen haben mit Unverständnis reagiert, wenn jemand früher gegangen ist, auch wenn diese Mitarbeitenden früher anfangen und die Pause durchgearbeitet haben. Vorgesetzte hatten teilweise 70-80 Stunden Wochen.
Interessante Aufgaben
Es wurde sich Mühe gegeben, mir möglichst viele Einblicke in verschiedene Bereiche, die mich interessieren zu geben und mein Feedback aus Gesprächen wurde ernst genommen. Selten musste ich auch tätigkeitsfremde Aufgaben übernehmen, wie im Sekretariat aushelfen oder Besorgungen erledigen.
Gleichberechtigung
Beim täglichen Mittagessen im Restaurant hat man so einiges an Gerede von männlichen Personen über ehemalige weibliche Angestellte gehört. Ging gar nicht. Wenige Frauen in Führungspositionen als Vorbild.
Gehalt/Benefits
Das Praktikum war vergütet, wenn auch deutlich unter Mindestlohn, aber immerhin. Ich hatte den Eindruck, dass das Gehalt unterhalb der Festangestellten nicht transparent gemacht werden sollte/durfte. Jährliche Gehaltsverhandlungen erschienen etwas veraltet. In Anbetracht der Inflation und wachsenden Erfahrung in jedem Jahr könnte man ruhig feste Zuwächse einführen.
Image
Teilweise hohe Durchlaufquote und wenig positives von ehemaligen Angestellten. Nach außen hin ist das Image vermutlich gut, intern jedoch von Fehltritten seitens der Führungsebene mitbekommen, die das ändern könnten, wären sie öffentlich bekannt.
Karriere/Weiterbildung
Die Einarbeit und das Mentorenprogramm waren sehr intensiv und hilfreich, teilweise fast zu viel (Stichwort schriftliche Prüfung). Etwas merkwürdig anmutend war, dass die Einarbeitung vieler Positionen zunächst als Praktikum erfolgen soll. Natürlich sind Einarbeitungen teuer, gehört für gewöhnlich aber als Investment dazu und wird normal vergütet. Übernahmen aus Praktikum oder Werkstudententätigkeit sind üblich. Beförderungen hab ich keine Mitbekommen, lediglich das Angebot an einen Kollegen einen neuen Titel und damit mehr Verantwortung, aber nicht mehr Geld zu bekommen.
