Ein moderner Träger mit Entwicklungspotenzial
Gut am Arbeitgeber finde ich
Mir gefällt, dass Interaktiv für Wert auf Weiterentwicklung und Wachstum legt. Wie zufrieden man mit seinem Arbeitsalltag ist, hängt stark vom Team und Arbeitsbereich ab. Wenn das aber stimmt, kann man hier ein erfüllenden, sinnstiftenden Job finden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich denke, der soziale Fokus sollte besonders in der Führungsebene wieder stärker eingenommen werden. Wachstum ist gut und wichtig, aber nur, wenn die Bedingungen stimmen und eine gewisse Stabilität da ist. Sonst kann man auch gleich in einem Wirtschaftsunternehmen arbeiten und erhält aber dort die angemessene Vergütung.
Arbeitsatmosphäre
Leider nehme ich eine zunehmende Anspannung in den Teams wahr. Viele gehen über ihre Grenzen (Überstunden, Doppelbelastungen, Stress, hohes Aufgabenvolumen, Arbeit während des Urlaubs oder während Krankheiten, keine Zeit für Pausen), was je nach Vorgesetztem aber auch nicht unterbunden oder sogar erwartet wird. Natürlich liegt es in der persönlichen Verantwortung auf sich zu achten, aber von Unternehmensseite würde ich da mehr erwarten, diese „Hustle-Culture“ (insbesondere bei einem sozialen Träger) nicht weiter zu fördern, sondern einzudämmen und mehr an den strukturellen Bedingungen zu arbeiten, die die Menschen entlasten.
Image
Interaktiv betreibt gute Imagepflege, wie aber auch schon von anderen öfter angemerkt, kann das eher kontraproduktiv wirken, wenn die Basis bröckelt.
Work-Life-Balance
Man muss schon sehr dafür kämpfen, dass Grenzen nicht überschritten werden (siehe Arbeitsatmosphäre).
Positiv sind die flexiblen Arbeitszeiten und die Möglichkeit zum Home-Office. Urlaubstage fangen mit 27 ziemlich gering an, steigern sich aber mit jedem Jahr der Betriebszugehörigkeit.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt eine eigene Fortbildungakademie.
Gehalt/Benefits
Siehe Gleichberechtigung. Es gibt eine betriebliche Altersvorsorge. Insgesamt wirkt die Gehaltstransparenz sehr diffus und willkürlich, was zu Ungerechtigkeit und fehlender Wertschätzung unter Kollegen führt. Eine Eingruppierung wurde nicht wie im letzen Jahr angekündigt veröffentlicht. Da sind andere soziale Träger interaktiv einen Schritt voraus!
Kollegenzusammenhalt
In den jeweiligen Abteilungen sehr stark, dadurch bilden sich aber auch Grüppchen und eine nicht so individuelle Offenheit.
Vorgesetztenverhalten
Hier habe ich den Eindruck, dass das Führungsverhalten oft sehr schwankend ist und einst eingeführte Prozesse/ Projekte schnell wieder widerrufen werden. Dadurch entsteht oft unnötige Panik in den Teams, die sich kurz darauf als unbegründet herausstellt. Oft werden auch Projekte gänzlich hinterfragt, nachdem sie anfangs eingefordert wurden und diese mit viel Mühe, stetig verbessert wurden. Zum Beispiel die Ersti-Tage. Das kann frustrierend für die eigene Arbeitsmotivation sein, da man nie genau weiß, ob es sich lohnt Zeit und Energie in ein Projekt zu investieren. Ich denke eine klarere und einheitliche Führung der Führungskräfte wäre hier entscheidend für den gemeinsamen Erfolg.
Kommunikation
Das Unternehmen bemüht sich um zunehmende Strukturen und Prozesse, sie brauchen wohl noch etwas Zeit, bis sie bei allen angekommen sind und um umgesetzt werden. Ein Gruß unter Kollegen, wenn man am Campus ist, ist leider nicht für jeden selbstverständlich (auch nicht in der Führungsebene).
Gleichberechtigung
Manche Kollegen bekommen Gehaltserhöhungen, manche nicht, obwohl es für alle fair zugehen sollte.
Interessante Aufgaben
Sehr abwechslungsreich, je nach dem wo man arbeitet.